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Lebenslanges Lernen im Berufsfeld der Ergotherapie

Eine qualitative Erhebung von Motivationsfaktoren

Título: Lebenslanges Lernen im Berufsfeld der Ergotherapie

Tesis de Máster , 2006 , 108 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Elisabeth Schmolmüller (Autor)

Pedagogía - Formación profesional, capacitación profesional
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Im Bereich der Ergotherapie kann eine laufende berufliche Weiterbildung für die Qualitätssicherung der therapeutischen Arbeit als Notwendigkeit betrachtet werden.
Es wurde eine qualitative Studie mittels Leitfadeninterview an 22 ErgotherapeutInnen in Österreich durchgeführt, um die Weiterbildungsaktivitäten, die Weiterbildungsmotive sowie verschiedene die Weiterbildung beeinflussende Faktoren zu erheben.
Die Ergebnisse zeigen, dass intrinsische Motivationsfaktoren für die Teilnahme an informellen und formellen Weiterbildungsaktivitäten vorherrschen. Im Vordergrund stehen einerseits die Wissens- und Kompetenzerweiterung für eine effiziente Gestaltung des Therapieprozesses und andererseits die Notwendigkeit der Positionierung der Ergotherapie im Gesundheitswesen und in der Gesellschaft. Es zeigt sich, dass strukturelle Bedingungen am Arbeitsplatz, verminderte Karrieremöglichkeiten sowie der Zugang zu ergotherapiespezifischer Aus- und Weiterbildung die Weiterbildungsmotivation beeinflussen.
Um lebenslanges Lernen von ErgotherapeutInnen zu gewährleisten, müssen Motivationsprozesse und Anreizsysteme berücksichtigt werden. Die Schaffung von Lernfreiräumen für arbeitsprozessintegrierte Lernaktivitäten, die Gewährleistung von qualitativen Qualifizierungsmöglichkeiten in Aus- und Weiterbildungsinstitutionen sowie die Ermöglichung einer vertikalen und horizontalen Berufslaufbahngestaltung sind als unumgänglich zu betrachten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Theoretische Aspekte zum Untersuchungsgegenstand

I. 1. Berufsprofil der Ergotherapie

I.1.1.Professionalisierungsprozesse und Professionalität in der Ergotherapie

I.1.2. Die Ergotherapieausbildung in Österreich

I.2. Weiterbildung und lebenslanges Lernen in der Ergotherapie

I.2.1. Begriffsbestimmungen zur beruflichen Weiterbildung

I.2.2. Weiterbildungssituation in der Ergotherapie

I.3. Kompetenzentwicklung in der Ergotherapie

I.3.1. Kompetenz - Versuch einer begrifflichen Annäherung

I.3.2. Kompetenzen in der Ergotherapie

I.4. Motivationsfaktoren für lebenslange Lernprozesse

I.4.1. Lernen im Erwachsenenalter

I.4.2. Motivationstheoretische Überlegungen

I.4.3. Motivationsprozesse erwachsener Lernender

II. Empirische Untersuchung

II. 1. Anliegen der Untersuchung und Untersuchungsfragen

II.2. Methodisches Vorgehen der Untersuchung

II.2.1. Das Experteninterview

II.2.2. Auswahl der Stichprobe

II.2.3. Konstruktion des Interviewleitfadens für das Experteninterview

II.2.4. Interviewerhebungsphase

II.2.5. Analysephase

II.2.6. Auswertungsverfahren

III. Ergebnisse

III.1. Soziodemographische Daten

III.2. Ergebnisse des Leitfadeninterviews

III.2.1. Weiterbildungsmotive

III.2.1.1. Motiv „persönliches Interesse“

III.2.1.2. Motiv „berufliche Notwendigkeit“

III.2.1.3. Motiv „Kompetenz- und Wissenserweiterung“

III.2.1.4. Motiv „Karrierechancen verbessern“

III.2.1.5. Motiv „sozialer Austausch“

III.2.1.6. Interpretation und Diskussion

III.2.2. Form und Inhalt der Weiterbildung

III.2.2.1.Interpretation und Diskussion

III.2.3. Hemmende und fördernde Einflussfaktoren

III.2.3.1. Persönliche Situation

III.2.3.2. Betriebliche Anreizsysteme

III.2.3.3. Merkmale des Weiterbildungsmarktes

III.2.3.4. Persönliche Dispositionen

III.2.3.5.Interpretation und Diskussion

III.2.4. Veränderungen durch Weiterbildung

III.2.4.1. Interpretation und Diskussion

III.2.5. Visionen und Zukunftswünsche

III.3.Grenzen der Methodik

IV. Zusammenfassung und Aussichten

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, das Weiterbildungsverhalten von ErgotherapeutInnen in Österreich unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren zu untersuchen und besser zu verstehen. Dabei stehen die Motive, Formen der Weiterbildung sowie fördernde und hemmende Bedingungen im Fokus, um Ansätze für eine zukunftsorientierte Gestaltung der ergotherapeutischen Bildungslandschaft abzuleiten.

  • Berufsprofil und Professionalisierungsprozesse in der Ergotherapie
  • Kompetenzentwicklung als Ziel beruflicher Weiterbildung
  • Empirische Erhebung von Motivationsfaktoren bei ErgotherapeutInnen
  • Analyse von fördernden und hemmenden Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz

Auszug aus dem Buch

I.1.1. Professionalisierungsprozesse und Professionalität in der Ergotherapie

Der Strukturwandel des Gesundheitswesens in Europa zieht einen Professionalisierungsbedarf der Gesundheitsberufe nach sich, um auf lange Sicht eine qualitative und effiziente medizinische Versorgung unter Berücksichtigung von ökonomischen Gesichtspunkten zu gewährleisten (vgl. Meifort 1998, S. 10ff.; Council of Europe 2002). Nach Meifort (1988) sind strukturelle Veränderungen ebenso in der Aus- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe vorzunehmen, um Professionalität sowie eine horizontale und vertikale, berufliche Mobilität im Einsatz der Gesundheitsprofessionen zu ermöglichen (vgl. ebd. S. 4).

Im Allgemeinen wird unter Professionalisierung der Entwicklungsprozess verstanden, der von Berufen durchlaufen wird, um sich dem Phänomen Profession anzunähern (vgl. Nittel 2000, S. 49). Eine Profession zeichnet sich durch wissenschaftliches und spezialisiertes Berufswissen, durch Handlungsautonomie sowie den Wert, den die Profession für die Gesellschaft darstellt, aus (vgl. Hartman/Hartman 1982, S. 194; Dewe/Ferchhoff/Peters/ Stüwe 1986). Im Gesundheits- und Sozialwesen erfüllen vor allem die nichtärztlichen Gesundheitsberufe diese Kriterien nur teilweise, da deren Ausbildungen meist kürzer sind, diese keinen akademischen Status aufweisen und keine vollständige Handlungsautonomie besteht. Diese Berufe werden daher als Semiprofessionen bezeichnet (vgl. Etzioni 1969; Hesse 1972; Dewe/Ferchhoff/Peters/ Stüwe 1986).

Unter Professionalität kann der individuelle Prozess der Ausbildung, der in einem Berufsfeld vorherrschenden, typischen Wahrnehmungsweisen, Kommunikationsformen und sowie sich entwickelnden Persönlichkeitsprägungen bezeichnet werden (vgl. Terhart 1997 zit.n. Schäman 2005). Nittel (2000) betont diesbezüglich: „Wissen und Können bilden die beiden Quellen von Professionalität, allerdings beschränken sie sich weder auf das Fachwissen einer akademischen Disziplin, noch auf die bloße Intuition oder die reine Erfahrung des virtuosen Praktikers“ (vgl. ebd. S. 71). Professionalität betrifft somit die Integration von Theorie und Praxis im interaktiven Handeln und suggeriert, „dass das jeweilige Handeln sowohl effektiv wie auch effizient sei“ (Nuissl 1997 zit.n. Nittel 2000, S. 71).

Professionalisierungsprozesse verlaufen im Allgemeinen zwischen gesellschaftlichen und berufsinternen Entwicklungsprozessen und sind gekennzeichnet durch die individuelle Professionalität der Berufsangehörigen, durch gesetzliche, materielle und persönliche Rahmenbedingungen für die Aus- und Weiterbildung sowie durch die bestehenden Selbstverwaltungsmöglichkeiten eines Berufes (vgl. Schewior-Popp 1999; Marotzky/Jerosch-Herold/Hack/Weber 1999, S. 185; Schweppe 2002).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Theoretische Aspekte zum Untersuchungsgegenstand: Dieser Teil legt die theoretischen Grundlagen zum Berufsbild, der Bedeutung von lebenslangem Lernen sowie der Kompetenzentwicklung in der Ergotherapie dar.

II. Empirische Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen der qualitativen Studie erläutert, insbesondere der Einsatz von Experteninterviews mit 22 ErgotherapeutInnen.

III. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten zu Motiven, Formen, Einflussfaktoren und Auswirkungen von Weiterbildung sowie Visionen für die Zukunft.

IV. Zusammenfassung und Aussichten: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse synthetisiert und Empfehlungen für eine optimierte Weiterbildungsstruktur abgeleitet.

Schlüsselwörter

Ergotherapie, berufliche Weiterbildung, lebenslanges Lernen, Weiterbildungsmotive, Kompetenzentwicklung, Experteninterview, intrinsische Motivation, berufliche Identität, Professionalisierung, Arbeitszufriedenheit, Gesundheitswesen, Fortbildungsbedarf, Weiterbildungslandschaft, österreichisches Gesundheitswesen, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Dissertation untersucht das Weiterbildungsverhalten von ErgotherapeutInnen in Österreich und analysiert die dabei wirksamen Motivationsfaktoren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der beruflichen Weiterbildung, der Kompetenzentwicklung im Ergotherapie-Berufsfeld sowie dem Einfluss struktureller und persönlicher Faktoren auf Lernprozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für Weiterbildungsteilnahmen zu identifizieren und zu verstehen, wie strukturelle Rahmenbedingungen in Österreich das Weiterbildungsverhalten beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit 22 in der Praxis tätigen ErgotherapeutInnen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Berufsprofilierung und einen empirischen Teil, der Motive, Formen der Weiterbildung sowie fördernde und hemmende Einflussfaktoren detailliert darstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Ergotherapie, lebenslanges Lernen, berufliche Weiterbildung, Kompetenzentwicklung, intrinsische Motivation und Professionalisierung.

Welche Rolle spielt die intrinsische Motivation laut der Autorin?

Die Studie zeigt, dass intrinsische Faktoren wie Wissensdrang und der Wunsch, die eigene therapeutische Arbeit zum Wohl der Klienten zu verbessern, die Hauptantriebskräfte für Weiterbildungen sind.

Wie bewerten die TeilnehmerInnen die aktuelle Weiterbildungslandschaft in Österreich?

Die TeilnehmerInnen sehen die aktuelle Landschaft als verbesserungsbedürftig an, insbesondere in Bezug auf die regionale Verfügbarkeit, die Kosten und die praktische Umsetzbarkeit der Inhalte.

Welchen Stellenwert haben betriebliche Anreizsysteme?

Betriebliche Anreize werden als wichtige, aber oft unzureichend wahrgenommene Unterstützungsfaktoren beschrieben, wobei die Haltung des Dienstgebers einen entscheidenden Einfluss auf die Lernbereitschaft hat.

Final del extracto de 108 páginas  - subir

Detalles

Título
Lebenslanges Lernen im Berufsfeld der Ergotherapie
Subtítulo
Eine qualitative Erhebung von Motivationsfaktoren
Universidad
University of Derby
Calificación
2
Autor
Elisabeth Schmolmüller (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
108
No. de catálogo
V308396
ISBN (Ebook)
9783668070059
ISBN (Libro)
9783668070066
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ergotherapie Weiterbildung Lermotivation Qualitative Studie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elisabeth Schmolmüller (Autor), 2006, Lebenslanges Lernen im Berufsfeld der Ergotherapie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308396
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