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Christliche Stiftungen im Hoch- und Spätmittelalter

Eine Untersuchung zum Kloster Neuzelle

Titre: Christliche Stiftungen im Hoch- und Spätmittelalter

Dossier / Travail , 2011 , 29 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Eric Richter (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Seit Menschengedenken beschäftigt sich der Mensch mit dem Tod und mit der Frage nach dem Danach. Im Mittelalter lebten die Menschen mit der Annahme, Gott würde am Tag des Jüngsten Gerichts erscheinen und ein Weltgericht einberufen, bei dem ein jeder sein gerechtes Urteil bekommt. Das konnte entweder der Himmel oder die Hölle sein. Um den Richterspruch auch postmortal noch positiv beeinflussen zu können, stifteten viele Menschen. Diese Stiftungen sollen in der folgenden Arbeit der Untersuchungsgegenstand sein. Allerdings ist die Spannweite dieses Themas so enorm, dass der Untersuchungszeitraum auf das okzidentale Hoch- und Spätmittelalter beschränkt werden soll.
In einem ersten Schritt soll hierzu ein Idealtyp einer Stiftung entworfen werden, weswegen es zu fragen gilt: Was ist unter einer Stiftung zu verstehen? Warum wurde gestiftet und welche Aufgaben und Bedeutung hatten Stiftungen in der Gesellschaft? Um diese zentralen Fragen zu beantworten, wird zunächst eine Definition erstellt und das Prinzip Stiftung untersucht. Ausgehend davon werden im Folgenden die Motive, welche Motive zu Stiftungsgründungen geführt haben, eruiert. Abschließend werden die Aufgaben und die Bedeutung von Stiftungen erläutert. In einem zweiten Schritt wird der entworfene Idealtyp dann an dem Fallbeispiel Kloster Neuzelle überprüft.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Idealtyp einer Stiftung

1.1 Das Prinzip Stiftung

1.2 Stiftungsmotive

1.3 Institutionen und Aufgaben einer Stiftung

1.4 Fazit I: Idealtyp einer Stiftung

2. Stiftung Kloster Neuzelle

2.1 Historischer Überblick

2.2 Stifter und Stiftungsmotiv

2.3 Bedeutung und Aufgaben

2.4 Fazit II: Das Kloster Neuzelle - Idealtyp einer Stiftung?

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein wissenschaftliches Modell des „Idealtyps einer Stiftung“ für das okzidentale Hoch- und Spätmittelalter zu entwerfen und dieses Modell anschließend anhand des Fallbeispiels des Klosters Neuzelle kritisch zu überprüfen, um die Motive, Aufgaben und gesellschaftlichen Einbettungen mittelalterlicher Stiftungen zu ergründen.

  • Entwicklung eines idealtypischen Modells mittelalterlicher Stiftungen
  • Analyse religiöser, politischer und ökonomischer Stiftungsmotive
  • Untersuchung der Institutionen, der Stiftsorgane und der Memoria-Praxis
  • Fallstudie: Historischer Überblick und Stiftungskontext des Klosters Neuzelle
  • Kritische Reflexion des Einflusses von Stiftungen auf Staat und Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

1.1 Das Prinzip Stiftung

Stiftungen sind ein epochenübergreifendes Phänomen der Geschichte. Es ist evident, dass in vielen schriftgestützten Hochkulturen gestiftet wurde. Die Neugier des Historikers treibt ihn dazu, jedes historische Phänomen zu definieren, doch die zeitliche, räumliche, sowie inhaltliche Spannweite dieses Themas macht es schwer, es in vollem Umfang zu erfassen und darzustellen. Stiftungen im historischen Wandel waren äußerst anpassungsfähig und flexibel und sicherten so ihr Überleben. Sie reagierten jeweils auf eigene Bedürfnisse , als auch auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen und erfanden sich so immer wieder neu.1 Daher gibt es bisher nur wenige allgemeinüberblickende Studien, die ihrerseits nicht viele spezifische Aussagen über Stiftungen zulassen.2 Michael Borgolte stellte deshalb passend fest, dass sich der Begriff Stiftung einer einfachen Definition entziehe.3 Soll das Phänomen dennoch fassbar gemacht werden, empfiehlt es sich, einen Weberschen Idealtyp zu entwerfen.4 Dieser Versuch soll hier im zeitlichen Rahmen vom Hochmittelalter bis zur Reformation unternommen werden, ferner bezieht er sich räumlich und inhaltlich uneingeschränkt auf das okzidentale West- und Mitteleuropa.

Die frühe Stiftungsforschung, vor allem die deutsche, näherte sich dem Thema Stiftungen über einen juristischen Ansatz. Hiernach war eine Stiftung ein Rechtsinstitut, geschaffen durch die Gabe eines Stifters. Der Akt der Stiftung erzeugte ein ,Lebewesen‘, welches wie eine natürliche Person handeln sollte.5 Dieses war auf unbeschränkte Zeit, also auf die Ewigkeit angelegt und somit einem dauernden, wohltätigen Zweck gewidmet, der über den Tod des Stifters hinaus wirken sollte. Daraus ergibt sich sogleich die Notwendigkeit einer Verwaltung, Stiftsorgan genannt. Diese Verwaltung hatte mehrere Aufgaben. Zunächst empfing sie, wie beschrieben, die Gabe durch den Stifter, der damit bestimmte Leistungen für eine unbestimmte Zeit ermöglichen wollte. Diese Gabe suchte das Stiftsorgan in der Folge zu mehren, denn in der Regel wurde nicht das Stiftungsgut, sondern nur dessen Erträge für den Stiftungszweck genutzt. Abschließend versorgte die Verwaltung mit den Zinsen des Stiftungsguts den Empfänger gemäß dem Stifterwillen. Dieses Merkmal unterscheidet die Stiftung von der Schenkung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Idealtyp einer Stiftung: In diesem theoretischen Teil werden die Definition, das Prinzip, die Motive sowie die Institutionen und Aufgaben von Stiftungen im Mittelalter erarbeitet, um einen analytischen Rahmen für die weitere Untersuchung zu schaffen.

2. Stiftung Kloster Neuzelle: Hier wird der Idealtyp auf das konkrete Fallbeispiel des Klosters Neuzelle angewandt, wobei die historische Gründung, die Stifterabsichten sowie die tatsächliche Entwicklung und Bedeutung des Klosters analysiert werden.

3. Zusammenfassung: Dieses Kapitel führt die theoretischen Überlegungen und die Ergebnisse der Fallstudie zusammen und bewertet die Passgenauigkeit des Modells auf das Kloster Neuzelle.

Schlüsselwörter

Stiftung, Mittelalter, Kloster Neuzelle, Memoria, Stifterwille, Seelenheil, Zisterzienser, Gabentausch, Idealtyp, Stiftsorgan, Heinrich III., Totengedenken, Rechtsgeschichte, Sozialgeschichte, Klosterforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse mittelalterlicher Stiftungen, wobei ein theoretischer Idealtyp entworfen und dieser exemplarisch am Kloster Neuzelle geprüft wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Motive von Stiftungsgründungen, die Rolle der Memoria (Totengedenken) sowie die rechtlichen und sozialen Strukturen hinter Stiftungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, ein Modell für das Phänomen „Stiftung“ im okzidentalen Mittelalter zu entwickeln und dieses Modell kritisch anhand eines Fallbeispiels zu verifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die historische Analyse von Stiftungsurkunden und Quellen sowie auf einen rechts- und sozialhistorischen Ansatz, der den weberschen Idealtyp als methodisches Werkzeug nutzt.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst das theoretische Prinzip Stiftung dargelegt, gefolgt von einer detaillierten historischen Untersuchung des Klosters Neuzelle, von dessen Gründung durch Heinrich III. bis hin zu seiner wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rolle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Stiftung, Memoria, Seelenheil, Zisterzienser, Kloster Neuzelle, Stifterwille und der gesellschaftliche Gabentausch.

Inwiefern unterscheidet sich das Kloster Neuzelle vom typischen Zisterzienser-Ideal?

Das Kloster Neuzelle weicht durch das Vorhandensein eines Kirchturms und den Verzicht auf die zisterziensertypische Eigenwirtschaft (Grangien) zugunsten eines Zins- und Rentenwirtschaftssystems vom klassischen Ordensideal ab.

Welche Rolle spielte die politische Motivation bei der Gründung des Klosters Neuzelle?

Die Untersuchung legt nahe, dass der Stifter Heinrich III. das Kloster strategisch zur Gebietsabsicherung im Nordosten der Lausitz nutzte und damit das religiöse Motiv teilweise als „Deckmantel“ für machtpolitische Ziele fungierte.

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Résumé des informations

Titre
Christliche Stiftungen im Hoch- und Spätmittelalter
Sous-titre
Eine Untersuchung zum Kloster Neuzelle
Université
Humboldt-University of Berlin
Note
1,3
Auteur
Eric Richter (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
29
N° de catalogue
V201389
ISBN (ebook)
9783656273356
Langue
allemand
mots-clé
Stiftung Mittelalter Neuzelle Kloster Heinrich III.
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eric Richter (Auteur), 2011, Christliche Stiftungen im Hoch- und Spätmittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201389
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