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Die iranische Revolution: Modernisierung, Religion und Herrschaft

Titre: Die iranische Revolution: Modernisierung, Religion und Herrschaft

Notes (de cours) , 2012 , 31 Pages

Autor:in: Dr. phil. hist. Rolf Tanner (Auteur)

Histoire - Asie
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Diese Vorlesung untersucht den weiteren Kontext der iranischen Revolution von 1978/79: Einerseits die Revolution als Konsequenz der Modernisierung des Landes, andererseits die Revolution als "nichtwestliches" Phänomen in einem von westlichen Konzepten und Ideologien geprägten Kalten Krieg.

Die Untersuchung stellt die iranischen Modernisierung in Verbindung zur Modernisierung in anderen Ländern beziehungsweise zur forcierten Modernisierung der nichtwestlichen Welt angesichts des Kolonialismus. Im zweiten Teil der Untersuchung wird dann die Entwicklung der Islamischen Republik Iran bis zum Tod Khomeinis und zum Ende des Iranisch-Irakischen Kriegs näher untersucht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

„Selbststärkung“

Akteure in der Wechselwirkung von Reform und Widerstand

Die Weisse Revolution, der Ölboom und die Folgen

Der Sturz des Schahs

Die regionalen Auswirkungen der Revolution

Die Radikalisierung der Islamischen Republik und der Krieg mit dem Irak

10 Jahre Revolution – die Zeitenwende von 1989

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die Ursachen, den Verlauf und die regionalen sowie globalen Auswirkungen der iranischen Revolution von 1979. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie es zum Sturz des Schahs durch eine islamisch geprägte Massenbewegung kommen konnte und inwieweit dieses Ereignis die geopolitische Ordnung und die Rolle des Islamismus im 20. Jahrhundert nachhaltig transformierte.

  • Die Modernisierungsbestrebungen des Schahs und deren soziale sowie ökonomische Folgen.
  • Die Analyse der verschiedenen Akteursgruppen (Staat, Klerus, intermediäre Kräfte, Ausland).
  • Die „Weisse Revolution“ als ambivalenter Reformversuch und Nährboden für Widerstand.
  • Die ideologische Rolle des schiitischen Klerus und Ayatollah Khomeinis.
  • Die regionalen Folgen, insbesondere im Hinblick auf den Ersten Golfkrieg und den Islamismus.

Auszug aus dem Buch

Die Weisse Revolution, der Ölboom und die Folgen

Die letzte Phase dieses Zusammenspiels von zentralstaatlicher Monarchie, Opposition und ausländischen Mächten setzte in den sechziger Jahren ein. Nach dem Sturz Mossadeghs regierte der Schah mit der Unterstützung der Armee autoritär. Die Wirtschaft nahm einen nicht unbedeutenden Aufschwung. Doch Iran schien weiterhin fragil. Die sozialen Gegensätze zwischen Arm und Reich waren erdrückend. Das landwirtschaftlich bebaubare Land war knapp und zu einem Drittel in den Händen von wenigen Grossgrundbesitzer- und Stammesführerclans; auch die Geistlichkeit war mittels wohltätiger und frommer Stiftungen, sogenannten avqaf (Einzahl: vaqf), ein bedeutender Landbesitzer – dies machte sie finanziell unabhängig von staatlicher Unterstützung. Die kaiserliche Familie zählte ebenfalls zu den grössten Grundbesitzern.

Während sich in den Städten nach europäischem Vorbild eine mittelständische Schicht aus Beamten, technischen Angestellten und Freiberuflern herausbildete, herrschten auf dem Land, aber auch in den vorstädtischen Quartieren Armut, Rückständigkeit und Analphabetismus – letzterer vor allem auch unter Frauen. Viele sahen in dieser Situation den idealen Nährboden für Kommunismus. Für den Schah war dieser Zustand vor allem ein Hindernis auf dem Weg der Modernisierung und Stärkung Irans. Deshalb lancierte er 1961 ein neues Reformprogramm, das er die „Weisse Revolution“ nannte – "Revolution", weil es so umfassend war, dass es alle Aspekte der Gesellschaft verändern sollte, und „weiss“, weil diese Revolution nicht von den roten Kommunisten, sondern von einem Monarchen, nämlich ihm, lanciert wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Situation Irans in den 1970er Jahren als US-Verbündeter und die darauf folgende historische Überraschung durch die Revolution.

„Selbststärkung“: Analyse der historischen Ausgangslage Irans im Kontext globaler Modernisierungsprozesse und des kolonialen Drucks im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Akteure in der Wechselwirkung von Reform und Widerstand: Untersuchung der internen Machtdynamiken zwischen Monarchie, traditionellen Eliten, dem Bürgertum und ausländischen Mächten.

Die Weisse Revolution, der Ölboom und die Folgen: Darstellung der gescheiterten Reformpolitik des Schahs und der negativen sozioökonomischen Auswirkungen des Ölbooms.

Der Sturz des Schahs: Analyse des Zusammenbruchs der monarchischen Herrschaft unter dem Eindruck internationaler Kritik und wachsender innerer Unruhen.

Die regionalen Auswirkungen der Revolution: Untersuchung der geopolitischen Folgen wie des ägyptisch-israelischen Friedens und der sowjetischen Intervention in Afghanistan.

Die Radikalisierung der Islamischen Republik und der Krieg mit dem Irak: Dokumentation der Konsolidierung der islamischen Machtstrukturen und des achtjährigen Krieges gegen den Irak.

10 Jahre Revolution – die Zeitenwende von 1989: Reflexion über das Ende der Gründerjahre der Islamischen Republik im Kontext des globalen Zusammenbruchs des Kommunismus.

Schlüsselwörter

Iranische Revolution, Schah Mohammad Reza Pahlavi, Ayatollah Khomeini, Weisse Revolution, Islamismus, Modernisierung, Kalter Krieg, Persischer Golf, Saddam Hussein, Iran-Irak-Krieg, politische Transformation, schiitischer Klerus, Geiselnahme von Teheran, geopolitische Ordnung, 1979.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Ursachen und den historischen Verlauf der iranischen Revolution von 1979, eingebettet in den globalen Kontext des Kalten Krieges.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Modernisierungsbestrebungen des Schahs, das Wirken des schiitischen Klerus sowie die geopolitischen Auswirkungen der Revolution auf den Nahen Osten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erklären, wie eine islamische Massenbewegung einen vermeintlich gefestigten, modernisierungsorientierten autokratischen Staat stürzen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Vorlesungsmaterialien und fachwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und thematisch von den Reformen der Kadscharen über die „Weisse Revolution“ bis hin zum Ersten Golfkrieg und der Ära von 1989.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Iranische Revolution, Islamismus, Modernisierung, Schah, Khomeini und der Iran-Irak-Krieg.

Wie bewertet der Autor das Scheitern der „Weissen Revolution“?

Der Autor argumentiert, dass das Programm aufgrund sozialer Spannungen, ineffizienter Umsetzung und mangelnder Akzeptanz bei der Bevölkerung sein Ziel verfehlte.

Warum war der Iran nach 1979 ein wichtiger Faktor für die Sowjetunion?

Die Revolution erzeugte Unsicherheit an der Südgrenze der Sowjetunion, was unter anderem zur Intervention in Afghanistan beitrug.

Welche Rolle spielte der Krieg mit dem Irak für die Festigung des Regimes?

Der Krieg wurde vom Regime genutzt, um nationale Einheit zu propagieren und innenpolitische Gegner unter dem Vorwand des Landesverrats zu eliminieren.

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Résumé des informations

Titre
Die iranische Revolution: Modernisierung, Religion und Herrschaft
Université
University of Zurich
Cours
Master of Advanced Studies in Applied History
Auteur
Dr. phil. hist. Rolf Tanner (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
31
N° de catalogue
V314451
ISBN (ebook)
9783668137875
ISBN (Livre)
9783668137882
Langue
allemand
mots-clé
Revolution Islamismus Iran Khomeini Schah USA Naher Osten Saddam Hussein Irak Islamische Revolution Modernisierung Kolonialismus Kolonialisierung Politischer Islam Iranisch-Irakischer Krieg Golfkrieg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. phil. hist. Rolf Tanner (Auteur), 2012, Die iranische Revolution: Modernisierung, Religion und Herrschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314451
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Extrait de  31  pages
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