Preispolitik und Preisstrategie der Selfstorage Branche, dargestellt am Beispiel „Das Blaue Lagerhaus GmbH“


Hausarbeit (Hauptseminar), 2012

27 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

I Inhaltsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

III Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und Herkunft von Selfstorage
2.1 Marktentwicklung und -wachstum in Deutschland
2.2 Vorteile von Selfstorage
2.3 Nachteile von Selfstorage

3 Das Marketinginstrument Preispolitik
3.1 Definition und Erläuterung der Preispolitik in Bezug auf die Selfstorage Branche
3.2 Ziele und Instrumente der Preispolitik von Selfstorageunternehmen
3.3 Preispolitische Entscheidungen
3.4 Der preispolitische Spielraum
3.5 Festpreisstrategien
3.6 Strategien der Preisdifferenzierung

4 Präsentation des Unternehmens „Das blaue Lagerhaus GmbH“

5 Preispolitik und Priesstrategie am Beispiel “Das blaue Lagerhaus GmbH”
5.1 Preisgestaltung
5.2 Preisanalyse

6 Fazit

V Literaturverzeichnis

VI Anhang

Eidesstattliche Erklärung

II Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Vergleich der Lagerhausdichte in ausgewählten Ländern

Abbildung 2: Wachstum und Anzahl der Selfstorageunternehmen in Deutschland von 2000 bis 2010

Abbildung 3: Das magische Dreieck–Der preispolitische Spielraum

Abbildung 4: Darstellung einer Lagerbox des Unternehmens „Das blaue Lagerhaus“

Abbildung 5: Preisliste der Blauen Boxen

Abbildung 6: Preisanalyse Das Blaue Lagerhaus GmbH und Konkurrenz

Abbildung 7: Preisentwicklung unter Einbezug der möglichen Rabatte

III Abkürzungsverzeichnis

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1 Einleitung

In Zeiten der wachsenden Bevölkerung und der steigenden Mietpreise, vor allem in Ballungszentren und Großstädten, wird der Platz, der den Menschen in den eigenen vier Wänden zur Verfügung steht immer knapper und die Möglichkeiten der Unterbringung von Möbelstücken, immer begrenzter. Nicht jede Wohnung oder jedes Haus bietet ein eigens Kellerabteil oder einen eigenen Dachboden, um geliebte Stücke einzulagern. Wenn die Möglichkeit besteht, Kellerabteile oder andere Stauräume zu nutzen, verfügen diese meist nicht über die optimalen Lagerbedingungen. Oft ist es zu feucht, zu kalt, zu warm oder die eigenen Stücke sind zu wertvoll, als dass man sie im Keller eines Mehrfamilienhauses lagern möchte.

Aber nicht nur Platzmangel oder fehlende Sicherheit sind Gründe andere Lagermöglichkeiten zu suchen, sondern auch wachsende Anforderung zur Flexibilität spielt eine große Rolle. Schon im Studentenleben beginnt meist der erste Standortwechsel. Nicht der Auszug ist dabei ausschlaggebend, sondern Auslandsauenthalte, Praktika etc., die einen „Auszug-auf-Zeit“ verlangen. Hinzu kommt, dass die eigene Wohnung finanziert werden muss. Am besten durch einen Untermieter, aber dazu müssen die privaten Gegenstände die Wohnung verlassen. Aber nur für einige Monate. Also ist der Verkauf der Möbel nicht die beste Alternative.

Dasselbe Problem stellt sich auch im Berufsleben. Oft stellen Unternehmen die Bedingung der räumlichen Flexibilität, was zwangsläufig Umzüge mit sich bringt. Und auch hier stellt sich wieder die Frage: Wohin mit den eigenen Sachen?

Ob nun Platzmangel, Umzug, schlechte Lagerbedingungen, Zusammenzug, Trennung, Erbfall oder andere Lebensumstände, es ist notwendig einen geeignete Lagermöglichkeit zu finden. Der erste Gedanke fällt natürlich auf ein Umzugsunternehmen, die meist auch Lagerung von privaten Gegenständen anbieten, jedoch ist diese Alternative meist recht kostenintensiv.

Eine gute und preiswerteste Lösung ist die Nutzung eines Selfstorage Lagerhauses.

In dieser Hausarbeit soll zu Beginn dargestellt werden, worum es sich bei Selfstorage handelt und woher diese Art der Lagerung stammt, sowie die Entwicklung und das Marktwachstum. Das zweite Kapitel beschreibt die preispolitischen Grundlagen als Marketinginstrument. Im dritten Kapitel wird die Preispolitik des Selfstorageanbieters Das blaue Lagerhaus GmbH dargestellt

Das Ziel dieser Hausarbeit ist es, einen Überblick über die Branche zu schaffen und die Preispolitik und Preisstrategien anhand eines Beispiels darzustellen.

2 Definition und Herkunft von Selfstorage

Die Anglizisme „Selfstorage“ ist das "Selbst"-Einlagern von Gegenständen durch Privatleute oder Firmen in abgeschlossenen, sicheren, sichtgeschützten und bequem zugänglichen und individuellen Mieteinheiten unterschiedlicher Größen bei sehr flexiblen Mietzeiten.[1]

Die Dienstleistung „Selfstorage“ ist vor etwa 30 Jahren, um die Vietnamkriegszeit, in den USA entstanden und ist dort seit geraumer Zeit im Markt etabliert. Die Idee bestand darin den Soldaten die Möglichkeit zu bieten ihr Hab und Gut einzulagern, solange sie sich im Einsatz befanden. Dazu wurden Flugzeughallen zu großen Lagerhallen umgebaut. Es war jedoch nicht nur für die Kriegsdienstleistenden von Vorteil, die für Monate oder auch Jahre für Auslandseinsätze verpflichtet waren, sondern kam auch nach einiger Zeit den Privatpersonen zu Gute, die weder über Kellerräume, noch Dachböden verfügten, was durchaus normal in den USA ist.

Der amerikanische Markt bietet mittlerweile eine große Anzahl an Containerhäusern. Mittlerweile liegt die Marktgröße bei etwa 50000 Häusern und wächst weiter.[2] Statistiken der Fachzeitschrift „Wirtschaftswoche“ belegen, dass in den USA auf ein Selfstorage Lager rund 7000 Einwohner kommen, in England rund 93000 Einwohner und in der EU rund 400000 Einwohner.[3] Diese Zahlen belegen, dass die Branche wächst und von Bürgern mit Begeisterung angenommen wird. Des Weiterein zeigen die statistischen Werte, dass die EU und damit auch Deutschland in diesem Bereich noch in ihren „Kinderschuhen“ steht.

2.1 Marktentwicklung und -wachstum in Deutschland

Wie im vorherigen Abschnitt aufgeführt existiert das Prinzip des Selfstorage schon seit den 70er Jahren in den Vereinigten Staaten. Inzwischen findet diese Methode der Einlagerung auf Zeit auch in Deutschland immer mehr Anhänger. In Zeiten steigender Pro Kopf Wohnfläche und damit einhergehenden steigenden Mieten für Wohnraum, stellen „Selfstorage“ Lagerräume eine günstige Option zur Anmietung zusätzlichen Stauraums dar. Der „Selfstorage“ Lagerraum kann sowohl privat als auch gewerblich genutzt werden. Die Einlagerung in Selbstlagerzentren ist in verschiedenen Größen verfügbar, meist alarmgesichert, klimatisiert und gut geschützt. Somit um ein vielfaches komfortabler und klimatisch günstiger als viele heimische Keller, Dachböden oder Abstellräume. „Selfstorage“ Lager zeichnen sich aus durch optimierte Lagerbedingungen per Gebäudeautomatisierung, wie Beleuchtung, Lastenaufzüge, Lüftungsanlagen, flexible Vertragslaufzeiten mit kurzen Kündigungsfristen bei taggenauer Abrechnung, Zugang an 365 Tagen im Jahr, hohe Brandschutzanforderungen und Wahrung der Privatsphäre der Mieter, da kein externer Zugriff auf eingelagerte Sachen garantiert ist.

Seit ca. 12 Jahren ist die Nutzung der „Selfstorage“ Lagerhallen auch in Deutschland angesiedelt. Wobei im Jahre 2000 nur eine Zahl von vier Containerhäusern den Markt bestritt. Inzwischen wächst der Markt der Anbieter jedoch stetig weiter und immer mehr Privatleute, aber auch Gewerbetreibende in Deutschland entdecken die Vorteile des Selbsteinlagerns für sich. Es ist nicht mehr nur der Fall, dass Privatleute ihr Leben auslagern, weil sie umziehen, ins Ausland gehen, die neue Wohnung zu klein ist oder, weil man zusammenzieht. Immer öfter ist es der Fall, dass Gewerbetreibende die Stauräume nutzen, um Akten auszulagern oder die „selfstorage“ Lagerhallen als kleine Lager oder als Pufferraum nutzen. Innerhalb der letzten 12 Jahre ist das Marktvolumen der Lagerhäuser auf ca. 80 Häuser deutschlandweit angestiegen. Im Vergleich zu den USA oder dem Vereinigten Königreich ist die Anzahl der Einwohner, die das „selfstorage“ Angebot nutzen, noch weitaus geringer. In Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen somit auf ein „Selfstorgae“ Lager ca. 1,3 Millionen Menschen. Laut Statistik der „Wirtschaftswoche“ kommen 7 „Containerhäuser“ auf 10 Millionen Einwohner.[4]

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Abb. 1: Vergleich der Lagerhausdichte in ausgewählten Ländern, Quelle: Wirtschafts Woche Nr.30 S. 67

Wie im oberen Abschnitt bereits erwähnt, lässt sich ein deutlicher Aufwärtstrend im Wachstum der deutschen Selfstorage Branche erkennen. Laut einer Statistik des Verbandes deutscher Selfstorage Unternehmen e.V. aus dem Jahr 2010 ist die Branche in den letzten 10 Jahren um das 10-fache ihres Volumens gewachsen (siehe Abb.2) und es ist eine jährliche Steigerung fortwährend von ca. 20 bis 25 % zu erwarten.[5]

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Abb 2: Wachstum und Anzahl der Selfstorageunternehmen in Deutschland von 2000 bis 2010, Quelle: Verband deutscher Selfstorage Unternehmen e.V.[6]

Dieser Statistik zu Folge sollten sich bis heute im Jahr 2012 ca. 84 Selfstorage Lager in Deutschland befinden. Die Prognose des Verbands deutscher Selfstorage Unternehmen e.V. lässt sich anhand eines Artikels aus dem Jahr 2012 der Zeitschrift „Norddeutsches Handwerk“ belegen. Laut Aussage des Geschäftsführers des Selfstorage Unternehmens „Secur“ in Deutschland liegt die aktuelle Anzahl der Selfstorage Lagerhäuser deutschlandweit bei ca. 80 Anlagen.[7]

2.2 Vorteile von Selfstorage

Die Selfstoragedienstleister bieten ihren Kunden viele Vorteile, die das Verstauen von privaten und gewerblichen Gegenständen einfach und sicher machen.

Im Allgemeinen ist es üblich, dass die Kunden ganz individuell ihre Größe der Box oder des Lagerraumes wählen können. Es werden Größen von einem Quadratmeter bis hin zu 50 aber auch 100 Quadratmetern geboten. Die Deckenhöhe beträgt meist 3 Meter. Somit ist die kleinste mietbare Einheit 3 Kubikmeter, was das Verstauen von ca. 20 bis 22 Umzugskartons ermöglicht. Des Weiteren gilt eine generelle Faustregel: Je größer die Mieteinheit und je länger die Mietdauer, desto niedriger der Preis. Jedoch ist es nicht möglich einen Einheitspreis für die Selbst-Lager festzulegen. Denn die Preise variieren je nach Anbieter, Stadt, Lage, Infrastruktur, Erreichbarkeit, Öffnungszeiten und Zusatzleistungen.[8]

In der Regel liegen die Mietpreise für ein selfstorage Lager unter denen eines Umzugsunternehmens oder einer Spedition. Dieser Preisunterschied ist aber durchaus gerechtfertigt. Bei Betrachtung der Ausstattung, Betreuung und der Service, welcher einem Kunden in einem Selbstlagerzentrum geboten wird, ist kein großer Unterschied zu einem Umzugsunternehmen zu erkennen. Den Unterschied macht die Selbsteinlagerung. Die Kunden müssen also „selbst Hand anlegen“ und eigenständig verpacken, transportieren und einlagern. Bei „Selfstorage“ Häusern handelt es sich aber nicht um gewöhnliche Lagerhallen, wie zum Beispiel Hochregallager, sondern um speziell angefertigte Lagerräume, welche mit Kameras überwacht werden, mit PIN-Codes gesichert werden und speziell klimatisiert und belüftet sind, um optimale Lagerbedingungen zu schaffen.[9]

Um die Vorteile von Selfstorage Lagerhäusern deutlich zu machen, folgt nun eine Auflistung dieser:

Der Preis

Wie der Name "selfstorage" schon sagt, lagern die Kunden Ihre Waren und Gegenstände selbst ein und erzielen dadurch einen bedeutenden Vorteil. Durch dieses "selbst Einlagern" ist das Lagern kostengünstiger als bei klassischen Lageranbietern wie Speditionen oder Umzugsunternehmen.

Die Sicherheit

Die Kunden mieten ihr eigenes, sauberes, belüftetes, Temperatur geregeltes, genau auf ihren Bedarf abgestimmtes, sichtgeschütztes Abteil und schließen dieses mit einem eigenen Schlüssel oder PIN-Code ab. Niemand Anderer erlangt Zutritt zu den eingelagerten privaten oder geschäftsbezogenen Objekten, was durch eine 24h Kamera- und Sicherheitsüberwachung gewährleistet wird.

Die optimale Größe

Die Kunden können sich aus einem großen und vielfältigen Angebot das passende Abteil heraussuchen. Diese Möglichkeit gewährleistet, dass wirklich nur so viel Raum angemietet wird, wie tatsächlich benötigt wird.

[...]


[1] Vgl. www.selfstorage-verband.de, entnommen am 08.11.2012

[2] Vgl. Norddeutsches Handwerk,( 9.02.2011), S. 6

[3] Vgl. WiWo,(25.07.2011), S. 67

[4] Vgl. WiWo,(25.07.2011) S. 67

[5] Vgl. www.selfstorage-verband.de entnommen am 08.11.2012

[6] Vgl. www.selfstorage-verband.de, entnommen am

[7] Vgl. Norddeutsches Handwerk,(9.02.2012) S. 6

[8] Vgl. Die Welt, (14.02.2011), S. 30

[9] Vgl. Die Welt,(14.02.2011), S. 30

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Preispolitik und Preisstrategie der Selfstorage Branche, dargestellt am Beispiel „Das Blaue Lagerhaus GmbH“
Hochschule
International School of Management, Standort München
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
27
Katalognummer
V262724
ISBN (eBook)
9783656515791
ISBN (Buch)
9783656515883
Dateigröße
870 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Preispolitik, Marketing-Mix, Lagerhaus, Selfstorage, Analyse, Servicemanagement, Marketing, Wirtschaftswissenschaften
Arbeit zitieren
Anna Holterhus (Autor), 2012, Preispolitik und Preisstrategie der Selfstorage Branche, dargestellt am Beispiel „Das Blaue Lagerhaus GmbH“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262724

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