Die vorliegende Arbeit befasst sich ausschließlich mit der Bedeutung der
Optionspreistheorie für die Bewertung von Standard-Optionen, auch Plain
Vanilla Options genannt, auf Aktien. Dabei wird der Optionspreistheorie
nach Fischer Black und Myron Samuel Scholes1 besondere Aufmerksamkeit
geschenkt. Auf andere Optionstypen wie z.B. Asiatische Optionen, Bermuda-
Optionen oder sonstige exotische Optionen wird nicht eingegangen, da
sich das B-S Modell lediglich auf Standardoptionen, insbesondere
europäischen Typs, bezieht.
Im Abschnitt 2 werden Standard-Optionen zunächst näher erläutert, ihre
Eigenschaften aufgezeigt und ihre verschiedenen Ausführungen beleuchtet.
Hierauf aufbauend werden in Abschnitt 3 das diskrete Binominalmodell
sowie das stetige Modell nach B-S vorgestellt. Begonnen wird hier mit den
Prämissen, auf denen beide Modelle basieren.
Ausgehend von dem Modell nach B-S werden in Abschnitt 4 die dem
Modell zugrunde liegenden Prämissen genauer beleuchtet und kritisch
gewürdigt. Es wird auf Schwierigkeiten bei der Berechnung von Optionspreisen
eingegangen, die aus der Bestimmung einzelner Variablen des
Modells resultieren. Dieser Abschnitt schließt mit der Beleuchtung
empirischer Studien ab.
Anhand des B-S Modells wird im Abschnitt 5 überprüft, ob dieses aufgrund
seiner immensen Bedeutung für die finanztheoretische Forschung
inzwischen den Stellenwert einer „selbsterfüllenden Prophezeiung“ eingenommen
hat.
INHALTSVERZEICHNIS
Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist eine Standard-Option
3. Optionspreistheorie: Zwei Modelle
3.1 Prämissen beider Modelle
3.2 Das diskrete Binominalmodell
3.3 Das stetige Modell nach Black/Scholes
4. Die Anwendung des Modells von Black/Scholes auf die Praxis
4.1 Kritische Würdigung der Modellprämissen
4.2 Die Bestimmung der benötigten Variablen
4.2.1 Der risikolose Zinssatz r
4.2.2 Die Standardabweichung als Volatilität
4.3 Empirische Studien
5. Ist die Optionspreistheorie eine „selbsterfüllende Prophezeiung“?
5.1 Der „Smile-Effekt“ und der „Skew-Effekt“
5.2 Resümee
Literaturverzeichnis
Thesenpapier
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Standard-Option (Plain Vanilla Option)?
Eine Standard-Option ist ein Finanzinstrument, das dem Käufer das Recht (aber nicht die Pflicht) gibt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis innerhalb eines Zeitraums oder zu einem Termin zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).
Wie funktioniert das Black-Scholes-Modell?
Es ist ein mathematisches Modell zur Bewertung von europäischen Optionen, das Faktoren wie den aktuellen Aktienkurs, den Ausübungspreis, die Restlaufzeit, den risikolosen Zinssatz und die Volatilität einbezieht.
Welche Rolle spielt die Volatilität bei der Optionspreisbildung?
Die Volatilität misst die Schwankungsbreite des Basiswerts. Eine höhere Volatilität erhöht die Wahrscheinlichkeit für starke Kursbewegungen und steigert somit den Preis der Option.
Was ist der Unterschied zwischen dem Black-Scholes- und dem Binomialmodell?
Das Binomialmodell ist ein diskretes Modell, das Kursentwicklungen in Schritten darstellt, während das Black-Scholes-Modell ein stetiges Modell für kontinuierliche Kursbewegungen ist.
Was versteht man unter dem "Smile-Effekt" bei Optionen?
Der Smile-Effekt beschreibt das Phänomen, dass Optionen, die weit "aus dem Geld" oder "im Geld" liegen, oft eine höhere implizite Volatilität aufweisen als Optionen "am Geld".
- Quote paper
- Ingmar Dransfeld (Author), 2011, Die Bedeutung der Optionspreistheorie für die Marktpreise von Aktienoptionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264482