Mindestanforderung an das Credit Management


Seminararbeit, 2012
21 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Gliederung

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Credit Management
2.1 Der Begriff des Credit Managements
2.2 Zielsetzung des Credit Management

3 Mindestanforderung an das Credit Management
3.1 Kundenakquise
3.1.1 Kundenidentifikation und Kundenstammdaten
3.2 Kreditwürdigkeitsüberprüfung
3.2.1 Bonitätsüberprüfung
3.2.2 Risikoklassifizierung
3.2.3 Bonitätsüberwachung
3.3 Kreditentscheidung
3.3.1 Kreditlimitierung
3.3.2 Zahlungsbedingungen
3.3.3 Rechnungserstellung
3.4 Kreditsicherung
3.4.1 Forderungssicherung
3.5 Kreditüberwachung
3.5.1 Zahlungsverkehr
3.5.2 Reklamationsmanagement
3.5.3 Liefersperre

4 Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Phasen und Prozesse des Credit Managements, Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Weiß, B. (2011)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Jedes Unternehmen setzt sich Ziele. Diese Ziele werden in Erfolgen gemessen. Um ein Erfolg realisieren zu können sind Formalziele wie die Produktivität, die Wirtschaftlichkeit und die Rentabilität von großer Bedeutung. Mittels finanzwirtschaftlicher Ziele wird sichtbar, dass Organisationen, insbesondere das Finanzwesen tadellos funktionieren müssen. Im Rahmen dieser Arbeit wird näher auf das Instrument Mindestanforderung an das Credit Management eingegangen.

Die Zielsetzung des Credit Managements im Unternehmen besteht darin, die kontinuierliche Liquidität zu erhalten, sowie auch den Wertzuwachs des Unternehmens, um hierdurch die Existenzsicherung des Unternehmens gewährleisten zu können.

Eine große Anzahl von ausstehenden Forderungen oder uneinbringlichen Forderungen können einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmens-Performance haben. Ein erfolgreiches Credit Management soll solche Risiken, wie Forderungsausfälle vermeiden und dadurch die Profitabilität des Unternehmens anhand festgesetzter Verpflichtungen und Ziele erhöhen. Im Credit Management geht insbesondere um die genaue Auskunft über Bonität, Struktur, Finanzen und Umfeld des Kunden.Die Hauptsektionen bestehen aus sechs Bereichen: Organisation, Mitarbeiter, Steuerung, Prozesse, Systeme und Auditierung.

2 Credit Management

2.1 Der Begriff des Credit Managements

Das Credit Management wird auch als Kreditmanagement, Debitorenmanagement sowie auch als Forderungsmanagement bezeichnet. Im Allgemeinen versteht man unter Credit Management, alle Vorkehrungen, die sich mit der Bearbeitung und Sicherung der Debitoren in einem Unternehmen wirken.[1]

2.2 Zielsetzung des Credit Management

Die Zielsetzungen des Credit Management sind die Liquiditätssicherung des Unternehmens und die Vermeidung unabsehbarer Forderungsausfälle.[2] Der Schwerpunkt liegt da drauf, die Liquidität und das Zahlungsverhalten des Kunden transparent zu machen, um eventuelle Risiken zu vermeiden.[3] Um diese Gewährleistung zu leisten wurden Instrumente bzw. Phasen und Prozesse entwickelt. Die folgende Grafik dient zur Veranschaulichung dieser Einteilung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.. 1Phasen und Prozesse des Credit Managements, Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Weiß, B. (2011)

3 Mindestanforderung an das Credit Management

„Der Bundesverband Credit Management e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Mindestanforderungen für das unternehmenseigene Credit Management zu definieren.“[4] Die Mindestanforderung an das Credit Management dient als Orientierung für Unternehmen, die zur Qualifizierung des Credit Management beisteuert. Derartige Mindestanforderungen unterteilen sich in Kategorien wie Organisation, Mitarbeiter, Steuerung, Prozesse, Systeme und Auditierung. Die Beweggründe hierfür sind Risiken und Forderungsausfälle zu vermeiden, sowie die Liquidität zu erfassen um angemessene Strategien zur Reduzierung von Risiken zu verschaffen.

3.1 Kundenakquise

Die Kundenakquise ist ein konstanter Prozess, bei dem Planung wie auch die Flexibilität und die Kontinuität benötigt werden. Zur Kundenakquise gehören die Prozesse Kundenindentifikation und Kundenstammdaten, die von großer Bedeutung sind.[5]

3.1.1 Kundenidentifikation und Kundenstammdaten

In erster Linie der Prozesskette des MaCM steht das Auffinden von möglichen Kunden. Damit keine Forderungsausfälle entstehen, sollte man eine sorgfältige Auswahl von Kunden treffen. Des Weiteren gehört zur Kundenidentifikation die Authentifizierung der Daten des Kunden. Diese werden auf Richtigkeit überprüft. Um Auskünfte von Kunden zu erlangen, kann man bei unterschiedlichen Branchen Information erwerben, wie zum Beispiel bei:

- Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa)
- Handelsregisterauskunft
- Der Verband der Vereine Creditreform e.V.
- Dun and Bradstreet
- Bürgel
- Arvato infoscore.

Durch die Aktualisierung von Kundenstammdaten werden von vornherein Gefahren beseitigt. Dieser Prozess ist bedeutend, da die Informationsqualität von Entscheidungen von der Datenbasis abhängig ist. Daher müssen die Daten jederzeit auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft werden.[6] Im Abschnitt 4.8.2. sind gemäß MaCM für Neukunden Standards festgelegt. Folgende Daten sollen nach Abschnitt 4.8.2 der MaCM vorliegen: Name/ Firma, Adresse, Rechtsform, Telefon- und Faxnummer, E-Mail-Adresse sowie die Bankverbindung des Kunden. Diese Informationen führen zur einen Risikoklassifizierung, wodurch die Kredithöhe des Kunden festgelegt wird. Damit die Übersicht von vergebenen Kreditlimits sichergestellt ist, sollte den Ansprüchen nach, nur ein Debitorenkonto pro Kunden zugeordnet werden.[7]

3.2 Kreditwürdigkeitsüberprüfung

Bei der Kreditwürdigkeitsüberprüfung sind die Teilprozesse Bonitätsüberprüfung, Risikoklassifizierung und Bonitätsüberwachung ausschlaggebend. Im Bereich der Kreditwürdigkeitsüberprüfung werden alle Bewertungen eines Kreditrisikos einkalkuliert, bevor ein Kredit vergeben wird. Die Kreditwürdigkeitsüberprüfung ist die Basis für die Kreditvergabe und Entscheidung.[8] An dieser Stelle sind die Teilprozesse Bonitätsüberwachung und Risikoklassifizierung von enormer Wichtigkeit für die Überprüfung der Kreditwürdigkeit.[9]

3.2.1 Bonitätsüberprüfung

Hierbei überprüft man die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Um die wirtschaftliche Lage der Unternehmen einzuschätzen, greift man auf interne und externe Informationsquellen.[10] Als Informationsquellen dienen Instrumente wie, Cashflow-Analyse, Kapitalflussrechnung, Planungsrechnung, Soll-Ist-Vergleiche[11], sowie auch Bilanzen, Jahresabschlüsse, Vertriebsinformationen, Umsatzinformationen, Kundenstamm, Ratingagenturen und diverse weitere.[12]

Angesichts dieser Kontrollen werden Vorkehrungen getroffen ehe eine (über eventuelle) Zahlungsunfähigkeit oder eine Insolvenz bevorsteht. Ein weiterer Aspekt für die Vergabe eines Kredits eignet sich separate Kreditausfallwahrscheinlichkeiten, um die Höhe des Kreditlimits fest zu legen.

Durch sämtliche Informationen resultiert sich eine Gesamtnote daraus, die für eine Risikoeinstufung führt.[13]

3.2.2 Risikoklassifizierung

Nach Abschluss der Bonitätsüberprüfung erfolgt die Einstufung in die Risikoklassifizierung. Durch Bewertungsverfahren können Agenturen den Kreditausfall feststellen. Hierzu verwenden Ratingagenturen verschiedene Faktoren, die zu einer Risikoklasse führen. Solche Faktoren können bei Unternehmen, Branchen, Größe des Unternehmens und Rechtsform sein.[14] Die Kennzeichnung solcher Risikoklassen werden meistens in Alphabetischer Form dargestellt bspw. „AAA“ mit größter Bonität und „D“ bis Zahlungsunfähigkeit. Die bekanntesten Ratingagenturen sind Moody´, Standard & Poor´s[15]. Beim MaCM wird ein Scoring-Verfahren für die Bonitätsüberprüfung angewendet. Anschließend wird das Resultat mit einem dreistelligen Bonitätsindex gekennzeichnet, was die Benotung der Zahlungsfähigkeit des Kunden darstellt. Je höher der Wert, desto höher ist die Verschlechterung der Bonität. Der Bonitätsindex ist zusammengesetzt aus quantitativen und qualitativen Risikofaktoren aus den Bereichen Strukturrisiken, Finanzrisiken und Liquiditätsrisiken, Ertragsrisiken und der normativen Kreditbeurteilung.[16]

3.2.3 Bonitätsüberwachung

Eine konstante Überwachung der Bonität ermöglicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Zahlungsfähigkeit von Kunden zu erhalten. Hierbei spricht man auch von Monitoring.[17] Durch die zeitliche Überwachung sind eine Abstufung, sowie auch eine Hochstufung der Risikoklassifizierung denkbar. Ein Anhaltspunkt für eine eventuelle Bonitätsverschlechterung, kann die Verschlechterung im Zahlungsverhalten oder eine Überziehung des Kreditlimits sein. Als Maßnahme kann man eine Reduzierung des Kreditlimits, Maßnahmen zur Forderungssicherung oder eine Liefersperre ansetzen. Durch die Aktualität von Informationszuflüssen reduziert sich die fehlerhafte Risikoeinstufung.[18]

[...]


[1] Vgl. Weiß, B. / Stach, A. / Leick, D. (2011), S. 3.

[2] Vgl. Weiß, B. / Stach, A. / Leick, D. (2011), S. 3.

[3] Vgl. Huber, A. (2005), S. 5.

[4] Vgl. Weiß, B. / Stach, A. / Leick, D. (2011), S. 3.

[5] Vgl. Weiß, B. / Stach, A. / Leick, D. (2011), S. 7.

[6] Vgl. Kink, N. (2009), Heft 1 S. 9.

[7] Vgl. Verein für Credit Management e.V. (2007), S. 11f.

[8] Vgl. Schmoll, A.(1991), S.35.

[9] Vgl. Verein für Credit Management e.V. (2007), S. 21f.

[10] Vgl. Weiß, B. / Stach, A. / Leick, D. (2011), S. 9f.

[11] Vgl. Schmoll, A. (1999), S. 117.

[12] Vgl. Weiß, B. / Stach, A. / Leick, D. (2011), S. 10f.

[13] Vgl. Verein für Credit Management e.V. (2007), S. 23.

[14] Vgl Buschmeier, A. (2011), S. 32.

[15] Vgl. Schierenbeck, H. (2003), S.331f.

[16] Vgl. Weiß, B. / Stach, A. / Leick, D. (2011), S. 12.

[17] Vgl. Egeli. R. (2009), S.197f.

[18] Vgl. Weiß, B. / Stach, A. / Leick, D. (2011), S. 13f.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Mindestanforderung an das Credit Management
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V210668
ISBN (eBook)
9783656384229
ISBN (Buch)
9783656384632
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mindestanforderung, credit, management
Arbeit zitieren
Serdar Yalcinkaya (Autor), 2012, Mindestanforderung an das Credit Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210668

Kommentare

  • Gast am 17.3.2013

    Das Thema ist sehr interessant...Darf ich fragen, welche Note du für die Arbeit erhalten hast?
    Susan

  • Serdar Yalcinkaya am 18.3.2013

    Hallo Susan,
    die Seminararbeit wurde mit einer 1,0 benotet.
    Schöne Grüße
    Serdar Yalcinkaya

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