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Der Coach und sein Klient

Die Gestaltung der Beziehung im Rahmen von Coachingprozessen

Titel: Der Coach und sein Klient

Masterarbeit , 2016 , 73 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Matthias Gleß (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Masterarbeit zeigt auf, dass sich professionelles Coaching durch eine qualitative und gesunde Beziehung zum Klienten auszeichnet. Es wird verdeutlicht, dass die störungsfreie Beziehung zum Klienten nicht nur die Basis für zielführendes Coaching ist, sondern diese auch erst den Weg freimacht für eine erfolgreiche und wirkungsvolle Zusammenarbeit. Außerdem wird gezeigt, warum der Coach mit einer übergeordneten Intention den Coachingprozess steuert und wie dies den Klienten zu neuen Denkweisen und Verhaltensgewohnheiten führen kann.

Die Arbeit unterteilt sich in vier Kapitel. Das erste Kapitel geht der Frage nach, was Coaching ist und wie die Entwicklung bis heute ausgesehen hat. Die Relevanz von Coaching soll ebenso unterstrichen werden. Das zweite Kapitel zeigt mögliche Modellierungen eines Coachingprozesses, nämlich den Weg, den Coach und Klient zusammen gehen. Das dritte Kapitel zeigt zum einen, dass die Haltung des Coachs zu Beginn des Prozesses die Grundlage schafft für eine gesunde Klientenbeziehung und zum anderen, dass die Tätigkeit als Coach ein Maß an Persönlichkeitsreife erfordert. Das vierte Kapitel legt im Kern dar, wie die Klientenbeziehung wirkt und welche psychologischen Effekte in Gang gesetzt werden, wenn der Coach den Klienten bei neuen Verhaltensweisen unterstützen möchte. Mit einer Schlussbetrachtung schließt die Arbeit ab.

Jeder ist Coach und coacht andere. So hat sich Coaching als Dienstleistung in den letzten Jahren zu einem festen Medium in der Gesellschaft etabliert. Die Branche ist geradezu exponentiell gewachsen und hält Einzug in jeden beruflichen und privaten Kontext. Bereits jedes kurze Beratungsgespräch nennt sich Coaching, sei es zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, Ausbilder und Auszubildenden oder Lehrer und Schülern. Coaching als entgeltliche Dienstleistung bietet durch die Vielzahl an Angeboten ein breites Maß an Qualität. Zum einen lassen sich professionelle, methodisch fundierte und lösungsorientierte Prozesse finden, zum anderen lässt das Label Coaching auch einen Markt zu, der mit bunten und windigen Versprechungen daherkommt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Was ist Coaching?

1.1 Die Entwicklung von Coaching

1.2 Coaching heute

1.3 Coaching und andere Beratungsformen

2 Der Coachingprozess

2.1 Die Vorphase

2.1.1 Psychologischer Vertrag

2.1.2 Formaler Vertrag

2.2 Die Hauptphase

2.2.1 Klärung der Ausgangssituation

2.2.2 Zielbestimmung

2.2.3 Interventionen

2.3 Die Abschlussphase

2.3.1 Evaluation

2.3.2 Abschlusssitzungen

2.4 Modelle eines Coachingprozesses

3 Der Coach ebnet den Weg in die Beziehung

3.1 Anforderungen an den Coach

3.2 Die Haltung des Coachs

4 Coach und Klient in der Beziehung

4.1 Coach und Klient kommunizieren

4.2 Die Klientenbeziehung im Rahmen der Transaktionsanalyse

4.2.1 Das Strukturmodell der Ich-Zustände

4.2.2 Das funktionale Modell der Ich-Zustände

4.2.3 Die Ich-Zustände im Coaching

4.2.4 Die drei Transaktionsformen

4.2.5 Der Coach nutzt die Ich-Zustände

4.3 Die Klientenbeziehung im Rahmen des Antreiber-Konzepts

4.3.1 Der Sei-Perfekt-Antreiber

4.3.2 Der Sei-Stark-Antreiber

4.3.3 Der Sei-gefällig-Antreiber

4.3.4 Der Streng-dich-an-Antreiber

4.3.5 Der Beeile-dich-Antreiber

4.3.6 Der Coach löst Antreiber auf

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Masterarbeit besteht darin, literaturbasiert aufzuzeigen, dass eine qualitative und gesunde Beziehung zwischen Coach und Klient die entscheidende Grundlage für den Erfolg von Coachingprozessen bildet. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, warum diese Klientenbeziehung nicht nur eine Voraussetzung für zielführendes Coaching ist, sondern den entscheidenden Faktor darstellt, der den Weg für wirkungsvolle Verhaltensänderungen freimacht.

  • Die Bedeutung der Klientenbeziehung im Coaching
  • Haltung und Persönlichkeitsreife des Coachs
  • Kommunikationsmodelle zur Beziehungsgestaltung
  • Anwendung der Transaktionsanalyse im Coaching
  • Das Antreiber-Konzept zur Analyse von Verhaltensmustern

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Das funktionale Modell der Ich-Zustände

Das funktionale Modell der Ich-Zustände splittet die Ich-Zustände tiefer auf, sodass Kommunikation noch transparenter wird (siehe Abbildung 8).

Das Eltern-Ich teilt sich in zwei Bereiche, das kontrollierende (oder steuernde) Eltern-Ich und das fürsorgliche Eltern-Ich. Wie die Bezeichnungen schon vermuten lassen, ist das kontrollierende Eltern-Ich der Teil, der dem Kind die Verbote ausspricht. Damit bringen die Eltern dem Kind bei, Dinge zu tun oder zu unterlassen. Das fürsorgliche Eltern-Ich hingegen ist der Part, der sich liebevoll um das Kind kümmert, es beschützt, ermutigt und tröstet (vgl. ebd., S. 22 f.)

Diese Unterteilung lässt die Vermutung zu, dass das kontrollierende Eltern-Ich stets autoritär auftreten würde. Allerdings agiert eine Person schon dann aus dem kontrollierenden Eltern-Ich, wenn es eine freundliche Anweisung gibt. „Ein entgegenkommendes „Bitte nehmen Sie hier Platz!“ kommt genauso aus dem steuernden Eltern-Ich wie ein barsches „Halten Sie den Mund!“ (ebd.).

Im Erwachsenen-Ich findet keine Unterteilung statt. Es gibt zwar Theoretische Modelle, die auch hier eine Unterteilung zulassen, diese geht jedoch im Rahmen dieser Arbeit für den Coachingprozess zu weit. Wichtig ist im Rahmen dieser Arbeit für das Erwachsenen-Ich zu wissen: Hier wird logisch gedacht. Es geht um die Aufnahme von Informationen und eine sachliche Auseinandersetzung mit Aufgaben und Herausforderungen. Gefühle und Empfindungen finden sich hier nicht wieder.

Aus diesem Grund kann das Erwachsenen-Ich auch als rationales Ich bezeichnet werden. Leidenschaftslos wird analysiert und Entscheidungen werden anhand der Vernunft und nach Faktenlage getroffen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Boom des Coachings, problematisiert die Unschärfe des Begriffs und definiert die zentrale Relevanz einer stabilen Klientenbeziehung für den Erfolg des Coachings.

1 Was ist Coaching?: Dieses Kapitel legt die historische Entwicklung des Coachings dar und arbeitet durch verschiedene Definitionen und Abgrenzungen zu anderen Beratungsformen ein Verständnis davon heraus, was Coaching ausmacht.

2 Der Coachingprozess: Der Prozess wird in seiner typischen Phasenstruktur von der Vor- über die Haupt- bis zur Abschlussphase beschrieben, wobei die Notwendigkeit von Vereinbarungen und der Beziehungsaufbau betont werden.

3 Der Coach ebnet den Weg in die Beziehung: Dieses Kapitel erläutert die hohen Anforderungen an den Coach, insbesondere bezüglich seiner persönlichen und fachlichen Kompetenzen sowie der essenziellen Bedeutung seiner inneren Haltung.

4 Coach und Klient in der Beziehung: Der Fokus liegt hier auf der Kommunikation und der Gestaltung der Klientenbeziehung mittels theoretischer Konzepte wie der Transaktionsanalyse und dem Antreiber-Konzept.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Haltung des Coachs den entscheidenden Einfluss auf die Klientenbeziehung nimmt und diese die Grundlage für nachhaltige Entwicklung im Coaching darstellt.

Schlüsselwörter

Coaching, Klientenbeziehung, Coachingprozess, Transaktionsanalyse, Antreiber-Konzept, Haltung, Ich-Zustände, professionelles Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation, Psychologie, Beratung, Intervention, Selbstreflexion, Verhaltensänderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Gestaltung der Beziehung zwischen Coach und Klient als entscheidenden Faktor für den Erfolg von Coachingprozessen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Ablauf des Coachingprozesses, die Anforderungen an die Haltung des Coachs sowie die Anwendung psychologischer Modelle zur Beziehungsanalyse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, literaturbasiert zu begründen, warum eine gesunde Klientenbeziehung die unabdingbare Voraussetzung und Basis für zielführendes Coaching ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender psychologischer Konzepte und Coachingmodelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem Coachingprozess, den Kompetenzanforderungen an den Coach, der Haltung sowie spezifischen Modellen wie der Transaktionsanalyse und dem Antreiber-Konzept.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Coaching, Klientenbeziehung, Transaktionsanalyse, Antreiber-Konzept, Kommunikation und Haltung charakterisiert.

Warum ist das "Erwachsenen-Ich" im Coaching wichtig?

Es dient der rationalen Analyse, der sachlichen Informationsaufnahme und der Lösungsfindung, sollte jedoch vom Coach ergänzt werden, um eine rein sachliche oder "sterile" Gesprächsführung zu vermeiden.

Was bedeutet das "Nicht-OK-Gefühl" im Antreiber-Konzept?

Es beschreibt das Gefühl eines Menschen in bestimmten Situationen, nicht zu genügen oder nicht "auszureichen", woraufhin dieser Strategien entwickelt, um diesem Gefühl zu entfliehen.

Wie kann ein Coach mit verdeckten Transaktionen umgehen?

Ein Coach kann verdeckte Transaktionen entweder ignorieren oder – mutiger – die verdeckte Ebene aufdecken und zum Gesprächsthema machen, um eine Klärung der Beziehungsebene zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Coach und sein Klient
Untertitel
Die Gestaltung der Beziehung im Rahmen von Coachingprozessen
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik)
Note
2,0
Autor
Matthias Gleß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
73
Katalognummer
V355064
ISBN (eBook)
9783668411579
ISBN (Buch)
9783668411586
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Coaching Coachingprozess Klientenbeziehung Coach Coachee Beziehungsebene Beziehungsgestaltung Transaktionsanalyse Ich-Zustände Ich-Zustand Antreiberkonzept Antreiber Parallele Transaktion Verdeckte Transaktion Gekreuzte Transaktion gestörte Beziehung Lerncoaching Lerncoach
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
Matthias Gleß (Autor:in), 2016, Der Coach und sein Klient, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355064
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Leseprobe aus  73  Seiten
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