Innovation ist ein Thema, das nicht nur in geschäftlichen Gesprächen auftaucht, sondern auch im alltäglichen Leben. In der letzten Zeit hört man öfter über innovative Produkte und das Erste, womit sie assoziiert werden, ist etwas Außergewöhnliches, etwas Neues oder vielleicht etwas, was mit modernen Technologien verbunden ist. Sicher ist aber, dass nur wenige Leute die genaue Definition von Innovation kennen. Deutschland hat im Laufe der Jahre Vieles erfunden. Dinge, wie das Telefon in 1856 von Physiker Philipp Reis, die Fernsehtechnologie in 1931 von Siegmund Loewe, oder die Technologie zur Komprimierung von Audiodaten von Ingenieuren des Erlanger Frauenhofer-Instituts, stehen für überwältigende Entwicklung der Menschen.1 Allerdings wird Deutschland nicht als ein so innovatives Land wie Japan oder die USA betrachtet, obwohl es zu den mächtigsten Industrieländern gehört, die über die beste Technologien verfügen. Der deutschen Bevölkerung und insbesondere den Unternehmen ist nicht bewusst, was hinter dem Begriff „Innovation“ steht 2 und diejenigen, die es wissen, haben Angst vor der Veränderung, die ein innovatives Unternehmen voraussetzt. Globalisierung hat dazu geführt, dass Innovation zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden ist. Länder wie China oder Indien, Mexiko oder Brasilien, die arabischen Golfstaaten, die Türkei oder Russland haben im Visier, den globalen Markt zu erobern. Im Gegenteil zu Deutschland, haben die oben genannten Länder entweder eine größere Menge von Menschen, die dazu gut ausgebildet sind (Indien und China), oder sicheren und günstigen Zugang zu Energie und Rohstoffen (Mexiko, Russland oder Brasilien).3 Die Bevölkerung in Deutschland ist überaltert und die Quellen von Rohstoffen und Energie sind begrenzt. Potenzielle Investoren suchen immer nach neuen Horizonten, wo die Konsumentenmärkte nicht gesättigt sind, und das ist nicht gerade der Fall bei Industrieländern wie Deutschland.4 In wenigen Wörtern, der einzige Weg, der den deutschen Unternehmen bleibt, sind Innovationen.
Inhaltsverzeichnis
1. Innovation als Erfolgsfaktor der Unternehmung
2. Innovationsaudit: Ein Instrument zur Verbesserung der Innovationsfähigkeit der Unternehmung
2.1 Anforderungen an Innovationsaudits
2.2 Formen und Ablauf eines Innovationsaudits
2.2.1 Selbstaudit
2.2.2 Geführtes Audit
2.2.3 Mischform
2.3 Umsetzung der Ergebnisse des Innovationsaudits
3. Die Unternehmenskultur
3.1 Definition
3.2 Einfluss der Unternehmenskultur auf den Erfolg des Unternehmens
3.3 Messung der Unternehmenskultur
3.4 Zentrale Ergebnisse einer Studie zur Unternehmenskultur
4. Eine innovationsunterstützende Führungs- und Unternehmenskultur als Kernfrage eines Innovationsaudits
4.1 Ansätze einer innovationunterstützenden Unternehmenskultur
4.2 Geschäftsführung als notwendiger Unterstützer
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Innovationsaudits als Instrument zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und analysiert dabei insbesondere die zentrale Rolle einer innovationsorientierten Führungs- und Unternehmenskultur.
- Grundlagen und Erfolgsfaktoren von Innovationen in Unternehmen
- Methodik und Durchführung verschiedener Formen von Innovationsaudits
- Einfluss der Unternehmenskultur auf den wirtschaftlichen Erfolg
- Strategien zur Etablierung einer innovationsfreundlichen Führungskultur
- Bedeutung von Motivation, Fehlertoleranz und Organisation im Innovationsprozess
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Selbstaudit
Phase 1: Vorbereitungsphase
Außer finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen, benötigt man ein gewisses Know-How in den Bereichen Durchführung, Ergebnisbewertung/-Analyse und Maßnahmenimplementierung. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten, wie man dieses Wissen erwerben kann. Entweder stellt man qualifiziertes Personal ein, oder den bereits eingestellten Mitarbeitern werden durch das Unternehmen Schulungen angeboten. Einige Beratungsunternehmen wie „Consurge Innovationsmanagement“ bieten die Möglichkeit durch Workshops auf eine sichere und wenig zeitaufwendige Weise das Personal auf das richtige Wissensniveau zu stellen.19
Phase 2: Durchführungsphase
Wie bereits erläutert, das Innovationsaudit ist ein Instrument, das der Messung der Innovationsfähigkeit eines Unternehmens dient. Um das machen zu können, muss sich der Auditor ein Bild des Ist-Zustands des Unternehmens machen. Dazu gibt es verschiedene Werkzeuge, um die dazu notwendigen Informationen zu gewinnen, wie zum Beispiel eine schriftliche Befragung, einen Interviewleitfaden oder diverse Online-Tools.20
Bei der Erstellung eines Fragenbogens wird sich die Unternehmensleitung oder Innovationsmanager mit Fragen beschäftigen wie:
- Wer soll befragt werden?
- Entwickelt das Unternehmen den Fragenbogen selbst oder ein externer Anbieter?
- Was will man messen (Produkt,- Dienstleistung-, Prozess- oder Organisationsform)?
- Soll die langfristige Innovationskultur oder die eher mittelfristig ausgerichtete Innovationsstrategie überprüft werden?21
Zusammenfassung der Kapitel
1. Innovation als Erfolgsfaktor der Unternehmung: Dieses Kapitel definiert den Innovationsbegriff und verdeutlicht die Notwendigkeit von Innovationen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt.
2. Innovationsaudit: Ein Instrument zur Verbesserung der Innovationsfähigkeit der Unternehmung: Hier werden Funktion und Ablauf von Innovationsaudits sowie verschiedene methodische Ansätze wie das Selbstaudit und geführte Audits detailliert erläutert.
3. Die Unternehmenskultur: Das Kapitel untersucht die Bedeutung von Werten und Normen als informelle Organisationsfaktoren und deren direkten Einfluss auf den Unternehmenserfolg.
4. Eine innovationsunterstützende Führungs- und Unternehmenskultur als Kernfrage eines Innovationsaudits: Es wird analysiert, wie Führungskräfte durch eine offene Fehlerkultur und zielgerichtete Motivation die Innovationsfähigkeit maßgeblich beeinflussen können.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Unternehmenskultur als Basis für nachhaltige Innovationsprozesse zusammen und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Analysen durch Innovationsaudits.
Schlüsselwörter
Innovation, Innovationsaudit, Unternehmenskultur, Führungskultur, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsmanagement, Fehlertoleranz, Unternehmenserfolg, Selbstaudit, Innovationsfähigkeit, Kreativitätsförderung, Prozessoptimierung, Motivation, Wissensmanagement, Innovationsstrategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Bewertung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen mittels Innovationsaudits unter besonderer Berücksichtigung der Unternehmenskultur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die Definition von Innovation, die Methodik von Innovationsaudits, die Analyse von Unternehmenskulturdimensionen sowie die Rolle der Führung bei Veränderungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch strukturierte Audits ihre Stärken und Schwächen identifizieren und durch eine innovationsorientierte Führungskultur langfristig wettbewerbsfähig bleiben können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener Fachmodelle zum Innovationsmanagement, ergänzt durch die Vorstellung konkreter Instrumente wie Checklisten und Scorecards.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Darstellung des Innovationsaudits und eine tiefergehende Untersuchung der Unternehmenskultur als wesentlichem Erfolgsfaktor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Innovationsaudit, Innovationsfähigkeit, Unternehmenskultur, Fehlerkultur und strategisches Innovationsmanagement definiert.
Wie unterscheidet sich ein Selbstaudit von einem geführten Audit?
Während beim Selbstaudit unternehmensinternes Personal oder Management die Bewertung vornimmt, werden beim geführten Audit externe Berater oder Institute zur Durchführung und Analyse hinzugezogen.
Warum ist Fehlertoleranz für Innovationen wichtig?
Lasinger beschreibt Fehler als „Kern von Innovationen“. Eine Kultur, die Fehler nicht sanktioniert, reduziert die Angst der Mitarbeiter und fördert somit die Motivation, Neues zu wagen.
Welche Rolle spielt die Führung bei Innovationen?
Die Führung trägt eine Vorbildfunktion; ohne eine explizite Unterstützung und das Vorleben von Offenheit durch die Geschäftsführung werden Innovationsbemühungen in der Belegschaft kaum erfolgreich umgesetzt.
- Citation du texte
- Pamela Córdova (Auteur), 2012, Innovationsaudit. Führungs- und Unternehmenskultur im Fokus., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215043