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Der Lehrlingsausbildungsbereich in der österreichischen Wirtschaft

Welches Rollen- und Aufgabenverständnis haben die LehrlingsausbilderInnen im Hinblick auf die Anforderungen im Umgang mit Jugendlichen und deren Probleme in Klein- und Mittelunternehmen?

Titre: Der Lehrlingsausbildungsbereich in der österreichischen Wirtschaft

Mémoire (de fin d'études) , 2014 , 127 Pages , Note: 3

Autor:in: Martina Wagner (Auteur)

Pédagogie - Education de la profession, Formation professionnelle
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeits- und Berufswelt befindet sich in einem stetigen Wandel. Diese Veränderungen der beruflichen, technologischen und gesellschaftlichen Bedingungen finden immer rascher statt. Fachwissen, welches in der Schule oder während der Berufsausbildung gelernt wird, veraltet heutzutage sehr schnell. Gerade in einem kleinen Land wie Österreich sind das Wissen über Kompetenzen und Qualifikationen sowie deren Tragweite eine Voraussetzung für die Weiterentwicklung und Erhaltung eines positiven wirtschaftlichen Standards. Die duale Ausbildung, welche nur in einigen Ländern Europas praktiziert wird, gilt hierbei als Vorzeigemodell und der Lehrlingsausbilder als Experte in seinem Fachgebiet. Um Lehrlingen jedoch eine solide Ausbildung gewährleisten zu können, ist die Ausbildung des Lehrlingsausbilders ausschlaggebend, welche neben der fachlichen Kompetenz aus Sozial- und Führungskompetenz besteht. Diese Ausbilder sollen Durchsetzungs- und Konfliktlösungsvermögen besitzen, aber auch Geduld und Flexibilität, um in verschiedenen unvorhergesehenen Situationen adäquat reagieren zu können. Da das Adoleszenzalter durch individuelle Entwicklungsstadien gekennzeichnet ist und der Jugendliche mit emotionalen und mentalen Grenzsituationen konfrontiert wird, ist ein Lehrlingsausbilder diesbezüglich sehr gefordert. Um Jugendliche zu verantwortungsvollen, eigenständigen Fachkräften ausbilden zu können, benötigt der Lehrlingsausbilder eine gute Ausbildung und eine Kompetenzvielfalt. Die duale Ausbildung und deren Ausbilder sollten auf Grund ihrer Besonderheit einen hohen Stellenwert haben, doch ist das so? Ist die Lehrlingsausbilderprüfung noch zeitgemäß? Verfügen die Ausbilder über genügend didaktische und pädagogische Ausbildung? Beherrschen sie ein vielfältiges Repertoire an Lehr- und Vermittlungsmethoden, um jedem einzelnen Lehrling das benötigte Wissen auf eine individuelle Weise zu vermitteln, damit der Jugendliche die Inhalte verstehen, verarbeiten, verinnerlichen und danach auch anwenden kann? Haben Lehrlingsausbilder das psychologische Hintergrundwissen, um den Jugendlichen helfen zu können, bei ihrem Umstieg vom Schulalltag ins Berufsleben, also bei ihrer Reise ins Erwachsenwerden? Diese Fragen zeigen die große Bedeutung der Lehrlingsausbilder. Diese Arbeit versucht einige dieser Fragen abzuklären und ebenso einige Handlungsempfehlungen abzugeben, um die Arbeit als Lehrlingsausbilder zu erleichtern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE BESONDERHEIT DER DUALEN AUSBILDUNG

2.1 Betriebliche vs. überbetriebliche Lehrlingsausbildung

2.2 Lehrlingsausbildung in Klein-, Mittel- und Großunternehmen und Schulungseinrichtungen

2.3 Lehrberufe in Österreich

2.4 Erwartungen an die Jugendlichen und deren Herausforderungen

3. DER LEHRLINGSAUSBILDER UND SEIN VIELSEITIGES AUFGABENSPEKTRUM

3.1 Die verschiedenen Rollen des Lehrlingsausbilders

3.1.1 Der Lehrlingsausbilder als Ausbilder und Fachexperte

3.1.2 Der Lehrlingsausbilder als Trainer bzw. Lehrer

3.1.3 Der Lehrlingsausbilder als Lernbegleiter bzw. Mentor

3.1.4 Der Lehrlingsausbilder als Erzieher und Partner

3.1.5 Der Lehrlingsausbilder als Vorgesetzter

3.1.6 Der Lehrlingsausbilder als Personalentwickler

3.1.7 Die „neue“ Rolle des Lehrlingsausbilders als Lernender

3.1.8 Der Lehrlingsausbilder und sein Rollenverständnis

3.2 Der Weg zum Lehrlingsausbilder

3.3 Kompetenzentwicklung in der Lehrlingsausbildung – vom Lehrling zum Meister

3.4 Weiterbildung der Lehrlingsausbilder

4. ZWISCHENRESÜMEE ZUM LEHRLINGSAUSBILDER

5. DER FORSCHUNGSPROZESS

5.1 Die Erhebungsmethode

5.2 Die Auswertungsmethode

5.3 Analyse der Forschungsergebnisse

5.3.1 Grund bzw. Anlass, warum jemand Lehrlingsausbilder wird

5.3.2 Rollen- und Aufgabenverständnis eines Lehrlingsausbilders

5.3.3 Probleme von und mit Lehrlingen

5.3.4 Lösungsstrategien von Lehrlingsausbildern

5.3.5 Änderungswünsche und Lösungsansätze von Lehrlingsausbildern

6. RESÜMEE UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN

6.1 Fazit

6.2 Weitere Forschungsansätze und Ausblick

6.3 Praktische Handlungsempfehlungen für Ausbilder

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Rollen- und Aufgabenverständnis von Lehrlingsausbilderinnen und -ausbildern in österreichischen Klein- und Mittelunternehmen (KMU) im Kontext veränderter Anforderungen an Jugendliche. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um Ausbilder bei der Bewältigung ihrer komplexen Aufgaben im Umgang mit Lehrlingen und deren Problemen zu unterstützen.

  • Duale Ausbildung in Österreich und ihr Stellenwert.
  • Anforderungsprofile und Herausforderungen im Umgang mit Jugendlichen.
  • Vielfältiges Rollenspektrum von Lehrlingsausbildern.
  • Qualifizierung, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung von Ausbildern.
  • Praktische Lösungsstrategien für den betrieblichen Ausbildungsalltag.

Auszug aus dem Buch

3.1.4 Der Lehrlingsausbilder als Erzieher und Partner

Für den jungen Menschen ist der Lehrlingsausbilder auch Ansprechperson bei persönlichen Problemen und Stütze auf dem Weg zum Erwachsenwerden (vgl. Weiß, 2011, S. 5). Die Aufgabe eines Lehrlingsausbilders sollte es in diesem Kontext ebenfalls sein, die in einem jungen Menschen liegenden Talente und die Erwartungen an die Lehre bewusst zu machen, aber ebenso Motivation und Interesse zu entfalten (vgl. Creutzburg, 2010, S. 301). Dies kann nur gelingen, wenn der Ausbilder aus der Rolle des Erziehers heraus agiert und sich auf den Lehrling einlässt.

Was heißt nun Erziehung konkret und wie kann so eine Wechselbeziehung funktionieren? Die Erziehung der nachkommenden Generation ist die Aufgabe der Eltern und später auch von außerfamiliären Personen wie Lehrern, Lehrlingsausbildern und Theologen. Bestreben der Erziehung ist es, den zu Erziehenden dem „Idealbild des Menschen“ durch verschiedene Mittel und Wege näher zu bringen. Diese durchlebten Erfahrungen sind zur Lehre von der Kunst der Erziehung geworden, woraus sich das Wort „Pädagogik“ eingebürgert hat (vgl. Buchka, 2011, S. 4). Gemäß Brezinka (1990, S. 11) beschreiben diese „Erziehungslehren“ jenes Wissen, welches notwendig ist für erzieherisches Handeln. Dieses Wissen betrifft die zu erreichenden Ziele und die Mittel und Wege, welche zur Erreichung als geeignet erachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt und die Bedeutung der dualen Ausbildung sowie des lebenslangen Lernens.

2. DIE BESONDERHEIT DER DUALEN AUSBILDUNG: Dieses Kapitel erläutert die Struktur der dualen Ausbildung in Österreich, den Nutzen für Betriebe und Lehrlinge sowie aktuelle Herausforderungen wie die Lehrstellenlücke.

3. DER LEHRLINGSAUSBILDER UND SEIN VIELSEITIGES AUFGABENSPEKTRUM: Hier werden die diversen Rollen und Anforderungen an Ausbilder, ihre Qualifizierung sowie die Kompetenzentwicklung vom Lehrling zum Meister detailliert beschrieben.

4. ZWISCHENRESÜMEE ZUM LEHRLINGSAUSBILDER: Dieses Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zu den Anforderungen an Ausbilder und deren Rollenwandel zusammen.

5. DER FORSCHUNGSPROZESS: Der empirische Teil beschreibt die qualitative Forschungsmethode, die Erhebung und Analyse der Daten bezüglich der Praxis in KMUs.

6. RESÜMEE UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Das Fazit zieht Schlussfolgerungen aus der Studie und bietet konkrete praktische Tipps als Handwerkzeuge für den Ausbildungsalltag.

Schlüsselwörter

Duale Ausbildung, Lehrlingsausbilder, Berufsausbildungsgesetz, KMU, Rollenverständnis, Erzieher, Lernbegleiter, Kompetenzentwicklung, Ausbilderprüfung, Jugendliche, Lehrabschlussprüfung, Weiterbildung, Handlungsempfehlungen, Arbeitsmarktfähigkeit, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das komplexe Rollen- und Aufgabenverständnis von Lehrlingsausbildern in österreichischen Klein- und Mittelunternehmen (KMU) im Hinblick auf aktuelle Anforderungen an Jugendliche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die Besonderheiten des dualen Ausbildungssystems, das Rollenbild des Ausbilders (z.B. als Trainer, Mentor, Erzieher), die Kompetenzentwicklung sowie die Anforderungen an Lehrlingsausbilder in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine qualitative empirische Analyse Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um die Arbeit von Lehrlingsausbildern zu erleichtern und sie bei der Unterstützung von Jugendlichen im Ausbildungsprozess zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin wählte eine qualitative Sozialforschung mittels halbstandardisierter Leitfadeninterviews mit 10 Lehrlingsausbildern aus niederösterreichischen KMUs, deren Aussagen mittels Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des dualen Systems und der Ausbilderrollen sowie den empirischen Forschungsteil, in dem Probleme im Berufsalltag, Lösungsstrategien und Verbesserungswünsche der Ausbilder diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Lehrlingsausbildung, duales System, Rollenverständnis, Kompetenzentwicklung, Ausbilderausbildung, KMU und Handlungsempfehlungen.

Welche Rolle spielt die Lebenserfahrung für Lehrlingsausbilder in KMUs?

Die Arbeit zeigt, dass Lebenserfahrung, insbesondere durch die eigene Elternrolle, ein entscheidendes „Grundwerkzeug“ für das Problemlösen im Umgang mit Lehrlingen und deren teils pubertätsbedingten Herausforderungen ist.

Welche Änderungswünsche haben die Ausbilder hinsichtlich ihrer eigenen Ausbildung?

Die befragten Ausbilder kritisieren die Kürze der gesetzlich vorgeschriebenen Ausbilderkurse (40 Stunden) und fordern mehr Praxisbezug in den Bereichen Konfliktmanagement, Rhetorik sowie pädagogisch-psychologisches Hintergrundwissen.

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Résumé des informations

Titre
Der Lehrlingsausbildungsbereich in der österreichischen Wirtschaft
Sous-titre
Welches Rollen- und Aufgabenverständnis haben die LehrlingsausbilderInnen im Hinblick auf die Anforderungen im Umgang mit Jugendlichen und deren Probleme in Klein- und Mittelunternehmen?
Université
University of Linz  (Institut für Pädagogik und Psychologie: Abteilung für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung)
Note
3
Auteur
Martina Wagner (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
127
N° de catalogue
V283564
ISBN (ebook)
9783656832768
ISBN (Livre)
9783656830665
Langue
allemand
mots-clé
Ausbilder Azubis Lehrlinge Fachkräfteausbildung Hilfestellung
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Citation du texte
Martina Wagner (Auteur), 2014, Der Lehrlingsausbildungsbereich in der österreichischen Wirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283564
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