In Deutschland zeichnet sich bereits seit den 1970er Jahren ein Wandel hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung ab. Während die Lebenserwartung immer weiter ansteigt, nimmt die Geburtenrate stetig ab. Diese demografische Alterung wirkt sich insbesondere auf den deutschen Arbeitsmarkt aus.
Die vorliegende Arbeit soll auf diese gegenwärtige Problematik aufmerksam machen und daraus folgernd die Frage beantworten, wie der demografische Wandel in den Betrieben Deutschlands wirkt.
Für die Analyse werden zu Beginn der Arbeit die theoretischen Grundlagen im Hinblick auf den demografischen Wandel erläutert. Im Anschluss daran werden die Wirkungen des Wandels auf den Arbeitsmarkt thematisiert, bevor mögliche Maßnahmen für die demografieorientierte Eingliederung der älteren Arbeitnehmer in den betrieblichen Ablauf vorgestellt werden.
Auf Grundlage näherer Ausführungen dazu soll die Arbeit mit der Beantwortung der anfangs gestellten Frage abschließen: Wie wirkt sich der demografische Wandel auf die Situation in deutschen Betrieben aus und welche Möglichkeiten gibt es diesen zu begegnen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Demografie und demografische Prozesse in der Bundesrepublik
2.1 Der Demografiebegriff
2.2 Der demografische Wandel in Deutschland: Entwicklungen und Prognosen der Bevölkerungsentwicklung
2.3 Demografische Alterung
3. Die Wirkungen des demografischen Wandels auf Arbeitsmarkt und Be-schäftigung
3.1 Die Folgen der demografischen Alterung auf die Arbeitswelt
3.2 Kompetenzen und Beschäftigungsrisiken Älterer
3.3 Die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Erwerbstätigkeit im Alter
4. Maßnahmen für die demografieorientierte Eingliederung der älteren Arbeit-nehmer in die Betriebe
4.1 Betriebliches Personalmanagement - Anpassung der Arbeitsgestaltung im Betrieb
4.2 Individuelles Engagement des Arbeitnehmers: Lebenslanges Lernen und Eigenverantwortung für gesundes Altern
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die deutsche Unternehmenslandschaft und erarbeitet Handlungsmöglichkeiten, um den daraus resultierenden Herausforderungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu begegnen.
- Grundlagen des demografischen Wandels und der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland.
- Analyse der Folgen für den Arbeitsmarkt, insbesondere im Hinblick auf alternde Belegschaften.
- Diskussion von Kompetenzen und Risiken im Kontext älterer Arbeitnehmer.
- Vorstellung von Strategien des betrieblichen Personalmanagements zur alternsgerechten Arbeitsgestaltung.
- Bedeutung des lebenslangen Lernens und individueller Gesundheitsverantwortung für eine längere Erwerbsfähigkeit.
Auszug aus dem Buch
3.2 Kompetenzen und Beschäftigungsrisiken Älterer
Zusätzlich zu der Sorge um das sinkende Erwerbspersonenpotential spielen „kollektive Deutungsmuster vom Älterwerden und vom Altsein“ (Deutscher Bundestag, 2010, S.93) eine große Rolle, da Altersgrenzen sinnbildlich für jeweilige Lebensabschnitte und Statusübergänge stehen.
Altersbilder in der Arbeitswelt haben hierbei eine oft negative Blockadewirkung (ebd.). Dazu zählt zum einen die Definition von Alter aber auch individuelle Annahmen und soziale Vorstellungen. Laut Ehrentraut und Fetzer (2007) sind die älteren Arbeitnehmer „geradezu gebrandmarkt [.] von Vorurteilen wie etwa „nicht produktiv genug“, „zu teuer“, „wenig lernwillig“ oder „kaum belastbar“ und [werden deshalb] bei Personaleinsparungen via Altersteilzeit, Vorruhestand etc. (mit staatlicher Förderung) ausmanövriert“ (S. 26, [Herv.i.O.]). Allerdings zeichnet sich hinsichtlich der Anerkennung der Potentiale der älteren Belegschaft ein Paradigmenwechsel ab.
Allmählich wird vom Bild des leistungsgeminderten Älteren abgerückt und die vorzeitige Ausgliederung älterer Erwerbspersonen aus dem Erwerbsleben überdacht. Stattdessen gibt es, so konstatiert es der 6. Altenbericht, „Bemühungen, ein neues „Kompetenzmodell“ von älteren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen zu entwickeln“ (Deutscher Bundestag, 2010, S. 102, [Herv.i.O.]). Auch Brandenburg und Domschke dementieren die Pauschalisierung der älteren Belegschaft als leistungsschwache Arbeitskräfte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel als zentrales Thema gesellschaftlicher Debatten und formuliert die Forschungsfrage bezüglich seiner konkreten Auswirkungen auf deutsche Betriebe.
2. Demografie und demografische Prozesse in der Bundesrepublik: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Demografie und demografischer Wandel und analysiert die historische sowie prognostizierte Bevölkerungsentwicklung in Deutschland.
3. Die Wirkungen des demografischen Wandels auf Arbeitsmarkt und Be-schäftigung: Hier werden die Konsequenzen der Bevölkerungsalterung für die Arbeitswelt, die Wahrnehmung von Altersbildern und die tatsächliche Erwerbssituation älterer Menschen untersucht.
4. Maßnahmen für die demografieorientierte Eingliederung der älteren Arbeit-nehmer in die Betriebe: Dieses Kapitel erläutert Strategien für ein alternsgerechtes Personalmanagement und betont die Eigenverantwortung der Arbeitnehmer für lebenslanges Lernen und Gesundheit.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, ältere Arbeitnehmer als Leistungsressource zu begreifen und durch proaktives Personalmanagement deren Beschäftigungsfähigkeit zu sichern.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Demografischer Wandel, Bevölkerungsalterung, Arbeitsmarkt, Personalmanagement, ältere Arbeitnehmer, Erwerbsfähigkeit, Fachkräftemangel, Lebenslanges Lernen, Unternehmenskultur, Arbeitsgestaltung, Beschäftigungsquote, Altersbilder, Kompetenzmodell, demografieorientiertes Alternsmanagement, Generationengerechtigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Betriebe in Deutschland und untersucht, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer damit umgehen können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der demografischen Entwicklung, den daraus resultierenden Folgen für den Arbeitsmarkt sowie konkreten Handlungsansätzen für ein alternsgerechtes Personalmanagement.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit zielt darauf ab zu beantworten, wie der demografische Wandel in deutschen Betrieben wirkt und mit welchen Möglichkeiten diesen Veränderungen begegnet werden kann.
Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?
Die Analyse stützt sich auf demografische Daten, offizielle Berichte wie den Altenbericht der Bundesregierung sowie auf Fachliteratur zu Personalmanagement und Soziologie.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert, gefolgt von einer Analyse der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und einer Diskussion verschiedener Maßnahmen zur Integration älterer Arbeitnehmer.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Demografischer Wandel, Personalmanagement, ältere Arbeitnehmer, Erwerbsfähigkeit und lebenslanges Lernen sind die zentralen Begriffe.
Wie bewerten die Unternehmen laut der zitierten Umfrage den demografischen Wandel?
Die Umfrage des DIHK zeigt, dass Unternehmen insbesondere den Fachkräftemangel und die Überalterung der Belegschaft als größte Risiken fürchten.
Welchen Stellenwert nimmt die Eigenverantwortung der Arbeitnehmer ein?
Neben betrieblichen Maßnahmen wird die Eigenverantwortung der Mitarbeiter bezüglich lebenslangem Lernen und der Förderung der eigenen Gesundheit als essenziell für eine langfristige Erwerbsfähigkeit hervorgehoben.
- Citation du texte
- Jessica Kühn (Auteur), 2015, Die Wirkungen des demografischen Wandels auf die Betriebe in Deutschland. Handlungsmöglichkeiten für Arbeitgeber und -nehmer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308408