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Bilinguale Frühförderung von hörgeschädigten Kindern

Titre: Bilinguale Frühförderung von hörgeschädigten Kindern

Dossier / Travail , 2012 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sandra Kraft (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Die Idee, eine Arbeit über die Personengruppe der Hörgeschädigten zu schreiben, kam mir, als ich zur Vorbereitung auf eine mündliche Studienleistung in einem Seminar über unterstützte Kommunikation eine Gruppe Gehörloser besuchte, um Eindrücke und Informationen direkt von Betroffenen zu sammeln. Als ich darüber nachdachte, wie ungewohnt es für mich ist, als einziger, die Sprache der Anwesenden nicht zu verstehen (dort wurde gebärdet), wurde mir erst bewusst, dass dieser Zustand für die Menschen im Raum Alltag sein muss, da schließlich die Mehrheit der lautsprachlich kommunizierenden Menschen keine Gebärdensprache beherrscht. Lediglich durch einen Dolmetscher konnte ich mich unterhalten, bis schließlich einer der Gehörlosen anfing, sich mir per Lautsprache mitzuteilen.

Damit fing ich an, mich für die vorliegende Arbeit in das Themenfeld der Hörgeschädigten/-pädagogik einzulesen, um mir ein Bild zu verschaffen. Dass dieses Themenfeld so komplex ist, wie es sich schließlich darstellte, hätte ich nicht erahnt. Tatsächlich liest man in diesem Themenbereich oft sehr ähnliche Fragestellungen, wie ich sie mir selbst stellte. Die Möglichkeiten des Lautspracherwerbs für gehörlose Menschen haben sich in den letzten Jahren durch technische/medizinische Fortschritte stetig verbessert.

Auf den ersten Blick, liest sich das als sehr positive Entwicklung, da man automatisch davon ausgeht, dass Menschen sich mit Lautsprache besser in der Gesellschaft bewegen können, als mit Gebärden. Dennoch begegneten mir in vielen Texten immer wieder Aussagen, die darauf hindeuten, dass Gebärdensprache deswegen nicht ausgeschlossen werden soll und durchaus hilfreich für die Entwicklung gehörloser Menschen sein kann. Sind das nun zwei Förderwege? Gebärden, oder Lautsprache? Warum nicht einfach beides?

Da im Studiengang der Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Begriff Inklusion gern und häufig benutzt wird, dachte ich mir, ich versuche auch darauf Bezug zu nehmen. Denn was spricht auf den ersten Blick nicht mehr für Inklusion, als die Förderung einer Sprache, die die Mehrheit spricht? Da sich der natürliche Spracherwerb einer Erstsprache in frühen Kindesjahren vollzieht, will ich meinen Fokus auf diesen vorschulischen Lebensabschnitt legen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hörschädigung

2.1 Hörgeschädigte

2.2 Technische Ausstattung

2.2.1 Hörgeräte

2.2.2. Cochlea-Implantat

2.3 Vorschulische Fördermöglichkeiten

3. Inklusion

4. Bilinguale Förderung im Sinne von Inklusion?

5. Die besondere Bedeutung der Frühförderung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob ein bilinguales Förderkonzept in der Früherziehung von hörgeschädigten Kindern fokussiert werden sollte, um ihnen einen Lebensweg unter dem Zeichen der Inklusion zu ermöglichen und Wahlfreiheit bei ihrer kommunikativen Entwicklung zu gewährleisten.

  • Grundlagen der Hörschädigung und Definition der Personengruppe.
  • Technische Möglichkeiten der Unterstützung (Hörgeräte und Cochlea-Implantat).
  • Analyse verschiedener vorschulischer Fördermethoden (lautsprachlich, gebärdensprachlich, bimodal/bilingual).
  • Verknüpfung der Förderung mit dem Inklusionsgedanken und dem Recht auf Selbstbestimmung gemäß UN-Behindertenrechtskonvention.
  • Bedeutung der frühen Weichenstellung für die Teilhabe an der Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

4. Bilinguale Methode

Bei diesem Ansatz werden zwei vollwertige Sprachsysteme, nämlich die Gebärden und die Lautsprache gefördert. Dieser Ansatz geht davon aus, dass beide Sprachsysteme als sich ergänzend und nicht ausschließend angesehen werden. Mögliche Verzögerungen beim Spracherwerb eines Systems können durch das andere System aufgefangen werden. Begonnen werden soll hierbei mit der Gebärdensprache, da sie schon kleinsten Kindern eine normale Kommunikation ermöglicht und ihre soziale, emotionale und kognitive Entwicklung fördert. Die Lautsprache wird dabei aber nicht außer Acht gelassen, da sie später den Kontakt zur hörenden Welt und vor allem auch zu umfassender Bildung ermöglicht (vgl. ebd., S. 8 f).

Bevor nun im Sinne der eingangs erwähnten Fragestellung auf die Vor- und Nachteile dieser Förderwege hinsichtlich eines Lebenswegs im Zeichen von Inklusion eingegangen wird, muss zunächst der Begriff der Inklusion selbst, wie er hier verstanden wird, definiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation und die Entstehung der Forschungsfrage zur bilingualen Frühförderung im Kontext des Inklusionsbegriffs.

2. Hörschädigung: Dieses Kapitel definiert die Zielgruppe der Hörgeschädigten, erläutert medizinisch-technische Hilfsmittel wie Hörgeräte und Cochlea-Implantate und stellt verschiedene vorschulische Förderansätze vor.

3. Inklusion: Hier wird der Inklusionsbegriff theoretisch hergeleitet, primär basierend auf der UN-Behindertenrechtskonvention, mit Fokus auf Teilhabe und Selbstbestimmung.

4. Bilinguale Förderung im Sinne von Inklusion?: Eine kritische Analyse der verschiedenen Förderwege, die zu dem Schluss kommt, dass ein bilinguales Konzept die besten Voraussetzungen für eine freie Identitätsentwicklung bietet.

5. Die besondere Bedeutung der Frühförderung: Dieses Kapitel unterstreicht die Wichtigkeit einer differenzierten Elternberatung, die bilinguale Ansätze als gleichwertige Option neben der reinen Lautspracherziehung betrachtet.

6. Fazit: Die Autorin bestätigt die Forschungsfrage positiv und plädiert dafür, bilinguale Konzepte in der Frühförderung stärker zu verankern, um Kindern möglichst viele Wege offen zu halten.

Schlüsselwörter

Bilinguale Frühförderung, Hörgeschädigte Kinder, Inklusion, Gebärdensprache, Lautsprache, Cochlea-Implantat, Hörgeräte, Teilhabe, Selbstbestimmung, UN-Behindertenrechtskonvention, Sprachentwicklung, Kommunikation, Pädagogisch-Audiologische Beratungsstellen, Wahlfreiheit, Frühförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Frühförderung hörgeschädigter Kinder und untersucht, welche Rolle verschiedene Sprachkonzepte für deren gesellschaftliche Teilhabe spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die medizinisch-technische Ausstattung (Hörgeräte, CI), die verschiedenen methodischen Förderwege der Sprache sowie der Inklusionsbegriff in Bezug auf Teilhabe und Selbstbestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob bilinguale Förderkonzepte (Gebärden- und Lautsprache) in der Früherziehung Priorität haben sollten, um hörgeschädigten Kindern eine inklusive Lebensgestaltung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse erziehungswissenschaftlicher sowie rehabilitationspädagogischer Fachquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Hörschädigung, stellt technische Hilfsmittel vor und bewertet die Vor- und Nachteile der lautsprachlichen, gebärdensprachlichen und bilingualen Förderwege.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Bilinguale Frühförderung, Inklusion, Teilhabe, Gebärdensprache, Lautsprache und Selbstbestimmung hörgeschädigter Kinder.

Warum wird die „sensible Phase“ des Spracherwerbs als so kritisch angesehen?

In den ersten Lebensjahren ist das Gehirn besonders empfänglich für sprachliche Stimulation. Wenn eine Erstsprache in dieser Zeit nicht stabil erworben wird, kann dies langfristig negative Auswirkungen auf die gesamte kognitive und sprachliche Entwicklung haben.

Welche Rolle spielt die Wahlfreiheit für die Autorin?

Die Autorin betont, dass Eltern und Fachkräfte die Wahlmöglichkeiten des Kindes nicht durch eine einseitige, frühzeitige Festlegung auf nur einen Kommunikationsweg unnötig einschränken sollten, um die spätere Selbstbestimmung nicht zu gefährden.

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Résumé des informations

Titre
Bilinguale Frühförderung von hörgeschädigten Kindern
Université
University of Marburg  (Erziehung- und Bildungswissenschaft)
Cours
Einführung in die Sozial- und Rehabilitationspädagogik
Note
1,3
Auteur
Sandra Kraft (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
17
N° de catalogue
V340180
ISBN (ebook)
9783668299429
ISBN (Livre)
9783668299436
Langue
allemand
mots-clé
bilinguale frühförderung kindern
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sandra Kraft (Auteur), 2012, Bilinguale Frühförderung von hörgeschädigten Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340180
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Extrait de  17  pages
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