Erarbeitung eines Grundwortschatzes als Grundlage für die Gegenstandsbeschreibung

"Ich sehe was, was du nicht siehst"


Unterrichtsentwurf, 2014

12 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Thematischer Zusammenhang
1.1 Thema der Unterrichtsreihe
1.2 Thema der Unterrichtsstunde
1.3 Stellung der Stunde in der Unterrichtsreihe
1.4 Bemerkungen zur Unterrichtsreihe/ Unterrichtsstunde/ Lerngruppe
1.5 Hausaufgaben
1.5.1 Hausaufgaben zur Stunde: keine
1.5.2 Hausaufgaben zur folgenden Stunde:

2. Lernziele und Kompetenzentwicklung
2.1 Hauptlernziel der Stunde
2.2 Teillernziele (phasenspezifisch)

3. Literaturangaben

4. Anhang
4.1 Gegenstände in den Fühlsäcken:
4.2 Arbeitsauftrag Folie
4.3 Arbeitsblatt I
4.4 Arbeitsblatt II: Übung Gegenstandsbeschreibung

1. Thematischer Zusammenhang

1.1 Thema der Unterrichtsreihe

Räume, Tiere und Gegenstände beschreiben

1.2 Thema der Unterrichtsstunde

Ich sehe was, was du nicht siehst– Erarbeitung eines Grundwortschatzes als Grundlage für die Gegenstandsbeschreibung

1.3 Stellung der Stunde in der Unterrichtsreihe

1.4 Bemerkungen zur Unterrichtsreihe/ Unterrichtsstunde/ Lerngruppe

Für den Kompetenzbereich Sprechen und Zuhören sieht der Kernlehrplan für den verkürzten Bildungsgang des Gymnasiums – Sekundarstufe I (G8) in Nordrhein- Westfalen für die Jahrgangsstufen 5/6 die Beschreibung vor. SuS dieser Jahrgangsstufen sollen demnach Informationen beschaffen und diese adressatenbezogen weitergeben und ihre Kompetenzen im Bereich Beschreiben erweitern. Basierend auf dieser Forderung legitimiert sich die Unterrichtsreihe Räume, Tiere und Gegenstände beschreiben. Als ein konkretisierendes Beispiel findet sich in den Richtlinien der Anspruch, die SuS sollten "in einfacher Weise Personen, Gegenstände und Vorgänge beschreiben“.1 Auch findet die Unterrichtsstunde Gegenstände beschreiben im Kompetenzbereich Schreiben ihren Richtlinienbezug, bei dem die SuS „über einfache Sachverhalte informieren und dabei die Gestaltungsmittel einer sachbezogenen Darstellung anwenden“. Auf die Unterrichtssituation bezogen sollen die SuS beispielsweise Personen, Gegenstände und Vorgänge, Tiere, Pflanzen, Gebrauchs- oder Einrichtungsgegenstände, Versuche und Wege“2 beschreiben.

Der Kernlernplan umfasst weiterhin den Kompetenzbereich Lesen – Umgang mit Text und Medien, wonach die sollen SuS Sachtexten Informationen entnehmen sollen. Basierend auf dieser Forderung legitimiert sich die erste Stunde der Unterrichtsreihe, in der eine Erarbeitung typischer Merkmale einer Beschreibung anhand eines Sachtextes erfolgt ist.3 In der Unterrichtsreihe wird zudem der mündliche und schriftliche Sprachgebrauch miteinbezogen, der sich im Kompetenzbereich Reflexion über Sprache wiederfindet und als Kompetenzerwartung beispielsweise eine anschauliche, treffende und abwechslungsreiche als Wortwahl aufführt.4 Darauf bezugnehmend wurden in der ersten Stunde der Unterrichtsreihe die Grundlagen der Beschreibung thematisiert sowie der Fokus durchgängig auf die Wortart Adjektiv gelegt.

Darüber hinaus legitimiert sich die Unterrichtsreihe und –stunde durch das schulinterne Curriculum des Gymnasium, welches als fünftes Unterrichtsvorhaben im zweiten Halbjahr der Klasse 5 „Tiere beobachten – Beschreiben und Berichten“ vorsieht. Für die Klassenarbeiten wird der Aufgabentyp 2 aufgeführt, der das sachliche Beschreiben auf der Basis von Material oder auf der Grundlage von Beobachtungen umfasst.

Die ursprüngliche Idee für die Reihenplanung war, möglichst viele unterschiedliche Beschreibungsformen kennenzulernen und einzuüben. Da die organisatorischen Rahmenbedingungen der Schule vorsehen, möglichst zwei der drei verpflichtenden Klassenarbeiten in der Jahrgangsstufe 5 vor den unmittelbar nach den Osterferien anstehenden Elternsprechtagen zu schreiben, erschien mir eine inhaltliche Fokussierung auf die Bereiche „Raum-“, „Tier-“ sowie „Gegenstandsbeschreibung“ sinnvoll, da diese – neben der inhaltlichen Anbindung an das Lehrwerk „Deutschbuch 5“ aus dem Cornelsen-Verlag auch mit Blick auf die Arbeit in weiteren Fächern (so bspw. Biologie) sinnvoll erscheint.

Eine erste Auseinandersetzung mit dem Stundenthema erfolgt über das Erfühlen der Gegenstände in den Fühlsäcken, wobei die SuS im ersten Schritt nur durch die Nutzung ihres Tastsinns die Form, Größe sowie Materialität von Gegenständen eigenständig beschreiben sollen. In einem zweiten Schritt dürfen die SuS die Gegenstände nun sehen und durch genaues Beobachten gemeinsam Wörter ergänzen, welche die Farbe, Funktion und Besonderheiten umfassen. Nach der Der gemeinsamen Erarbeitung eines Wortschatzes zur Gegenstandsbeschreibung folgt eine Übung, in der die SuS die erarbeiteten Wörter den neu erarbeiteten Wortschatz anwenden sollen, indem sie einen weiteren Gegenstand in Textform möglichst genau beschreiben. Ich habe mich bei den Erarbeitungsphasen für die Sozialform einer Partnerarbeit entschieden. Während die SuS die Gegenstände nacheinander erfühlen sollen, haben sie die Möglichkeit, sich lediglich auf Merkmale wie die Form, Größe sowie Materialität konzentrieren zu können, während der Partner das mündlich Beschriebene schriftlich festhalten kann.

In einer zweiten Phase können sich die Lernpartner gegenseitig ergänzen und ggfs. verbessern. Das Verfassen einer Gegenstandsbeschreibung in Partnerarbeit ermöglicht eine genaue Auseinandersetzung mit dem Arbeitsauftrag und trägt zudem zur möglichst genauen Gegenstandsbeschreibung bei. Zudem trägt sie zur Stärkung des sozialen Lernens bei. Im Anschluss präsentieren die SuS ihre Gegenstandsbeschreibung im Plenum, während die anderen Mitschüler aufgrund der Beschreibung den Gegenstand zu erraten versuchen. Nach den jeweiligen Vorträgen geben die MitSuS Rückmeldungen an die Vortragenden.

Die Besonderheit der Besuchsstunde liegt in der Kombination von Tast- und Sehsinn als Grundlage für die Beschreibung von Gegenständen. Bewusst werden nicht einfach Plastiktüten eingesetzt, auch das Sackleinen der selbst genähten Fühlsäcke bietet schon einen haptischen Reiz. Um die Durchsicht und die Erkennbarkeit der Gegenstände zu verhindern, wenn man den Sack gegen Licht hält, wurde jeder Sack mit einem glatten Baumwollstoff gefüttert. Die Größe der Fühlsäcke ermöglichte eine Vielfalt zu beschreibender Gegenstände (vgl. Anhang 4.1). Bei der Auswahl der Gegenstände habe ich auf die Unterschiedlichkeit Wert gelegt, so dass keine Verwechslung innerhalb der Partnerarbeit entsteht. Auch war mir wichtig, dass durch die Vielzahl an Gegenständen eine möglichst große Grundwortschatzsammlung entsteht.

1.5 Hausaufgaben

1.5.1 Hausaufgaben zur Stunde: keine

1.5.2 Hausaufgaben zur folgenden Stunde:

Die SuS verfassen eine Beschreibung zu einem Gegenstand ihrer Wahl.

2. Lernziele und Kompetenzentwicklung

2.1 Hauptlernziel der Stunde

- die SuS lernen, möglichst genau und objektiv Gegenstände zu beschreiben

2.2 Teillernziele (phasenspezifisch)

- die SuS erweitern ihre Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit, indem sie ihren Tastsinn nutzen, um Gegenstände mit unterschiedlicher Materialität zu beschreiben
- die mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit aller SuS wird gefördert, indem die Partner sich bei der Beschreibung der Gegenstände innerhalb der Partnerarbeit abwechseln
- die SuS lernen den Beschreibungswert der Wortart Adjektiv kennen, indem sie Grundwortschatzsammlungen für die mündliche und schriftliche Beschreibung erstellen und anwenden

[...]


1 vgl. Kernlehrplan für den verkürzten Bildungsgang des Gymnasiums – Sekundarstufe I (G8) in Nordrhein- Westfalen, Deutsch, S.23.

2 Ebenda, S.31.

3 Ebenda, S.37.

4 Ebenda, S.50.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Erarbeitung eines Grundwortschatzes als Grundlage für die Gegenstandsbeschreibung
Untertitel
"Ich sehe was, was du nicht siehst"
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
12
Katalognummer
V295836
ISBN (eBook)
9783656941774
ISBN (Buch)
9783656941781
Dateigröße
655 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erarbeitung, grundwortschatzes, grundlage, gegenstandsbeschreibung
Arbeit zitieren
Lisa Müller (Autor), 2014, Erarbeitung eines Grundwortschatzes als Grundlage für die Gegenstandsbeschreibung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295836

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