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Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Herrschaft und Knechtschaft

Titre: Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Herrschaft und Knechtschaft

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 16 Pages

Autor:in: Maximilian Reisch (Auteur)

Philosophie - Philosophie au XVIIe et XVIIIe siècle
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Ziel der Phänomenologie des Geistes ist es, wie Herbert Schädelbach für Hegel zusammenfasst, “ein vollständiges System der Erfahrung des Bewusstseins zu exponieren, das sich im Resultat als System des erfahrenen Wissens des Absoluten erweist.”

Diesem Ziel untergeordnet ist auch eine Behandlung der Selbsterfahrung des Bewusstseins, welche Gegenstand des hier zu besprechenden Abschnitts ist und welche den Ausgangspunkt für die besonders populär gewordene Herr/Knecht-Thematik darstellt.

Der Anspruch dieser Arbeit ist es, die Hegelsche Argumentationskette dieser Genese des Selbstbewusstseins und der damit zusammenhängenden Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft nachzuvollziehen und eine schlüssige Interpretation derselben zu erarbeiten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorbereitung zur Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft

2.1 Bewusstsein und Selbstbewusstsein

2.2 Begierde

2.3 Das andere Selbstbewusstsein

3 Herrschaft und Knechtschaft

3.1 Anerkennung

3.2 Der Kampf auf Leben und Tod

3.2.1 Exkurs: Alexandre Kojèves’ Auslegung des Kampfes auf Leben und Tod

3.3 Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit

3.4 Der Herr

3.5 Der Knecht

4 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Hegelsche Argumentationskette zur Genese des Selbstbewusstseins sowie die damit verbundene Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft aus der Phänomenologie des Geistes nachzuvollziehen und eine schlüssige Interpretation dieser zentralen philosophischen Lehre zu erarbeiten.

  • Die Entwicklung vom einfachen Bewusstsein zum Selbstbewusstsein.
  • Die Rolle der Begierde bei der Konstitution des Selbstbewusstseins.
  • Die Notwendigkeit der intersubjektiven Anerkennung für die Wahrheit der Gewissheit.
  • Die Dynamik des Kampfes auf Leben und Tod sowie die resultierende Hierarchie.
  • Die Dialektik von Herr und Knecht und ihre Bedeutung für Arbeit und Fremdbestimmung.

Auszug aus dem Buch

2.2 Begierde

Die Begierde ist der sich praktisch vollziehende Begriff des Selbstbewusstseins. In der Begierde beweist sich das Selbstbewusstsein: Indem sich das Selbstbewusstsein einen Gegenstand der sinnlichen Gewissheit oder des Wahrnehmens erfolgreich zu eigen macht, bewährt es sich gegenüber diesem. Es setzt sich selbst als das Stärkere und gelangt somit durch den äußeren Gegenstand wieder zu sich selbst.

Ein triviales Beispiel hierfür wäre der Verzehr einer Pizza: Die Begierde äußert sich als Mangelzustand, in diesem Fall als Hunger. Im Hunger richtet sich das Selbstbewusstsein auf einen äußeren Gegenstand – die Pizza. Es wird sich durch den Mangelzustand des Hungers, des Nicht-Seins, jedoch auch seines eigenen Seins bewusst, was zu einem Widerspruch führt: Das Selbstbewusstsein begehrt ein Anderes, wodurch es erfährt, was es nicht hat oder ist und gleichzeitig kommt das Selbstbewusstsein zu sich selbst, d.h., es wird sich seines Mangelzustandes bewusst und somit sich selbst. Um diesen Widerspruch zu überwinden, muss das Selbstbewusstsein den Gegenstand, welcher “für es mit dem Charakter des Negativen bezeichnet ist”, vernichten und sich zu eigen machen. Dies geschieht mit dem Verzehr der Pizza, durch welchen das Selbstbewusstsein seinen Mangelzustand und den damit verbundenen inneren Widerspruch überwindet. Im Auflösen dieses Widerspruchs vernichtet das Selbstbewusstsein den äußeren Gegenstand, es macht ihn sich jedoch zugleich zu eigen, wodurch er aufgehoben wird. Außerdem wird er “hinaufgehoben”, denn das Selbstbewusstsein hat sich selbst bewährt und ist nach der erfolgreichen Überwindung seines Mangelzustandes gestärkt zu sich selbst gekommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt Hegels Phänomenologie des Geistes vor und definiert den Anspruch der Arbeit, die Genese des Selbstbewusstseins und die Herr-Knecht-Dialektik systematisch zu interpretieren.

2 Vorbereitung zur Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft: Dieses Kapitel erläutert den Weg des Bewusstseins über die Selbstreflexion und die Begierde bis hin zur notwendigen Erkenntnis, dass Selbstbewusstsein nur durch ein anderes Selbstbewusstsein wahrhaftig wird.

3 Herrschaft und Knechtschaft: Hier wird der Prozess der Anerkennung, der Kampf auf Leben und Tod sowie die daraus resultierende asymmetrische Beziehung zwischen Herrn und Knecht detailliert analysiert.

4 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die kulturgeschichtliche Relevanz sowie die Bedeutung der gegenseitigen Anerkennung für die Konstitution des Geistes.

Schlüsselwörter

Hegel, Phänomenologie des Geistes, Selbstbewusstsein, Dialektik, Herrschaft und Knechtschaft, Anerkennung, Begierde, Kampf auf Leben und Tod, Arbeit, Intersubjektivität, Geist, Kultur, Entfremdung, Selbstständigkeit, Unselbstständigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen Grundlagen von Hegels Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft, wie sie in der Phänomenologie des Geistes formuliert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Selbstbewusstseins, die Dynamik der Begierde, das Ringen um gegenseitige Anerkennung und die Bedeutung der Arbeit für die menschliche Existenz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die komplexe Argumentationskette Hegels nachzuvollziehen und eine schlüssige Interpretation des Übergangs vom Bewusstsein zum Geist durch intersubjektive Anerkennung zu liefern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse und Exegese unter Einbeziehung relevanter Hegel-Interpretationen, wie etwa von Alexandre Kojève und Herbert Schnädelbach.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Vorbau (Bewusstsein, Begierde), der Anerkennungsprozess, der Kampf auf Leben und Tod sowie die spezifischen Rollen von Herr und Knecht analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Anerkennung, Selbstbewusstsein, Dialektik, Arbeit und die intersubjektive Konstitution des Ichs.

Wie unterscheidet sich der Herr vom Knecht in Bezug auf das Objekt?

Der Herr konsumiert das Objekt indirekt durch die Arbeit des Knechtes, während der Knecht das Objekt bearbeitet und dadurch seine eigene Selbstständigkeit gewinnt.

Warum ist das "allein für sich sein" des Herrn problematisch?

Weil der Herr durch die Unterwerfung des Knechtes gerade jene Anerkennung verpasst, die für eine wahrhafte Gewissheit seiner selbst notwendig wäre; er bleibt auf den Knecht angewiesen.

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Résumé des informations

Titre
Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Herrschaft und Knechtschaft
Université
University of Mannheim
Auteur
Maximilian Reisch (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
16
N° de catalogue
V294689
ISBN (ebook)
9783656924258
ISBN (Livre)
9783656924265
Langue
allemand
mots-clé
georg wilhelm friedrich hegel herrschaft knechtschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maximilian Reisch (Auteur), 2014, Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Herrschaft und Knechtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294689
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Extrait de  16  pages
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