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Geldwäscheprävention in Factoringinstituten. Die Gefährdungsanalyse als Ausgangspunkt einer risikoorientierten Geldwäschebekämpfung

Title: Geldwäscheprävention in Factoringinstituten. Die Gefährdungsanalyse als Ausgangspunkt einer risikoorientierten Geldwäschebekämpfung

Bachelor Thesis , 2011 , 67 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Markus Wenninger (Author)

Business economics - General
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Factoringinstitute gelten seit der Umsetzung des Jahressteuergesetzes 2009 als sogenannte Verpflichtete im Sinne des Geldwäschegesetzes. Demzufolge sind derartige Institute angehalten, geeignete Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung in ihrer Geschäftsstruktur zu implementieren. Die risikoorientierte Gefährdungsanalyse dient dabei als Ausgangsbasis und zentrale Informationsgewinnung.

Die Zahl der registrierten Geldwäschefälle in Deutschland ist über die letzten Jahre stetig gestiegen. Gleichzeitig stellt das Produkt Factoring ein immer wichtiger werdendes Finanzierungsinstrument für Unternehmen dar. Es ist daher anzunehmen, dass auch dieser Finanzsektor der Geldwäschegefahr ausgesetzt ist.

Da sich die Factoring-Branche von den klassischen Kreditinstituten hinsichtlich ihres Geschäftsmodells stark unterscheidet, werden die Herangehensweise und der konzeptionelle Aufbau einer Gefährdungsanalyse aus dem Blickwinkel eines Factoringinstituts untersucht. Der Weg führt dabei von der Beschreibung der allgemeinen Institutsangaben über die Darstellung der Geschäftsbereiche bis hin zur Erläuterung der Kunden-, Produkt- und Transaktionsstruktur. Als die größten Unterschiede im Bereich der Kundenstruktur werden die Rechtsform der Kunden sowie die Branchenspezialisierung im Factoring identifiziert. Die Produkt- und Transaktionsstrukturen gestalteten sich ebenfalls als sehr speziell.

Im nächsten Schritt werden die einzelnen Geschäftsbereiche mit Hilfe ausgewählter Risikoindikatoren auf ihr Gefährdungspotential untersucht. Im Hauptfokus stehen dabei die Kunden-, Produkt-, Transaktions-, Länder- und Mitarbeiterrisiken. Als Informationsquellen dienen hierfür vor allem verschiedene Rundschreiben der BaFin, Gesetzestexte und andere interne Erfahrungswerte.

Im Ergebnis wird mit einem Beispielvorgang eine mögliche Risikobewertung eines Geschäftsvorfalls aufgezeigt und über die Darstellung des Gefährdungspotentials in die Risikoklassen gemäß Geldwäschegesetz eingeteilt. Aus dieser Einteilung heraus werden anschließend mögliche Präventionsmaßnahmen - von den vereinfachten bis zu den verstärkten Sorgfaltspflichten - erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Überblick

1.2 Vorgehensweise

2 Grundlagen der Geldwäsche

2.1 Anfänge und Begriffsdefinition

2.2 Phasen der Geldwäsche

2.2.1 Platzierung / Placement

2.2.2 Verschleierung / Layering

2.2.3 Integration

2.3 Akteure und Täter

2.4 Geldwäsche in Deutschland

3 Factoring in Deutschland

3.1 Funktionsweise des Factorings

3.2 Factoring-Varianten

3.3 Factoring in der Praxis

4 Gefährdungsanalyse als Ausgangspunkt

4.1 Ziele der Gefährdungsanalyse

4.2 Risikobasierter Ansatz

4.3 Allgemeine Anforderungen

4.3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

4.3.2 Umfang und Reichweite

4.3.3 Methodik der Datenerhebung

5 Aufbau einer Gefährdungsanalyse im Factoring

5.1 Institutsspezifische Bestandsaufnahme

5.1.1 Allgemeine Institutsangaben

5.1.2 Kundenstruktur

5.1.3 Produktstruktur

5.1.4 Transaktionsstruktur

5.2 Identifizierung und Bewertung der Risiken

5.2.1 Kundenbezogene Risiken

5.2.2 Produktbezogene Risiken

5.2.3 Transaktionsrisiken

5.2.4 Länderrisiken

5.2.5 Mitarbeiterrisiken

5.3 Darstellung des Gefährdungspotentials

5.4 Klassifizierung der Risiken gemäß GwG

5.4.1 Normale Sorgfaltspflichten

5.4.2 Vereinfachte Sorgfaltspflichten

5.4.3 Verstärkte Sorgfaltspflichten

5.5 Ableitung von Präventionsmaßnahmen

5.5.1 „Know-Your-Customer“- Prinzip

5.5.2 Organisatorische Maßnahmen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Factoringinstitute eine risikoorientierte Gefährdungsanalyse gemäß dem Geldwäschegesetz (GwG) aufbauen und umsetzen können, um den speziellen Anforderungen ihres Geschäftsmodells gerecht zu werden. Die Arbeit dient als Anleitung zur Strukturierung interner Risikoprüfungen und der Ableitung angemessener Präventionsmaßnahmen.

  • Grundlagen der Geldwäsche und der gesetzlichen Anforderungen an Factoringinstitute
  • Methodische Vorgehensweise bei der Erstellung einer institutsspezifischen Gefährdungsanalyse
  • Analyse und Bewertung spezifischer Risikofelder (Kunden-, Produkt-, Transaktions-, Länder- und Mitarbeiterrisiken)
  • Klassifizierung von Risiken und Ableitung notwendiger Sorgfaltspflichten

Auszug aus dem Buch

2.2 Phasen der Geldwäsche

Der tatsächliche Ablauf der Geldwäsche kann im Prinzip lediglich vermutet bzw. eigentlich nur von den Tätern detailliert erklärt werden. In der Literatur hat sich dennoch das sogenannte 3-Phasen-Modell etabliert, welches zumindest die grundsätzlichen Merkmale des Geldwäscheprozesses darstellen soll:

Seit dem 11. September 2001 rückt neben der klassischen Geldwäsche auch zunehmend die Überwachung von Terrorismusfinanzierung in den Focus der Geldwäscheprävention. Obwohl es sich eigentlich um unterschiedliche Tatbestände handelt, sind die Erscheinungsformen hinsichtlich des Phasenmodells sehr ähnlich. Auch gleichen sich weitestgehend die für Finanzdienstleistungsinstitute notwendigen Präventionsmaßnahmen. Insofern wird auf eine gesonderte Betrachtung der Terrorismusfinanzierung an dieser Stelle verzichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesetzliche Einordnung von Factoringinstituten als Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz ein und erläutert die Notwendigkeit einer Gefährdungsanalyse.

2 Grundlagen der Geldwäsche: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Geldwäsche, die drei klassischen Phasen des Geldwäscheprozesses sowie die verschiedenen Akteure und Täter im kriminellen Umfeld.

3 Factoring in Deutschland: Das Kapitel bietet einen Einblick in den Factoring-Markt, erklärt die Funktionsweise des Factoring-Dreiecks und stellt die verschiedenen Varianten sowie die Praxis des Forderungsankaufs vor.

4 Gefährdungsanalyse als Ausgangspunkt: Hier werden die Ziele und der risikobasierte Ansatz der Gefährdungsanalyse sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Methodik der Datenerhebung definiert.

5 Aufbau einer Gefährdungsanalyse im Factoring: Der Hauptteil beschreibt detailliert die institutsindividuelle Bestandsaufnahme, die Bewertung verschiedener Risikokategorien und die Ableitung von Präventionsmaßnahmen.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Gefährdungsanalyse ein zentrales Element zur Geldwäschebekämpfung darstellt und Factoringinstitute zur effizienten Integration dieser Vorgaben in ihre Organisationsstruktur verpflichtet.

Schlüsselwörter

Geldwäscheprävention, Factoring, Gefährdungsanalyse, Geldwäschegesetz, GwG, Risikobasierter Ansatz, Know-Your-Customer, Transaktionsrisiko, Kundenrisiko, Produktrisiko, Compliance, Sorgfaltspflichten, Geldwäschebeauftragter, BaFin, Risikoklassen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung in Factoringinstituten durch eine risikoorientierte Gefährdungsanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die gesetzlichen Grundlagen zur Geldwäscheprävention, die spezifische Modellierung des Factoring-Geschäfts und die methodische Bewertung von Risiken.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Factoringinstituten eine Anleitung an die Hand zu geben, wie sie eine individuelle Gefährdungsanalyse erstellen, um den aufsichtsrechtlichen Anforderungen des Geldwäschegesetzes zu entsprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse und konzeptionelle Herleitung, ergänzt durch Fachinformationen von Institutionen wie der BaFin und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt den systematischen Aufbau einer Gefährdungsanalyse, von der Bestandsaufnahme bis hin zur Einteilung in Risikoklassen und der Ableitung spezifischer Präventionsmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geldwäscheprävention, Factoring, Risikobasierter Ansatz, Gefährdungsanalyse und Know-Your-Customer charakterisiert.

Warum ist eine Gefährdungsanalyse speziell für Factoringinstitute neu?

Da Factoringinstitute erst seit der Umsetzung des Jahressteuergesetzes 2009 als Verpflichtete nach dem GwG gelten, war die Erstellung solcher Risikoanalysen zuvor vorrangig auf das klassische Bankgeschäft beschränkt.

Wie unterscheidet sich Factoring von klassischen Bankprodukten in Bezug auf Geldwäscherisiken?

Factoring unterscheidet sich durch seine spezifische Drei-Parteien-Beziehung (Factoringgeber, Factoringnehmer, Drittschuldner), bei der der Drittschuldner bei Vertragsabschluss oft noch nicht identifizierbar ist, was das Risikoprofil beeinflusst.

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Details

Title
Geldwäscheprävention in Factoringinstituten. Die Gefährdungsanalyse als Ausgangspunkt einer risikoorientierten Geldwäschebekämpfung
College
( European University of Applied Sciences Hamburg )
Grade
1,5
Author
Markus Wenninger (Author)
Publication Year
2011
Pages
67
Catalog Number
V351135
ISBN (eBook)
9783668494039
ISBN (Book)
9783668494046
Language
German
Tags
Controlling Finanzierung Factoring Geldwäsche Gefährdungsanalyse Risikobewertung Finanzierungsform Factoringinstitut Finanzdienstleistung Finanzdienstleister Leasing KWG GWG Risikotragfähigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Wenninger (Author), 2011, Geldwäscheprävention in Factoringinstituten. Die Gefährdungsanalyse als Ausgangspunkt einer risikoorientierten Geldwäschebekämpfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351135
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