In der Fachliteratur über Methoden der empirischen Sozialforschung ist allseits die Rede von einem „Krieg der Paradigmen“, wenn qualitative und quantitative Methoden nebeneinander betrachtet werden. Dennoch gibt es die Möglichkeit der Kombination dieser Methoden. Dies warf die Frage auf, welche Chancen durch die Integration qualitativer und quantitativer Forschung erreicht und genutzt werden können, um ein besseres Forschungsergebnis zu erzielen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung in Thematik und Fragestellung
1.2 Literatur und Forschungsstand
1.3 Methodik und Vorgehensweise
2. Grundlagen der Forschungsrichtungen
2.1 Was soll mit qualitativer Forschung erreicht werden?
2.2 Was soll mit quantitativer Forschung erreicht werden?
3. Methodenintegration
3.1 Grundlagen der Methodenintegration
3.2 Modelle der Methodenintegration
3.3 Erfolge und Probleme bei der Integration
4. Vorstellung der Studie von Nicolle Pfaff
4.1 Quantitative Anteile der Studie
4.2 Qualitative Anteile der Studie
4.3 Triangulation in der Studie
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Chancen, die sich aus der methodischen Integration von qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen ergeben. Die zentrale Forschungsfrage richtet sich darauf, wie durch eine Kombination dieser gegensätzlichen Paradigmen ein fundierteres und ganzheitlicheres Forschungsergebnis erzielt werden kann, wofür die Studie „Jugendkultur und Politisierung“ von Nicolle Pfaff als exemplarisches Fallbeispiel herangezogen wird.
- Grundlegende Unterschiede zwischen qualitativen und quantitativen Forschungskulturen
- Theoretische Modelle und Ansätze der Methodenintegration (u.a. Phasenmodell und Triangulation)
- Nutzen und Herausforderungen der Methodenkombination in der empirischen Forschungspraxis
- Analyse der multimethodischen Vorgehensweise in der Studie von Nicolle Pfaff
Auszug aus dem Buch
3.1 Grundlagen der Methodenintegration
Grundlage der Kombination von Methoden bilden Lücken, welche sowohl bei qualitativer als auch bei quantitativer Erhebung entstehen. Das bedeutet, mit einer quantitativen Erhebung kann zwar ein sozialer Tatbestand festgehalten werden, doch die Gründe der Einzelpersonen beziehungsweise der Personengruppe bleiben verborgen. 21
So unüberwindlich, wie von Kelle und Erzberger dargestellt, scheint die Grenze zwischen beiden Paradigmen demnach nicht zu sein. Vielmehr ist es gängige Forschungspraxis, methodologische Grundlagen für die Integration beider Theorieansätze zu entwickeln. Weiterhin werden immer öfter nichtstandardisierte Interviews mit standardisierten quantitativen Methoden zu einem ganzheitlichen Untersuchungsdesign verbunden, um eine breiteres Spektrum des Untersuchungsfeldes zu erfassen.Der Begriff der Kombination einzelner Methoden miteinander wäre an dieser Stelle irreführend. Es geht weniger um die wirkliche Kombination von Methoden, als vielmehr um eine Parallelschaltung zweier Verfahren. Anschließend werden die Ergebnisse dann zusammengeführt und aufeinander Bezug nehmend interpretiert. 22
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Paradigmenstreits ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Chancen einer Methodenkombination zu analysieren.
2. Grundlagen der Forschungsrichtungen: Dieses Kapitel erläutert die Unterschiede zwischen qualitativer und quantitativer Forschung sowie deren jeweilige Erkenntnisinteressen.
3. Methodenintegration: Hier werden theoretische Grundlagen zur Kombination von Methoden sowie verschiedene Modelle wie das Phasenmodell und die Triangulation vorgestellt.
4. Vorstellung der Studie von Nicolle Pfaff: Dieses Kapitel dient der praktischen Anwendung, indem die methodische Vorgehensweise in der ausgewählten Studie von Nicolle Pfaff analysiert wird.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet den Mehrwert sowie die Herausforderungen, die mit multimethodischen Forschungsdesigns verbunden sind.
Schlüsselwörter
Methodenkombination, empirische Sozialforschung, qualitative Forschung, quantitative Forschung, Triangulation, Paradigmenstreit, Jugendforschung, Politik, Methodik, Datenerhebung, Validität, Forschungspraxis, Methodenintegration, dokumentarische Methode, Sozialwissenschaften.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Herausforderung, wie die oft als unvereinbar betrachteten qualitativen und quantitativen Forschungsparadigmen in der empirischen Sozialforschung erfolgreich kombiniert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Abgrenzung von Forschungskulturen, Modelle zur Methodenintegration (wie die Triangulation) und die praktische Umsetzung dieser Kombination anhand einer spezifischen Jugendstudie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Chancen die Integration beider Forschungsrichtungen bietet, um ein umfassenderes und valideres Bild des Forschungsgegenstandes zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer exemplarischen Fallstudienanalyse der Forschungsarbeit von Nicolle Pfaff.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Forschungsparadigmen, die Vorstellung von Integrationsmodellen und die Analyse der methodischen Vorgehensweise in Nicolle Pfaffs Studie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Methodenkombination, Triangulation, empirische Sozialforschung und Validität charakterisiert.
Wie hilft die Methode der Triangulation in der Praxis?
In der Praxis ermöglicht die Triangulation die Betrachtung eines Gegenstandes aus verschiedenen Blickwinkeln, wodurch methodische Schwächen eines einzelnen Ansatzes kompensiert und die Validität der Ergebnisse erhöht werden können.
Warum ist die Kombination bei Nicolle Pfaff erfolgreich?
Die Kombination ist erfolgreich, weil sie die quantitativen Daten über allgemeine politische Einstellungen durch qualitative Gruppendiskussionen ergänzt, die Einblicke in die sozialen Kontexte und Entwicklungsprozesse der Jugendlichen geben.
- Citar trabajo
- B.A. Martin Schulze (Autor), 2011, Chancen durch Methodenkombination in der empirischen Sozialforschung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215081