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Bankberater zwischen ertragsorientiertem Verkaufsdruck und kundenorientierter Beratung

Das Recht und die Pflicht zur Arbeit aus Arbeitnehmersicht

Titel: Bankberater zwischen ertragsorientiertem Verkaufsdruck und kundenorientierter Beratung

Essay , 2012 , 7 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Monika Herrmann (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der nachfolgende Essay behandelt das Thema „Das Recht zur Arbeit und die Pflicht zur Arbeit aus Arbeitnehmersicht“ anhand eines ausgewählten Beispiels aus der Bankenpraxis. Hierbei wird zunächst ein aktueller Fall erläutert, bei dem sich eine Bankberaterin im Spannungsfeld zwischen ertragsorientiertem Verkaufsdruck und kundenorientierter Beratung befindet, um anschließend die verschiedenen Handlungsalternativen der Beraterin zu diskutieren.

Ziel dabei ist anhand theoretischer Bezüge aufzuzeigen, ob bzw. unter welchen Bedingungen es moralisch vertretbar ist, Produkte ohne Berücksichtigung des Kundenbedarfs zu verkaufen, um die individuellen Zielvorgaben zu erfüllen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung des Fallbeispiels

3. Untersuchung

3.1 Ausgangssituation

3.2 Erste Handlungsalternative

3.3 Zweite Handlungsalternative

3.4 Dritte Handlungsalternative

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das moralische Spannungsfeld einer Bankberaterin, die zwischen dem hohen Verkaufsdruck ihres Arbeitgebers und den gesetzlichen Anforderungen an eine kundenorientierte Anlageberatung steht, um ethisch vertretbare Handlungsoptionen aufzuzeigen.

  • Ethische Konflikte in der Bankenpraxis
  • Handlungsutilitarismus als Entscheidungsgrundlage
  • Konflikt zwischen betrieblichen Vorgaben und Anlegerschutz
  • Verantwortung gegenüber Arbeitgeber und Kunde
  • Analyse von Handlungsalternativen bei Zielvorgaben

Auszug aus dem Buch

3. Untersuchung

Grundlage für die Untersuchung dieser Fragestellung ist die ethische Theorie des Utilitarismus. Hierbei findet im Speziellen die Form des Handlungsutilitarismus Anwendung, die das Verhalten in einer bestimmten Situation untersucht. Handelt man im Sinne dieser Theorie, so wägt man in der jeweiligen Situation die Konsequenzen der unterschiedlichen Alternativen ab und wählt die mit dem größtmöglichen Übergewicht von guten gegenüber schlechten Folgen für alle.

3.1 Ausgangssituation

Einerseits hat die Beraterin von Ihrem Arbeitgeber, der SEB-Bank, den Auftrag Erträge durch den Verkauf von bestimmten Produkten für die Bank zu generieren. Die Bankberaterin ist Angestellte der Bank und hat in dieser Rolle die Anweisungen ihres Arbeitgebers zu befolgen. Dies ist im § 611 des Bürgerlichen Gesetzbuches verankert, wonach der Arbeitnehmer die Dienste zu leisten hat, die im Dienstvertrag festgehalten sind.

Andererseits hat die Bankangestellte bei der Anlageberatung die hierfür geltenden gesetzlichen Vorschriften zu beachten. So sieht der § 31 des Wertpapierhandelsgesetzes u. a. vor, dass das Kreditinstitut bisherige Kenntnisse und Erfahrungen, die Anlageziele und finanziellen Verhältnisse des Kunden in Erfahrung bringen muss, um ein für den Kunden geeignetes Wertpapier empfehlen zu können. Des Weiteren sind Risiken der offerierten Finanzinstrumente verständlich an den Kunden weiterzugeben, sodass dieser eine entsprechende Anlageentscheidung treffen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema des ethischen Spannungsfeldes bei Bankberatern anhand eines Praxisbeispiels aus dem Privatkundengeschäft.

2. Darstellung des Fallbeispiels: Schilderung des konkreten Konflikts einer Bankberaterin, die unter Verkaufsdruck spekulative Zertifikate als sichere Anlage verkaufen soll.

3. Untersuchung: Anwendung des Handlungsutilitarismus zur Analyse verschiedener Handlungsoptionen im Lichte rechtlicher und betrieblicher Anforderungen.

3.1 Ausgangssituation: Gegenüberstellung der rechtlichen Pflichten aus dem Arbeitsrecht und dem Wertpapierhandelsgesetz.

3.2 Erste Handlungsalternative: Analyse der Konsequenzen bei Befolgung der Verkaufsanweisungen des Vorgesetzten.

3.3 Zweite Handlungsalternative: Betrachtung der Folgen einer rein gesetzeskonformen Beratung unter Vernachlässigung der Vertriebsziele.

3.4 Dritte Handlungsalternative: Bewertung des Vorschlags eines zeitlichen Kompromisses zur Erfüllung sowohl betrieblicher als auch gesetzlicher Vorgaben.

4. Schlussfolgerung: Fazit, dass die dritte Handlungsoption unter Berücksichtigung utilitaristischer Aspekte als moralisch am vertretbarsten einzustufen ist.

Schlüsselwörter

Handlungsutilitarismus, Bankberatung, Verkaufsdruck, Anlegerschutz, Ethik, Privatkundengeschäft, Zertifikate, Arbeitsrecht, Wertpapierhandelsgesetz, Moral, Anlageberatung, Zielvorgaben, Kundenbindung, Verantwortung, Konfliktmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem ethischen Dilemma von Bankberatern, die zwischen hohen betrieblichen Verkaufszielen und ihren gesetzlichen sowie moralischen Pflichten gegenüber dem Kunden stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Bankethik, Anlegerschutz, gesetzliche Rahmenbedingungen bei der Anlageberatung und die Anwendung utilitaristischer Ethik auf praktische Arbeitskonflikte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis ethischer Theorien zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen der Verkauf von Finanzprodukten ohne Rücksicht auf individuelle Kundenbedürfnisse moralisch vertretbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die ethische Theorie des Handlungsutilitarismus, um verschiedene Handlungsalternativen hinsichtlich ihrer Konsequenzen und des erzielbaren Nutzens abzuwägen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert ein konkretes Fallbeispiel aus der Bankenpraxis und bewertet drei verschiedene Handlungsweisen einer Beraterin auf ihre rechtlichen und ökonomischen Folgen hin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Handlungsutilitarismus, Bankberatung, Verkaufsdruck, Anlegerschutz und das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Zielen und ethischer Verantwortung.

Warum ist die erste Handlungsalternative laut Autor kritisch zu sehen?

Die erste Alternative missachtet gesetzliche Vorschriften wie das Wertpapierhandelsgesetz, was langfristig zu Falschberatungsvorwürfen, Reputationsschäden der Bank und rechtlichen Konsequenzen führen kann.

Warum wird die dritte Handlungsalternative als die beste bewertet?

Die dritte Option ermöglicht einen Kompromiss, bei dem durch eine zeitliche Anpassung sowohl die betrieblichen Ziele erreicht als auch die gesetzlichen Anforderungen an eine bedarfsorientierte Beratung eingehalten werden können.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bankberater zwischen ertragsorientiertem Verkaufsdruck und kundenorientierter Beratung
Untertitel
Das Recht und die Pflicht zur Arbeit aus Arbeitnehmersicht
Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management
Veranstaltung
Ethik
Note
1,3
Autor
Monika Herrmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
7
Katalognummer
V289116
ISBN (eBook)
9783656934394
ISBN (Buch)
9783656934400
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik; Businessethic Wirtschaftsethik Verkaufsdruck Bank Berater Ziele Zielvorgaben Beratung Kundenorientierung Ertragsorientierung Vertrieb Utilitarismus Moral Verpflichtung Falschberatung Wertpapierhandelsgesetz WPHG § 31 WPHG Handlungsutilitarismus § 611 BGB Dienstvertrag Arbeitnehmer Pflicht Arbeitgeber
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Monika Herrmann (Autor:in), 2012, Bankberater zwischen ertragsorientiertem Verkaufsdruck und kundenorientierter Beratung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289116
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  7  Seiten
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