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Soziale Innovation Grundeinkommen

Analyse des bedingungslosen Grundeinkommens im wissensgesellschaftlichen Innovationsparadigma

Título: Soziale Innovation Grundeinkommen

Trabajo de Seminario , 2013 , 16 Páginas , Calificación: 1.5

Autor:in: Jonas Hässig (Autor)

Sociología - Conocimientos e Información
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Wir leben in einer postindustriellen Gesellschaft, welche oftmals als Wissensgesellschaft bezeichnet wird. Der Hauptmotor für den Fortschritt in unserer Gesellschaft scheinen Innovationen aller Art zu sein, die durch einen schwer durchschaubaren Wissensprozess zustande kommen. Neben den technischen Innovationen, welche die letzten Jahrzehnte prägten, werden soziale Innovationen immer wichtiger. „Soziale Innovationen, d.h. neue Lösungen, die gesellschaftliche Herausforderungen kontextbezogen, zielgerichtet und das Gemeinwohl fördernd adressieren, können bei der Bewältigung der Probleme helfen“ (Müller, Rüede, Lurtz, Kopf, Russo 2013: 9). Die These wird aufgestellt, dass das sozialpolitische Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens einen derartigen Lösungsansatz darstellt. Spannend dabei ist, dass die Idee des Grundeinkommens gleich mehrere gesellschaftliche Herausforderungen anspricht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Innovationen in der Wissensgesellschaft

3. Soziale Innovationen im Innovationsparadigma

4. Das bedingungslose Grundeinkommen

5. Das Grundeinkommen als soziale Innovation

6. Skizzen zur Innovationswirkung des Grundeinkommens

7. Das Grundeinkommen als politische Nachhaltigkeitsinnovation

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht, inwiefern das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens als soziale Innovation innerhalb des gegenwärtigen wissensgesellschaftlichen Innovationsparadigmas verstanden werden kann und welche Rolle es als politische Nachhaltigkeitsinnovation einnimmt.

  • Rolle von Innovationen in der Wissensgesellschaft
  • Theoretische Grundlagen und Ausdifferenzierung sozialer Innovationen
  • Analyse des Grundeinkommens als Instrument zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen
  • Einstufung des Grundeinkommens als visionäres Alternativmodell
  • Nachhaltigkeit als komplexer gesellschaftlicher Lern- und Gestaltungsprozess

Auszug aus dem Buch

3. Soziale Innovationen im Innovationsparadigma

„Innovation ist kein Gegenstand, sondern ein Prozess. Innovation bedeutet Veränderung. Und angesichts vielfältiger sozialer, ökologischer, politischer und ökonomischer Fehlentwicklungen wachsen deshalb auch Zweifel am Allheilmittel Innovation“ (Kehrbaum 2009: 44 f.). Im Hintergrund dieser Aussage steht der Gedanke, dass nicht alles was neu ist, auch gut oder fortschrittlich ist. So konzentriert sich der Innovationsbegriff auf die im Innovationsprozess zustande kommenden Veränderungen. „Innovations are deliberate interventions designed to initiate and establish future developments concerning technology, economics, and social practices“ (Howaldt, Schwarz 2010: 2). In der Alltagssprache wird Innovation meistens als technische Innovation in Form von technischen Errungenschaften verstanden. Auch in der Innovationsforschung in den Wirtschaftswissenschaften spielen technische Innovationen eine dominante Rolle. So stellt Innovation oftmals ein Garant für Wirtschaftswachstum dar. Dabei werden soziale Innovationen als die gesellschaftlichen Veränderungen verstanden, die mit einer technischen Innovation einhergehen, wie beispielsweise das neue Zeit- und Raumgefühl mit der Erfindung der Eisenbahn.

Seit den 1980er Jahren wird der Begriff der sozialen Innovation als eigenständige, ohne direkt im Zusammenhang mit technischen Errungenschaften stehende Innovation diskutiert, doch bisher hat sich keine allgemein akzeptierte und verwendete Definition durchgesetzt. „Social innovation rarely appears as a specific and defined term with a clearly delineated scope but usually is used as a sort of descriptive metaphor in the context of social and technical change“ (Howaldt, Schwarz 2010: 7). Ein grundlegender Unterschied zwischen technischer und sozialer Innovation ist, dass letztere nicht in Form eines materiellen Gegenstandes erscheint. Vielmehr geht es bei sozialen Innovationen um gesellschaftliche Praktiken. Viele Definitionsversuche von sozialer Innovation kamen auf der Grundlage eines normativen Verständnisses zustande. Eine soziale Innovation für Phills ist beispielsweise “eine neue Lösung für ein gesellschaftliches Problem, welche effektiver, effizienter, nachhaltiger oder gerechter ist als bestehende Lösungen und für die der kreierte Wert primär der Gesellschaft als Ganzes zugutekommt und nicht einzelnen Individuen” (Phills, Deiglmeier, Miller 2008: 36). Nimmt man diese Definition auf, muss man fragen, was für Innovationen es für eine bessere Gesellschaft braucht. Für das soziologische Verständnis von sozialer Innovation ist jedoch eine Definition ohne normative Ansprüche notwendig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Wissensgesellschaft ein, erläutert die Bedeutung sozialer Innovationen und stellt die These auf, dass das Grundeinkommen einen Lösungsansatz für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen darstellt.

2. Innovationen in der Wissensgesellschaft: Hier wird der Wandel zur Wissensgesellschaft beleuchtet, in der Innovationen zum zentralen Faktor für organisationale Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichen Erfolg werden.

3. Soziale Innovationen im Innovationsparadigma: Das Kapitel diskutiert den Innovationsbegriff als Prozess und differenziert soziale von technischen Innovationen, wobei eine wertneutrale Definition als Grundlage dient.

4. Das bedingungslose Grundeinkommen: Hier wird das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens vorgestellt, dessen Kernpunkte die Bedingungslosigkeit und die Ermöglichung einer Teilhabe am öffentlichen Leben sind.

5. Das Grundeinkommen als soziale Innovation: Es wird untersucht, inwiefern das Grundeinkommen die Kriterien einer sozialen Innovation erfüllt, indem es als Neukonfiguration sozialer Praktiken innerhalb der Sozialpolitik fungiert.

6. Skizzen zur Innovationswirkung des Grundeinkommens: Basierend auf Herausforderungen bis 2030 werden fünf Thesen skizziert, bei denen das Grundeinkommen als Lösungspotenzial für soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit oder soziale Ungleichheit betrachtet wird.

7. Das Grundeinkommen als politische Nachhaltigkeitsinnovation: Dieses Kapitel ordnet das Grundeinkommen als visionäres Alternativmodell ein und beleuchtet die Schwierigkeiten sowie Chancen, die mit einer Überwindung bisheriger gesellschaftlicher Pfadabhängigkeiten verbunden sind.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Grundeinkommen einen relevanten neuen Lösungsvorschlag für Verteilungsproblematiken bietet und sich als Nachhaltigkeitsinnovation im Rahmen eines laufenden gesellschaftlichen Lernprozesses befindet.

Schlüsselwörter

Soziale Innovation, Bedingungsloses Grundeinkommen, Wissensgesellschaft, Innovationsparadigma, Nachhaltigkeitsinnovation, Sozialpolitik, gesellschaftlicher Wandel, Innovationsfähigkeit, Wissensmanagement, Pfadabhängigkeit, visionäre Alternativmodelle, soziale Praktiken, Teilhabe, Arbeitslosigkeit, Wohlfahrtsstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens unter dem soziologischen Blickwinkel, ob und wie es als soziale Innovation innerhalb der modernen Wissensgesellschaft zu klassifizieren ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Wissensgesellschaft, den Prozessbegriff der Innovation, die Theorie sozialer Innovationen, das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens sowie Nachhaltigkeitsfragen in der Sozialpolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern das bedingungslose Grundeinkommen als soziale Innovation verstanden werden kann und welchen Beitrag es als politische Nachhaltigkeitsinnovation zur Bewältigung gesellschaftlicher Probleme leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine theoretische Analyse, die auf bestehenden Definitionen von Innovation (z. B. von Howaldt et al.) und aktuellen gesellschaftspolitischen Thesen (z. B. aus dem World Vision Bericht 2030) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung sozialer Innovationen, die Definition des Grundeinkommens und die Anwendung dieser Konzepte auf soziale Herausforderungen sowie die Einordnung als Nachhaltigkeitsinnovation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Schlüsselbegriffe sind soziale Innovation, Grundeinkommen, Wissensgesellschaft, Innovationsparadigma und Nachhaltigkeitsinnovation.

Wie unterscheidet der Autor technische von sozialen Innovationen?

Der Autor unterscheidet technische Innovationen als materielle Errungenschaften von sozialen Innovationen, die als bewusste Neukonfigurationen von sozialen Praktiken und Handlungsweisen verstanden werden.

Welche Bedeutung hat der Begriff der „Nachhaltigkeitsinnovation“ in dieser Arbeit?

Er beschreibt Innovationen, die auf einen gesellschaftlichen Ausgleich zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen zielen und die oft eine Überwindung verfestigter institutioneller Strukturen (Pfadabhängigkeiten) erfordern.

Warum wird das Grundeinkommen als „visionäres Alternativmodell“ bezeichnet?

Es wird so bezeichnet, weil es keine bloße Optimierung bestehender Systeme darstellt, sondern eine grundlegende Umstrukturierung der gesellschaftlichen Arbeits- und Lebensweise fordert, was mit einem hohen Innovationsanspruch verbunden ist.

Welche Rolle spielen die Initiatoren des Grundeinkommens laut Text?

Initiatoren gelten als Akteure, die durch ihr Engagement den Innovationsprozess antreiben, wobei ihre Rolle bei visionären Alternativmodellen laut Howaldt als besonders zentral für die gesellschaftliche Thematisierung angesehen wird.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Soziale Innovation Grundeinkommen
Subtítulo
Analyse des bedingungslosen Grundeinkommens im wissensgesellschaftlichen Innovationsparadigma
Universidad
University of Luzern
Curso
Einführung in die Wissenssoziologie
Calificación
1.5
Autor
Jonas Hässig (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
16
No. de catálogo
V212593
ISBN (Ebook)
9783656409380
ISBN (Libro)
9783656413240
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wissenssoziologie Sozial Soziale Innovation social bedingungslos politisch politische nachhaltigkeitsinnovation nachhaltigkeit wissensgesellschaft innovationsparadigma postindustriell schweiz deutschland innovationen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jonas Hässig (Autor), 2013, Soziale Innovation Grundeinkommen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212593
Leer eBook
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