New Economy, E-Business oder E-Commerce sind Schlagworte, die in den
vergangenen Jahren geprägt wurden. Doch der anfänglichen Interneteuphorie
der letzten Jahre folgten Hiobsbotschaften über Unternehmen deren
Unternehmensstrategie ausschließlich auf dem Internet beruhte. Wer auch im
neuen Medium Internet eine führende Position erreichen oder halten möchte,
muss umfassend über die Konkurrenz und die Wünsche der Kunden informiert
sein.
Ob Informationsportal oder Online-Shop: Nur durch die gezielte Analyse des
Surfverhaltens der Website-Besucher kann der Online-Auftritt optimiert und
somit der Umsatz gesteigert werden.1 Erfolgskontrolle im speziellen
Webtracking ist hier das entscheidende Stichwort.
Die ersten Kapitel dieser Arbeit sollen allgemeine Grundlagen zum Bereich
Marketing und Internet näher bringen und das Thema Webtracking
verständlicher machen. Die Darstellung der Methoden und Ansätze des
Webtracking wird den Schwerpunkt dieser Arbeit ausmachen, wobei in diesem
Zusammenhang auch das Erstellen von Nutzungs- und Nutzerprofilen eine
Rolle spielen wird.
1 Vgl. www.informationweek.de; 03.04.02
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Marketing und Internet
2.1 Interneterfolgskontrolle
2.2 Online-Marktforschung
3 Webtracking
3.1 Wichtige Kenngrößen zur Interneterfolgsmessung
3.1.1 Hits
3.1.2 Pageimpressions (Pageviews)
3.1.3 Visits
3.2 Methoden des Webtracking
3.2.1 Counter
3.2.2 Logfile-Analyse
3.2.2.1 Aufbau des Logfile
3.2.2.1 Auswertung der Logfiledaten
3.2.3 Cookies
3.2.3.1 Datensicherheit und Cookies
3.2.4 Web Bugs
3.3 Nutzerprofile
4 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Methoden der Interneterfolgskontrolle systematisch darzustellen und insbesondere die verschiedenen Webtracking-Verfahren zur Analyse des Surfverhaltens von Website-Besuchern zu erläutern, um Unternehmen eine fundierte Optimierung ihres Online-Auftritts zu ermöglichen.
- Grundlagen des Marketings im Internet
- Messgrößen zur Interneterfolgsmessung
- Detaillierte Analyse von Webtracking-Methoden (Counter, Logfile, Cookies, Web Bugs)
- Erstellung von Nutzungs- und Nutzerprofilen
- Datenschutzrelevanz bei der Web-Analyse
Auszug aus dem Buch
3.2.3 Cookies
Ein Cookie ist ein Keks (engl.) bzw. im Internet-Umfeld eine kleine Datei, die lokal auf dem Rechner der surfenden Person abgelegt wird und in der Informationen abgespeichert werden, die im Zusammenhang mit der aktuellen Website stehen65. Es handelt sich dabei um eine Textdatei, welche maximal 4000 Zeichen (Bytes) enthalten kann.66 Diese wird von einem Webserver beim Aufrufen einer Website an den Browser des Benutzers übertragen67. Akzeptiert der Browser den Cookie, so wird dieser auf seine Länge, sein Verfallsdatum, und den URL-Pfad geprüft. Im Anschluss wird der Cookie auf der Festplatte gespeichert.
Bei jedem weiteren Zugriff auf die Website werden die gespeicherten Informationen zurück an den entsprechenden Server übertragen, wo sie in einer Datenbank gespeichert werden.69 Der eigentliche Cookie wird dabei entweder nur abgefragt oder gegebenenfalls auch aktualisiert. Allerdings besitzen Cookies eine Lebensdauer. Es gibt Cookies (Session Cookies) die nur solange aktiv sind, wie das Browserfenster geöffnet bleibt aber auch andere die ihr Verfallsdatum erst nach einigen Jahren erreichen. Ist dieser Zeitpunkt gekommen, wird der Cookie automatisch vom Browser gelöscht.70
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Interneterfolgskontrolle für E-Business-Unternehmen ein und umreißt den Fokus auf die Methoden des Webtracking.
2 Marketing und Internet: Das Kapitel beleuchtet den Einzug des Internets in den Unternehmensalltag und begründet die Notwendigkeit einer systematischen Erfolgskontrolle für digitale Marketingmaßnahmen.
2.1 Interneterfolgskontrolle: Hier wird der dreiteilige Prozess – Sammlung, Analyse und Umsetzung – zur Bestimmung des Erfolgs einer Internetpräsentation vorgestellt.
2.2 Online-Marktforschung: Dieses Kapitel differenziert zwischen Primär- und Sekundärforschung im Netz und grenzt die für das Webtracking relevanten Methoden ein.
3 Webtracking: Eine Definition des Webtracking als gezielte Analyse des Surfverhaltens bildet die Basis für die detaillierte Betrachtung technischer Verfahren.
3.1 Wichtige Kenngrößen zur Interneterfolgsmessung: Hier werden standardisierte Metriken wie Hits, Pageimpressions und Visits definiert, um Vergleichbarkeit in der Erfolgsmessung zu gewährleisten.
3.2 Methoden des Webtracking: Dieser Abschnitt dient als Einstieg in die konkreten technischen Verfahren zur Ermittlung der zuvor beschriebenen Kenngrößen.
3.2.1 Counter: Das Kapitel beschreibt das Funktionsprinzip von Counter-Programmen zur Zählung von Seitenaufrufen und diskutiert deren begrenzte Aussagekraft.
3.2.2 Logfile-Analyse: Diese Analyseform wird als wichtigstes Instrument des Webtrackings eingeführt, das sämtliche serverseitigen Zugriffe dokumentiert.
3.2.3 Cookies: Das Kapitel erklärt die Funktionsweise von Cookies zur Speicherung lokaler Informationen und deren Rolle bei der Erstellung von Nutzerprofilen.
3.2.4 Web Bugs: Hier werden unsichtbare 1x1 Pixel Grafiken als ergänzende Tracking-Technologie vorgestellt, die auch in E-Mails eingesetzt werden können.
3.3 Nutzerprofile: Dieser Abschnitt beschreibt die Möglichkeiten der Identifikation von Usern und wie konventionelle Methoden der direkten Onlineforschung mit Webtracking kombiniert werden können.
4 Fazit: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit von Webtracking als Pflichtprogramm für Marketingabteilungen zur kontinuierlichen Optimierung des Online-Erfolgs.
Schlüsselwörter
Webtracking, Interneterfolgskontrolle, Online-Marktforschung, Logfile-Analyse, Cookies, Web Bugs, Nutzerprofile, Pageimpressions, Hits, Visits, Marketingmix, E-Business, Datensicherheit, Internetpräsentation, Surfverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Methoden und Verfahren der Interneterfolgskontrolle, insbesondere mit dem sogenannten Webtracking zur Analyse des Verhaltens von Internetnutzern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Internet-Marketings, die Definition von Kenngrößen (wie Hits, Visits), verschiedene Tracking-Verfahren sowie die Aspekte des Datenschutzes.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Unternehmen aufzuzeigen, wie sie durch die Analyse von Nutzungsdaten ihren Online-Auftritt optimieren und besser auf Kundenwünsche eingehen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung der technischen Methoden des Webtracking, ergänzt um Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt im Detail die Funktionsweise von Messwerkzeugen wie Counter, Logfile-Analysen, Cookies und Web Bugs sowie die Möglichkeiten der Erstellung von Nutzerprofilen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Webtracking, Interneterfolgskontrolle, Logfile-Analyse, Cookies, Online-Marktforschung und Nutzerprofile charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Logfile-Analyse von der Counter-Methode?
Während ein Counter lediglich Seitenabrufe der Hauptseite registriert, ermöglicht die Logfile-Analyse eine wesentlich tiefere Auswertung aller Zugriffe auf den Webserver.
Warum werden Cookies im Webtracking kontrovers diskutiert?
Cookies stehen aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken in der Kritik, da sie zur eindeutigen Benutzererkennung und zur Erstellung von detaillierten Nutzerprofilen verwendet werden können.
- Quote paper
- Sabine Thiele (Author), 2002, Methoden und Ansätze des Webtracking, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25795