Aspekte des problemorientierten Lernens (POL) in der Pflege


Forschungsarbeit, 2016

9 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1 Pflege-Arbeit

2 Eigener Gegenstand und Potential nicht benannt

3 Fallarbeit
3.1 Begriffsklärung
3.1.1 Problemorientiertes Lernen in der Pflegeausbildung
3.1.2 Problemorientiertes Lernen – neuer Wein in alten Schläuchen oder eher alter Wein in neuen Schläuchen?
3.2 Ausbildungskonzepte
3.2.1 Problemorientiertes Lernen – Transfer durch die Erweiterung von Situationsdeutungen
3.2.2 Lehren als Drahtseilakt zwischen Instruktion und Konstruktion – Versuch einer Annäherung am Beispiel der Gestaltung eines POL-Unterrichts in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung
3.2.3 Reflexive Praxis mittels Fallarbeit als didaktische Methode
3.2.4 Pflegetheorie, Lernfelder und Problemorientiertes Lernen – Entwicklung eines Curriculums für Altenpflege in Ägypten
3.2.5 Der Lernbereich Training & Transfer
3.2.6 Entwicklung einer Modellschule mit Skillslabs als drittem Lernort und einem Problem-based Learning Curriculum
3.3 Strukturierte Informationssammlung (SIS)
3.4 Pragmatik

Fazit

Literatur

1 Pflege-Arbeit

Ströbel und Weidner beschreiben die Pflegebedürftigkeit als ein multidimensionales und vielschichtiges Phänomen. Es kann weder auf eine Ursache reduziert werden noch sind Auswirkungen von Einschränkungen und Entwicklungen vergleichbar. Der Pflege bedürftig zu sein, ist Teil menschlichen Lebens. Sorgende Zuwendung und Unterstützung anzunehmen und zu geben, ist die Basis jeder menschlichen Gemeinschaft.[1]

So pflegen Eltern ihre Kinder, Kinder oder Schwiegerkinder ihre Eltern, und selbstverständlich werden auch kranke und behinderte Menschen gepflegt.

Ströbel und Weidner merken an, dass ein allgemeines Verständnis von Pflegebedürftigkeit, welches die Laienpflege prägt, für den beruflichen Kontext konkretisiert werden muss. Die Zuschreibungen und der Bedeutungsgehalt zum Begriff „Pflegebedürftigkeit“ variieren jedoch je nach Zusammenhang und Disziplin.[2]

In Anlehnung an Ströbel und Weidner führen Beeinträchtigungen, die Hilfe erfordern und nicht selbst kompensiert werden können, zu Pflegebedürftigkeit. Neben der Heilung einer verursachenden Krankheit stehen im Mittelpunkt des Handelns die Gestaltung und die Bewältigung des Lebensalltages. Systematisierung, Klassifizierung und Standardisierung von Beeinträchtigungen sind innerhalb der Gesundheitswissenschaften unterschiedlich. Sie sind abhängig von der konzeptionellen Grundlage, auf die sich die Gesundheit bezieht.[3]

2 Eigener Gegenstand und Potential nicht benannt

Pflegewissenschaft besitzt ein spezifisches Handlungsfeld; sie ist eine Praxis- und Handlungswissenschaft. Praxis- und Handlungswissenschaften fragen nicht nur „Was ist wahr?“, sondern auch „Was ist zu tun?“. Damit beziehen sie sich auf ihren Gegenstand unter dem Gesichtspunkt der Veränderung.

Pflegewissenschaft prüft die Methoden und Theorien anderer Wissenschaften unter dem Gesichtspunkt ihrer Brauchbarkeit für die Pflege.

Pflegewissenschaft erfasst, strukturiert und evaluiert pflegerisches Erfahrungswissen und generiert neues Wissen. Pflegeforschung entwickelt die wissenschaftliche Disziplin Pflege weiter und stellt Wissen bereit, das die Pflegepraxis unterstützt und verbessert.[4]

3 Fallarbeit

Die Vorgehensweise ist so organisiert, dass sich die Lernenden das zum Verständnis oder zur Lösung des Falles notwendige Wissen anhand von Fällen, die komplexe pflegeberufliche Problemsituationen beinhalten, selbstgesteuert erarbeiten. Dies geschieht anhand einer vorgegebenen methodischen Struktur („Siebenschritt“). Der „situierte“ Erwerb von Wissen, also die Verknüpfung des zu erwerbenden Wissens mit Situationen aus der Berufswirklichkeit, soll den Transfer theoretischen Wissens in die Praxis befördern.

Es gibt widersprüchliche Auffassungen über Vor- und Nachteile von Frontalunterricht bzw. problem-orientiertem Lernen.

3.1 Begriffsklärung

3.1.1 Problemorientiertes Lernen in der Pflegeausbildung

„Es muss ja nicht alles ‚problem-based‘ sein“. So lauten in der Schweiz häufig die Argumente, wenn es um die Realisierung von problemorientiertem Lernen in der Pflegeausbildung geht. Vorweg: es muss nicht, aber es kann, und zwar kann alles Lernen von Fragen bzw. „Problemen“ ausgehen.

3.1.2 Problemorientiertes Lernen – neuer Wein in alten Schläuchen oder eher alter Wein in neuen Schläuchen?

Das problemorientierte Lernen ist nicht neu. Neu ist die Gestaltung des Lernumfelds. Lernen, das auf konkreten Problemen bzw. Berufssituationen statt auf Unterrichtsfächern basiert, führt zu Wissen, das im beruflichen Alltag auch angewendet werden kann. Wissen, das selbstständig erarbeitet statt von Lehrenden präsentiert wird, bleibt als Erkenntnis gespeichert. Erkenntnis ist handlungswirksam, wenn sie mit dem eigenen Wissen, den eigenen Erfahrungen und Theorien genügend verknüpft und verdichtet wurde.

3.2 Ausbildungskonzepte

3.2.1 Problemorientiertes Lernen – Transfer durch die Erweiterung von Situationsdeutungen

POL ist nicht gleich POL. Vielmehr lassen sich unterschiedliche Ausrichtungen unterscheiden, die jeweils spezifische Ausbildungsziele verfolgen. Hier wird ein POL-Ansatz vorgestellt und begründet, mit dem insbesondere der Erwerb von Deutungswissen und die Förderung hermeneutischen Fallverstehens angeregt werden soll.

3.2.2 Lehren als Drahtseilakt zwischen Instruktion und Konstruktion – Versuch einer Annäherung am Beispiel der Gestaltung eines POL-Unterrichts in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung

Dieser Beitrag befasst sich mit der Frage, wie Problemorientiertes Lernen (POL) gestaltet werden kann, um einerseits den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Auszubildenden, andererseits der Forderung nach selbstgesteuertem Lernen sowie die Entstehung von trägem Wissen zu verhindern.

3.2.3 Reflexive Praxis mittels Fallarbeit als didaktische Methode

Die Ausbildung zur Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson erfolgt in Österreich in zwei Teilen. Der theoretische Teil wird von LehrerInnen in den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege abgedeckt, die praktische Ausbildung erfolgt durch PflegeexpertInnen. Es soll der Frage nachgegangen werden, ob die vom Gesetz (GuK-AV, 1999) vorgegebenen 50 Stunden Angeleitetes Praktikum für Praxisreflexion mittels didaktischer Methoden, wie z. B. Fallarbeit mit POL (Problemorientiertes Lernen) und Problemorientierter Handlungsinstruktion, verwendet werden können.

3.2.4 Pflegetheorie, Lernfelder und Problemorientiertes Lernen – Entwicklung eines Curriculums für Altenpflege in Ägypten

Handlungsorientierung ist ein international anerkanntes Prinzip für die Ausbildung in Gesundheitsfachberufen. Im Bereich der Pflegeausbildung wird zudem die Orientierung an einer Pflegetheorie als Rahmen für die curriculare Gestaltung gefordert. Am Beispiel einer Altenpflegeausbildung in Kairo wurde die Verbindung beider Prinzipien erprobt. Das Ergebnis bestand in einem problemorientierten Curriculum, dessen Lernfelder in Anlehnung an die menschlichen Grundbedürfnisse gegliedert sind.

3.2.5 Der Lernbereich Training & Transfer

Aus der Schul- und Praxisperspektive wird der Lernbereich Training & Transfer (3. Lernort nachfolgend LTT genannt) beschrieben. Dabei werden didaktische Konzeptionen und Anforderungen an Institution und Lehrpersonen vorgestellt. Ebenso die daraus resultierenden Gewinne für Patienten, Studierende und die Institutionen.

3.2.6 Entwicklung einer Modellschule mit Skillslabs als drittem Lernort und einem Problem-based Learning Curriculum

Der Beitrag möchte das Entwicklungsprojekt für eine Modellschule in der Grundausbildung Pflege mit Skillslabs als drittem Lernort und einem Problem-based Learning Curriculum in der Schweiz darstellen.[5]

[...]


[1] Vgl. Pöschl, C., (2015), Selbstständigkeit und Gesundheitsressourcen von Pflegebeziehern im österreichischen Gesundheitswesen (Diss. St. Elisabeth-Universität Bratislava), S. 10, zit. nach: Ströbel, Weidner, (2003)

[2] Vgl. Pöschl, C., (2015), Selbstständigkeit und Gesundheitsressourcen von Pflegebeziehern im österreichischen Gesundheitswesen (Diss. St. Elisabeth-Universität Bratislava),, (2015), (Diss. St. Elisabeth-Universität Bratislava), S. 10, zit. nach: Ströbel, Weidner, (2003)

[3] Vgl. Pöschl, C., Selbstständigkeit und Gesundheitsressourcen von Pflegebeziehern im österreichischen Gesundheitswesen, (2015), (Diss. St. Elisabeth-Universität Bratislava), S. 10, zit. nach: Ströbel, Weidner, (2003)

[4] Vgl. Reinhart, M., (2015), Von der (Pflege)Wissenschaft zum (Pflege) Handeln – Wissenstransfer als betriebliche Aufgabe- Pflegeforschung trifft Pflegepraxis – Weiß die Forschung, was zur Pflege passt?, Friedensau

[5] Vgl. O.V:, (2015), URL: http://www.pflege-wissenschaft.info/1302-problem-based-learning

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Details

Titel
Aspekte des problemorientierten Lernens (POL) in der Pflege
Hochschule
St. Elizabeth University of Health & Social Sciences
Autoren
Jahr
2016
Seiten
9
Katalognummer
V320933
ISBN (eBook)
9783668209350
ISBN (Buch)
9783668209367
Dateigröße
441 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aspekte, lernens, pflege
Arbeit zitieren
Fabian Renger (Autor:in)Attila Czirfusz (Autor:in), 2016, Aspekte des problemorientierten Lernens (POL) in der Pflege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320933

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