In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der deutschen Pay-TV-Plattform XY. Das Unternehmen wurde 1991 als „XX“ gegründet und gehört nun zu 21st Century Fox, das von Ruper Murdoch gegründet wurde. In dieser Arbeit analysiere ich im ersten Teil ausführlich das Geschäftsmodell von XY mittels des Business Model Canvas, das auf eine Arbeit von Alexander Osterwalder zurückgeht. Das Modell gibt einen Komplettüberblick über das Geschäftsmodell von Unternehmen.
Die rechte Seite ist die Value-Seite. Dort wird unterschieden zwischen den Punkten Customers, Revenue, Channels, Customer Relationships und Value Proposition. Auf der Efficiency-Seite gibt es die Unterpunkte Key Resources, Costs, Key Activities und Key Partners. Die Optimierung des Geschäftmodells wird dabei meist über die Efficiency-Seite vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis
Seite 1: Überblick, Auftrag und Einleitung
Seite 2: Business Model Canvas
Seite 12: What’s next? Partnerschaften aufbauen!
Seite 14: St. Gallen Business Model Navigator
Seite 17: Musteradaption Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert das Geschäftsmodell der Pay-TV-Plattform XY Deutschland mittels des Business Model Canvas, um die aktuelle Situation des Unternehmens zu bewerten und Strategien für eine langfristige Zukunftsfähigkeit und Tragfähigkeit zu entwickeln.
- Analyse des Geschäftsmodells mittels Business Model Canvas
- Identifikation von Synergiepotenzialen im internationalen Unternehmensnetzwerk
- Entwicklung von Innovationsfeldern auf Basis des St. Gallen Business Model Navigators
- Adaption erfolgreicher Geschäftsmodelle anderer Branchen auf den Mediensektor
Auszug aus dem Buch
b. Wertangebot/USP (Value Proposition)
Lineares Programm
XY beschreibt seine Leistung damit, exklusive Programme, schnelle Innovation und herausstechenden Kundendienst anzubieten. Die hochwertige, exklusive Unterhaltung macht sich unter anderem bemerkbar durch 268 Erstausstrahlungen auf XY Cinema (zu 100 % in HD), 80 HD-Sender und der Aussrahlung von 80 Filmen pro Tag. Das Produkt- und Wertversprechen besteht außerdem auß etwa 20 Filmpremieren pro Monat (bis zu 12 Monate vor der Free-TV-Ausstrahlung), 116 Serien- und Staffelstarts in Erstausstrahlung (im Jahr 2013) sowie 5800 Sportstunden live pro Jahr.
Der eigenproduzierte und einzige deutschsprachige 24h-Sportnachrichtensender XY Sport News HD war laut PMG Presse-Monitor der meistzitierte Privatsender im Jahr 2013. Damit zeigt XY besonders im Fiction- und Sportbereich Profil.
Zusammenfassung der Kapitel
Überblick, Auftrag und Einleitung: Diese Einleitung definiert den Untersuchungsgegenstand, die Pay-TV-Plattform XY Deutschland, und erläutert die methodische Herangehensweise mittels des Business Model Canvas zur Analyse der Geschäftsstruktur.
Business Model Canvas: In diesem Kapitel wird das Geschäftsmodell von XY detailliert in Value- und Efficiency-Seite unterteilt, wobei Kundensegmente, Wertversprechen, Kanäle, Kundenbeziehungen, Erlösstrukturen, Ressourcen, Aktivitäten und Kostenfaktoren untersucht werden.
What’s next? Partnerschaften aufbauen!: Dieses Kapitel beleuchtet die Potenziale der internationalen Firmenverflechtungen, insbesondere durch Synergien im Filmlizenzbereich und die Nutzung von Tochterfirmen zur Portfolioerweiterung.
St. Gallen Business Model Navigator: Hier werden mittels Rekombination bestehender Geschäftsmodelle neue Innovationsfelder für XY identifiziert, um das Angebot und die Marktpositionierung weiterzuentwickeln.
Musteradaption Schlussfolgerung: Das letzte Kapitel wendet die Methode der Musteradaption an, um erfolgreiche Geschäftsmodelle anderer Unternehmen auf XY zu übertragen, und schließt mit einer zusammenfassenden Handlungsempfehlung.
Schlüsselwörter
Geschäftsmodellentwicklung, Pay-TV, Business Model Canvas, Medienmanagement, Kundenbindung, Lizenzierung, Streaming, Innovation, Video-on-Demand, Wertschöpfung, XY Deutschland, Marktsegmentierung, Wettbewerbsstrategie, Digitaler Wandel, Abo-Modelle
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Geschäftsmodell der Pay-TV-Plattform XY Deutschland mit dem Ziel, dessen aktuelle Struktur zu analysieren und Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunftssicherung aufzuzeigen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die Anwendung des Business Model Canvas, die Nutzung internationaler Synergien im Konzernnetzwerk, die Entwicklung neuer Innovationsfelder sowie die Adaption branchenfremder Geschäftsmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie das aktuelle Geschäftsmodell im Detail aufgebaut ist und wie es langfristig gegenüber dem digitalen Wandel und dem veränderten Konsumverhalten tragfähig bleibt.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Zur Strukturierung der Analyse dient das Business Model Canvas von Alexander Osterwalder, ergänzt um den St. Gallen Business Model Navigator und die Methode der Musteradaption.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert das Unternehmen in die Value- und Efficiency-Seite, untersucht detailliert die Erlös- und Kostenstruktur, die Kanäle sowie die technologischen und personellen Ressourcen von XY Deutschland.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geschäftsmodellentwicklung, Pay-TV, Innovation, Kundenbindung, Lizenzstrategien und Digitale Transformation charakterisiert.
Wie trägt das internationale Firmennetzwerk zur Strategie von XY bei?
Das Netzwerk bietet Synergiepotenziale, indem Lizenzrechte und Inhalte von Schwestersendern oder Produktionsfirmen (wie der Shine Group) genutzt werden, um das eigene Programmangebot kosteneffizient auszubauen.
Welche Rolle spielen "Musteradaptionen" bei den Handlungsempfehlungen?
Die Methode nutzt erfolgreiche Konzepte von Unternehmen wie Starbucks, Apple oder Coca-Cola, um diese als Inspiration für neue Kundenbindungs- oder Serviceansätze im Pay-TV-Bereich zu adaptieren.
- Quote paper
- Thomas Richter (Author), 2015, Business Model Transformation. Geschäftsmodellentwicklung an einem Beispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296002