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(K)ein Aufwand für den Aufwand. Was ist Journalismus den Rezipierenden wert?

Online-Befragung zu Medienausgaben, Zahlungs- und Spendenbereitschaft sowie Toleranz von Werbung mit besonderem Schwerpunkt auf den (Nicht-)Gebrauch von Adblockern

Titre: (K)ein Aufwand für den Aufwand. Was ist Journalismus den Rezipierenden wert?

Thèse de Master , 2016 , 210 Pages , Note: 2

Autor:in: Jonas Kühnapfel (Auteur)

Médias / Communication - Journalisme
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Zukunft des Journalismus ist ein heiß diskutiertes Thema bei allen, die sich mit dem Komplex Journalismus und Neue Medien beschäftigen. Die Digitalisierung ist der treibende Motor für Veränderungsprozesse. Sie verleiht JournalistInnen einerseits neue Möglichkeiten, räumt aber andererseits dem Journalismus gegenüber dem User Generated Content immer weniger Bedeutung ein. Denn eine journalistische Existenzgrundlage ist nur dann gewährleistet, wenn die RezipientInnen bereit sind, dem journalistischen Aufwand einen eigenen (finanziellen) Aufwand entgegenzubringen.

Der Aufwand, den die RezipientInnen aufbringen, wird in dieser Arbeit anhand der Medienausgaben, der Zahlungs- und Spendenbereitschaft sowie der Toleranz von Werbung, insbesondere das Deaktivieren von Adblockern, untersucht. Als Methode dient eine Online-Befragung. Von besonderem Interesse sind Personen zwischen 18 und 35 Jahre. Demnach zahlen jüngere Personen eher für den Konsum von Online-Medien als ältere. Dafür nutzen sie aber auch häufiger Adblocker. Sie sind die MerkmalsträgerInnen einer sich verändernden Mediennutzung. Dieses Buch liefert einen umfassenden Überblick, die Konstruktion einer Herangehensweise und in den Ergebnissen die eine oder andere Überraschung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

1 Forschungsthema

2 Aufbau der Arbeit

II Medien beziehungsweise Informationskanäle

1 Medienentwicklung

1.1 Digitalisierung

1.2 Veränderung der Gatekeeper-Funktion

1.3 Konvergenz

1.3.1 Konvergenz der Technologien

1.3.2 Konvergenz der Funktionen

1.3.3 Konvergenz der Unternehmen

1.4 Ökonomisierung

1.5 Zwischenfazit

2 Einnahmen

2.1 Fernsehen

2.1.1 Werbung

2.1.2 Gebühren

2.1.3 Pay-TV

2.2 Radio

2.2.1 Werbung

2.2.2 Gebühren

2.3 Zeitungen und Zeitschriften

2.3.1 Werbung

2.3.2 Einzelverkauf

2.3.3 Abonnement

2.3.4 Vermietung

2.4 Onlinemedien

2.4.1 Werbung

2.4.2 Paid Content

2.5 Crowdfunding

2.6 Zwischenfazit

III RezipientInnen beziehungsweise NutzerInnen

1 Paradigmen in der Mediennutzungsforschung

1.1 Rational Choice

1.2 Uses and Gratification Approach

1.3 Erweiterungen des Uses and Gratification-Ansatzes

1.4 Selective Exposure-Ansatz

1.5 Repertoire-Ansatz

1.6 SINUS-Milieutypologie

1.7 Zwischenfazit

2 Motive beziehungsweise Motivationen

2.1 Informatorischer Nutzen

2.2 Soziale Motive

2.3 Unterhaltung

2.4 Gewohnheit

2.5 Zwischenfazit

3 Mediennutzung im Wandel

3.1 Komplementarität

3.2 Substitution

3.3 Fragmentierung

3.4 Zwischenfazit

4 Kontakt mit beziehungsweise Konsum von Medien

4.1 Fernsehen

4.2 Radio

4.3 Zeitungen und Zeitschriften

4.4 Onlinemedien

4.5 Nicht-österreichische Daten und Korrelationen

4.6 Zwischenfazit

5 (K)ein Aufwand für den Aufwand

5.1 Zahlungs(un)willigkeit

5.2 Spendenbereitschaft

5.3 Toleranz von Werbung

5.4 Zwischenfazit

IV Erkenntnisinteresse

1 Problemstellung

2 Forschungsfragen und Hypothesen

2.1 Mediennutzung

2.2 Zahlung(un)willigkeit

2.3 Spendenbereitschaft

2.4 Toleranz von Werbung

V Operationalisierung

1 Methode

2 Pretest

3 Fragen und Indikatoren

3.1 Mediennutzung

3.2 Zahlungs(un)willigkeit, Spendenbereitschaft und Toleranz von Werbung

3.3 Personenbezogene und demographische Fragen

4 Feldphase

VI Ergebnisse

1 Mediennutzung

2 Zahlungs(un)willigkeit

3 Spendenbereitschaft

4 Toleranz von Werbung

VII Fazit

VIII Quellenangaben

1 Literaturverzeichnis

2 Internetquellen

3 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern RezipientInnen bereit sind, für journalistische Inhalte Aufwand zu betreiben. Dies umfasst sowohl finanzielle Zahlungen als auch die Aufmerksamkeit für Werbebotschaften sowie die Spendenbereitschaft für Crowdfunding-Projekte, wobei der Fokus auf der Rolle der Digitalisierung und den Präferenzen junger Menschen liegt.

  • Wandel der Mediennutzung und Bedeutung der Digitalisierung
  • Einflussfaktoren auf die Zahlungsbereitschaft für Online-Medien
  • Finanzierungsmodelle wie Abonnement, Pay-TV und Crowdfunding
  • Umgang mit Werbung und Adblockern
  • Identifikation relevanter Nutzungsmotive und Zielgruppen

Auszug aus dem Buch

1.2 Veränderung der Gatekeeper-Funktion

Eine Folge der Digitalisierung ist der Bedeutungsverlust des Journalismus, weil laut Ollrog (vgl. 2014, S. 118 – 119) die massenmediale Verbreitung von Informationen, „One-to-Many“ (Ollrog, 2014, S. 118), der Individualkommunikation, „One-to-One oder Many-to-Many“ (Ollrog, 2014, S. 118 – 119), gewichen ist. Privat kommuniziert wird im Internet über Netzwerke, auch über die Themen, über die JournalistInnen berichten. Allerdings wählen die InternetnutzerInnen die Themen je nach Interesse aus, und sie orientieren sich an Personen aus ihrem Online-Bekanntenkreis. Insofern wird in der Öffentlichkeit der Online-Netzwerke zwar partiell auf journalistische Medienprodukte zurückgegriffen, hergestellt wird Öffentlichkeit aber unabhängig vom Journalismus. Ihre Rolle als „Gatekeeper“ (Weigert, 2014, S. 249) haben die klassischen Massenmedien nach Ansicht von Weigert (vgl. 2014, S. 249) eingebüßt, weil NutzerInnen online in der Lage sind, selbst Beiträge zu gestalten und über soziale Netzwerke Informationen auszutauschen. Die UserInnen sind zwar keine professionellen JournalistInnen, sie können aber dennoch beobachten, berichten und kommentieren.

In dieser Forschungsarbeit geht es um den Aufwand, den NutzerInnen bereit sind, für journalistische Medienprodukte aufzubringen, das heißt für One to Many Kommunikation. Der Bedeutungsverlust dieser Kommunikationsform könnte dazu geführt haben, dass die von RezipientInnen empfundene Wertigkeit des Journalismus ebenfalls gesunken ist und Rezipierende somit journalistische Arbeit in geringerem Ausmaß honorieren würden. Denn InternetuserInnen sind nicht auf JournalistInnen angewiesen, um Informationen zu erhalten. Schließlich sind RezipientInnen online nicht mehr nur RezipientInnen – sie, die selbst KommunikatorInnen sind, füllen das Web mit ihren eigenen Inhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Definiert das Forschungsthema der Zahlungsbereitschaft für journalistischen Aufwand und erläutert den Aufbau der Arbeit.

II Medien beziehungsweise Informationskanäle: Analysiert die technologischen und ökonomischen Entwicklungen der Medien sowie verschiedene Erlösquellen.

III RezipientInnen beziehungsweise NutzerInnen: Untersucht theoretische Paradigmen der Mediennutzung, Motive und den Wandel der Mediennutzung.

IV Erkenntnisinteresse: Formuliert die forschungsleitenden Fragestellungen und Hypothesen zur Mediennutzung, Zahlungsbereitschaft und Werbetoleranz.

V Operationalisierung: Beschreibt die methodische Vorgehensweise, den Aufbau des Online-Fragebogens, den Pretest und die Feldphase.

VI Ergebnisse: Präsentiert die empirische Auswertung der 35 Forschungsfragen anhand der erhobenen Daten.

VII Fazit: Reflektiert die Ergebnisse und zieht Rückschlüsse auf die zukünftige Finanzierbarkeit von Journalismus.

Schlüsselwörter

Journalismus, Mediennutzung, Digitalisierung, Zahlungsbereitschaft, Crowdfunding, Werbetoleranz, Adblocker, Paid Content, Medienkonvergenz, Gatekeeper, Online-Medien, Medienrepertoire, Nutzermotive, Internet, Medienökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen Nutzer bereit sind, einen Aufwand für journalistische Inhalte zu leisten, sei es durch finanzielle Zuwendungen oder Akzeptanz von Werbung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die ökonomischen Veränderungen der Medienbranche, die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Nutzerverhalten sowie die verschiedenen Finanzierungsformen des Journalismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, inwiefern Rezipienten bereit sind, für welche Form journalistischen Aufwands welchen Aufwand – finanziell oder durch Aufmerksamkeit – aufzubringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein quantitativer Ansatz gewählt, der durch eine standardisierte Online-Befragung umgesetzt wird, um das Mediennutzungs- und Zahlungsverhalten der Zielgruppe zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Medienstrukturen und Nutzerverhalten sowie einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten mittels Hypothesentests analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Kernbegriffe sind Journalismus, Zahlungsbereitschaft, Digitalisierung, Werbetoleranz, Adblocker-Nutzung, Medienkonvergenz und Crowdfunding.

Wie unterscheidet sich das Mediennutzungsverhalten von Digital Natives im Vergleich zu älteren Zielgruppen?

Die Studie deutet darauf hin, dass die jüngere Zielgruppe der 18- bis 35-Jährigen eher mobil auf Informationen zugreift, während klassische, gedruckte Formate eher von älteren Personen genutzt werden.

Welche Rolle spielen Adblocker in der Untersuchung?

Adblocker werden als Mittel zur Beeinflussung der Werbeeinnahmen von Online-Medien analysiert, wobei besonders die Bereitschaft zur Deaktivierung bei drohenden Einschränkungen (Paywalls) im Fokus steht.

Warum wird Crowdfunding als Finanzierungsmodell in Betracht gezogen?

Crowdfunding stellt eine alternative Form der Finanzierung dar, die insbesondere für investigative oder regionale Projekte relevant sein kann und die Partizipation der Nutzer fördert.

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Résumé des informations

Titre
(K)ein Aufwand für den Aufwand. Was ist Journalismus den Rezipierenden wert?
Sous-titre
Online-Befragung zu Medienausgaben, Zahlungs- und Spendenbereitschaft sowie Toleranz von Werbung mit besonderem Schwerpunkt auf den (Nicht-)Gebrauch von Adblockern
Université
FH Vienna  (Journalismus & Medienmanagement)
Note
2
Auteur
Jonas Kühnapfel (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
210
N° de catalogue
V347017
ISBN (ebook)
9783668365896
ISBN (Livre)
9783668365902
Langue
allemand
mots-clé
Crowdfunding Neue Medien Zahlungsbereitschaft Werbung Adblocker Journalismus New Media Social Media Online-Befragung Fragebogen Kommunikationswissenschaft Publizistik Journalist Spendenbereitschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jonas Kühnapfel (Auteur), 2016, (K)ein Aufwand für den Aufwand. Was ist Journalismus den Rezipierenden wert?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/347017
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Extrait de  210  pages
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