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Die Verrechtlichung der Internationalen Beziehungen

Das Beispiel der Immunität von Staatsoberhäuptern

Título: Die Verrechtlichung der Internationalen Beziehungen

Trabajo de Seminario , 2012 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M.A. Florian Hideg (Autor)

Política - Generalidades y teorías de la política internacional
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Der Versuch der Siegermächte des Ersten Weltkriegs den deutschen Kaiser Wilhelm II. wegen Völkerrechtsverletzungen vor ein internationales Tribunal zu stellen, sollte nur den Beginn strafrechtlichen Verantwortlichkeit von Staatsoberhäuptern markieren. Maßgebliche Erfolge für die Durchsetzung der Menschenrechte wurden primär seit dem Zweiten Weltkrieg und nach Ende des Kalten Krieges erzielt. Der Einsatz verschiedener internationaler Tribunale und die Implementierung des Weltrechtsprinzips in das nationale Strafrecht trugen besonders zu dieser Entwicklung bei. Begonnen mit den Nürnberger (IMT) und Tokioter (IMTFE) Tribunalen über die Internationalen Gerichtshöfe für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) und Ruanda (ICTR), kam es im Jahre 2002 zu der Errichtung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH). Die Schaffung dieses dauerhaften Strafverfolgungsorgans für Völkerrechtsverbrechen stellt einen Meilenstein des Völkerrechts dar. Nachdem bereits Karl Dönitz, Slobodan Milosevic und Jean Kambanda kein Immunitätsschutz vor den jeweiligen internationalen, bzw. hybriden Tribunalen gewährt wurde und Haftbefehle durch den IStGH gegen Omar al-Bashir und Muammar al-Gaddafi ausgestellt wurden, kann der Immunitätsschutz für Staatsoberhäupter vor internationalen Strafgerichten generell verneint werden...

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verrechtlichung der Internationalen Beziehungen

3. Analyse des Entwicklungsprozesses im Bereich der Immunität von Staatsoberhäuptern

3.1. Internationale Gerichtsbarkeit bis heute

3.2. Die Nürnberger und Tokioter Prozesse

3.3. Der Kalte Krieg

3.4. ICTY und ICTR

3.5. Das Römische Statut und der IStGH

3.6. Hybride Tribunale

4. Das Weltrechtsprinzip im Internationalen Strafrecht

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die maßgeblichen Veränderungen im Bereich der Immunität von Staatsoberhäuptern in den letzten Jahrzehnten und analysiert die politischen und rechtlichen Umstände, die zu dieser Entwicklung geführt haben.

  • Theorie der Verrechtlichung internationaler Beziehungen
  • Historische Entwicklung der internationalen Strafgerichtsbarkeit
  • Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH)
  • Bedeutung des Weltrechtsprinzips im Völkerstrafrecht
  • Wandel der Immunität von Staatsoberhäuptern

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Nürnberger und Tokioter Prozesse

Nachdem ein Prozess gegen Wilhelm an der konsequent starren Haltung der Niederlande gescheitert war, kam es nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Nürnberger und Tokioter Prozessen.

Die ehemaligen Größen des NS-Herrschaftsapparats und des japanischen Kaiserreichs sollten für ihre Straftaten zur Rechenschaft gezogen werden.

Hitler selbst entzog sich dem Prozess durch Suizid in den letzten Kriegstagen. Dennoch saß mit Karl Dönitz das letzte Staatsoberhaupt des Dritten Reichs auf der Anklagebank. In Artikel 7 des Statuts des Nürnberger Tribunals (IMT Statut) wird deutlich, dass sich dieser während des Prozesses nicht auf eine mögliche Immunität als Staatsoberhaupt berufen konnte. Dönitz wurde trotzdem nur zu einer relativ niedrigen Haftstrafe von 10 Jahren verurteilt. Die Richter verurteilten ihn wegen der Tatbestände des Verbrechens gegen den Frieden (Artikel 6a des Statuts) sowie Kriegsverbrechen (Artikel 6b des Statuts) (Weinke 2006: 55). Als Befehlshaber der U-Bootwaffe war er für den „uneingeschränkten U-Bootkrieg“ verantwortlich gewesen (DTV Dokumente 1961: 223). Dieser Verstoß gegen das Völkerrecht wurde Dönitz im Urteil nicht zur Last gelegt, da Briten und Amerikaner ebenfalls gegen grundlegende Bestimmungen der Seekriegsführung verstoßen hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik der Immunität von Staatsoberhäuptern anhand des Falls Wilhelm II. ein und definiert die Leitfragen sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Verrechtlichung der Internationalen Beziehungen: Das Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen der Verrechtlichung durch das OPD-Modell, welches Obligation, Precision und Delegation nutzt, um Institutionen zu bewerten.

3. Analyse des Entwicklungsprozesses im Bereich der Immunität von Staatsoberhäuptern: Dieser Abschnitt beschreibt historisch die Entwicklung von der absoluten Souveränität hin zu internationalen Gerichten und Tribunalen wie ICTY, ICTR und IStGH.

4. Das Weltrechtsprinzip im Internationalen Strafrecht: Hier wird die Anwendung des nationalen Strafrechts auf völkerrechtliche Verbrechen sowie die damit verbundene juristische Aufarbeitung bei Staatsoberhäuptern kritisch beleuchtet.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert die zunehmende Verrechtlichung und kommt zu dem Schluss, dass der Immunitätsschutz für Staatsoberhäupter vor internationalen Strafgerichten heute generell verneint werden kann.

Schlüsselwörter

Verrechtlichung, Staatsoberhäupter, Immunität, Internationaler Strafgerichtshof, Völkerstrafrecht, Weltrechtsprinzip, Global Governance, OPD-Modell, Kriegsverbrechen, Menschenrechte, Internationale Tribunale, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel der Immunität von Staatsoberhäuptern im Kontext der zunehmenden Verrechtlichung internationaler Beziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Dazu gehören das Völkerstrafrecht, die Entwicklung internationaler Gerichte und die theoretische Fundierung durch das OPD-Modell.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die politischen und rechtlichen Faktoren zu identifizieren, die zur Aufweichung des traditionell absoluten Immunitätsschutzes von Staatsoberhäuptern geführt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das OPD-Modell (Obligation, Precision, Delegation) von Abbott und Snidal zur Bewertung des Verrechtlichungsgrades verschiedener Institutionen eingesetzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine historische Analyse von den ersten Prozessen nach dem Ersten Weltkrieg bis hin zur Etablierung moderner internationaler Institutionen wie dem IStGH.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Verrechtlichung, Staatsoberhäupter, Immunität, Weltrechtsprinzip und das OPD-Modell.

Welche Rolle spielt der IGH im Kontext der Immunität?

Der IGH entschied im Fall Kongo gegen Belgien, dass amtierende Amtsträger weiterhin Immunität genießen, um diplomatische Aktivitäten nicht zu gefährden.

Warum konnte Wilhelm II. nach dem Ersten Weltkrieg nicht belangt werden?

Aufgrund der starren Haltung der Niederlande, die sich als neutrale Partei nicht an den Versailler Vertrag gebunden sahen, scheiterte die Auslieferung.

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Detalles

Título
Die Verrechtlichung der Internationalen Beziehungen
Subtítulo
Das Beispiel der Immunität von Staatsoberhäuptern
Universidad
University of the Federal Armed Forces München  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Fragmentierte Weltpolitik
Calificación
1,3
Autor
M.A. Florian Hideg (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
25
No. de catálogo
V281769
ISBN (Ebook)
9783656759003
ISBN (Libro)
9783656759010
Idioma
Alemán
Etiqueta
verrechtlichung internationalen beziehungen beispiel immunität staatsoberhäuptern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Florian Hideg (Autor), 2012, Die Verrechtlichung der Internationalen Beziehungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281769
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