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Herodot, der „Barbarenbegriff“ und seine Sicht von Hellenikon und „Barbarenwelt“

Título: Herodot, der „Barbarenbegriff“ und seine Sicht von Hellenikon und „Barbarenwelt“

Trabajo Escrito , 2011 , 9 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M.A. Philip Wagenführ (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Wie viele andere Aspekte in den Historien Herodots, der als Vater der Geschichtsschreibung gilt, ist auch seine Darstellung der Barbaren sehr ambivalent und bietet verschiedene Möglichkeiten der Interpretation. Der Barbarenbegriff hat sich in den verschiedenen Epochen und unter unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen stets gewandelt, war und ist jedoch meist sehr negativ konnotiert. In den Historien Herodots jedoch herrscht ein eher neutrales und teilweise auch positives Verständnis des Barbarischen vor. In dieser Arbeit soll herausgearbeitet werden, wie und aus welchen Gründen der antike Geschichtsschreiber seinen Barbarenbegriff in dieser Weise entwickelte. So soll die Frage beantwortet werden, was Herodot mit seinem spezifischen Barbarenbild beabsichtigte und zu vermitteln versuchte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Barbarenbegriff vor Herodot und die griechische Identität

3. Der Barbarenbegriff des Herodot

4. Herodots Konzeption des Hellenikon

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ambivalente Darstellung von „Barbaren“ und der griechischen Welt („Hellenikon“) in den Historien des Herodot, um die Intention des Autors hinter diesem spezifischen Weltbild zu ergründen.

  • Die historische Entwicklung des Barbarenbegriffs und der griechischen Identitätsbildung.
  • Analyse des zwiespältigen Barbarenbildes im Kontext der griechischen Historien.
  • Die Bedeutung von ethnographischen vs. geographischen Kriterien für das Hellenikon.
  • Der Einfluss zeitgenössischer politischer Konflikte und der Sophistik auf Herodots Werk.
  • Die Funktion der Barbaren als warnendes Spiegelbild für das zeitgenössische Griechenland.

Auszug aus dem Buch

3. Der Barbarenbegriff des Herodot

Schon das Prooimion der Historien Herodots, in dem er die Gründe für das Schreiben dieser darlegt, lässt dessen zwiespältiges Barbarenbild deutlich erkennen. So heißt es dort: „ ... auf dass, was von Menschen geschehen, nicht mit der Zeit verblasse, noch Taten, groß und des Staunens wert, vorgewiesen von Hellenen und Barbaren, ihres Ruhms verlustig gehen – manches andere und auch so, warum sie Krieg geführt miteinander.“ So lässt sich bereits anhand des Prooimions erkennen, dass Herodot Barbaren und Griechen zum einen als gleichwertig ansieht und zum anderen im Hinblick auf die kriegerischen Auseinandersetzungen in Gegensatz zueinander stellt.

Möchte man das zwiespältige Barbarenbild Herodots verstehen, so muss man zunächst die äußeren Umstände betrachten, unter denen die Historien entstanden. Das Klima, in dem Herodots Weltbild entstand, war ein sehr spannungsgeladenes. Auf der einen Seite beleuchtete die beginnende Sophistik die Entwicklung des Menschen von seinen natürlichen und wilden Anfängen hin zu der Ausbildung komplexer und fortschrittlicher Gemeinschaften, die als größte Leistung des Menschen betrachtet wurde. Zudem machte die Sophistik keine auf körperlichen Merkmalen beruhenden Unterscheidungen zwischen den verschiedenen Menschen mehr, sondern sah die Unterschiede in den unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Ambivalenz von Herodots Barbarenbild ein und legt die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise fest.

2. Der Barbarenbegriff vor Herodot und die griechische Identität: Hier wird die sprachliche und später politisch aufgeladene Entwicklung des Barbarenbegriffs im Zuge der Perserkriege und der griechischen Expansion skizziert.

3. Der Barbarenbegriff des Herodot: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Herodot trotz einer klaren Trennung von Griechen und Barbaren beide Seiten als ebenbürtige Repräsentanten historischer Prozesse begreift.

4. Herodots Konzeption des Hellenikon: Hier wird dargelegt, wie Herodot das Hellenikon zunehmend über ethnographische statt nur über geographische Merkmale definiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Darstellung der Barbaren bei Herodot dazu dient, das eigene Handeln der Griechen kritisch zu hinterfragen und den Zusammenhalt in einer Zeit des Umbruchs zu stärken.

Schlüsselwörter

Herodot, Historien, Barbarenbegriff, Hellenikon, griechische Identität, Perserkriege, Ethnographie, Sophistik, Antike, Geschichtsschreibung, Kulturgeschichte, Fremdbild, Selbstbild, Imperialismus, Peloponnesischer Krieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Herodot in seinen Historien den Begriff der „Barbaren“ definiert und wie er das Verhältnis zwischen der griechischen Welt („Hellenikon“) und der nicht-griechischen Welt darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung der griechischen Identität, das Verhältnis von Griechen zu Barbaren sowie die Einflüsse von Zeitgeschichte und sophistischem Denken auf das Werk Herodots.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für Herodots differenziertes und oft ambivalentes Barbarenbild zu verstehen und herauszuarbeiten, welche Botschaften er seinen Lesern damit vermitteln wollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die sich primär auf die Interpretation der Historien Herodots sowie auf die wissenschaftlichen Arbeiten von Forschern wie Bichler, Heinrichs und Cartledge stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung des Barbarenbegriffs, die spezifische Sicht Herodots auf die Barbaren sowie sein ethnographisches Konzept des Hellenikons.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Barbarenbegriff, Hellenikon, griechische Identität, Historien, Ethnographie und das ambivalente Weltbild des antiken Historikers.

Warum verwendet Herodot Barbaren oft als „Gegenbild“?

Herodot nutzt Barbaren als Kontrastfolie, um den Griechen ihre eigenen Tendenzen zu Hybris, Dekadenz und Imperialismus vor Augen zu führen und sie zur Selbstreflexion anzuregen.

Welche Rolle spielt der Begriff „Hellenikon“ bei Herodot?

Das Hellenikon entwickelt sich bei Herodot von einer rein geographischen zu einer ethnographischen Einheit, die sich durch gemeinsame Sprache, Blut, Religion und Sitten auszeichnet.

Warum gelten die Perser trotz negativer Darstellung als ebenbürtige Gegner?

Herodot sieht sie als moralische und zivilisatorische Akteure, die in ähnlicher Weise wie Griechen den universellen Gesetzen von Aufstieg und Fall unterworfen sind.

Welchen Einfluss hatte der Peloponnesische Krieg auf Herodots Sichtweise?

Die zeitgenössischen Konflikte der Griechen untereinander und der Stolz Athens dienten als Hintergrund, um mittels der Historien zur Solidarität und Besonnenheit zu mahnen.

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Detalles

Título
Herodot, der „Barbarenbegriff“ und seine Sicht von Hellenikon und „Barbarenwelt“
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Klassische Altertumskunde)
Curso
Herodot und das „archaische Lächeln“
Calificación
1,3
Autor
M.A. Philip Wagenführ (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
9
No. de catálogo
V274150
ISBN (Ebook)
9783656670582
ISBN (Libro)
9783656669852
Idioma
Alemán
Etiqueta
Herodot Barbar Barbarenbegriff Das archaische Lächeln Hellenikon
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Philip Wagenführ (Autor), 2011, Herodot, der „Barbarenbegriff“ und seine Sicht von Hellenikon und „Barbarenwelt“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274150
Leer eBook
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