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Herausforderungen an die Übersetzer anhand Ian McEwans "The Children Act" und Werner Schmitz' "Kindeswohl"

Titre: Herausforderungen an die Übersetzer anhand Ian McEwans "The Children Act" und Werner Schmitz' "Kindeswohl"

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 49 Pages , Note: Unbenotet

Autor:in: Simone Lackerbauer (Auteur)

Interprétation / Traduction
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Résumé Extrait Résumé des informations

Den Einstieg zu finden, ist meist der schwierigste Schritt im Erstellungsprozess eines schriftlichen Werkes. Wie gut, möchte man meinen, haben wir es da als ÜbersetzerInnen, die das fertige Werk bereits vorliegen haben, es sich zu Gemüte führen dürfen und es danach lediglich in die eigene Muttersprache übertragen. Doch sowohl Theorie als auch Praxis belehren uns eines Besseren: Es gibt keine einheitliche Lehre der Translation, anhand derer wir unsere Entscheidungen für die Übersetzung treffen und rechtfertigen können. Zudem begegnet uns bisweilen die Meinung, das Übersetzen sei einfach: Mangels des Wissens um die Komplexität der Aufgabe und aufgrund der Tatsache, dass in einem druckreif übersetzten Manuskript die zugrunde liegende Arbeit nicht sichtbar wird.

Anders verhält es sich bei der Übersetzungskritik. Ausgehend vom Ausgangstext (AT) und vom Zieltext (ZT), versucht die dritte Person in Form des Kritikers, den Dialog mit dem Text wieder zu erweitern und aus dem Ergebnis die Vorgehensweise abzuleiten – sozusagen eine Form des reverse engineering. Dass dabei ein guter Text noch lange kein Garant für eine solide Übersetzung ist, dass ein mangelhafter AT durch einen gehaltvollen ZT überstrahlt werden kann, oder dass eine fehlerhafte ZT auch negativ auf den AT rückwirkt, gehört zu den ersten Lektionen, die angehende ÜbersetzerInnen lernen.

So ist es umso erfreulicher, dass im Rahmen dieses Portfolios sowohl AT als auch ZT von hervorzuhebender Qualität sind. Das macht es einerseits zum Vergnügen, sich mit den Texten auseinanderzusetzen. Andererseits wirft es die Frage auf: Welche Perspektive muss die Kritik einnehmen, um sowohl gerecht gegenüber dem ZT aufzutreten, aber dennoch Alternativen sinnhaft begründet anzubringen? Anders ausgedrückt: Wie kritisiert man einen Text, an dem es aus Leser- und Verlagsperspektive nichts Wesentliches auszuset

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Zum Autor: Ian McEwan

Kurzbiographie

Ian McEwan und die Medien

Ressourcen zu Ian McEwan

II. Zum Übersetzer: Werner Schmitz

Kurzbiographie

III. Inhaltliche Vorstellung des AT

Inspiration für The Children Act

Forschung zu The Children Act

IV. Rezensionsrecherche

Eingangsüberlegungen zur Rezensionsrecherche

Beispiele aus Rezensionen zu Ian McEwans Kindeswohl

V. Herausforderungen an den / die ÜbersetzerIn

Problem 1: Kontraste und Konfrontationen

Problem 2: Juristisches, religiöses und medizinisches Fachwissen

Problem 3: Dialogszenen vor Gericht, im Krankenhaus

Problem 4: Watching the English

Problem 5: der Jugendliche Adam Henry

Problem 6: die Frau Fiona Maye

VI. Übersetzungsfragen an den ZT

Wie (gut) funktioniert der Text als deutscher Text?

Was kann als gelungen hervorgehoben werden?

Was kann als weniger gelungen bezeichnet werden?

VII. Beispiele im Vergleich: AT und ZT

Titel und Eingangszitat (AT S. I, Z. 1-5; ZT S. VII, Z. 1-5)

(AT.1 / ZT.1) Gerichtsverhandlung: Der Fall Adam Henry

(AT.2 / ZT.2) Die Urteilsverkündung

(AT.3 / ZT.3) Die Ballade von Adam Henry

VIII. Fazit und Ausblick

IX. Referenzen

X. Textstellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine Übersetzungskritik von Ian McEwans Roman "The Children Act" und dessen deutscher Übersetzung "Kindeswohl" von Werner Schmitz durchzuführen, um die Qualität der Übertragung sowie die Herausforderungen bei der Übersetzung literarischer Texte mit juristischem und religiösem Fachvokabular zu analysieren.

  • Analyse der Übersetzerleistung von Werner Schmitz im Kontext von McEwans Stil.
  • Untersuchung der Herausforderungen bei der Übertragung von juristischer Prosa und religiöser Fachsprache.
  • Vergleich von Ausgangstext (AT) und Zieltext (ZT) anhand ausgewählter Schlüsselpassagen.
  • Betrachtung der kulturellen Übertragbarkeit und der Charakterisierung der Protagonisten.
  • Evaluation der Rezeption durch deutschsprachige Rezensionen.

Auszug aus dem Buch

(AT.1) Gerichtsverhandlung: Der Fall Adam Henry

Grieve said, “You accept, do you not, Mr. Carter, that the freedom of choice of medical treatment is a fundamental human right in adults?”

“I do.”

“And treatment without consent would constitute a trespass of the person, or indeed an assault of that person.”

“I agree.”

“And Adam is close to being an adult, as the law defines it in such instances.”

Carter said, “If his eighteenth birthday was tomorrow morning, he would not yet have attained his majority today.”

This was said with vehemence. Grieve was unruffled. “Adam is very nearly an adult. Is it not the case that he has expressed his view to treatment intelligently and articulately?”

At this point, the consultant’s stoop vanished and he grew another inch. “His views are those of his parents. They’re not his own. His objection to being transfused is based on the doctrines of a religious cult for which he may well become a pointless martyr.”

“Cult is a strong word, Mr. Carter,” Grieve said quietly. “Do you yourself have any religious belief?”

“I’m an Anglican.”

“Is the Church of England a cult?”

Fiona looked up from her note-taking. Grieve acknowledged her by pursing his lips and pausing on a long intake of breath. The doctor looked as if he was set to leave the stand, but the barrister had not finished with him.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die theoretische Grundlage der Übersetzungskritik als "reverse engineering" dargelegt und die Zielsetzung des Portfolios definiert.

I. Zum Autor: Ian McEwan: Biographische Eckdaten sowie McEwans mediale Präsenz und sein Arbeitsstil werden vorgestellt.

II. Zum Übersetzer: Werner Schmitz: Das Profil des Übersetzers wird beleuchtet, wobei sein bisheriges Werk und seine fachliche Eignung für McEwans Romane bewertet werden.

III. Inhaltliche Vorstellung des AT: Der Romaninhalt wird zusammengefasst und in den Kontext von McEwans Recherche und Inspiration gesetzt.

IV. Rezensionsrecherche: Eine Übersicht der deutschsprachigen Rezeption des Romans zeigt die Wahrnehmung der Sprache und der Übersetzung auf.

V. Herausforderungen an den / die ÜbersetzerIn: Sechs Kernprobleme der Übersetzung, von Fachterminologie bis zur Charakterdarstellung, werden detailliert analysiert.

VI. Übersetzungsfragen an den ZT: Theoretische Ansätze der Übersetzungskritik werden auf den ZT angewendet, um dessen Funktionalität als deutscher Text zu bewerten.

VII. Beispiele im Vergleich: AT und ZT: Anhand spezifischer Textstellen werden Übersetzungsprobleme (Titel, juristische und emotionale Szenen) praktisch gegenübergestellt.

VIII. Fazit und Ausblick: Eine Reflexion über den Wert der Übersetzungskritik als Disziplin rundet die Untersuchung ab.

IX. Referenzen: Aufzählung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

X. Textstellen: Auflistung der im Portfolio analysierten Textausschnitte.

Schlüsselwörter

Ian McEwan, Kindeswohl, Werner Schmitz, Übersetzungskritik, Familienrecht, Zeugen Jehovas, Literaturübersetzung, Fiona Maye, Adam Henry, Textanalyse, Sprachvergleich, Translation, Rechtssprache, Erzählsituation, Belletristik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist ein Portfolio der Übersetzungskritik, das den Roman "The Children Act" von Ian McEwan und die deutsche Übersetzung von Werner Schmitz vergleicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen der Übersetzungsstil von Werner Schmitz, die juristische sowie religiöse Fachsprache und die kulturelle Adaptation des Romans.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Qualität der deutschen Übersetzung zu bewerten und die Herausforderungen bei der Übersetzung von McEwans präziser und fachsprachlich geprägter Prosa aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die Rezensionen einbezieht und Modelle der Übersetzungskritik (z.B. Genette, Hewson) auf den Textvergleich anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung von Autor und Übersetzer, eine detaillierte Analyse spezifischer Übersetzungsprobleme und einen konkreten Textvergleich von vier Schlüsselpassagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Übersetzungskritik, Ian McEwan, Kindeswohl, juristisches Fachvokabular und literarische Adaption.

Wie beeinflusst die juristische Fachsprache die Übersetzung?

Die juristische Sprache ist präzise und fachlich komplex; der Übersetzer steht vor der Herausforderung, faktische Korrektheit mit der literarischen Ästhetik des Originals zu vereinen.

Warum ist die Darstellung der Figur Fiona Maye problematisch?

Da Fiona eine komplexe, rationale Richterin ist, wirkt sie im ZT an manchen Stellen durch zu saloppe Formulierungen oder passive Sprachkonstruktionen schwächer als im englischen Original.

Welche Bedeutung hat das "Author Statement" für den Übersetzer?

Es dient als wichtige Metaebene, um McEwans eigene Faszination für Kontradiktionen zu verstehen und bei der Wortwahl entsprechend zu berücksichtigen.

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Résumé des informations

Titre
Herausforderungen an die Übersetzer anhand Ian McEwans "The Children Act" und Werner Schmitz' "Kindeswohl"
Université
LMU Munich  (Anglistik)
Cours
Übersetzungskritik
Note
Unbenotet
Auteur
Simone Lackerbauer (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
49
N° de catalogue
V303763
ISBN (ebook)
9783668021112
ISBN (Livre)
9783668021129
Langue
allemand
mots-clé
Ian McEwan Übersetzung Übersetzungskritik Anglistik Roman Literaturwissenschaft Walter Benjamin Lance Hewson Tobias Döring Claudia Schattmann-Kuntschner Kate Fox Immanuel Kant George Steiner Werner Schmitz Radegundis Stolze Übersetzungstheorie Translation Übersetzungswissenschaft Translation Studies Literaturübersetzung Literary Translation Englisch
Sécurité des produits
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Citation du texte
Simone Lackerbauer (Auteur), 2015, Herausforderungen an die Übersetzer anhand Ian McEwans "The Children Act" und Werner Schmitz' "Kindeswohl", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303763
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Extrait de  49  pages
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