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Grundsätze pfadfinderischer Selbsterziehung

Título: Grundsätze pfadfinderischer Selbsterziehung

Texto Academico , 2009 , 43 Páginas

Autor:in: Dr. phil. Hans E. Gerr (Autor)

Didáctica - Didáctica general, objetivos de la educación, métodos
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Die weltweite Pfadfinderbewegung sieht sich nicht primär als Bewegung an, die jungen Menschen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ermöglichen will. Sie begreift sich als „Erziehungsbewegung, die offen ist für alle, ohne Unterschied von Herkunft, Rasse oder Glaubensbekenntnis.
Pfadfinden erstrebt eine umfassende Persönlichkeitsförderung der jungen Menschen und möchte Kinder und Jugendliche zur Selbsterziehung anregen, damit sie als Erwachsene ihr Leben nach demokratischen Grundsätzen gestalten und sich bei ihrem Handeln im Alltag an demokratischen Werten und Verhaltensregeln orientieren.
In nachfolgenden Arbeit wird in knapper Form die „Pfadfindermethode“ als Weg einer Selbsterziehung junger Menschen, bei dem mehrere Prinzipien realisiert werden, dargestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Der Weg pfadfinderischer Selbsterziehung (Pfadfindermethode)

1 Leben pfadfinderischer Werte (Regeln und Versprechen)

1.1 Kennzeichnung pfadfinderischer Werterziehung

1.2 Zur Umsetzung pfadfinderischer Werterziehung

2 Pfadfinderisches Erfahrungslernen („Scouting is Doing“)

2.1 Grundsätze eines Lernens durch Handeln

2.2 Kreatives Pfadfinden

2.3 Zur Bedeutung pfadfinderischen Erfahrungslernens

2.4 Pfadfinderische Abenteuerunternehmungen

3 Demokratisches Lernen in kleinen Gruppen

3.1 Zur Bedeutung einer Bildung von kleinen Gruppen

3.2 Das Zusammenspiel der Kleingruppen

3.3 Der Pfadfinderstamm

3.4 Aufgaben der erwachsenen Leiterinnen und Leiter

3.5 Integratives Pfadfinden

4 Natürliches und naturverbundenes Leben

4.1 Leben in und mit der Natur

4.2 Natürliches menschliches Leben

5 Internationales Lernen

Zielsetzung & Themen

Das Buch hat zum Ziel, die „Pfadfindermethode“ als einen ganzheitlichen Weg der Selbsterziehung für Kinder und Jugendliche darzustellen. Es soll verdeutlichen, wie durch demokratische Strukturen und werteorientiertes Handeln die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen gefördert wird, um sie zur demokratischen Teilhabe und eigenverantwortlichem Handeln im Alltag zu befähigen.

  • Prinzipien der pfadfinderischen Selbsterziehung und Wertorientierung
  • Bedeutung von handlungsorientiertem Erfahrungslernen („Scouting is Doing“)
  • Struktur und demokratisches Lernen im Kleingruppensystem
  • Die erzieherische Rolle des Lebens in und mit der Natur
  • Internationale Begegnung und multikulturelles Lernen als Friedenserziehung

Auszug aus dem Buch

2.3 Zur Bedeutung pfadfinderischen Erfahrungslernens

Gerade in einer Zeit starken Medienkonsums, der mit einem Verlust an Eigentätigkeit und mit verringerten ursprünglichen Erfahrungen einhergeht, kann pfadfinderisches Erfahrungslernen von Bedeutung sein.

Das Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen hat sich im Vergleich zur Nachkriegszeit stark verändert. Während sich früher die Kinder die Welt über ein konkretes Handeln in der Wirklichkeit, über ein Erkunden, über Experimentieren und über Probieren aneigneten, werden aufgrund des starken Medienkonsums solche ursprünglichen Erfahrungen nur noch bedingt gewonnen. Über Video- oder Fernsehfilmen wird Kindern nur ein Bild von der Wirklichkeit suggeriert; sie erfahren die Welt „aus zweiter Hand“, was häufig mit einem Realitätsverlust verbunden ist (vgl. Gerr 2000, S. 33 f.). „An die Stelle von Primärerfahrungen treten immer mehr Informationen über Erfahrungen“ (Rolff 1990, S. 69).

Eine solche „Mediatisierung von Erfahrung“ ist hinsichtlich des Gewinnens von lebensbedeutsamen Erkenntnissen kritisch zu sehen, da durch die ständig wechselnde Bildfolge in Filmen eine gedankliche Verarbeitung beeinträchtigt wird (vgl. Rolff 1990, S. 63). Eigenaktives Handeln in konkreten Situationen ist die Grundlage für echte Erfahrungen und Erkenntnisse.

Der Grundsatz „vom Konkreten zum Abstrakten“ spielt beim Lernen eine entscheidende Rolle. Dieses Prinzip, dessen Umsetzung auch im Unterricht der Schulen gefordert wird, ist im Erfahrungskegel von E. Dale veranschaulicht (s. Schema 6!). Bevor beim Lernen Bilder oder Symbole (z. B. Zahlen) eingesetzt werden, müssen genügend direkte Erfahrungen (z. B. Rechenoperationen mit konkreten Mengen) durchgeführt worden sein. Fehlt diese Grundlage, ist mit Lernschwierigkeiten zu rechnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Leben pfadfinderischer Werte (Regeln und Versprechen): Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Werten als Grundlage der Selbsterziehung und die Orientierung an pfadfinderischen Idealen durch Versprechen und Regeln.

2 Pfadfinderisches Erfahrungslernen („Scouting is Doing“): Das Kapitel behandelt das Prinzip des Lernens durch Handeln und spielerische Auseinandersetzung, um echte Erfahrungen abseits theoretischer Wissensvermittlung zu ermöglichen.

3 Demokratisches Lernen in kleinen Gruppen: Hier wird das Kleingruppensystem („Patrols“) als demokratische Lern- und Arbeitsstruktur dargestellt, die Selbstbestimmung und Verantwortungsübernahme fördert.

4 Natürliches und naturverbundenes Leben: Dieses Kapitel beschreibt das Erleben in der Natur als wirkungsvolles Erziehungsmittel, das ökologisches Bewusstsein und eine gesundheitsbewusste Lebensführung stärkt.

5 Internationales Lernen: Das abschließende Kapitel thematisiert die Förderung von Toleranz, internationaler Verständigung und Frieden durch das Leben einer Freundschaft zu allen Menschen über nationale Grenzen hinweg.

Schlüsselwörter

Pfadfindermethode, Selbsterziehung, Erfahrungslernen, Werteerziehung, Demokratieerziehung, Kleingruppensystem, Naturpädagogik, Projektmethode, Persönlichkeitsförderung, Internationales Lernen, Friedenserziehung, Handlungsorientierung, Partizipation, Verantwortungsübernahme, Identitätsentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Das Werk behandelt die pädagogischen Grundlagen der weltweiten Pfadfinderbewegung und zeigt auf, wie diese Methode als Weg der Selbsterziehung die Entwicklung junger Menschen zu demokratisch denkenden und handelnden Persönlichkeiten fördert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Pfeiler sind die Wertorientierung, das Lernen durch Erfahrung, das Kleingruppensystem, die Naturverbundenheit sowie das internationale, friedensorientierte Lernen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Pfadfindermethode theoretisch fundiert darzustellen und ihre Aktualität sowie Bedeutung als Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Werteverfall oder Konsumorientierung zu unterstreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer erziehungswissenschaftlichen Analyse der pädagogischen Prinzipien der Pfadfinderbewegung unter Einbeziehung von Theorien zum Erfahrungslernen, zur Gruppendynamik und zum Projektlernen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die fünf Grundsätze der Pfadfindermethode, deren konkrete Umsetzung im Gruppenalltag und deren Beitrag zur Persönlichkeitsförderung und Demokratiefähigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär charakterisiert durch Begriffe wie Pfadfindermethode, Selbsterziehung, Erfahrungslernen, Demokratieerziehung und eine ganzheitliche Persönlichkeitsförderung.

Wie definiert der Autor die „Pfadfindermethode“ im Kontext der Jugendarbeit?

Die Methode wird nicht als starres Lehrmodell verstanden, sondern als „Weg zu etwas hin“, bei dem junge Menschen durch die Übernahme von Verantwortung und praktisches Handeln ihren eigenen Bildungsweg aktiv gestalten.

Welche Bedeutung kommt der kleinen Gruppe („Patrol“) zu?

Die Kleingruppe ist das zentrale demokratische Element, in dem Kinder und Jugendliche soziale Rollen erproben, Konflikte autonom lösen und lernen, Verantwortung in einem überschaubaren Rahmen zu übernehmen.

Warum spielt die Natur in der pfadfinderischen Pädagogik eine solch zentrale Rolle?

Die Natur dient als idealer Erfahrungsraum, der Ganzheitlichkeit fördert und durch authentische Erlebnisse die Basis für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung und eine gesunde Lebensführung legt.

Inwiefern leistet Pfadfinden einen Beitrag zur Friedenserziehung?

Durch internationale Begegnungen und das Prinzip der „Freundschaft zu allen Menschen“ sollen Vorurteile abgebaut und die Fähigkeit entwickelt werden, über kulturelle und staatliche Grenzen hinweg in einer multikulturellen Welt solidarisch zusammenzuleben.

Final del extracto de 43 páginas  - subir

Detalles

Título
Grundsätze pfadfinderischer Selbsterziehung
Autor
Dr. phil. Hans E. Gerr (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
43
No. de catálogo
V279088
ISBN (Ebook)
9783656720447
ISBN (Libro)
9783656724322
Idioma
Alemán
Etiqueta
grundsätze selbsterziehung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dr. phil. Hans E. Gerr (Autor), 2009, Grundsätze pfadfinderischer Selbsterziehung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279088
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