In der vorliegenden Seminararbeit werde ich versuchen, das literarische Phänomen des Crossdressing zu analysieren. Dies soll an drei Beispielen von Heiligenlegenden aus der Legenda aurea des Jacobus von Voraigne geschehen, wobei ich keine Anmerkungen zum Autor anführen werde, da dies nicht relevant für meine Untersuchung ist. Ich werde die Legenden jeweils auf die Umstände des Crossdressings hin untersuchen. Hierbei werde ich die Umstände, wie es zum Crossdressing kam, ob dieses freiwillig war und welche direkten und indirekten Konsequenzen dieses hatten, analysieren. Zum Schluss werde ich noch, als Kontrast zu den Heiligenlegenden, ein Märe betrachten, in welchem das Crossdressing von einem Mann vollzogen wurde und dort ebenfalls dieselben Punkte herausarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Crossdressing in der hagiographischen Literatur
- Crossdressinggeschichten in der Legenda aurea
- Die heilige Jungfrau Marina: Das Mädchen mit der Mönchskutte.
- Die Heilige Eugenia
- Die Heilige Pelagia.
- Crossdressing in einem Märe
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert das literarische Phänomen des Crossdressings im Kontext der mittelalterlichen hagiographischen Literatur. Sie konzentriert sich auf drei Beispiele aus der Legenda aurea von Jacobus von Voraigne, wobei der Fokus auf die Umstände des Crossdressings liegt. Die Arbeit untersucht, wie es zum Crossdressing kam, ob es freiwillig war und welche Folgen es hatte. Zum Schluss wird ein Märe betrachtet, in dem ein Mann das Crossdressing vollzieht, um einen Vergleich zu den Heiligenlegenden zu ermöglichen.
- Die Rolle des Crossdressings in der Heiligenlegenden
- Die Darstellung von Weiblichkeit und Männlichkeit in der hagiographischen Literatur
- Die Bedeutung von religiöser Strebsamkeit und spiritueller Überlegenheit
- Die Problematik der Geschlechterdefinition im Mittelalter
- Die literarischen Elemente in hagiographischen Geschichten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Crossdressing in der mittelalterlichen hagiographischen Literatur ein und skizziert den Fokus der Arbeit. Kapitel 1 beleuchtet das Phänomen des Crossdressings in der hagiographischen Literatur und diskutiert die biblischen und literarischen Bezüge. Kapitel 2 analysiert drei Beispiele von Crossdressinggeschichten aus der Legenda aurea: Die Heilige Jungfrau Marina, die Heilige Eugenia und die Heilige Pelagia. Kapitel 3 untersucht das Crossdressing in einem Märe und setzt es in Relation zu den Heiligenlegenden. Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen.
Schlüsselwörter
Crossdressing, hagiographische Literatur, Legenda aurea, Heilige, Geschlecht, Weiblichkeit, Männlichkeit, Spiritualität, religiöse Strebsamkeit, mittelalterliche Literatur, Geschlechterdefinition.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Crossdressing in der mittelalterlichen Literatur?
Crossdressing bezeichnet das Tragen von Kleidung des entgegengesetzten Geschlechts. In Heiligenlegenden wurde dies oft von Frauen genutzt, um unerkannt in Klöstern zu leben und spirituelle Vollkommenheit zu erreichen.
Wer war Jacobus von Voragine?
Er war der Verfasser der "Legenda aurea", einer der bedeutendsten Sammlungen von Heiligenlegenden des Mittelalters.
Welche Heiligenlegenden werden untersucht?
Die Arbeit analysiert die Geschichten der heiligen Marina (das Mädchen mit der Mönchskutte), der heiligen Eugenia und der heiligen Pelagia.
Warum wählten Frauen in Legenden das Crossdressing?
Oft geschah dies aus religiöser Strebsamkeit, um weltlichen Zwängen (wie Zwangsheirat) zu entkommen oder um ein asketisches Leben als Mönch zu führen.
Gibt es Unterschiede zwischen Crossdressing in Legenden und in Mären?
Ja, während es in Heiligenlegenden meist um spirituelle Ziele geht, dient Crossdressing in Mären (oft durch Männer) eher komischen oder weltlichen Zwecken.
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- Master Student Samuel Burkhard (Author), 2012, manlîchiu wîp, wîplîch man. Eine Analyse des Crossdressing-Phänomens in der mittelalterlichen hagiographischen Literatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295898