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Aufklärung, Anleitung, emotionale Begleitung. Beratungsgespräche auf einer Chirurgisch-Orthopädischen Station

Title: Aufklärung, Anleitung, emotionale Begleitung. Beratungsgespräche auf einer Chirurgisch-Orthopädischen Station

Term Paper , 2016 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lisa Beer (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Die Aufklärung im Sinne einer gezielten Informationsweitergabe vor und nach einer Operation oder einer diagnostischen Maßnahme stellte eine äußerst wichtige Tätigkeit auf der Station im X-Klinikum dar. Mir wurde klar, dass dies nicht nur Aufgabe der Ärzte, sondern auch Aufgabe der Pflegenden war, da jene maßgeblich an der prae- und postoperativen Versorgung der PatientInnen beteiligt und gewissermaßen auch dafür verantwortlich waren. Die Tatsache, dass sich die meisten PatientInnen nach einer Aufklärung durch den Arzt noch einmal an die Pflegenden wandten, um Unklarheiten zu beseitigen und oft auch erst zu verstehen, was ihnen der Arzt vermitteln wollte, deute ich als ein Indiz dafür, dass auf der Station ein großer Bedarf an umfassenden und für den Betroffenen verständlich gemachten Informationsweitergabe- und Aufklärungsgesprächen bestand.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Vorstellung einer Chirurgisch - Orthopädischen Station

1.2 Potentieller Anleitungs-, Schulungs- und Beratungsbedarf der PatientInnen auf Station

1.3 Planung der Aufklärung, Anleitung und emotionalen Begleitung einer Patientin sowohl vor, als auch nach einem totalendoprothetischen Ersatz des Hüftgelenks

2 Hauptteil

2.1 Theoretische Überlegungen über das Vorgehen bei Aufklärungen, Anleitungen und emotionalen Begleitungen

2.2 Praktische Durchführung der Aufklärung, Anleitung und emotionalen Begleitung

2.2.1 Das Aufklärungsgespräch vor der Operation

2.2.2 Die emotionale Begleitung vor der Operation

2.2.3 Die Anleitung nach der Operation

3 Reflexion der durchgeführten Aufklärung, Anleitung und emotionalen Begleitung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Pflegeprozess sowie spezifische Beratungs- und Anleitungsgespräche bei einer Patientin mit Hüft-Totalendoprothese strukturiert und reflektiert in der pflegerischen Praxis anzuwenden. Dabei steht die ganzheitliche Versorgung, bestehend aus Wissensvermittlung und psychosozialer Unterstützung, im Mittelpunkt.

  • Strukturierung von pflegerischen Aufklärungs- und Beratungsgesprächen
  • Anleitung zur postoperativen Lagerung und Frühmobilisation
  • Einsatz empathischer Gesprächsführung zur emotionalen Unterstützung
  • Bedeutung der Patientenberatung als eigenverantwortliche Pflegeaufgabe
  • Integration von theoretischen Modellen in die praktische pflegerische Versorgung

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Die Anleitung nach der Operation

Bei der Anleitung nach der Operation stand für mich die korrekte Lagerung und Mobilisation der operierten Hüfte im Vordergrund, um das Risiko einer Luxation des frisch eingesetzten Hüftgelenks zu minimieren. Ich erklärte der Patientin, dass sie ihren Rumpf keinesfalls über 90 Grad beugen darf, aber nach dem siebten postoperativen Tag eine vorsichtige Flexion im betroffenen Hüftgelenk bis 90° in Ordnung sei (vgl. Heisel/Jerosch 2007, S.94). Dabei deutete ich mit Hilfe meiner beiden Arme an, wie weit sie das Kopfteil des Bettes maximal hochfahren dürfe und erklärte ihr, dass Sie bei der Frühmobilisation darauf achten soll, auch am Bettrand nicht im 90° Winkel zu sitzen, sondern das Bett etwas weiter nach oben fahren und ihr operiertes Bein strecken soll, sodass sich die Beugung unter 90° befindet.

Ich wies sie außerdem darauf hin, Außenrotationen zu meiden und die Beine nicht zu überkreuzen. Ich erklärte ihr, dass es gerade kurz nach der Operation und vor allem nachts sinnvoll sei, einen Keil zwischen die Beine zu legen, damit die Beine auch nicht versehentlich übereinander geschlagen werden können. Ich zeigte ihr den Keil und lagerte ihn zwischen ihren Beinen. Dann sagte ich ihr, dass Sie beim Sitzen im Rollstuhl, einem normalen Stuhl oder auch auf der Toilette mindestens für die nächsten 12 Wochen nach der Operation eine Sitzerhöhung benutzen sollte, sodass die Knie das Hüftniveau nicht überschreiten (vgl. Paetz 2013, S.568). Dabei zeigte ich ihr die Sitzerhöhung, die ich im Anschluss an das Gespräch an ihrer Toilette befestigte. In den nächsten Tagen beobachtete ich die Patientin und stellte fest, dass sie die Inhalte meiner Anleitung in die Tat umsetzte und mit Unterstützung der Physiotherapie rasche Fortschritte bezüglich der Mobilisation machte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel beschreibt das klinische Arbeitsumfeld sowie den hohen Bedarf an strukturierter pflegerischer Aufklärung, Beratung und emotionaler Begleitung auf einer chirurgisch-orthopädischen Station.

2 Hauptteil: Der Hauptteil verknüpft theoretische Konzepte der professionellen Gesprächsführung mit der praktischen Umsetzung bei einer 69-jährigen Patientin vor und nach einem Hüfteingriff.

3 Reflexion der durchgeführten Aufklärung, Anleitung und emotionalen Begleitung: In diesem Teil wird die praktische Anwendung der gewählten Methoden kritisch hinterfragt und der Lernerfolg für den eigenen Pflegealltag bewertet.

Schlüsselwörter

Pflegeprozess, Hüftgelenksersatz, Patientenberatung, Aufklärungsgespräch, Frühmobilisation, Schmerzmanagement, emotionale Begleitung, Anleitung, orthopädische Chirurgie, psychosoziale Aspekte, Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation, Patientenedukation, Lagerung, Luxationsprophylaxe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Pflegefachkraft bei der Aufklärung, Anleitung und emotionalen Unterstützung von PatientInnen auf einer chirurgisch-orthopädischen Station.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der präoperativen Vorbereitung, der postoperativen Mobilisation und Lagerung sowie der empathischen Begleitung der PatientInnen während des stationären Aufenthalts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die strukturierte und reflektierte Anwendung des Pflegeprozesses unter besonderer Berücksichtigung psychosozialer Aspekte bei einer Patientin mit Hüft-Totalendoprothese.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Verknüpfung von pflegetheoretischen Grundlagen, pflegewissenschaftlicher Literatur und der praktischen Fallreflexion (Fallbeispiel einer Patientin).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert theoretische Ansätze zur Gesprächsführung und dokumentiert konkret die Durchführung von Aufklärungs-, Beratungs- und Anleitungssequenzen bei einer 69-jährigen Patientin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Pflegeprozess, Patientenberatung, Hüft-Totalendoprothese, empathische Gesprächsführung und Kompetenzförderung.

Welche Bedeutung hat das Gespräch vor der Operation für die Patientin?

Das Gespräch dient dazu, Ängste abzubauen, Informationen zum operativen Ablauf zu vermitteln und Vertrauen durch eine empathische Haltung aufzubauen.

Warum ist die postoperative Anleitung zur Lagerung so wichtig?

Die Anleitung ist entscheidend, um das Risiko einer Luxation des neuen Hüftgelenks durch falsche Bewegungen oder Sitzhaltungen zu minimieren und den Heilungserfolg zu sichern.

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Details

Title
Aufklärung, Anleitung, emotionale Begleitung. Beratungsgespräche auf einer Chirurgisch-Orthopädischen Station
College
University of applied Sciences Regensburg
Grade
1,7
Author
Lisa Beer (Author)
Publication Year
2016
Pages
11
Catalog Number
V345153
ISBN (eBook)
9783668354722
ISBN (Book)
9783668354739
Language
German
Tags
pflege beratungsgespräch pflege dual anleitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Beer (Author), 2016, Aufklärung, Anleitung, emotionale Begleitung. Beratungsgespräche auf einer Chirurgisch-Orthopädischen Station, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345153
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