Diese Bachelorarbeit zum Thema „Kooperatives Lernen als Instrument individueller Förderung in altersgemischten Lerngruppen“ befasst sich mit der Fragestellung, inwieweit kooperative Lernformen genutzt werden können, um SuS individuell zu fördern. Obwohl es sich zunächst widersprüchlich anhört, durch gemeinsames Lernen und kooperative Arbeiten individuell gefördert zu werden, sind nach Klippert (2000) selbstgesteuerte Lernprozesse von besonderer Wichtigkeit, um für das spätere Leben entsprechend vorbereitet zu sein.
„Nur wer gelernt hat, seinen eigenen Lernprozess selbständig zu organisieren, wird unabhängig werden von fremdbestimmten Lernprozessen und damit die notwendige Selbständigkeit in späteren Entscheidungs- und Handlungssituationen erlangen. Nur wer Lernen gelernt hat, wird gemeinsam mit anderen zu mündiger Selbstbestimmung finden.“
Eine Grundvoraussetzung, um selbstständig lernen zu können ist offener Unterricht, welcher kooperative Unterrichtsformen erfordert.
Bei der Betrachtung von kooperativen Unterrichtsformen als Mittel zur individuellen Förderung, liegt der Fokus in dieser Arbeit auf altersgemischten Lern-gruppen, da dieses Thema immer aktueller wird. Die Vorstellung Gleichaltrige durch einheitlichen Unterricht gleichmäßig zu fördern, und die Annahme, dass die geistig-psychische Entwicklung mit dem Lebensalter parallel laufe, sind Vorstellungen die zeitgleich mit der Einführung der Schulpflicht entstanden, die auf ein bestimmtes Datum festgesetzt ist. Diese Vorstellung ist heutzutage überholt. Immer mehr Schulen, z.B. die Reformschule Kassel, Montessori Schulen, die Laborschule Bielefeld, sowie viele Grundschulen haben ihre Modelle auf altersgemischtes Lernen umgestellt und der Trend im Bereich der Entwicklung von Schulbüchern und ...
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklung einer präzisen Fragestellung
3. Festlegung des Begriffsrahmens
3.1 Klärung zentraler theoretischer Begriffe
3.2 Weitere theoretische Grundlagen
4. Kooperatives Lernen in Theorie und Praxis
4.1 Zum Vorgehen und zur Methode der qualitativen Beobachtung
4.2 Zur Lerngruppe
4.3 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
5. Verknüpfung zu in der Literatur geschilderten Erfahrungen
6. Pädagogische Konsequenzen
7. Schlussbemerkung
8. Literaturverzeichnis
9. Audiovisuelle Medien
Häufig gestellte Fragen
Wie kann kooperatives Lernen die individuelle Förderung unterstützen?
Kooperatives Lernen fördert selbstgesteuerte Prozesse; Schüler lernen voneinander und organisieren ihren Lernprozess selbstständig, was die individuelle Entwicklung stärkt.
Warum sind altersgemischte Lerngruppen sinnvoll?
Die Vorstellung, dass alle Gleichaltrigen auf demselben Entwicklungsstand sind, gilt als überholt. Altersmischung ermöglicht natürliches Helfen und Lernen auf verschiedenen Niveaus.
Was ist die Voraussetzung für selbstständiges Lernen?
Eine Grundvoraussetzung ist "offener Unterricht", der Raum für kooperative Unterrichtsformen und individuelle Lernwege bietet.
Welche Schulen nutzen bereits altersgemischte Modelle?
Bekannte Beispiele sind die Reformschule Kassel, Montessori-Schulen, die Laborschule Bielefeld sowie zunehmend staatliche Grundschulen.
Was bedeutet "Lernen gelernt haben"?
Es beschreibt die Fähigkeit, sich Wissen unabhängig von fremdbestimmten Prozessen anzueignen, was für die Mündigkeit und Selbstbestimmung im späteren Leben essenziell ist.
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- Melissa Naase (Author), 2013, Kooperatives Lernen als Instrument individueller Förderung in altersgemischten Lerngruppen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214966