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Werbung in der nationalsozialistischen Diktatur. Vom Mittel wirtschaftlicher Konkurrenz zum Propagandainstrument politischer Ideologien

Title: Werbung in der nationalsozialistischen Diktatur. Vom Mittel wirtschaftlicher Konkurrenz zum Propagandainstrument politischer Ideologien

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dominik Thale (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Soldaten, die für Halstabletten werben; Kameras, die aufgrund ihrer Herstellung im Krieg Leben retten können; nur Pellkartoffeln essen, da das Schneiden von Kartoffeln einen Verlust der Schale bedeuten würde; Bei diesen Inhalten handelt es sich nicht um wahllos zusammengefügte Aussagen, sondern um Werbeanzeigen für Produkte in der nationalsozialistischen Diktatur. In der Gegenwart sind Werbungen Hilfsmittel, um ein Produkt publik zu machen und die Verkaufszahlen zu erhöhen. Oberstes Ziel ist demnach eine Profitsteigerung des Unternehmens. Die Werbung dient nach diesen Aussagen auch einer Informationsvermittlung und Informationsvergabe. Bezogen auf das Thema dieser Arbeit ist demnach zu prüfen, ob mittels dieser Art von Kommunikation auch politische Botschaften, getarnt als Wirtschaftswerbung, verbreitet werden können und welche Intentionen mit den vorgestellten Anzeigen verbunden waren.

Die Relevanz und das Interesse an der Werbung haben in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Die Forschung hat dabei bewiesen, dass Werbung in ihren Grundzügen und der Art und Weise, wie sie gestaltet wird, oft den aktuellen Zuständen einer Gesellschaft entspricht. Kriegeskorte spricht davon, dass die Anzeigengestaltung sich immer dem „herrschenden“ Stil angleicht. Für die nachfolgende Ausarbeitung ergeben sich somit die Fragen, wie Werbung in Deutschland zu einer Zeit gestaltet wurde, in der die NS-Führung die Gesellschaft auf einen Krieg vorbereitete. Wie wird Werbung dargestellt, um das Volk davon zu überzeugen, eine Einheit zu bilden und ein gemeinsames Ziel zu verfolgen? Die Geschichte der Nationalsozialisten zeigt eine vollständige Gesellschaftsumformung im Gegensatz zur Weimarer Republik, in der Werbung auch nach dem herkömmlichen Verständnis veröffentlicht wurde.

Für diese Arbeit ergibt sich somit die These, dass aufgrund der Regierungsweise Hitlers und des NS-Regimes die Werbung im ursprünglichen Sinn nie vorgesehen war und eine eigens für NS-Ziele konzipierte Werbung entwickelt wurde. Der weitere Verlauf sieht dabei vor, zunächst auf den historischen Kontext der Werbung einzugehen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt anschließend in der Frage, ob es sich um Werbung im allgemeinen Sinn handelte oder ob die nationalsozialistische Führung in ihr einzig und allein ein Mittel der Propaganda gesehen hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktion von Werbung und Propaganda

3. Werbung im historischen Kontext

3.1 Werbung in der Weimarer Republik

3.2 Entwicklung der „Deutschen Werbung“

4. Werbung oder Propaganda?

5. Zeitgenössische Beispiele nationalsozialistischer Werbung

5.1 Darstellung von Soldaten in der Anzeigenwerbung

5.2 Marktsteuerung durch Werbung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Instrumentalisierung von Werbung in der Zeit des Nationalsozialismus und geht der Frage nach, ob es sich dabei primär um wirtschaftlich motivierte Kommunikation oder um ein gezieltes Propagandainstrument handelte, das ideologische Ziele verfolgte.

  • Historische Entwicklung der Werbung von der Weimarer Republik bis zum Nationalsozialismus.
  • Differenzierung zwischen wirtschaftlicher Interessenverfolgung und politischer Ideologieverbreitung.
  • Analyse der Rolle von „Deutscher Werbung“ als staatlich kontrolliertes Manipulationsmittel.
  • Untersuchung zeitgenössischer Werbeanzeigen auf ihre propagandistische Intention.
  • Einfluss der NS-Sprachregelung und Bildsprache auf die Wahrnehmung der Volksgemeinschaft.

Auszug aus dem Buch

3. Werbung im historischen Kontext

Zwischen den beiden Weltkriegen war die Entwicklung der Werbung von zahlreichen Höhen und Tiefen geprägt. Während Nachkriegskrisen auf der einen Seite eine Bedrohung darstellten, ergaben sich durch zahlreiche neue Erkenntnisse Möglichkeiten für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Werbung. Das Potential eines Massenkommunikationsmittels ist an dieser Stelle nur eine zu erwähnende Chance, die der Werbung zugesprochen wurde. Die Instrumentalisierung von Werbung für politische Propaganda hingegen war nicht erst seit der Machtübernahme 1933 durch die Nationalsozialisten ein gedachtes Mittel, um die Massen zu erreichen und über politische Gruppierungen zu informieren. Speziell dem Werbefilm wurde schon vor den zwanziger Jahren Aufmerksamkeit geschenkt, um propagandistische Inhalte zu verbreiten. Trotz der bewussten Wahrnehmung dieses Kommunikationsmittels waren Parteien vor der NSDAP jedoch nicht im Stande, die Werbung gezielt auf die Art und Weise einzusetzen, wie es die Faschisten schafften, um die breiten Bevölkerungsmassen von sich zu überzeugen und die Macht im Deutschen Reich zu ergreifen.

In diesem Kapitel wird zunächst die Entwicklung der Werbung während der zwanziger Jahre erläutert, bevor näher auf die effektive Nutzung dieser Branche durch die Nationalsozialisten eingegangen wird. Es wird dargestellt, weshalb die Werbung ein entscheidendes Mittel zum Zweck der Machtübernahme war und wie seitens der NSDAP die „Deutsche Werbung“ eingeführt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein und stellt die These auf, dass Werbung im NS-Regime gezielt als Propagandainstrument konzipiert wurde.

2. Funktion von Werbung und Propaganda: Dieses Kapitel erläutert die begriffliche Abgrenzung von Werbung, Reklame und Propaganda und beleuchtet die Schwierigkeit ihrer Trennung im historischen Kontext.

3. Werbung im historischen Kontext: Der historische Abriss zeigt den Wandel der Werbestrukturen von der Weimarer Republik bis hin zur Vereinnahmung durch das NS-Regime.

4. Werbung oder Propaganda?: Hier wird analysiert, wie die nationalsozialistische Führung die Wirtschaftswerbung dem "Primat der Politik" unterordnete, um ideologische Ziele zu infiltrieren.

5. Zeitgenössische Beispiele nationalsozialistischer Werbung: Anhand konkreter Werbeanzeigen wird aufgezeigt, wie NS-Ideologie, Kriegsvorbereitung und Marktsteuerung in die Gestaltung der Werbung einflossen.

6. Fazit: Das Fazit bestätigt, dass die NS-Werbung keine reine Wirtschaftswerbung war, sondern ein gezielt manipuliertes Mittel zur Infiltration der Volksgemeinschaft.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Werbung, Propaganda, Wirtschaftswerbung, Volksgemeinschaft, NS-Regime, Anzeigenwerbung, Sprachgebrauch, Marktsteuerung, Ideologieverbreitung, Faschismus, Kriegsvorbereitung, Reklame, Gesellschaftsumformung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das NS-Regime die Werbebranche nutzte, um politische Ideologien zu verbreiten und die Gesellschaft im Sinne der nationalsozialistischen Ziele zu beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die historische Entwicklung der Werbung, der Unterschied zwischen wirtschaftlicher Werbung und politischer Propaganda sowie die strategische Kontrolle der Werbebranche nach 1933.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung der These, dass Werbung in der Zeit des Nationalsozialismus nicht dem ursprünglichen Zweck der Absatzförderung diente, sondern primär als Werkzeug für Propaganda fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse ausgewählter Fachliteratur und die hermeneutische Untersuchung zeitgenössischer Werbeanzeigen aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen, die Abgrenzung zur Propaganda, die staatliche Lenkung der Wirtschaftswerbung und die konkrete Wirkung von Anzeigen während der Kriegsjahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Werbung, Propaganda, Volksgemeinschaft, Marktsteuerung und Infiltration.

Wie unterscheidet sich die "Deutsche Werbung" von der früheren Reklame?

Die NS-Führung diffamierte die vorangegangene Werbung als "jüdische Reklame" und ersetzte sie durch eine ideologisch konformere "Deutsche Werbung", die auf Wahrheit, Ehrlichkeit und Klarheit im Sinne der Volksgemeinschaft ausgerichtet sein sollte.

Welche Rolle spielte die "Volksgemeinschaft" in der Werbestrategie?

Der Begriff "Volksgemeinschaft" diente als ideologische Basis, um den Gemeinnutz über den Eigennutz zu stellen und das Volk auf eine kriegswirtschaftliche Ausrichtung einzuschwören.

Warum wird im Beispiel des "Underberg"-Plakats von 1941 eine politische Botschaft vermutet?

Die Anzeige forderte zum Verzicht und zur Geduld auf, was laut Autor als eine Metapher für die Unterordnung des Einzelnen unter die Bedürfnisse des Staates und des Krieges gedeutet werden kann.

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Details

Title
Werbung in der nationalsozialistischen Diktatur. Vom Mittel wirtschaftlicher Konkurrenz zum Propagandainstrument politischer Ideologien
College
University of Paderborn
Course
Werbung - Schlüssel zur Vergangenheit?
Grade
1,0
Author
Dominik Thale (Author)
Publication Year
2016
Pages
25
Catalog Number
V354493
ISBN (eBook)
9783668405240
ISBN (Book)
9783668405257
Language
German
Tags
werbung diktatur mittel konkurrenz propagandainstrument ideologien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Thale (Author), 2016, Werbung in der nationalsozialistischen Diktatur. Vom Mittel wirtschaftlicher Konkurrenz zum Propagandainstrument politischer Ideologien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354493
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