Diese Seminararbeit befasst sich mit der Beantwortung der Fallfrage: „Internes „Employer Branding“ der „Employer of choice“ bleiben! Möglichkeiten, das Betriebsklima gut und die Laune der Mitarbeiter hoch zu halten, dargestellt an praktischen Beispielen“.
Heutzutage kann ein Unternehmen mit positiven Arbeitgebereigenschaften naturgemäß leichter Mitarbeiter an sich binden. Besonders in Zeiten des viel beschworenen Fachkräftemangels, dessen Höhepunkt laut Experten noch nicht erreicht ist, eine unabdingbare Fähigkeit.
Mittlerweile gehören jedoch vor allem qualifizierte Mitarbeiter zu den wichtigsten Ressourcen der Unternehmen. Für die Unternehmen gilt es, sich im sogenannten „War for Talents“ an die richtige Position zu stellen, um der Arbeitgeber der ersten Wahl zu werden. Es gilt nicht nur, neues Personal zu gewinnen, sondern vor allem das Bestandspersonal zu halten. Welche Maßnahmen führen dazu, Arbeitgeber der ersten Wahl zur werden?
Diese Frage wird unter anderem an unterschiedlichen Beispielen mit Praxisbezug untersucht. Weiterer Inhalt dieser Untersuchung ist auch die Mitarbeiterbindung. Diese Betrachtungen beschränken sich dabei jedoch ausschließlich auf Unternehmen in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Employer Branding
2.1 Definition Employer Branding
2.2 Gründe für Employer Branding
2.3 Kern des Employer Branding
2.3.1 Externes Employer Branding
2.3.2 Internes Employer Branding
3 Wege zum Employer-of-choice
3.1 Maßnahmen
3.1.1 Mitarbeiter Motivation
3.1.2 Monetäre Anreize
3.1.3 Work-Life Balance
3.1.4 Arbeitsklima
3.1.5 Weiterbildung
3.1.6 Aufstiegschancen
4 Konkrete Firmenbeispiele
4.1 Siemens AG Deutschland
4.2 Coca-Cola GmbH Deutschland
4.3 Müller Großhandels Ltd. & Co. KG
5 Schluss/Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht, wie Unternehmen durch strategisches Employer Branding ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern können, um qualifizierte Fachkräfte in Zeiten des Fachkräftemangels zu gewinnen und langfristig zu binden. Im Zentrum steht dabei die Verknüpfung von theoretischen Grundlagen mit praktischen Maßnahmen der Mitarbeiterbindung und konkreten Unternehmensbeispielen.
- Grundlagen und Definitionen des Employer Branding
- Herausforderungen durch demografischen Wandel und Fachkräftemangel
- Interne und externe Employer Branding Strategien
- Wesentliche Instrumente der Mitarbeiterbindung (Motivation, Anreize, Work-Life-Balance)
- Praxisbeispiele erfolgreicher Arbeitgebermarken
Auszug aus dem Buch
2.3 Kern des Employer Branding
„Beim Employer Branding dreht sich alles um den Menschen.“ Ziel ist es, dem Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Unternehmen und den dortigen Arbeitnehmern zu identifizieren. Der Schwerpunkt darf nicht ausschließlich bei der Arbeitskraft liegen. Durch das Unternehmen muss auf die Bedürfnisse und Hobbies des Menschen eingegangen werden.
Die Fragen, die für eine erfolgreiche Employer-Kampagne gestellt werden müssen, lauten: „Was macht für die Mitarbeiter die Unternehmenskultur aus? Worauf sind sie stolz? Was erzählen sie beim Feierabendbier den Freunden über den eigenen Arbeitgeber?“
Bereits an anderer Stelle dieser Arbeit fand Erwähnung, dass ein „angesehene[r] Employer Brand dem (…) Arbeitnehmer einen hohen ideellen Nutzen []“ verschafft. In der Hauptsache dreht sich das Employer Branding immer um die speziell an die Unternehmens- oder an die Arbeitgebermarke angepasste Strategie. „Entwicklung, Umsetzung und Messung dieser Strategie zielen unmittelbar auf die nachhaltige Optimierung von Mitarbeitergewinnung, Mitarbeiterbindung, Leistungsbereitschaft und Unternehmenskultur sowie die Verbesserung des Unternehmensimages.“
Unabdingbar ist es, die Realität darzustellen. Hierfür muss also zwingend Rücksicht auf Stärken und Schwächen des Unternehmens genommen werden. Die daraus folgenden Standpunkte bilden den Ruf des Unternehmens und werden in die Öffentlichkeit getragen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Arbeitgeberattraktivität ein und verdeutlicht die Relevanz der Mitarbeiterbindung angesichts des Fachkräftemangels.
2 Employer Branding: Dieses Kapitel definiert Employer Branding als identitätsbasierten Prozess und differenziert zwischen internen und externen Strategien zur Positionierung als Arbeitgeber.
3 Wege zum Employer-of-choice: Hier werden konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, wie etwa Motivation, monetäre Anreize und Work-Life-Balance, theoretisch erläutert.
4 Konkrete Firmenbeispiele: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand von Praxisbeispielen (Siemens, Coca-Cola, Müller Drogerie), wie Unternehmen unterschiedliche Instrumente der Mitarbeiterbindung implementieren.
5 Schluss/Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Employer Branding ein notwendiger Wertschöpfungsprozess ist, um als "Employer of Choice" langfristig erfolgreich zu bestehen.
Schlüsselwörter
Employer Branding, Arbeitgebermarke, Mitarbeiterbindung, Fachkräftemangel, Mitarbeitergewinnung, Unternehmenskultur, Arbeitgeberattraktivität, Personalentwicklung, Work-Life-Balance, Employer of Choice, War for Talents, Personalmanagement, Identitätsbasiert, Mitarbeiterzufriedenheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Positionierung von Unternehmen als attraktive Arbeitgeber, um in einem angespannten Arbeitsmarkt Talente zu gewinnen und zu halten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Employer Branding, die Analyse von Motiven für die Personalbindung sowie die Untersuchung von konkreten Maßnahmen wie Führungskultur, Vergütung und Arbeitsplatzgestaltung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Bedeutung einer authentischen Arbeitgebermarke herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Attraktivität durch verschiedene Instrumente steigern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen bekannter Unternehmen, um theoretische Konzepte in die Praxis zu übersetzen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Employer Branding, eine detaillierte Darstellung von Bindungsmaßnahmen und die Analyse konkreter Umsetzungen in drei ausgewählten Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Employer Branding, Mitarbeiterbindung, Employer of Choice und der Kampf um qualifizierte Fachkräfte (War for Talents).
Warum ist das "Wir-Gefühl" für die Arbeitgebermarke entscheidend?
Ein Gemeinschaftsgefühl stärkt die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen, was laut Arbeit zu einer emotionalen Personalbindung und höherer Motivation führt.
Welche Rolle spielen Mitarbeitergespräche im Kontext des Employer Branding?
Sie dienen als wichtiges Instrument, um individuelle Bedürfnisse, Fähigkeiten und Präferenzen mit den betrieblichen Möglichkeiten abzugleichen und so gezielte Fördermaßnahmen zu entwickeln.
- Quote paper
- Jennifer Carmen Grumptmann (Author), 2014, „Employer Branding“ und „Employer of choice“. Welche Maßnahmen führen dazu, Arbeitgeber der ersten Wahl zur werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320020