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Kann man über moderne Medien seiner Betreuerpflicht gerecht werden?

Möglichkeiten der Gestaltung der persönlichen Kontakte anhand moderner Medien in der täglichen Betreuungsarbeit mit jungen Volljährigen hinsichtlich eines angemessenen Nähe- und Distanzverhältnisses

Título: Kann man über moderne Medien seiner Betreuerpflicht gerecht werden?

Trabajo Universitario , 2015 , 39 Páginas , Calificación: 2,1

Autor:in: Aileen Schulz (Autor)

Economía de las empresas - Marketing en línea y fuera de línea
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Bei der täglichen Arbeit mit Betreuten, welche vorrangig zwischen 18 bis 27 Jahren alt sind, findet die Kommunikation oft auch über moderne Medien anhand von Messengern, wie beispielsweise WhatsApp oder Facebook, SMS (Short Message Service) oder kurzen Telefonaten über das Mobiltelefon statt. Auch die Kommunikation mit Ämtern und Behörden kann vielfach anhand von modernen Medien wie beispielsweise E-Mail oder Fax bearbeitet werden. Dies bietet viele Vorteile aber auch einige Nachteile.

Als Berufsbetreuer hat man gewisse Aufgaben und Pflichten zu erfüllen, zu welchen die persönlichen Kontakte sowie die Besprechungspflicht zählen. Rechtliche Grundlage dafür ist 1901 welches Gesetz den „Umfang der Betreuung und Pflichten des Betreuers“ regelt. Auf die Anwendbarkeit und Angemessenheit dieser modernen Medien soll in der folgenden Studienarbeit näher eingegangen werden. Wie sehr wird bei der Anwendung dieser Medien noch die Distanz zum Betreuten gewahrt? Ist der Kontakt über WhatsApp überhaupt angemessen oder verlieren die Betreuten den Respekt vor dem Betreuer? Auf welche Ebene stuft sich der Betreuer damit herab? Oder schafft es Vertrauen zwischen dem Betreuer und den Betreuten, da man schnell erreichbar ist und über die Smileys Emotionen ausdrücken kann?

Bei der Ausarbeitung dieser Studienarbeit tauchten weitere Fragen auf: Wenn man per WhatsApp immer erreichbar ist, wie sehr erhöht das den persönlichen Stress? Sollte man Freundschaftsanfragen von Betreuten bei Facebook annehmen? Vermischt sich da nicht zu sehr Privatleben mit Berufsleben? Wird man zum Kumpel für seine Bereuten? Oder hebt der Vorteil der Zeitersparnis, Probleme schnell per Telefon oder SMS zu klären, statt extra 20 km Wegstrecke und Zeit für einen Hausbesuch einzuplanen, die Nachteile wieder auf?

Die zentrale Frage lautet: Kann man über moderne Medien seiner Betreuerpflicht gerecht werden? Wenn ja, was ist dann beim Umgang mit den modernen Medien zu beachten? Was sind die Vor- und Nachteile bei der Anwendung der modernen Medien?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Problemvorstellung

3 Begriffserklärung

3.1 Junge Volljährige

3.2 Betreuerpflichten

3.2.1 Besprechungspflicht

3.3 Moderne Medien

3.3.1 Nutzung der modernen Medien von den jungen Betreuten

4 Nähe und Distanz

4.1 vom Rollenverständnis bis zur Teambildung

4.1.1 die Rollentheorie nach Krappmann

4.1.2 mögliche Rollen eines Betreuers und seines Betreuten

4.1.3 Teamentwicklungsprozess nach B.W. Tuckman

4.2 mögliche Probleme von Nähe und Distanz

4.2.1 strategischer Sprachgebrauch

4.2.2 Nähe und Distanz im sozialpädagogischen Kontext

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Studienarbeit untersucht, wie Berufsbetreuer moderne Medien in der Arbeit mit jungen Volljährigen nutzen können, um ihrer gesetzlichen Besprechungspflicht nachzukommen, ohne dabei ein angemessenes Nähe-Distanz-Verhältnis zu gefährden.

  • Gesetzliche Grundlagen der Betreuerpflichten und Kommunikation
  • Chancen und Risiken digitaler Kommunikationsmittel (Messenger, soziale Netzwerke)
  • Psychologische Aspekte von Rollenverständnis und Teambildung in der Betreuung
  • Strategien zur Wahrung professioneller Nähe und Distanz

Auszug aus dem Buch

3.3 Moderne Medien

Mit modernen Medien ist in unserer heutigen Zeit der Großteil der zivilen Bevölkerung vertraut - einige weniger, andere mehr. Sie gehören zu unserem Alltag. Umso erstaunlicher, dass es der Autorin sehr schwer fiel, eine angemessene Definition für den Begriff „moderne Medien“ oder auch „neue Medien“ zu finden. Die Wissenschaft beschäftigt sich jedoch sehr intensiv mit diesem Thema: Welche Sprache wird in den modernen Medien genutzt? Wer nutzt wie diese Medien? Es soll an dieser Stelle ein Zitat von Patrick Stähler als Definition dienen:

„Informationsträger, die auf digitaler Informations- und Kommunikationstechnologie basieren, werden als neue Medien bezeichnet. Sie sind selbst Agenten (aktiver Informationsträger), können mit anderen Agenten interagieren (Interaktivität), sind multimedial, sind orts- und zeitlos und daher vernetzt.“

Seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre spricht man von dem Beginn des schnellen Medienwandels. Dieser schnelle Medienwandel wird beispielsweise daran deutlich, dass man 2010 noch von der „Generation SchülerVZ“ in den Medien lesen konnte. Das Portal SchülerVZ wurde allerdings, nach nur 6 Jahren Onlinepräsenz, im Jahre 2013 geschlossen. Dieser Wandel wird von einem wichtigen Charakteristikum begleitet: die schwindende Abgrenzbarkeit des einzelnen Mediums von einem anderen. Dadurch entsteht eine unüberschaubare Vielfalt, denn die Medien sind nicht nur miteinander kombinierbar, sondern die Geräte werden auch immer kleiner und somit immer portabler. Neuberger spricht auch davon, dass sich Generationen über eine geteilte Medienerfahrung im Kindes- oder Jugendalter definieren. Wenn man diesen Gedanken zu Ende führt, dann kann man heute von der „Generation Facebook“ oder der „Generation WhatsApp“ oder der „Generation Instagram“ sprechen. In der vorliegenden Studienarbeit soll es vorrangig um Medien gehen, die überwiegend von den jungen Betreuten genutzt werden. Natürlich arbeitet ein Betreuer auch mit den Medien E-Mail und Fax. In der täglichen Arbeit mit den jungen Betreuten spielt jedoch das Handy eine entscheidende Rolle. Wie schon im oben genannten Zitat erwähnt, bieten die modernen Medien eine orts- und zeitlose Vernetzung. Auf diese Aspekte soll im Kapitel 4 (Nähe und Distanz) gesondert eingegangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in den Wandel der Betreuung hin zur Selbstbestimmung ein und skizziert das Ziel, die Möglichkeiten moderner Medien für die Besprechungspflicht bei jungen Betreuten zu evaluieren.

2 Problemvorstellung: Es wird die Herausforderung beschrieben, bei der Nutzung moderner Medien in der Betreuung ein professionelles Maß an Nähe und Distanz zu wahren und persönlichen Stress zu vermeiden.

3 Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert die Zielgruppe der jungen Volljährigen, erläutert die Betreuerpflichten und untersucht die Bedeutung sowie Nutzung moderner Medien.

4 Nähe und Distanz: Dieser Abschnitt analysiert theoretische Modelle zu Rollen und Teamentwicklung sowie deren Anwendung auf das Arbeitsverhältnis zwischen Betreuer und Betreutem, ergänzt um Strategien zur Gesprächsführung.

5 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass moderne Medien zwar Vorteile wie Zeitersparnis bieten, jedoch eine bewusste Grenzziehung und virtuelle Führungskompetenzen des Betreuers erfordern.

Schlüsselwörter

Berufsbetreuer, Junge Volljährige, Besprechungspflicht, Moderne Medien, Nähe und Distanz, Rollenverständnis, Teambildung, Kommunikation, Vertrauensverhältnis, WhatsApp, Soziale Arbeit, Klientenbetreuung, Smartphone, Digitalisierung, Professionelle Distanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Es geht um die Gestaltung persönlicher Kontakte zwischen gesetzlichen Berufsbetreuern und jungen Volljährigen unter Einsatz moderner digitaler Kommunikationsmedien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind das Betreuungsrecht, Kommunikationspsychologie, moderne Mediennutzung sowie die pädagogische Reflexion von Nähe und Distanz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Betreuer moderne Medien effektiv für ihre Besprechungspflicht nutzen können, ohne dabei die professionelle Distanz zum Betreuten zu verlieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer Theorie- und Literaturanalyse, die Konzepte wie das Rollenmodell nach Krappmann, den Teamentwicklungsprozess nach Tuckman sowie Kommunikationsmodelle von Watzlawick und Schulz von Thun integriert.

Was ist der inhaltliche Fokus im Hauptteil?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Betreuerpflichten, der Analyse der Mediennutzung bei jungen Betreuten und der theoretischen Fundierung professioneller Beziehungsgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die zentralen Begriffe sind Berufsbetreuung, junge Volljährige, moderne Medien, Nähe-Distanz-Verhältnis und professionelle Kommunikation.

Welche Rolle spielt die "Teamuhr" nach Tuckman in dieser Arbeit?

Die Teamuhr dient als Modell, um die Dynamik zwischen Betreuer und Betreutem in verschiedenen Phasen (von der Formierung bis zur Arbeitsphase) zu verstehen und aktiv zu steuern.

Warum ist das "Vier-Ohren-Modell" für Betreuer relevant?

Es hilft Betreuern zu verstehen, dass Nachrichten auf verschiedenen Ebenen empfangen werden können, was besonders bei der missverständnisanfälligen textbasierten Kommunikation via Messenger wichtig ist.

Final del extracto de 39 páginas  - subir

Detalles

Título
Kann man über moderne Medien seiner Betreuerpflicht gerecht werden?
Subtítulo
Möglichkeiten der Gestaltung der persönlichen Kontakte anhand moderner Medien in der täglichen Betreuungsarbeit mit jungen Volljährigen hinsichtlich eines angemessenen Nähe- und Distanzverhältnisses
Universidad
Steinbeis University Berlin
Calificación
2,1
Autor
Aileen Schulz (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
39
No. de catálogo
V354627
ISBN (Ebook)
9783668406285
ISBN (Libro)
9783668406292
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nähe und Distanz soziale Medien moderne Medien junge Volljährige Betreuungsrecht Betreuung Berufsbetreuung Teamentwicklung nach Tuckmann Rollenverständnis Betreuer und Betreuter Betreuerpflichten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Aileen Schulz (Autor), 2015, Kann man über moderne Medien seiner Betreuerpflicht gerecht werden?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354627
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Extracto de  39  Páginas
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