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Lernprozesse beim Problemlösen unter näherer Betrachtung der kognitiven Lerntheorien: Anchored Instructions, Zielbasierte Szenarien und Cognitive Apprenticeship

Titre: Lernprozesse beim Problemlösen unter näherer Betrachtung der kognitiven Lerntheorien: Anchored Instructions, Zielbasierte Szenarien und Cognitive Apprenticeship

Dossier / Travail de Séminaire , 2004 , 30 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Daniela Weismann (Auteur), Hannes Hesse (Auteur)

Psychologie - Intelligence et Psychologie de l'apprentissage
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Mit dem Begriff „Problemlösen“ wird der Prozess bezeichnet, der abläuft, wenn ein Mensch (oder Tier) den Zustand, in dem er sich befindet als unbefriedigend erlebt. Er hat zunächst keine Mittel zur Verfügung, diesen Zustand zu ändern und gelangt deshalb durch selbstständiges Handeln zu dem gewünschten Endzustand. Problemlösen setzt einen Prozess der aktiven Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung (z.B. neue Kombinationen von Erfahrungen und/oder Überlegungen) bei der Bewältigung eines Problems voraus.

In pädagogisch-psychologischen Kreisen wird schon lange davon ausgegangen, dass problemlösendes Lernen gegenüber dem rezeptiven Lernen sinnvoller ist, da die allgemeine kognitive Entwicklung, die Lernmotivation, die Behaltensleistungen und die Eigenkompetenz der Lernenden stärker geschult werden.1

In Jahrzehnte langer Forschung wurde deutlich, dass problemlösendes Verhalten im Unterricht von „der Ermöglichung selbstständig entdeckenden Lernens über ein gelenkt entdeckendes Lernenlassen bis zu einem übernehmend-einsichtsvollen Lernenlassen“2 reicht.

Es wurde davon ausgegangen, dass die Lernenden sich beim entdeckenden Lernen Prozesse und Strategien des Problemlösens aneignen. Dadurch lernen sie weitgehend unabhängig von der Bestätigung oder Führung durch den Lehrer. Ihre intrinsische Motivation steigt dadurch, dass sie selbst es sind, die die Lösung des Problems erreichen. Sie erfahren ihre eigene Wirksamkeit.

Das übernehmend-einsichtsvolle Lernen verschmilzt weitgehend neue Inhalte mit schon vorhandenem Wissen.
Im Unterschied dazu stehen beim gelenkt entdeckenden Lernen die selbstständigen Überlegungen zum Lösen eines Problems und das Entdecken neuer Zusammenhänge und Prinzipien im Vordergrund. Durch gut gestaltete Lernmaterialien kann eine aktiv-selbstständige Informationsverarbeitung provoziert, gefördert und unterstützt werden.3

Beim selbständig-entdeckenden Lernen hat sich im Allgemeinen herausgestellt, dass diese Art von Lernen für den Lehrer eine große didaktische Belastung in Form von Vorbereitung bedeutet. Dieser Aufwand steht jedoch nicht im Verhältnis zu den gewünschten Ergebnissen, zumal in Vergleichsstudien zum Vorschein kam, dass Transfer- und Lernleistungen selten gegenüber den anderen Lehrverfahren besser waren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Problemlösen

1.1 Lehrkonzeptionen zur Förderung des Problemlösens

1.2 Fünf Stufen des Problemlösens im Unterricht nach Tümmers

1.3 Was ist Problemorientierte Lernumgebung?

2. Kognitive Lehrtheorien

2.1 Anchored Instructions

2.2 Zielbasierte Szenarien

2.3 Cognitive Apprenticeship

3. Lernprozesse

3.1 Lernprozesse bei Anchored Instructions

3.2 Lernprozesse bei zielbasierten Szenarien

3.3 Lernprozesse bei Cognitive Apprenticeship

4. Pädagogische Konsequenzen

5. Beispielhafte Unterrichtsstunde

5.1 Lernvoraussetzungen der Klasse

5.2 Etappen der Lernprozesse

5.3 Lernziele

5.4 Methodische Überlegungen

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Lernprozesse beim Problemlösen unter besonderer Berücksichtigung kognitiver Lerntheorien. Ziel ist es, theoretische Ansätze wie Anchored Instruction, zielbasierte Szenarien und Cognitive Apprenticeship zu analysieren und deren Übertragbarkeit sowie pädagogische Konsequenzen für die Unterrichtspraxis aufzuzeigen.

  • Grundlagen des Problemlösens und problemorientierter Lernumgebungen
  • Analyse kognitiver Lehrtheorien zur Wissensvermittlung
  • Untersuchung spezifischer Lernprozesse in konstruktivistischen Lernmodellen
  • Ableitung pädagogischer Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung
  • Transfer der Theorie in eine beispielhafte Unterrichtsstunde zum Thema Worttrennung

Auszug aus dem Buch

1. Problemlösen

Mit dem Begriff „Problemlösen“ wird der Prozess bezeichnet, der abläuft, wenn ein Mensch (oder Tier) den Zustand, in dem er sich befindet als unbefriedigend erlebt. Er hat zunächst keine Mittel zur Verfügung, diesen Zustand zu ändern und gelangt deshalb durch selbstständiges Handeln zu dem gewünschten Endzustand.

Problemlösen setzt einen Prozess der aktiven Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung (z.B. neue Kombinationen von Erfahrungen und/oder Überlegungen) bei der Bewältigung eines Problems voraus.

In pädagogisch-psychologischen Kreisen wird schon lange davon ausgegangen, dass problemlösendes Lernen gegenüber dem rezeptiven Lernen sinnvoller ist, da die allgemeine kognitive Entwicklung, die Lernmotivation, die Behaltensleistungen und die Eigenkompetenz der Lernenden stärker geschult werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemlösen: Definiert den Prozess des Problemlösens als aktives Handeln bei unbefriedigenden Ausgangszuständen und stellt verschiedene Lehrkonzeptionen sowie ein fünfstufiges Modell nach Tümmers vor.

2. Kognitive Lehrtheorien: Erläutert die theoretischen Ansätze der Anchored Instruction, der zielbasierten Szenarien sowie der Cognitive Apprenticeship und deren Bedeutung für das Lernen in sozialen Kontexten.

3. Lernprozesse: Analysiert die spezifischen Abläufe der Informationsverarbeitung und des Lernens innerhalb der in Kapitel 2 vorgestellten kognitiven Lerntheorien.

4. Pädagogische Konsequenzen: Leitet aus den Theorien Anforderungen an den Unterricht ab, insbesondere hinsichtlich der Rolle des Lehrers und der Gestaltung komplexer, lebensnaher Lernumgebungen.

5. Beispielhafte Unterrichtsstunde: Konkretisiert die theoretischen Erkenntnisse durch den Entwurf einer fiktiven Unterrichtsstunde zum Thema Worttrennung in der vierten Grundschulklasse.

Schlüsselwörter

Problemlösen, Kognitive Lerntheorien, Anchored Instruction, Zielbasierte Szenarien, Cognitive Apprenticeship, Lernumgebung, Wissensvermittlung, Instruktionspsychologie, Unterrichtsgestaltung, Metakognition, Konstruktivismus, Problemlösekompetenz, Worttrennung, Lernprozess, Schulpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Förderung von Lernprozessen beim Problemlösen und untersucht, wie kognitive Lerntheorien den Unterricht effizienter und motivierender gestalten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Problemlösens, der Einsatz von Anchored Instruction, zielbasierten Szenarien, Cognitive Apprenticeship sowie die praktische Anwendung dieser Ansätze im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kognitive Lerntheorien die Lernprozesse im Unterricht beeinflussen und welche pädagogischen Konsequenzen sich daraus für eine problemorientierte Unterrichtsgestaltung ergeben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse psychologischer und pädagogischer Literatur sowie auf die Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse in einem fiktiven Unterrichtsbeispiel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der kognitiven Lehrtheorien, deren Einfluss auf spezifische Lernprozesse sowie die Ableitung von Konsequenzen für die pädagogische Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Problemlösen, kognitive Lerntheorien, Cognitive Apprenticeship, Lernumgebung und konstruktivistisches Lernen charakterisiert.

Warum wird im Beispiel das Thema Worttrennung gewählt?

Die Worttrennung dient als konkretes, schulpraktisches Beispiel, um zu verdeutlichen, wie komplexe kognitive Theorien in eine einfache Unterrichtseinheit für die Grundschule übersetzt werden können.

Was unterscheidet Cognitive Apprenticeship vom traditionellen Unterricht?

Im Gegensatz zum traditionellen Unterricht betont dieser Ansatz das Lernen im sozialen Kontext (Modelling, Coaching, Fading), bei dem allgemeine übertragbare Fähigkeiten wichtiger sind als das reine Auswendiglernen von Stoffinhalten.

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Résumé des informations

Titre
Lernprozesse beim Problemlösen unter näherer Betrachtung der kognitiven Lerntheorien: Anchored Instructions, Zielbasierte Szenarien und Cognitive Apprenticeship
Université
University of Education Weingarten
Note
1,0
Auteurs
Daniela Weismann (Auteur), Hannes Hesse (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
30
N° de catalogue
V21695
ISBN (ebook)
9783638252553
ISBN (Livre)
9783638647243
Langue
allemand
mots-clé
Lernprozesse Problemlösen Betrachtung Lerntheorien Anchored Instructions Zielbasierte Szenarien Cognitive Apprenticeship
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniela Weismann (Auteur), Hannes Hesse (Auteur), 2004, Lernprozesse beim Problemlösen unter näherer Betrachtung der kognitiven Lerntheorien: Anchored Instructions, Zielbasierte Szenarien und Cognitive Apprenticeship, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21695
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Extrait de  30  pages
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