Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung
2. Genus Verbi: Das Passiv
2.1 Die verschiedenen Formen des Passivs
2.1.1 Das Werden-Passiv: Form und Funktion
2.1.2 Das Sein-Passiv: Form und Funktion
3. Das Deutschbuch "Wortstark 7": Eine Analyse des Kapitels "Werkstatt Sprache: Passiv gebrauchen"
3.1 Analysekriterien
3.2 Sachliche Angemessenheit
3.3 Aufgabenbeschreibungen
3.4 Relevanz der Aufgaben für die SuS
3.5 Blick auf andere Werke und Verbesserungsvorschläge
4. Fazit
5. Quellen
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Genus Verbi: Das Passiv
2.1 Die verschiedenen Formen des Passivs
2.1.1 Das Werden-Passiv: Form und Funktion
2.1.2 Das Sein-Passiv: Form und Funktion
3. Das Deutschbuch „Wortstark 7“: Eine Analyse des Kapitels „Werkstatt Sprache: Passiv gebrauchen“
3.1 Analysekriterien
3.2 Sachliche Angemessenheit
3.3 Aufgabenbeschreibungen
3.4 Relevanz der Aufgaben für die SuS
3.5 Blick auf andere Werke und Verbesserungsvorschläge
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die didaktische Aufbereitung des Passiv-Gebrauchs im Schulbuch „Wortstark 7“. Ziel ist es, auf Basis der Funktionalen Grammatik zu prüfen, ob die Lernaufgaben Schülern ein verständnisvolles und anwendungsbezogenes Wissen vermitteln oder lediglich deklarative Fakten abfragen.
- Analyse der theoretischen Passiv-Definitionen im Schulbuch.
- Untersuchung der Übungsaufgaben auf funktionale Angemessenheit und Schwierigkeitsgrad.
- Bewertung der Förderung von Sprachbewusstheit und prozeduralem Wissen bei Schülern.
- Vergleichende Betrachtung mit anderen Lehrwerken wie „Treffpunkte“ und „Deutschbuch“.
- Ableitung von Verbesserungsvorschlägen für einen integrativen Grammatikunterricht.
Auszug aus dem Buch
2. Genus Verbi: Das Passiv
Das Aktiv und das Passiv sind die zwei Werte des Genus Verbi, die ein Verb annehmen kann (Institut für deutsche Sprache Mannheim 2012), um eine sprachliche Äußerung unterschiedlich zu akzentuieren (Köller 1997:94). In der folgenden Darstellung des Passivs wird das Aktiv lediglich zur Abgrenzung und Erläuterung des Passivs gebraucht, so wie es auch Köller (1997:90) und Zifonun/Hoffmann/Strecker (Grammatik der deutschen Sprache 1997:1789) in ihren Ausführungen vornehmen.
Zur Vermittlung des Unterschiedes zwischen der Aktiv- und Passiv-Form gibt es eine Vielzahl von Ansätzen. So kritisiert Köller (1997:90), viele Schulbücher würden das Aktiv und das Passiv mit der Tätigkeitsform (Aktiv) und der Leideform (Passiv) unterscheiden. Hierfür würden in den Aufgaben Verben zur Erläuterung hinzugezogen, die diesen Ansatz unterstützen (zum Beispiel das Verb schlagen), dem Genus Verbi in seiner Komplexität aber nicht gerecht werden.
Peter wird geschlagen. (Leideform, weil Peter unter den Schlägen leiden muss.)
Eric schlägt Peter. (Tätigkeitsform, weil der Schwerpunkt auf Eric liegt, der Peter schlägt.)
Verben wie „lieben, grüßen oder lesen“ (ebd.:92), die dieses Passiv-Verständnis nicht unterstützen, finden keine Verwendung. Zur Widerlegung der Einordnung der Kategorien Aktiv und Passiv in Tätigkeits- und Leideformen verwendet Köller (ebd.) die Beispiele: „Karl friert. Karl wird geliebt.“.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Analyse von Schulbuchaufgaben zur funktionalen Grammatik.
2. Genus Verbi: Das Passiv: Theoretische Grundlegung zum Aktiv-Passiv-Verhältnis und den verschiedenen Passivformen.
3. Das Deutschbuch „Wortstark 7“: Eine Analyse des Kapitels „Werkstatt Sprache: Passiv gebrauchen“: Detaillierte Untersuchung der Aufgabenstruktur, der verwendeten Terminologie und der fachlichen Korrektheit im Schulbuch.
4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Schulbuchqualität und Plädoyer für funktionalere Ansätze im Grammatikunterricht.
Schlüsselwörter
Passiv, Aktiv, Genus Verbi, Funktionale Grammatik, Schulbuchanalyse, Grammatikunterricht, Sprachbetrachtung, Vorgangspassiv, Zustandspassiv, Täterverschweigung, Kompetenzorientierung, Wortstark 7, Didaktik, Sprachbewusstheit, Deklaratives Wissen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die didaktische Qualität und Funktionalität der Aufgaben zum Thema „Passiv“ im Schulbuch „Wortstark 7“ für die 7. Jahrgangsstufe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Unterscheidung von Aktiv und Passiv, die fachliche Richtigkeit der Merkkästen sowie die Frage, ob die Aufgaben prozedurales Sprachwissen fördern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die im Buch präsentierten Aufgaben Schülern ein echtes Verständnis für den funktionalen Gebrauch des Passivs vermitteln oder lediglich isoliertes Wissen abfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine kriteriengeleitete Schulbuchanalyse, basierend auf den Theorien zur Funktionalen Grammatik nach Zifonun und Köller sowie didaktischen Prinzipien der Aufgabenanalyse nach Budde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Definitionen im Lehrwerk, die konkreten Aufgabenstellungen, deren Relevanz für die Lebenswelt der Schüler und Vergleiche mit anderen Lehrwerken wie „Treffpunkte“ analysiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Vorgangspassiv, Täterverschweigung, funktionale Grammatik, deklaratives Wissen und Sprachbewusstheit.
Wie bewertet die Autorin die Qualität der Passiv-Einführung in „Wortstark 7“?
Die Autorin kritisiert die Einführung als wenig differenziert, da sie auf verwirrenden Definitionen basiert und das Passiv lediglich auf die Beschreibung von Arbeitsvorgängen reduziert.
Welche Alternativen werden für einen besseren Grammatikunterricht vorgeschlagen?
Vorgeschlagen wird ein handlungsorientierter Ansatz, bei dem Schüler erst mit einem Problem (z.B. einer unnatürlichen Bildergeschichte) konfrontiert werden und selbstständig Strategien zur Lösung entwickeln, statt vorab definierte Merksätze auswendig zu lernen.
- Quote paper
- Aylissa Hoffmann (Author), 2012, Genus Verbi. Eine Analyse des Schulbuchkapitels "Passiv gebrauchen" aus "Wortstark 7" auf der Grundlage der Funktionalen Grammatik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201035