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Die Beteiligung der Hilfsschullehrer am Euthanasieprogramm der NS-Zeit

Titre: Die Beteiligung der Hilfsschullehrer am Euthanasieprogramm der NS-Zeit

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 21 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Ann-Cathrin Roeske (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Ziel der Arbeit ist, die Frage nach der indirekten Beteiligung der Hilfsschullehrer am Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten zu untersuchen.
Ein besonderer Fokus wird hierbei auf die Probleme in der Etablierung und Anerkennung der Hilfsschule gelegt.
Dabei wird sowohl die Entstehung der Institution Hilfsschule als auch die Situation der Hilfsschullehrer und die des Hilfsschulkindes betrachtet.

Neben der Entstehung der Hilfsschule wird die Rolle der Hilfsschule während der NS-Zeit anhand der stattgefundenen fachlichen Diskurse untersucht .
Welche Auswirkungen hatte die NS-Zeit auf die Weiterentwicklung der Hilfsschule, wie stellt sich neben der Institution Hilfsschule das Bild der Lehrerschaft und die Rolle des Hilfsschulkindes dar?
Und hat der „Anerkennungskampf“ um die Hilfsschule und den Berufsstand der Hilfsschullehrer letztendlich neben den positiven Aspekten der „Hilfe“ für Kinder mit besonderem „Förderbedarf“, also der Erfüllung des pädagogischen Auftrages, auch die politische Durchsetzung der Eugenik und der Zwangssterilisation der Hilfsschüler begünstigt und begleitet?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung der Hilfsschulen

3. Die Hilfsschule in der NS-Zeit

3.1 Erziehungs- und Bildungsideal in der NS-Zeit

3.2 Sozialdarwinismus und eugenisches Gedankengut

3.3 Eugenisches Gedankengut bei den Hilfsschullehrern

3.4 Das „Schicksal“ des Hilfsschulkindes

3.5 Die (indirekte) Beteiligung der Hilfsschullehrer am Euthanasieprogramm

3.6 „Gewinn“ für die Hilfsschule

4 Zusammenfassung und kritische Würdigung der Arbeit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die indirekte Beteiligung von Hilfsschullehrern am Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten zu untersuchen. Dabei wird analysiert, wie der historische Anerkennungskampf des Berufsstandes und die institutionelle Etablierung der Hilfsschule dazu führten, dass Hilfsschullehrer die NS-Ideologie durch Selektion und Dokumentation von Schülern unterstützten.

  • Historische Entwicklung der Hilfsschule und professionelle Identität
  • Sozialdarwinistische und eugenische Einflüsse auf die Pädagogik
  • Rolle der Hilfsschullehrer bei der Umsetzung des Erbgesundheitsgesetzes
  • Systemische Konsequenzen der Selektion und Ausschulung von Schülern
  • Transfer historischer Diskurse auf aktuelle Inklusionsdebatten

Auszug aus dem Buch

3.4 Das „Schicksal“ des Hilfsschulkindes

Das Schicksal des Hilfsschulkindes während der NS-Zeit wurde in vielen Fällen direkt vom Hilfsschullehrer mitbestimmt. Personalbögen wurden von Hilfsschullehren schon sehr lange zur Einstufung ihrer Schüler genutzt. Diese beinhalteten unter anderem die Vorgeschichte des Kindes, insbesondere aber seine erbliche Belastung.

1933 wurde das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses von den Nationalsozialisten erlassen, welches zur Folge hatte, dass alle Menschen, die „erbkrank“ waren, dem Erbgesundheitsgericht vorgeführt wurden. Dieses entschied dann, ob eine Zwangssterilisation, zur „Verhütung erbkranken Nachwuchses“ durchgeführt wird.

Der am meisten betroffene Personenkreis war hierbei die Hilfsschüler, die Schüler, bei denen der „angeborene Schwachsinn“ vor allem vermutet wurde. Durch die oben genannten Personalbögen erwiesen sich die Hilfsschulen als eine große Hilfe für die Nazis bei der Durchführung des Erbgesundheitsgesetzes. Die Hilfsschullehrer waren verpflichtet die Personalien des Kindes bei der Aufnahme in die Hilfsschule für die dafür vorgesehenen Karteikarten des Gesundheitsamtes einzutragen und diese zurückzuschicken. Somit war gesichert, dass alle "Erbkrankheiten" von Hilfsschulkindern schon bei Beginn der Schulzeit festgestellt werden konnten und weitere Maßnahmen der Sterilisation durchgeführt werden konnten (vgl. Hänsel 2006, S.65f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob Hilfsschullehrer indirekt am Euthanasieprogramm beteiligt waren und beleuchtet den historischen Kontext der Hilfsschule.

2. Die Entstehung der Hilfsschulen: Dieses Kapitel erläutert die gesellschaftlichen Faktoren des 19. Jahrhunderts, die zur Etablierung der Hilfsschule als eigenständige Schulform führten.

3. Die Hilfsschule in der NS-Zeit: Hier werden die politische Politisierung, die eugenischen Einflüsse und die aktive Mitwirkung der Lehrerschaft an nationalsozialistischen Maßnahmen detailliert analysiert.

3.1 Erziehungs- und Bildungsideal in der NS-Zeit: Es wird dargelegt, wie das NS-Regime die Erziehung auf das Ziel der Nützlichkeit und die Ideologie der Volksgemeinschaft ausrichtete.

3.2 Sozialdarwinismus und eugenisches Gedankengut: Dieses Kapitel beschreibt, wie eugenische Konzepte die schulische Wahrnehmung von Behinderung legitimierten.

3.3 Eugenisches Gedankengut bei den Hilfsschullehrern: Es wird aufgezeigt, wie Hilfsschullehrer die Rassenhygiene in ihren pädagogischen Alltag integrierten, um ihre eigene berufliche Relevanz zu sichern.

3.4 Das „Schicksal“ des Hilfsschulkindes: Hier steht die Praxis der Selektion durch Personalbögen und die daraus resultierende Gefahr der Zwangssterilisation für die Schüler im Fokus.

3.5 Die (indirekte) Beteiligung der Hilfsschullehrer am Euthanasieprogramm: Dieses Kapitel untersucht die direkte und indirekte Mitwirkung der Lehrerschaft an der Ausschulung und dem damit verbundenen Todesrisiko für Kinder in Anstalten.

3.6 „Gewinn“ für die Hilfsschule: Hier wird resümiert, wie die Hilfsschule ihre Etablierung im Schulsystem durch die Kooperation mit dem NS-Regime festigte.

4 Zusammenfassung und kritische Würdigung der Arbeit: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und überträgt die historischen Erkenntnisse auf moderne bildungspolitische Debatten.

Schlüsselwörter

Hilfsschule, Nationalsozialismus, Euthanasieprogramm, Eugenik, Erbgesundheitsgesetz, Selektion, Sonderpädagogik, Hilfsschullehrer, Sozialdarwinismus, Zwangssterilisation, Rassenhygiene, Bildsamkeit, Anerkennungskampf, Historische Pädagogik, Inklusionsdebatte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle der Hilfsschullehrer in der NS-Zeit und deren indirekte Beteiligung am Euthanasieprogramm durch die selektive Begutachtung ihrer Schülerschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der Sonderpädagogik, eugenische Strömungen im Nationalsozialismus, die Etablierung des Berufsstandes der Hilfsschullehrer und die Auswirkungen nationalsozialistischer Gesetze auf Schüler.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, inwiefern die Hilfsschullehrerschaft durch ihr Streben nach Anerkennung und die Mitwirkung an staatlichen Selektionsverfahren eine indirekte Unterstützung der NS-Vernichtungspolitik leistete.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine hermeneutische Literaturanalyse durchgeführt, um historische Zusammenhänge zwischen pädagogischer Praxis und NS-Ideologie zu explizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Hilfsschule, die Übernahme eugenischen Gedankenguts durch die Lehrerschaft, die Verwendung von Personalbögen für staatliche Zwecke und die Folgen für betroffene Kinder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Hilfsschule, Euthanasie, Eugenik, Erbgesundheitsgesetz und Selektion.

Wie wirkten sich die Personalbögen auf die Schüler aus?

Die Personalbögen dienten dazu, Kinder bereits früh als erbkrank zu erfassen, was in der Folge häufig zur Zwangssterilisation oder zur Ausschulung in Anstalten und damit zur Gefährdung durch das Euthanasieprogramm führte.

Welche Rolle spielte der "Anerkennungskampf" der Lehrer?

Um sich als unverzichtbare Profession zu etablieren, passten sich Hilfsschullehrer den Ideologien des Staates an, was zur Konstruktion eines "schwachsinnigen, aber bildbaren" Hilfsschulkindes führte, um die Existenzberechtigung der Schulform zu stützen.

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Résumé des informations

Titre
Die Beteiligung der Hilfsschullehrer am Euthanasieprogramm der NS-Zeit
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Rehabilitationswissenschaften Humboldt Universität)
Cours
Modelle und Paradigmen der Rehabilitationswissenschaften
Note
2,0
Auteur
Ann-Cathrin Roeske (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
21
N° de catalogue
V275486
ISBN (ebook)
9783656682080
ISBN (Livre)
9783656682196
Langue
allemand
mots-clé
beteiligung hilfsschullehrer euthanasieprogramm ns-zeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ann-Cathrin Roeske (Auteur), 2014, Die Beteiligung der Hilfsschullehrer am Euthanasieprogramm der NS-Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275486
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Extrait de  21  pages
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