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M-Learning im Kontext klassischer Lerntheorien?

Kompetenzentwicklungs- und Bildungspotentiale mobiler Lernangebote

Titel: M-Learning im Kontext klassischer Lerntheorien?

Seminararbeit , 2012 , 15 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Master of Arts Robert Möller (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung.“ Dieser Ausspruch des deutschen Kabarettisten Dieter Hildebrandt wirft, obwohl sachlich freilich zweifelhaft, eine interessante Frage in Bezug auf den Prozess der Bildung und damit auch der Wissensaneignung in einer hochtechnisierten Gesellschaft auf. Schließlich ist die alltägliche Gegenwart von allerlei Bildschirmen geprägt, sei es das Fernsehgerät, der Computerbildschirm oder nicht zuletzt die Displays unserer mobilen Kommunikations- und Unterhaltungsgerätewie beispielsweise Smartphones oder Laptops. Viele Lehr- und Sachbücher sind bereits heute elektronisch verfügbar und die Menge digitaler Inhalte steigert sich von Tag zu Tag.
Welchen Einfluss dies auf die Lehr- und Lernlandschaft unserer Gesellschaft hat, zeigen aktuelle Erhebungen wie der MMB-Trendmonitor des Instituts für Medien- und Kompetenzforschung (2012). Diese Organisation befragte dieses Jahr bereits zum siebten Mal Experten aus dem Bereich des E-Learning zum aktuellen Stand und zur prognostizierten Entwicklung dieser Disziplin. Neben der Erkenntnis, dass sich E-Learning besonders im betrieblichen Bildungskontext weiter etabliert, wird als absolutes Top-Thema der diesjährigen Erhebung der Bereich des Mobile-Learning aufgeführt. 84% der befragten Expertinnen und Experten betrachten Mobile-Learning als den wichtigsten E-Learning-Bereich der nächsten 3 Jahre. Hieraus wird deutlich, welchen Stellenwert der Aspekt des Lernens mit mobilen Endgeräten im Gesamtbereich des E-Learning bereits hat und in Zukunft wahrscheinlich noch haben wird.
Innerhalb dieser Arbeit soll daher der Frage nachgegangen werden, inwieweit das mobile Lernen auf die klassischen Lerntheorien anwendbar ist, wobei diese originär nicht unter Einbeziehung mobiler Lernkontexte entwickelt wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. E-Learning als Ausgangspunkt

3. Zum Begriff des M-Learnings

3.1. Versuch einer Definition für M-Learning

3.2. Zum Mobilitätsbegriff

3.3. Zum Lernbegriff

4. Technologische Dimensionen des M-Learning

5. Klassifizierung und Zielgruppenzuordnung

6. Lernpotential von M-Learning

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit klassischer Lerntheorien auf das moderne Mobile-Learning, um dessen Bildungspotenziale und Möglichkeiten der Kompetenzentwicklung kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen und Definitionen von E-Learning und M-Learning
  • Analyse der Dimensionen von Mobilität im Lernkontext
  • Gegenüberstellung behavioristischer, kognitivistischer und konstruktivistischer Lerntheorien
  • Klassifizierung mobiler Lernszenarien
  • Diskussion des tatsächlichen Lernpotenzials in einer hochtechnisierten Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.3. Zum Lernbegriff

Der zweite Bestandteil des mobilen Lernens wird in der aktuellen Literatur zu den Themenbereichen E-, bzw. M-Learning häufig gemäß den drei wesentlichen Lerntheorien, Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus, behandelt. Diese werden in der Folge ebenfalls im Überblick dargestellt.

Der Behaviorismus steht in der Tradition eines psychologisch geprägten Lernbegriffs, welcher auf der Annahme simpler Reiz- und Reaktionsmuster basiert. Auf einen Stimulus folg eine spezifische Verhaltensreaktion, wobei jedoch das Zustandekommen dieser Reaktion innerpsychisch nicht weiter betrachtet wird. Besondere Bedeutung erhält bei diesem Ansatz die positive Verstärkung erwünschten Verhaltens, beispielsweise durch Belohnungen sowie die negative Reaktion, bzw. Ignoranz bei unerwünschtem Verhalten, wodurch im Endeffekt eine Übernahme zufällig richtiger Reizreaktionen in dauerhafte Verhaltensmuster erreicht werden soll. Für den Bereich der Wissensvermittlung bedeutet dies, dass ein Lernstoff in viele Teileinheiten zerlegt und dem Lernenden präsentiert wird. In der darauffolgenden Erfolgskontrolle wird die Aneignung der Information geprüft und das Ergebnis der Auswertung an den Lerner zurückgemeldet. Diese Rückmeldung wirkt dann als Verstärker, indem positive oder negative Resultate angezeigt werden.

Diese auf der behavioristischen Lerntheorie beruhende Vorgehensweise gerät in modernen Lehr- Lernsituationen zunehmend in die Kritik. Argumente dafür sind zum einen, dass die Theorie weder den Lernprozess als solchen berücksichtigt noch das soziale Umfeld der Lernsituation. Als Folge daraus kommt es oftmals zu einem bloßen Auswendiglernen der Inhalte, wodurch der nachträgliche Wissenstransfer mindestens erschwert wird. Ein weiterer Kritikpunkt ist das asymmetrische Beziehungsverhältnis zwischen Lehrendem und Lernendem. Die Stoffvermittlung ist streng instruktionsdeterminiert, dem Lehrenden unterliegt die völlige Kontrolle über den Lernprozess. Abgesehen von der Vermittlung reinen Faktenwissens, wird dieser Ansatz daher nicht für die Gestaltung moderner Lernsituationen genutzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung mobiler Endgeräte für die heutige Bildungslandschaft und führt in die zentrale Fragestellung der Anwendbarkeit klassischer Lerntheorien auf das Mobile-Learning ein.

2. E-Learning als Ausgangspunkt: Dieses Kapitel definiert E-Learning als technologisch arrangiertes Lehren und Lernen und setzt es in den notwendigen Kontext zur Definition von M-Learning.

3. Zum Begriff des M-Learnings: Der Begriff wird differenziert betrachtet, wobei neben einer Definition auch der Mobilitätsbegriff und die drei klassischen Lerntheorien als Basis für mobiles Lernen untersucht werden.

4. Technologische Dimensionen des M-Learning: Hier wird der Einfluss technischer Innovationen auf die Entwicklung mobiler Lernangebote und die daraus resultierende Flexibilität für ortsunabhängiges Lernen behandelt.

5. Klassifizierung und Zielgruppenzuordnung: Basierend auf dem Modell von Traxler werden verschiedene M-Learning-Maßnahmen kategorisiert und mit den zuvor erläuterten Lerntheorien verknüpft.

6. Lernpotential von M-Learning: Das Kapitel analysiert die Möglichkeiten zur Förderung von Handlungskompetenz und Medienbildung durch mobiles Lernen und stellt den Bezug zum Konstruktivismus her.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass M-Learning bei didaktisch fundierter Gestaltung einen wertvollen Beitrag zur modernen Bildung leisten kann.

Schlüsselwörter

Mobile-Learning, E-Learning, Lerntheorien, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Handlungskompetenz, Medienbildung, Mobilitätsbegriff, Wissensvermittlung, digitale Medien, Lernpotenzial, Bildungsforschung, mobile Endgeräte, Instruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Konzept des Mobile-Learning mit klassischen lerntheoretischen Ansätzen der Bildungswissenschaften in Einklang gebracht werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von M-Learning, der Rolle der Mobilität, der Einordnung in behavioristische, kognitivistische und konstruktivistische Theorien sowie dem didaktischen Lernpotenzial.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, inwieweit mobiles Lernen auf klassischen Lerntheorien basiert, die ursprünglich nicht für mobile Kontexte entwickelt wurden, und welche Potentiale sich daraus ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine theoretische Aufarbeitung und literaturbasierte Analyse, um M-Learning in bestehende bildungswissenschaftliche Rahmenmodelle einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Begriffsdefinitionen, der technologischen Dimension, einer lerntheoretischen Einordnung sowie einer Klassifizierung mobiler Lernszenarien und deren Wirkung auf die Kompetenzentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Mobile-Learning, Lerntheorien, Medienbildung, Handlungskompetenz und die technische Entwicklung mobiler Lernumgebungen.

Warum wird der Behaviorismus für moderne Lernsituationen oft kritisiert?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Vernachlässigung des sozialen Umfelds, die asymmetrische Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden sowie die rein instruktionsbasierte Wissensvermittlung.

Wie unterscheidet sich die informationelle Mobilität von der physischen?

Während physische Mobilität den Ortswechsel von Personen oder Objekten beschreibt, umfasst die informationelle Mobilität die geistige Beweglichkeit des Lernenden sowie die Transportfähigkeit von digitalen Inhalten.

Welche Rolle spielt die Medienkompetenz bei M-Learning?

Medienkompetenz ist laut Arbeit entscheidend, damit Lernende die durch mobile Endgeräte bereitgestellte Information reflektiert verarbeiten und in ihren individuellen Lebenskontext integrieren können.

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Details

Titel
M-Learning im Kontext klassischer Lerntheorien?
Untertitel
Kompetenzentwicklungs- und Bildungspotentiale mobiler Lernangebote
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Gestaltung von E-Learning in der beruflichen Bildung
Note
1,6
Autor
Master of Arts Robert Möller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V279788
ISBN (eBook)
9783656727668
ISBN (Buch)
9783656727699
Sprache
Deutsch
Schlagworte
m-learning kontext lerntheorien kompetenzentwicklungs- bildungspotentiale lernangebote
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Arts Robert Möller (Autor:in), 2012, M-Learning im Kontext klassischer Lerntheorien?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279788
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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