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Landrechte indigener Völker im Hohen Norden Kanadas

Title: Landrechte indigener Völker im Hohen Norden Kanadas

Seminar Paper , 2017 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Friedl (Author)

Law - Philosophy, History and Sociology of Law
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Das Ziel dieser Arbeit ist es, sich mit der Rechtslage indigener Völker im Norden Kanadas zu beschäftigen, besonders in Bezug auf Landrechte. Aufgrund der Überschneidungen und unklaren Abgrenzungen, so es welche gibt, zwischen indigenen Völkern im Norden und im Rest Kanadas, wird im Prinzip die allgemeine kanadische Rechtslage betrachtet. Wo angebracht, werden die Besonderheiten in Bezug auf den Hohen Norden Kanadas hervorgehoben.

Nach einer kurzen geschichtlichen und demographischen Einführung werden die verschiedenen Rechtsinstrumente erläutert, welche die kanadischen Gerichte und die Legislative benutzen, um die rechtlichen Probleme der Landrechte indigener Völker anzugehen. Obwohl es nicht ungewöhnlich für Common Law Rechtssysteme ist, eine Mischung aus gesatztem Recht und Richterrecht zu haben, bestehen Besonderheiten bezüglich der Behandlung indigener Völker. Es stellt sich die Frage, ob und in welchem Umfang indigene (Gewohnheits-) Rechtsvorstellungen und Konzepte beachtet werden dürfen, beziehungsweise müssen.

Nach einer kurzen Berührung des Begriffs der Aboriginal Rights wird genauer auf das Landrechte Indigener in Kanada dominierende Konzept des Aboriginal Title eingegangen. Die Comprehensive Land Claims Policy, begründet als Antwort auf die Calder Entscheidung, wird ebenso erwähnt und eine kurze Schlussfolgerung beziehungsweise Zusammenfassung wird diese Arbeit abrunden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Geschichtlicher und Demographischer Kontext

Aboriginal Rights

Aboriginal Title

Canadian Comprehensive Land Claims Policy

Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist die Untersuchung der Rechtslage indigener Völker in Kanada mit einem spezifischen Fokus auf Landrechte. Dabei wird die allgemeine kanadische Rechtslage analysiert und mit den Besonderheiten des Hohen Nordens kontextualisiert, um das Zusammenspiel von Common Law, Richterrecht und indigenen Rechtsvorstellungen zu beleuchten.

  • Analyse der historischen Entwicklung indigener Landrechte in Kanada
  • Unterscheidung und Definition von Aboriginal Rights und Aboriginal Title
  • Rolle kanadischer Gerichtsurteile in der Ausgestaltung indigener Rechte
  • Mechanismen und Auswirkungen der Canadian Comprehensive Land Claims Policy

Auszug aus dem Buch

Aboriginal Title

Aboriginal Title wird definiert als Landbesitz oder Forderung von/nach* Landbesitz, durch ein indigenes Volk an einem Ort, der kolonisiert wurde. Andere dafür benützte Bezeichnungen sind Native Title oder Indian Title. Es handelt sich also um ein einer indigenen Volksgruppe innewohnendes Recht, das nicht durch die Regierung des Staates entstand, in dem sich die entsprechenden Gebiete heute befinden, sondern sich aus der sehr lange zurückreichenden (exklusiven) Nutzung ergeben (auch generell originäre [d. h. schon bestehende] indigene Landrechte genannt). Man unterscheidet jedoch zwei Gruppen von Konzepten zu diesem Thema: Einerseits ist in den ehemaligen Kolonien der britischen Krone (also in Common Law-Jurisdiktionen) das Rechtsinstrument des Aboriginal Title vorherrschend. Im kontinentaleuropäischen Raum (also in Civil Law-Rechtstraditionen) wird auf ein Modell, basierend auf gewohnheitsrechtlichen Besitz- und Nutzungsrechten zurückgegriffen. Ein eigenes Rechtsinstrument war notwendig aufgrund der dem Britischen Recht innewohnenden Vermischung von Eigentums- und Souveränitätsansprüchen. Sonst wäre ein „privater“ Eigentumsanspruch, der durch die Souveränitätsergreifung durch den britischen Monarchen nicht untergegangen wäre, nicht zu erklären gewesen

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung umreißt die rechtlichen Herausforderungen bei der Definition indigener Landrechte in Kanada und setzt den Rahmen für die Untersuchung der zugrunde liegenden Rechtsinstrumente.

Geschichtlicher und Demographischer Kontext: Das Kapitel beleuchtet die Besiedlungsgeschichte Kanadas und arbeitet heraus, warum indigene Gruppen, insbesondere die Inuit, trotz theoretisch gleicher Behandlung in der Praxis rechtliche Nachteile erfuhren.

Aboriginal Rights: Hier werden die Aboriginal Rights als Bündel spezifischer Nutzungsrechte definiert und deren Abgrenzung sowie das Verhältnis zum weitergehenden Aboriginal Title erörtert.

Aboriginal Title: Dieses Kapitel erläutert die dogmatischen Grundlagen des Aboriginal Title als exklusives, originäres Landrecht und analysiert die für dessen Anerkennung maßgeblichen Gerichtsurteile, wie die Calder- und die Delgamuukw-Entscheidung.

Canadian Comprehensive Land Claims Policy: Es wird dargelegt, wie die staatliche Politik als Antwort auf die Rechtsprechung versucht, durch vertragliche Vereinbarungen Rechtssicherheit über Landansprüche zu schaffen.

Schlussbemerkungen: Das abschließende Kapitel fasst den Status quo der kanadischen Rechtsprechung zusammen und weist auf die fortdauernde Diskrepanz der Rechtslage im Hohen Norden hin.

Schlüsselwörter

Aboriginal Title, Aboriginal Rights, Kanada, Indigene Völker, Landrechte, Common Law, Calder Entscheidung, Delgamuukw Entscheidung, Comprehensive Land Claims Policy, First Nations, Inuit, Souveränität, Richterrecht, Landbesitz, Rechtsprechung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Situation indigener Völker in Kanada, wobei der Schwerpunkt auf den Landrechten und deren historischer sowie aktueller Entwicklung liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Konzepte Aboriginal Rights und Aboriginal Title, die kanadische Landanspruchspolitik sowie die historische Entwicklung unter Berücksichtigung des demographischen Kontextes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die kanadische Rechtslage in Bezug auf indigene Landrechte darzustellen und zu klären, in welchem Umfang indigene Rechtsvorstellungen durch staatliche Instrumente und gerichtliche Entscheidungen Anerkennung finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die juristische Analyse von Gesetzen, historischen Dokumenten und maßgeblichen Gerichtsentscheidungen (Common Law), um die Rechtsentwicklung nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der geschichtlichen Hintergründe, die detaillierte Definition von Aboriginal Rights und Aboriginal Title unter Einbeziehung wichtiger Präzedenzfälle sowie die Erläuterung der aktuellen politischen Strategie zur Abwicklung von Landansprüchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Aboriginal Title, Landrechte, Kanada, Indigene Völker, Rechtsgeschichte und Comprehensive Land Claims Policy.

Wie unterscheidet sich der Aboriginal Title von den Aboriginal Rights?

Während der Aboriginal Title als ein exklusives und umfassendes Recht am Land definiert wird, werden Aboriginal Rights als ein Bündel verschiedener, traditionell begründeter Nutzungsrechte verstanden, die auch unabhängig von einem vollen Titel bestehen können.

Welche Bedeutung hat die Delgamuukw-Entscheidung für die Landrechte?

Die Delgamuukw-Entscheidung setzte zukunftsweisende Standards, indem sie definierte, was einen Aboriginal Title ausmacht und welche Beweismittel, einschließlich mündlicher Überlieferungen, für dessen gerichtliche Bestätigung anerkannt werden.

Warum spielt die Canadian Comprehensive Land Claims Policy eine so wichtige Rolle?

Sie dient der staatlichen Verwaltung und Rechtssicherheit, indem sie versucht, unklare oder bestehende Aboriginal Titles durch formale Verhandlungen und den Austausch gegen kollektives Eigentum einvernehmlich zu beenden.

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Details

Title
Landrechte indigener Völker im Hohen Norden Kanadas
College
University of Vienna  (Institut für Rechtsphilosphie)
Course
Rechte Indigener Völker: Der Arktische Raum
Grade
1,0
Author
Michael Friedl (Author)
Publication Year
2017
Pages
13
Catalog Number
V356907
ISBN (eBook)
9783668428553
ISBN (Book)
9783668428560
Language
German
Tags
Indigene Indigene Völker Landrechte Hoher Norden Kanadas Land- und Territorialrechte Menschenrechte Rechtsphilosphie Rechtsvergleichung Arktis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Friedl (Author), 2017, Landrechte indigener Völker im Hohen Norden Kanadas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356907
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