Untersuchung zur Erlernbarkeit von Religion


Essay, 2011

4 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Ist Religion lernbar?

„Meine Eltern sind nicht gläubig und gehen nur zu Weihnachten in die Kirche, aber ich durfte mich trotzdem taufen lassen!“[1]

Kim, ein Kind aus der Kirchengruppe, wurde atheistisch aufgezogen. Sie besuchte kurzzeitig einen integrativen Kindergarten, von dem sie so geprägt wurde, dass sie sich später auf eigenen Wunsch taufen ließ. Anhand dieses Falles lässt sich erkennen, dass man auf verschiedenen Wegen zum Glauben finden kann. Hat sie sich aber Religion selber angeeignet? Kann man durch Lernen Religion überhaupt erfahren?

Da die anfangs aufgeführte Problemfrage zu komplex ist, werde ich mich in meinen Ausführungen lediglich auf die Frage, ob Religion lernbar ist, beziehen. Um näher auf diese Kernfrage eingehen zu können, bedarf es der Klärung, was Religion ist, eine Definition. Auf der ganzen Welt existieren viele Religionen, vom Christentum über Buddhismus bis hin zu Naturreligionen. Doch von welcher Religion soll man bei einer allgemeinen Definition ausgehen, von mehreren unterschiedlichen Religionen oder von allen möglichen Religionsarten?

Es herrscht eine Pluralität von Religion, da es verschiedenste Religionsformen gleichzeitig nebeneinander gibt. Jede Religion hat eigene Traditionen, Ausdrucksformen, Gottesbilder, z.T. eigene Schriften und Inhalte. Die Christen vertreten den Glauben an Jesus, andere glauben an Götter oder an alles Übernatürliche. Es existieren unterschiedliche Methoden der Religionsdefinition, z.B. die funktionale, substantielle, genetische oder die philosophische Definitionsmethode. Doch jede dieser Methoden weißt auch Probleme auf, beispielsweise, dass die Definition zu eng oder zu weit gefasst ist. Der komplexe Begriff „Religion“ lässt sich also nicht allgemeingültig definieren, lediglich Ansätze einer Religionsdefinition sind möglich. „Als religiöß werden […] alle jene Formen angesehen, indem der Glaube an einen oder mehrere Götter im Mittelpunkt steht.“[2] Diese spezielle Aussage der substantiellen Definitionsmethode entspricht auch meiner Auffassung, denn Religion ist allgemein die Hinwendung zu Etwas oder Jemanden. „Religion ist ein Prisma, von dessen 7 Farben jeder seine Lieblingsfarbe wählen mag, aber alle rühren nur von einem Sonnenstrahl.“[3] Dieses Zitat von K. J. Weber verdeutlicht, dass jeder Mensch seinen Glauben anders auslebt, individuell, und das alle Religionen etwas verbindet, m.E. ist dies der Glaube. Religion ist für mich als Protestant die Hinwendung zu Gott, den Glauben an den einen Gott und seinen Sohn Jesus Christus.

[...]


[1] M., Kim: 11 Jahre, Thüringen, 2008.

[2] Pollack, Detlef: „Was ist Religion?”, ZfR 3,1995, S. 168.

[3] Weber, K. J., Demokritos

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten

Details

Titel
Untersuchung zur Erlernbarkeit von Religion
Veranstaltung
Religionspädagogik
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
4
Katalognummer
V211761
ISBN (eBook)
9783656398974
ISBN (Buch)
9783656486091
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Bezug zu Kunstmann, 3,5 Seiten in Schriftgröße 12 - Times New Roman
Schlagworte
Religion, religiößes Lernen, Lernbarkeit, Religionspädagogik
Arbeit zitieren
Trine Wenzel (Autor), 2011, Untersuchung zur Erlernbarkeit von Religion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211761

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