In der vorliegenden Arbeit werden der theoretische Hintergrund und die allgemeinen Begrifflichkeiten von Bildung und Ausbildung sowie der Begriff der Pflege beschrieben. Basierend auf diesen Erläuterungen wird Bildung in Zusammenhang mit der Pflege gebracht und in weiterer Folge Bezug dazu genommen. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit den psychologischen und sozialisatorischen Aspekten der Ausbildung. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Stellung zur (Aus-)Bildung von Pflegenden zu beziehen und diese mittels Literaturrecherche zu argumentieren.
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG IN DIE BILDUNGSPROBLEMATIK
2 THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 BILDUNG
2.2 AUSBILDUNG
2.2.1 QUALIFIKATION
2.2.2 KOMPETENZEN
2.3 PFLEGE
2.3.1 INHALTLICHE MERKMALE
2.3.2 STRUKTURELLE MERKMALE
2.4 PROFESSIONALITÄT
2.5 PROFESSIONELLES HANDELN
3 PFLEGEAUSBILDUNG
3.3 GEGENWÄRTIGE PFLEGEAUSBILDUNG
3.4 ZUKÜNFTIGE PFLEGEAUSBILDUNG
3.5 KRANKENPFLEGESCHULE VERSUS FACHHOCHSCHULE
4 ASPEKTE DER SOZIALISATION UND DER PSYCHOLOGIE IM BILDUNGSWESEN
5 ZUSAMMENFASSUNG
6 REFLEXION
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Bildungsproblematik im österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegewesen und analysiert die notwendigen Qualifikationen sowie strukturellen Anforderungen an die pflegerische Ausbildung, um den steigenden beruflichen Ansprüchen im Kontext von Professionalisierung und Akademisierung gerecht zu werden.
- Unterscheidung von Bildung und Ausbildung
- Strukturmerkmale und Professionalität in der Pflege
- Gegenwärtige Herausforderungen der Pflegeausbildung
- Vergleich von Krankenpflegeschule und Fachhochschulabschluss
- Psychologische und sozialisatorische Aspekte in der Bildung
Auszug aus dem Buch
3.5 Krankenpflegeschule versus Fachhochschule
Sowohl im Curriculum der Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung als auch in der FH-Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildungsverordnung ist als Zielsetzung der Erwerb von Fachkompetenz, Sozial-kommunikativer Kompetenz und Selbstkompetenz angeführt. Lediglich die Wissenschaftliche Kompetenz ist in der Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung nicht angeführt.
Um die Anforderungen einer Profession erfüllen zu können, bedarf es der Abdeckung der wissenschaftlichen Komponente. Diese ist mehr oder weniger in beiden Ausbildungsformen gegeben. Während in der Allgemeinen Grundausbildung nur Grundlagen der Pflegewissenschaft und Pflegeforschung vermittelt werden, wird an der Fachhochschule die wissenschaftsgestützte Weiterentwicklung der Gesundheits- und Krankenpflege angeboten. Durch den Abschluss an der FH erlangt man neben dem allgemeinen Diplom für Gesundheits- und Krankenpflege auch den Abschluss als Bachelor of Science in Health Studies. Ob mit dem Angebot die Pflegeausbildung an der FH zu absolvieren, die Gesundheits- und Krankenpflegeschule überflüssig wird, ist schwierig zu sagen. Dennoch ist anzumerken, dass bei Beibehaltung beider Ausbildungsformen aus systemtheoretischer Sicht die Gefahr einer Spaltung besteht. Eine Abschaffung der allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung verlangt aber in jedem Fall eine Umstrukturierung der Pflegehelferausbildung mit Kompetenzerweiterung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG IN DIE BILDUNGSPROBLEMATIK: Das Kapitel beschreibt den aktuellen Umstrukturierungsprozess des österreichischen Bildungssystems und dessen Auswirkungen auf das Berufsbild der Pflege.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten von Bildung und Ausbildung differenziert und in den pflegepädagogischen Kontext eingeordnet.
3 PFLEGEAUSBILDUNG: Dieses Kapitel kritisiert die aktuelle Verzahnung von Theorie und Praxis und diskutiert die Notwendigkeit sowie die zukünftigen Entwicklungswege der Ausbildung.
4 ASPEKTE DER SOZIALISATION UND DER PSYCHOLOGIE IM BILDUNGSWESEN: Die Bedeutung von Persönlichkeitsentwicklung, Identitätsbildung und Sozialisationstheorien für den Bildungsprozess Pflegender wird erläutert.
5 ZUSAMMENFASSUNG: Die Autorin resümiert, dass Pflege einen kontinuierlichen Bildungsprozess darstellt und eine Systemreform für steigende Anforderungen unerlässlich ist.
6 REFLEXION: Ein persönlicher Rückblick auf die Herausforderungen und den Erkenntnisgewinn während der Erarbeitung dieser wissenschaftlichen Arbeit.
Schlüsselwörter
Bildung, Ausbildung, Pflege, Professionalität, Pflegeausbildung, Kompetenz, Qualifikation, Pflegetheorie, Sozialisation, Identitätsentwicklung, Fachhochschule, Gesundheits- und Krankenpflege, Praxisanleitung, Theorie-Praxis-Verzahnung, Akademisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bildungsproblematik im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege in Österreich und analysiert das Spannungsfeld zwischen der gegenwärtigen Ausbildung und den steigenden professionellen Anforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Bildung und Ausbildung, die Bedeutung der Professionalität in der Pflege, sowie der Vergleich zwischen klassischen Pflegeschulen und dem Fachhochschulsektor.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, kritisch Stellung zur (Aus-)Bildung von Pflegenden zu beziehen und auf Basis einer Literaturrecherche Argumente für die notwendige Umstrukturierung der Ausbildungssysteme zu liefern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender pädagogischer sowie pflegewissenschaftlicher Konzepte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine kritische Betrachtung der Pflegeausbildung (Ist-Zustand und Zukunftsvisionen) sowie eine Analyse sozialpsychologischer Aspekte wie Identitätsentwicklung und Sozialisation.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Professionalisierung, Theorie-Praxis-Transfer, Selbstkompetenz und die kritische Auseinandersetzung mit Bildungsstrukturen.
Warum wird eine längere Ausbildungsdauer angeregt?
Aufgrund der stetig steigenden fachlichen und menschlichen Anforderungen an den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege sieht die Autorin eine verlängerte Ausbildungsdauer als notwendig an.
Was ist die Gefahr bei Beibehaltung beider Ausbildungsformen?
Die Autorin warnt aus systemtheoretischer Sicht vor der Gefahr einer Spaltung der Profession, wenn zwei unterschiedliche Ausbildungswege nebeneinander bestehen bleiben.
Welche Rolle spielt die Praxisanleitung?
Die Praxisanleitung wird als entscheidende Schnittstelle zur Vernetzung von Theorie und Praxis identifiziert, wobei deren pädagogische Qualifikation und Einbindung in den Prüfungsprozess kritisch diskutiert werden.
Was unterscheidet Bildung von Ausbildung laut dem Text?
Bildung wird als ein Prozess der Individualisierung verstanden, den das Individuum selbst vollzieht, während Ausbildung durch Dritte strukturiert erfolgt und den Erwerb von Qualifikationen zum Ziel hat.
- Citar trabajo
- Christine Lackinger-Schmutz (Autor), 2014, Welche Ausbildung brauchen Pflegende? Bildungsprozesse in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276782