Problemhintergrund der vorliegenden Arbeit soll sein: brauchen alte Menschen wirklich mehrere Medikament um „gesund“ alt zu werden oder machen diese erst krank. Ist weniger nicht mehr?
Es fiel ein erhöhter Medikamentenkonsum, der als Hausmedikation angegeben wurde und oft auch mit vom Hausarzt unterschriebenen Plänen nachgewiesen wurde, auf im Alltag einer kardiologischen Station eines Krankenhauses der Grund- und Regelversorgung. Die Patienten, die stationär aufgenommen wurden, zeigten eine nicht unerhebliche, oft verschiedenartige Medikation.
In ärztlichen und pflegerischen Visiten fiel zunehmend auf, dass die Medikamente nicht namentlich benannt wurden, in Farben klassifiziert wurden und die Indikation dem älteren Menschen nicht bekannt war. Der Arzt hatte verschrieben und das wurde nicht hinterfragt. Der Eindruck entstand, dass eine fehlende Compliance, auch eine fehlende Autonomie und in Fragestellen der eigenen Kompetenz, Patienten veranlasste, die Medikamente widerspruchslos ohne Hinterfragen oder Auseinandersetzen einzunehmen. Die Patienten fühlten sich auch mit den Medikamenten eingeschränkt und krank.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 Der Ältere Mensch und seinen Lebensumwelt
1.2. Der ältere Mensch und seine Gesundheit mit Medikamenten.
2. METHODIK
2.1. Datenbankrecherche
2.2. Beobachtungsstudie
3. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
4. DISKUSSION
4.1. Wichtige Botschaften
4.2. Prävention für die Zukunft
5. RESÜMEE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Problem der Polypharmazie bei älteren Menschen, um zu ergründen, ob eine reduzierte Medikamenteneinnahme die Lebensqualität und Autonomie im Alter verbessern kann. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob die gängige Praxis der Multimedikation bei geriatrischen Patienten medizinisch notwendig ist oder eher zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes beiträgt.
- Analyse der gesundheitlichen Auswirkungen von Polypharmazie bei Patienten über 65 Jahren.
- Untersuchung der Verschreibungspraxis und der fehlenden Abstimmung zwischen verschiedenen Fach- und Hausärzten.
- Betrachtung von Sturzrisiko, Medikamentennebenwirkungen und dem Verlust kognitiver Selbstbestimmung.
- Evaluierung von Präventionskonzepten zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit.
- Diskussion über die Rolle der Pflege und Hausärzte bei der Optimierung der Therapiepläne.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Problemhintergrund der vorliegenden Arbeit soll sein: brauchen alte Menschen wirklich mehrere Medikament um „gesund“ alt zu werden oder machen diese erst krank. Ist weniger nicht mehr?
Es fiel ein erhöhter Medikamentenkonsum, der als Hausmedikation angegeben wurde und oft auch mit vom Hausarzt unterschriebenen Plänen nachgewiesen wurde, auf im Alltag einer kardiologischen Station eines Krankenhauses der Grund- und Regelversorgung. Die Patienten, die stationär aufgenommen wurden, zeigten eine nicht unerhebliche, oft verschiedenartige Medikation. In ärztlichen und pflegerischen Visiten fiel zunehmend auf, dass die Medikamente nicht namentlich benannt wurden, in Farben klassifiziert wurden und die Indikation dem älteren Menschen nicht bekannt war. Der Arzt hatte verschrieben und das wurde nicht hinterfragt. Der Eindruck entstand, dass eine fehlende Compliance, auch eine fehlende Autonomie und in Fragestellen der eigenen Kompetenz, Patienten veranlasste, die Medikamente widerspruchslos ohne Hinterfragen oder Auseinandersetzen einzunehmen. Die Patienten fühlten sich auch mit den Medikamenten eingeschränkt und krank.
Zu Beginn der Recherche waren die Patienten, die deutlich mehr wie vier Medikamente einnehmen, sind nicht mehr selten. Die Patienten zwischen 70 – 90 Jahren haben oft 5 – 10 Diagnosen, die leitliniengerecht therapiert werden. Ein Patient hat häufig einen Myokardinfarkt erlebt, dazu kommt eine exazerbierte Lungenerkrankung und ein Ulcus des Magens oder Darmes.
Einer Multimedikation ist der Weg bereitet. Viele Betroffenen üben noch eine Selbstmedikation mit Life style Produkten, Bagatellerkrankungen, Vitaminen, Laxanzien und diversen Schlafmittel aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Multimedikation bei Senioren ein und beleuchtet den medizinischen Alltag sowie die Ausgangslage der Patienten.
1.1 Der Ältere Mensch und seinen Lebensumwelt: Hier werden demografische Daten und die sozialen Lebensumstände älterer Menschen in Deutschland sowie deren Einfluss auf die Gesundheit dargelegt.
1.2. Der ältere Mensch und seine Gesundheit mit Medikamenten.: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der physiologischen Veränderungen im Alter sowie spezifischer Erkrankungsbilder und deren medikamentöse Therapie.
2. METHODIK: Dieser Abschnitt erläutert die Herangehensweise der Arbeit, unterteilt in eine Datenbankrecherche und eine durchgeführte Beobachtungsstudie.
2.1. Datenbankrecherche: Beschreibung der systematischen Suche in medizinischen und soziologischen Datenbanken zur Identifikation relevanter Studien und Fachliteratur.
2.2. Beobachtungsstudie: Erläuterung der qualitativen Befragung von Patienten auf einer kardiologischen Station zur Erfassung ihrer Medikationssituation.
3. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Beobachtungsstudie hinsichtlich der Medikationshäufigkeit und der Compliance der befragten Patienten.
4. DISKUSSION: Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen unter Berücksichtigung internationaler Studien und fachwissenschaftlicher Literatur.
4.1. Wichtige Botschaften: Herausarbeitung zentraler Handlungsfelder zur Reduzierung von Medikationsfehlern und zur Verbesserung der Therapiesicherheit.
4.2. Prävention für die Zukunft: Vorstellung von Strategien und politischen sowie strukturellen Ansätzen für ein gesundes Altern und eine bessere Arzneimittelversorgung.
5. RESÜMEE: Zusammenfassendes Fazit, das die Notwendigkeit eines reflektierten und sparsamen Umgangs mit Medikamenten im Alter unterstreicht.
Schlüsselwörter
Polypharmazie, Multimedikation, Arzneimittelsicherheit, Geriatrie, Patientenautonomie, Compliance, Gesundheitsförderung, Prävention, Lebensqualität, Arzneimittelnebenwirkungen, Medikationskaskade, Alter, Multimorbidität, Medikamentenmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Hinterfragung der Medikamenteneinnahme bei älteren Menschen und untersucht, ob eine hohe Anzahl an verordneten Medikamenten (Polypharmazie) tatsächlich gesundheitsfördernd ist oder eher als Krankheitsauslöser fungiert.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt Themen wie Multimorbidität, die Verschreibungskaskade, das Sturzrisiko, die Rolle der Hausärzte und Fachärzte bei der Medikationsabstimmung sowie präventive Ansätze in der Geriatrie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass weniger Medikamente im Alter oft mehr Lebensqualität bedeuten und wie durch eine bessere Koordination der ärztlichen Versorgung eine sicherere Arzneimitteltherapie erreicht werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden wurden angewandt?
Die Autorin kombiniert eine theoretische Datenbankrecherche mit einer praktischen Beobachtungsstudie an Patienten einer kardiologischen Station, um subjektive Wahrnehmungen mit klinischen Fakten zu vergleichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die soziologischen und physiologischen Hintergründe des Alterns analysiert als auch die Ergebnisse der eigenen Befragung präsentiert, welche die mangelnde Kommunikation zwischen Ärzten und die Unwissenheit der Patienten über ihre Medikation aufdeckt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Polypharmazie, Arzneimittelsicherheit, Geriatrie, Multimorbidität und Prävention.
Warum spielt die Kommunikation zwischen Fach- und Hausärzten laut der Autorin eine so entscheidende Rolle?
Die Autorin stellt fest, dass Patienten oft von mehreren Ärzten Medikamente erhalten, ohne dass diese voneinander wissen. Dies führt zu unkontrollierter Multimedikation und gefährlichen Wechselwirkungen, weshalb eine zentrale Schnittstelle für die Medikationskontrolle dringend erforderlich ist.
Welche Bedeutung misst die Arbeit der Rolle der Pflege bei?
Die Pflege nimmt laut Arbeit eine Schlüsselrolle ein, da sie den Alltag der Patienten eng begleitet und durch gezielte Maßnahmen wie eine bessere Gestaltung von Medikamentenpackungen oder die Unterstützung bei der Einnahme maßgeblich zur Therapiesicherheit beitragen kann.
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- Heike Hirschmann (Autor), 2014, Polypharmazie bei älteren Patienten. Ist weniger nicht mehr?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350925