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Praktische Soziale Arbeit im Gesundheitsamt. Ist der ländliche Raum ein fördernder oder hemmender Faktor für selbstbestimmtes Wohnen von Menschen mit Beeinträchtigung?

Titre: Praktische Soziale Arbeit im Gesundheitsamt. Ist der ländliche Raum ein fördernder oder hemmender Faktor für selbstbestimmtes Wohnen von Menschen mit Beeinträchtigung?

Rapport de Stage , 2014 , 30 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Zwei Jahre lang habe ich als Pflegefachkraft in einer Einrichtung der Behindertenhilfe gearbeitet. In dieser Zeit habe ich viele Menschen mit Beeinträchtigung kennen gelernt. Besonders eingeprägt hat sich bei mir die Erkenntnis, wie sehr diese Menschen in einer „Parallelwelt“ leben. Sie leben und arbeiten in eigens für sie errichteten Einrichtungen. Und auch in der Freizeit bleiben sie eher unter sich oder zumindest innerhalb der Familie. Durch diese Erfahrungen motiviert habe ich für mich ein Praktikum im Gesundheitsamt entschieden. Ich war interessiert daran, durch welche Methoden und Verfahren und nach welchen rechtlichen Grundlagen es zu Entscheidungen kommt, die das Wohnen und die Freizeit von Menschen mit Beeinträchtigung betreffen.

Für den größeren Teil der deutschen Bevölkerung ist Selbstbestimmung heute bereits seit der Kindheit selbstverständlich. Dieser Umstand ist wohl insbesondere der stabilen Demokratie geschuldet. Menschen mit Behinderung sehen sich im Vergleich vermehrt Grenzen und Fremdbestimmungen gegenüber. Ein Großteil der Betroffenen kann seinen Arbeitsplatz nicht frei wählen, sondern muss sich mit dem arrangieren, was angeboten wird. Viele haben nicht die Möglichkeit frei zu entscheiden, wo und mit wem sie leben wollen. Sie müssen auch erleben, dass Partnerschaften und Sexualität unterbunden werden. Die Freizeit, der Tag, die Mahlzeiten werden verplant und das „Taschengeld“ wird zugewiesen. Die meisten Wohnformen beinhalten eine relativ große Abhängigkeit der Betroffenen von anderen Menschen. Aber abhängig zu sein, bedeutet fremdbestimmt zu sein. Sind in einem ländlichen Landkreis alternative, mehr selbstbestimmte, Wohnformen überhaupt umsetzbar? Hat der ländliche Raum die erforderlichen Ressourcen? In Fachzeitschriften werden vermehrt innovative Modellprojekte für selbstbestimmtes Wohnen vorgestellt. Aber der größere Teil dieser Projekte wird in urbanen Gebieten umgesetzt. Können Menschen mit Behinderung in der Stadt eher selbstbestimmt leben?

In Teil II dieser Arbeit soll die Frage geklärt werden, ob der ländliche Raum ein fördernder oder hemmender Faktor für selbstbestimmtes Wohnen von Menschen mit Beeinträchtigungen ist. Um zu klären was unter selbstbestimmtes Wohnen zu verstehen ist, wird Selbstbestimmung aus der Sicht Betroffener erklärt. Außerdem werden die aktuelle Wohnsituation und dazugehörige Unterstützungsbedarfe von Menschen mit Beeinträchtigung dargelegt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Teil

1. Institution

1.1. Allgemeines

1.2. Hierachie

1.3. Leitbild

1.4. Aufgaben nach Abteilungen

II. Teil

1. Falldarstellungen

2. Ist der ländliche Raum ein fördernder oder hemmender Faktor für selbstbestimmtes Wohnen von Menschen mit Beeinträchtigungen?

2.1. Behinderung/ Beeinträchtigung

2.2. Der ländliche Raum

2.2.1.Definition und Merkmale

2.2.2. Soziale Ressourcen und Probleme des ländlichen Raums

2.3. Selbstbestimmung bei Beeinträchtigung

2.4. Wohnen mit Beeinträchtigung

Fazit

Persönliches Resümee

Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der ländliche Raum als fördernder oder hemmender Faktor für ein selbstbestimmtes Wohnen von Menschen mit Beeinträchtigungen fungiert. Dabei steht die Analyse der institutionellen Rahmenbedingungen sowie die Verknüpfung von sozialen Ressourcen und infrastrukturellen Gegebenheiten vor Ort im Fokus.

  • Analyse der Bedeutung des ländlichen Raums für Menschen mit Beeinträchtigung.
  • Untersuchung von Barrieren und Unterstützungsbedarfen in der Wohnsituation.
  • Kritische Reflexion der Selbstbestimmung unter Berücksichtigung individueller Wohnkarrieren.
  • Herausarbeitung der Potenziale ländlicher Sozialräume zur Inklusion.
  • Methodische Verknüpfung von theoretischen Erkenntnissen mit der Verwaltungspraxis.

Auszug aus dem Buch

2.2.1.Definition und Merkmale

Die Definition des ländlichen Raums ist abhängig von der Perspektive des Betrachters und der mit der Betrachtung verbundenen Absicht (Hoppe 2010, 23). Aus der politischen Perspektive wird der ländliche Raum eher problemfokussiert betrachtet. Wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationen werden den urbanen Räumen zugeschrieben und der ländliche Raum verbleibt als problematische Restkategorie. (vgl. Penke 2013,18) Dadurch entsteht nach Henckel et. al. (2010) eine sogenannte Nicht-Definition der ländlichen Räume (vgl., 284). Dieses Phänomen wird in den neuen Leitbildern der Raumordnung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung deutlich (vgl. BMVBS 2006). Hier wird der ländliche Raum als solcher nicht mehr definiert, sondern von Räumen mit Stabilisierungsbedarf und wirtschaftlichen Problemräumen gesprochen, deren Zukunft sich nur in Abhängigkeit zu den urbanen Räumen gestalten kann (vgl. Penke 2013,18). Im Alltagsverständnis wird der ländliche Raum mit Ländlichkeit, Natur, Landwirtschaft und kleinen Dörfern in Verbindung gebracht. Auch das Bundesinstitut für Bauwesen und Bauordnung definiert den ländlichen Raum zunächst über die zentralen Merkmale der Lage und Besiedlung.

Die Analyse zeigt auf, dass der so definierte ländliche Raum 60% der Fläche der BRD einnimmt, in ihm aber nur 18,1% der Bevölkerung leben und sich nur 11% aller Arbeitsplätze befinden (vgl. ebd.) (vgl. BBSR 2010). Aber das bedeutet nicht, dass der ländliche Raum bedeutungslos ist. Sowohl das BBSR als auch die gemeinsame EU-Agrarpolitik sehen die besondere Bedeutung des ländlichen Raums in seiner Multifunktionalität. Jede ländliche Region hat demnach eine spezifische Begabung, z.B. Tourismus oder Landwirtschaft, wodurch die Heterogenität ländlicher Räume begründet ist und wodurch das Leben in den urbanen Räumen erst möglich gemacht wird (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor beschreibt seine Motivation für den Praktikumsbericht aufgrund seiner Erfahrungen in der Behindertenhilfe und stellt die zentrale Fragestellung zur Rolle des ländlichen Raums vor.

1. Institution: Dieses Kapitel erläutert die organisatorische Einbettung des Gesundheitsamtes in die staatlichen Strukturen des Landkreises sowie dessen gesetzlichen Auftrag und Abteilungsstruktur.

1. Falldarstellungen: Hier werden beispielhafte "Wohnkarrieren" von Menschen mit Beeinträchtigung skizziert, um die Vielfalt der Wohnformen im Landkreis aufzuzeigen.

2. Ist der ländliche Raum ein fördernder oder hemmender Faktor für selbstbestimmtes Wohnen von Menschen mit Beeinträchtigungen?: Das Hauptkapitel analysiert theoretisch die Begriffe Behinderung, ländlicher Raum sowie Selbstbestimmung und diskutiert die Wechselwirkungen hinsichtlich der Wohnqualität.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der ländliche Raum zwar aktuell durch Versorgungsdefizite hemmend wirken kann, aber aufgrund vorhandener Ressourcen bei entsprechender Sozialraumorientierung ein großes förderndes Potenzial besitzt.

Persönliches Resümee: Der Autor reflektiert seine Praxiserfahrungen kritisch und betont die Notwendigkeit von Sozialraumorientierung und Gemeinwesenarbeit in der Arbeit als SozialarbeiterIn.

Schlüsselwörter

Ländlicher Raum, Selbstbestimmung, Menschen mit Beeinträchtigung, Wohnen, Eingliederungshilfe, Sozialraumorientierung, Inklusion, Gesundheitsamt, Teilhabe, Lebensqualität, Sozialpsychiatrischer Dienst, Barrierefreiheit, Gemeinwesenarbeit, Fremdbestimmung, ambulante Wohnbetreuung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie der ländliche Raum das selbstbestimmte Wohnen von Menschen mit Beeinträchtigungen beeinflusst und welche Rolle dabei die institutionellen und sozialen Bedingungen spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse des ländlichen Raums, dem Konzept der Selbstbestimmung, den verschiedenen Wohnformen für Menschen mit Beeinträchtigung sowie der Rolle kommunaler Institutionen wie dem Gesundheitsamt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob der ländliche Raum eher hemmend oder fördernd auf die Lebens- und Wohnsituation von Menschen mit Beeinträchtigung wirkt und wie Ressourcen optimaler genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, kombiniert mit eigenen Beobachtungen aus einem Praktikum und der Auswertung von Falldarstellungen im Kontext der Sozialen Arbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Begriffe Behinderung, Ländlicher Raum und Selbstbestimmung theoretisch definiert und in Bezug zueinander gesetzt, um die Bedingungen für ein selbstbestimmtes Wohnen kritisch zu beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Ländlicher Raum, Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung, Eingliederungshilfe und Sozialraumorientierung.

Inwiefern beeinflusst der ländliche Raum die Selbstbestimmung?

Der ländliche Raum kann durch infrastrukturelle Angebotslücken und soziale Kontrolle hemmend wirken, bietet aber durch hohe soziale Nähe und verfügbare Ressourcen auch Ansätze für Schutz, Sicherheit und individuelle Unterstützung.

Welches Fazit zieht der Autor für die Soziale Arbeit?

Der Autor schlussfolgert, dass Fachkräfte im ländlichen Bereich stärker auf Methoden der Sozialraumorientierung und Gemeinwesenarbeit setzen müssen, um Potenziale zu nutzen und strukturelle Barrieren abzubauen.

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Résumé des informations

Titre
Praktische Soziale Arbeit im Gesundheitsamt. Ist der ländliche Raum ein fördernder oder hemmender Faktor für selbstbestimmtes Wohnen von Menschen mit Beeinträchtigung?
Université
University of Vechta  (ISBS)
Cours
Praktikum
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
30
N° de catalogue
V335915
ISBN (ebook)
9783668258631
ISBN (Livre)
9783668258648
Langue
allemand
mots-clé
praktische soziale arbeit gesundheitsamt raum faktor wohnen menschen beeinträchtigung
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2014, Praktische Soziale Arbeit im Gesundheitsamt. Ist der ländliche Raum ein fördernder oder hemmender Faktor für selbstbestimmtes Wohnen von Menschen mit Beeinträchtigung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335915
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Extrait de  30  pages
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