In einer Welt die immer mehr von der Globalisierung geprägt wird, immer mehr
Schwellenländer zu Wirtschaftsmächten werden und sich immer neue Märkte
eröffnen, ist es für Unternehmen wichtig auch global aktiv zu sein. Das Zeitalter
des Intemets treibt die Globalisierung immer rasanter voran, aufgrund dessen
ist die Internationalität eines Unternehmens ein Grundpfeiler für den zukünftigen
Erfolg. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, brauchen Unternehmen
fähige Manager die auch im Ausland erfolgreich sind und Märkte erschließen
können. Allerdings bleiben hier viele Fragen offen. Welche Voraussetzungen
muss ein kompetenter Auslandsmanager aufweisen? wie wähle ich den
richtigen Bewerber für den richtigen Job aus und wie bereite ich ihn auf den
Einsatz im Ausland vor? Und wie kann ich den Mitarbeiter nach seinem
Auslandsaufenthalt wieder in mein Unternehmen integrieren?
Diese Fragen sind für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens im
Ausland von essentieller Bedeutung. Um diese Problematik differenziert
betrachten zu können, gehen wir hier auf diese Fragen ein und geben einen
Überblick über die Möglichkeiten die ein internationales Unternehmen hat.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Voraussetzungen für den Einsatz als Auslandsmanager
2.1 Fachliche Qualifikationen
2.1.1 Bisherige Ausbildung
2.1.2 Führungsqualitäten
2.1.3 Anpassungsfähigkeit an neue berufliche Situation
2.1.4 Kenntnisse über die wirtschaftlichen Gegebenheiten
2.2 Persönliche Qualifikationen
2.2.1 Interkulturelle Integrationsfähigkeit
2.2.2 Emotionale Kompetenz und Belastbarkeit
2.2.3 Private und familiäre Variabilität
3 Auswahlverfahren für Auslandsmanager
3.1 Der biografische Fragebogen
3.2 Das Assessment-Center
3.3 Kritik
4 Vorwort zur Vorbereitung von Mitarbeitern auf den Auslandseinsatz
5 Einleitung
6 Problemstellung
7 Die organisatorische Vorbereitung
8 Die interkulturelle Vorbereitung
9 Die arbeitsvertragrechtliche Vorbereitung
10 Die sozialrechtliche Vorbereitung
11 Allgemeines zur Wiedereingliederung
12 Bedeutung der Wiedereingliederung
13 Verlauf der Wiedereingliederung
14 Unterstützung der Wiedereingliederung
15 Kriterien des Wiedereingliederungserfolges
16 Wiedereingliederungsproblematik im Kontext der Unternehmensstrategie
17 Maßnahmen zur Bewältigung der Probleme bei der Wiedereingliederung
17.1 Maßnahmen im beruflichen Bereich
17.2 Maßnahmen im privaten Bereich
18 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit den kritischen Erfolgsfaktoren für die Entsendung von Führungskräften ins Ausland. Ziel ist es, Strategien aufzuzeigen, wie Unternehmen geeignete Kandidaten auswählen, diese zielgerichtet auf ihren Auslandseinsatz vorbereiten und eine erfolgreiche Wiedereingliederung nach der Rückkehr gewährleisten können.
- Anforderungsanalyse für Auslandsmanager (fachliche und persönliche Qualifikationen)
- Vergleich und Kritik moderner Auswahlverfahren wie Assessment-Center
- Organisatorische, rechtliche und interkulturelle Vorbereitungsmaßnahmen
- Problematiken der Reintegration in das Heimatunternehmen
- Strategien zur Vermeidung von Rückkehrproblemen
Auszug aus dem Buch
3.1 Der biografische Fragebogen
"Die Zielsetzung des biographischen Fragebogens als Instrument der Personalbeurteilung geht nicht dahin – wie bei Persönlichkeits- oder Interessentests – die Persönlichkeit des Individuums zu beschreiben. Es wird vielmehr angestrebt, mit Hilfe der erhobenen Angaben Prognosen über zukünftiges Verhalten des Probanden zu machen." Diese Zielsetzung wird durch einen Fragenkatalog, der sowohl offene als auch geschlossene Fragen enthält und den Probanden die Möglichkeit gibt, sich selbst zu beschreiben. Die Fragen zielen darauf ab, aus verschiedenen Eigenschafts- und Fähigkeitsmerkmalen sogenannte Erfolgsprofile zu erstellen. Um die Erfolgsprofile der Probanden bewerten zu können, vergleicht man sie mit den Erfolgsprofilen von Auslandsmanagern die bereits erfolgreich die Aufgaben, für die der Proband ausgewählt wird, ausgeführt haben.
Obwohl es keine theoretische Grundlage dafür gibt und es keine Relation zwischen dem Lebenslauf und Berufserfolg gibt, haben biographische Fragebögen einen höheren Validitätskoeffizienten als die üblichen Einstellungsgespräche. Allerdings unterstellen sie nur keine Koinzidenz.
Eine mögliche Beeinflussung durch den Interviewer, wie sie in Einstellungsgesprächen vorkommt, liegt bei biographischen Fragebögen nicht vor.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Globalisierung als Treiber für Auslandseinsätze und die damit verbundenen Herausforderungen für Unternehmen.
2 Voraussetzungen für den Einsatz als Auslandsmanager: Analyse der essenziellen fachlichen und persönlichen Qualifikationen, die ein Manager für den Auslandseinsatz benötigt.
3 Auswahlverfahren für Auslandsmanager: Untersuchung von Methoden wie biographischen Fragebögen und Assessment-Centern zur Identifikation geeigneter Kandidaten.
4 Vorwort zur Vorbereitung von Mitarbeitern auf den Auslandseinsatz: Überblick über die Phasen der Vorbereitung von der organisatorischen bis zur rechtlichen Absicherung.
5 Einleitung: Hinführung zur Problematik des Auslandseinsatzes und der Notwendigkeit einer strukturierten Vorbereitung.
6 Problemstellung: Erörterung der Schwierigkeiten für Expatriates durch kulturelle Unterschiede und den Verlust des gewohnten Umfelds.
7 Die organisatorische Vorbereitung: Zusammenfassung praktischer Schritte wie Sprachkurse, Gesundheitsvorsorge und behördliche Genehmigungsverfahren.
8 Die interkulturelle Vorbereitung: Bedeutung von Training und Sensibilisierung für fremde Kulturen, um Missverständnisse zu vermeiden.
9 Die arbeitsvertragrechtliche Vorbereitung: Darstellung der notwendigen vertraglichen Absicherungen und Vergütungsmodelle wie Heimatland- oder Gastlandansatz.
10 Die sozialrechtliche Vorbereitung: Erläuterung der sozialversicherungsrechtlichen Aspekte bei zeitlich befristeten Auslandseinsätzen.
11 Allgemeines zur Wiedereingliederung: Einführung in die zwei Hauptkomponenten der Rückkehr: Personalplanung und Sozialisation.
12 Bedeutung der Wiedereingliederung: Verdeutlichung, warum die Rückkehrphase für Unternehmen und Mitarbeiter kritisch ist.
13 Verlauf der Wiedereingliederung: Beschreibung der Phasenmodelle, die den psychologischen Anpassungsprozess bei der Rückkehr darstellen.
14 Unterstützung der Wiedereingliederung: Übersicht über Maßnahmen zur Unterstützung durch das Stammhaus.
15 Kriterien des Wiedereingliederungserfolges: Definition von Messgrößen für eine gelungene Reintegration, wie Arbeitszufriedenheit und Bindung an das Unternehmen.
16 Wiedereingliederungsproblematik im Kontext der Unternehmensstrategie: Analyse der strategischen Relevanz von Auslandserfahrungen für das Unternehmen.
17 Maßnahmen zur Bewältigung der Probleme bei der Wiedereingliederung: Konkrete Empfehlungen für den beruflichen und privaten Bereich, um Rückkehrprobleme zu mindern.
18 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung von Auslandseinsätzen.
Schlüsselwörter
Auslandsmanager, Globalisierung, Auswahlverfahren, Assessment-Center, Interkulturelle Kompetenz, Entsendung, Wiedereingliederung, Expatriates, Personalplanung, Arbeitsvertrag, Vergütungsstrategien, Sozialversicherung, Kulturelle Anpassung, Laufbahnplanung, Auslandserfahrung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den gesamten Prozess der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland, angefangen bei der Auswahl über die Vorbereitung bis hin zur erfolgreichen Wiedereingliederung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den Qualifikationsanforderungen an Manager, der Eignungsdiagnostik, den verschiedenen Vorbereitungsinstrumenten (organisatorisch, rechtlich, kulturell) und den Herausforderungen der Rückkehr.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Unternehmen aufzuzeigen, wie sie Auslandseinsätze strategisch planen und umsetzen können, um den Unternehmenserfolg zu sichern und Fehlbesetzungen oder frühe Abbrüche zu vermeiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Konzepte und empirische Erkenntnisse zum internationalen Management und zur Personalentsendung synthetisiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Säulen: Anforderungsprofil, Auswahlverfahren und der komplexe Prozess der Entsendungsvorbereitung sowie die kritische Phase der Reintegration.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Auslandssentsendung, Expatriates, interkulturelle Vorbereitung, Wiedereingliederung, Assessment-Center und Personalauswahl.
Wie wirken sich interkulturelle Unterschiede auf die Auswahl aus?
Interkulturelle Kompetenz ist ein zentrales Auswahlkriterium, da der Manager fähig sein muss, seine Führungsstile an fremde Mentalitäten und kulturelle Normen im Gastland anzupassen.
Warum ist die Wiedereingliederung so oft problematisch?
Rückkehrer erleben oft einen "Kulturschock" bei der Ankunft im Heimatland, da sie sich persönlich weiterentwickelt haben, während sich das heimatliche Umfeld im Unternehmen oft statisch verhalten hat, was zu Resignation oder Kündigungsabsichten führen kann.
- Citar trabajo
- Adrian Pütz (Autor), Fabian Sänger (Autor), Servan Kizilkan (Autor), 2012, Führungsstrategien zur Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland und Wiedereingliederung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212008