Ich möchte mich in dieser Hausarbeit mit dem Thema Erhaltung und Stärkung von Lebensqualität im Rahmen dementieller Erkrankungen auseinandersetzen.
Vor diesem Hintergrund werde ich zwei professionell angewandte Methoden aus der Sozialen Arbeit auf ihre Befriedigung der Lebenszufriedenheit hin hinterfragen.
Der demografische Wandel ist durch eine immer älter werdende Gesellschaft charakterisiert. Einerseits ist statistisch ein progressiver Geburtenrückgang zu nennen. Andererseits steigt in dessen Gegensatz die Lebenserwartung insbesondere vor dem Hintergrund der verbesserten medizinischen und pflegerischen Versorgung, sowie bedingt durch einen höheren Lebensstandard. (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2010).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Dementielle Erkrankungen
3. Lebensqualität im Zusammenhang mit dementiellen Erkrankungen
3.1 Lebenslagen des Alters
3.2 Bedürfnisse an Demenz erkrankter Patienten
3.3 Bedeutung von Lebensqualität
4. Handlungsansätze im Rahmen der Sozialen Arbeit
4.1 Realitätsorientierungstraining (Folsom &Taulbee)
4.2 Validation nach Naomi Feil
4.3 kritische Bewertung beider Methoden auf das Kriterium: Lebensqualität
5.Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie die Lebensqualität von Menschen mit dementiellen Erkrankungen durch gezielte sozialpädagogische Methoden erhalten und gestärkt werden kann, um Angehörige in der häuslichen Pflege zu entlasten.
- Demografischer Wandel und alternde Gesellschaft
- Krankheitsbilder und Stadien dementieller Erkrankungen
- Bedürfnisanalyse bei Demenzerkrankten nach Maslow
- Vergleich der Methoden Realitätsorientierung und Validation
- Bedeutung von Lebensqualität im Alter
Auszug aus dem Buch
4.1 Realitätsorientierungstraining
Das Realitätsorientierungstraining (R.O.T.) wurde in den 1960-er Jahren von Folsom & Taulbee (Psychiater) in den USA entwickelt. Sein Anliegen war es, die aktive gesellschaftliche Teilhabe der von ihm behandelten geistig geminderten Kriegsveteranen wieder herzustellen.
R.O.T. gilt als eine der frühzeitig entwickelten Interventionen (s. S.3). Gleichzeitig wird sie als der der am besten erforschte und umfassend evaluierte Behandlungsansatz (Maercker 2002, S. 342).
Die Therapie, die sowohl in der stationären Altenhilfe, als auch in teilstationärer oder in ambulanter Form Anwendung findet, zielt auf die Stärkung früher bereits erlernter kognitiver Leistungen, sowie auch auf die der sozialen Interaktion womit Degenerationsprozessen der Hirnfunktionen entgegengewirkt werden soll (Höwler 2004).
Gegenstand der Methode ist es, unter dem zentralen Schwerpunkt der Konfrontation mit der Realität, d.h. der Herstellung eines Gegenwartsbezuges, zeitliche und räumliche Orientierungshilfen zu geben, die Merkfähigkeit aufrechtzuerhalten und die Stimulierung der Nah-und Fernsinne. (ebenda)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik des demografischen Wandels ein und stellt die Forschungsfrage nach Methoden zur Entlastung pflegender Angehöriger.
2. Dementielle Erkrankungen: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Einordnung, Epidemiologie und das Krankheitsbild der Demenz sowie dessen Klassifikation.
3. Lebensqualität im Zusammenhang mit dementiellen Erkrankungen: Es wird der Bedarf an Lebensqualität im Kontext von Alterslagen und den spezifischen Bedürfnissen Demenzkranker analysiert.
4. Handlungsansätze im Rahmen der Sozialen Arbeit: Gegenüberstellung und Analyse der Methoden Realitätsorientierungstraining und Validation hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Lebensqualität.
5.Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale beider Methoden sowie ein Ausblick auf die Notwendigkeit sozialer Netzwerke in der Pflege.
Schlüsselwörter
Demenz, Lebensqualität, Soziale Arbeit, Realitätsorientierungstraining, Validation, Bedürfnispyramide, demografischer Wandel, Altenhilfe, Pflege, Identität, Betreuung, Angehörige, psychosoziale Gesundheit, kognitive Dysfunktionen, Biografiearbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Erhaltung der Lebensqualität bei an Demenz erkrankten Personen durch den Einsatz spezifischer sozialpädagogischer Methoden.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit umfasst demografische Entwicklungen, die theoretischen Grundlagen der Demenz, die Bedürfnisse Erkrankter und die kritische Analyse zweier Therapieansätze.
Was ist das Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, wie soziale Dienste die häusliche Pflege entlasten können und welche Therapiemethoden die Lebenszufriedenheit der Betroffenen am besten fördern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich von Interventionsmodellen (Realitätsorientierung vs. Validation) und der Anwendung psychologischer Bedürfnismodelle.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Im Hauptteil werden das Krankheitsbild Demenz in seinen Stadien, die Bedürfnisse der Erkrankten (nach Maslow) und die methodische Umsetzung von R.O.T. und Validation gegenübergestellt.
Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Demenz, Lebensqualität, Realitätsorientierung, Validation, soziale Netzwerke und pflegerische Unterstützung.
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Realitätsorientierung und Validation?
Während das Realitätsorientierungstraining den Betroffenen zur Gegenwart zurückführen will, akzeptiert die Validation die emotionale Erlebniswelt des Demenzkranken als gültig.
Welche Bedeutung hat das "Wegläufer-Phänomen"?
Es wird als eine Form der Flucht in frühere biografische Phasen beschrieben, um ungelöste Aufgaben oder Rollenmuster in einem Umfeld zu bewältigen, das den Patienten überfordert.
- Citar trabajo
- Franziska Haas (Autor), 2011, Erhaltung von Lebensqualität bei Demenz mit Unterstützung sozialpädagogischer Methoden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278375