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Die Förderung interkultureller kommunikativer Kompetenz im Englischunterricht der Sekundarstufe II. Eine Analyse des Lehrwerks "Context 21"

Titre: Die Förderung interkultureller kommunikativer Kompetenz im Englischunterricht der Sekundarstufe II. Eine Analyse des Lehrwerks "Context 21"

Thèse de Bachelor , 2015 , 32 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Susann Doerschel (Auteur)

Didactique de l'Anglais - Pédagogie,Linguistique
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Besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation, die auch Deutschland als Asyl gewährendes Land betrifft, gewinnt ein kompetenter Umgang mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen stark an Bedeutung. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass Schülerinnen und Schülern interkulturelle kommunikative Kompetenz2 (IKK) vermittelt wird, denn diese befähigt sie, sowohl über ihre eigene Kultur reflektieren zu können, als auch sich in fremde Gepflogenheiten, Traditionen und Verhaltensweisen hineindenken zu können. Diese Art der Reflexion ist Teil der Perspektivenwechsel, die beim Erwerb von interkultureller kommunikativer Kompetenz eine wichtige Rolle spielen.

Das oben genannte Hineindenken in andere Menschen und das Reflektieren über eigene und fremde Kulturen meint also Perspektivenwechsel und Perspektivenübernahme, welche sich in der Gesellschaft in Toleranz, Mitgefühl und Verständnis und somit in einem friedlichen Zusammenleben widerspiegeln. Obwohl IKK auch außerhalb des Lebensraumes Schule erworben werden kann, wird diese Arbeit sich auf den Englischunterricht, und in diesem Kontext auf die Verwendung von Lehrbüchern, beschränken. Heutige Lehrwerke sind nach den Vorgaben des europäischen Referenzrahmens konzipiert, das heißt, das Aneignen der Kompetenzen wie Sprechen, Schreiben, Sprachmittlung, usw. ist so aufgearbeitet, dass sie der Lehrkraft die Entwicklung von Unterrichtseinheiten und -Sequenzen erleichtern.

Da der europäische Referenzrahmen für das Fach Englisch an Gymnasien auch den Erwerb von Perspektivenwechseln im Kontext von IKK vorsieht, kann geschlussfolgert werden, dass die Lehrwerke Übungen und Aufgaben zur Förderung des Erwerbsprozesses von IKK beinhalten. Ob und inwiefern dies der Fall ist, soll mit Hilfe einer Lehrwerkanalyse ermittelt werden. Ziel dieser Arbeit ist es, das vorliegende Lehrwerk auf sein Potenzial zur Vermittlung von IKK zu untersuchen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie

2.1 Interkulturelle kommunikative Kompetenz als Ziel des Fremdsprachenunterrichts

2.2 Der Begriff Kultur und der Erwerb einer fremden Kultur im Unterricht

2.3 Perspektivenwechsel und Fremdverstehen

2.4 Entwicklung eines Kriterienrasters

3 Lehrwerkanalyse

3.1 Einführung in das Konzept des Lehrwerks

3.2 Durchführung der Analyse

3.3 Ergebnisse und Auswertung

4 Ausblick auf Perspektiven zur Förderung der interkulturellen kommunikativen Kompetenz in Lehrwerken

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Englisch-Lehrwerks „Context 21“ hinsichtlich der Förderung der interkulturellen kommunikativen Kompetenz (IKK) von Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe. Ziel ist es zu ermitteln, ob und wie das Lehrwerk Lernende befähigt, ihre eigene Kultur zu reflektieren, fremde kulturelle Perspektiven einzunehmen und in interkulturellen Situationen kompetent zu handeln.

  • Grundlagen der interkulturellen kommunikativen Kompetenz
  • Konzept und Bedeutung des Perspektivenwechsels
  • Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Lehrwerkanalyse
  • Analyse spezifischer Kapitel des Lehrwerks „Context 21“
  • Evaluierung der Förderung interkultureller Lernprozesse

Auszug aus dem Buch

2.3 Perspektivenwechsel und Fremdverstehen

In vorangegangenen Kapiteln wurde bereits angedeutet, dass SuS mit dem Erwerb von IKK befähigt werden, vor dem Hintergrund ihrer eigenen Kultur die eigene, aber auch fremde Kulturen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und sich bestenfalls kritisch mit ihnen auseinander zu setzen. Das Erlernen von Perspektivenwechseln ist also essentiell für den Erwerb der interkulturellen kommunikativen Kompetenz. Sie sollen es den SuS zum einen ermöglichen, die eigene, als selbstverständlich betrachtete Kultur und die damit verbundenen Prinzipien, Handlungen und Traditionen aus der Sicht eines anderen zu begreifen (Außenperspektive). Zum anderen sollen sie lernen nachzuvollziehen, wie sich ihr Gegenüber in seiner eigenen Perspektive wahrnimmt (Innenperspektive).

In keiner Art des Perspektivenwechsels wird die eigene Identität aufgegeben, eine absolut objektive Betrachtungsweise ist also nie möglich, eine Annäherung aber unbedingt wünschenswert (Bredella, 1999: 111-114). Da Perspektivenwechsel im Unterricht erlernt und angewendet werden soll, bedarf es möglichst vieler verschiedener Anreize, um ein solides Verständnis für die fremde Kultur in so vielen unterschiedlichen Situationen wie möglich zu schaffen. Bezogen auf ein im Unterricht verwendetes Lehrwerk heißt dies, dass nach Möglichkeit eine hohe Perspektivenvielfalt vorzufinden ist, verbunden mit Aufgabenstellungen, die die SuS immer wieder zu Perspektivenwechseln anregt.

Ein weiterer Begriff, den es näher zu betrachten gilt und der mit dem Perspektivenwechsel einhergeht, ist das Fremdverstehen. Laut Bredella (2000) kann er als Ziel des interkulturellen kommunikativen Unterrichts verstanden werden. Fremdverstehen bedeutet, dass durch das Einnehmen einer anderen Perspektive und der gleichzeitig dadurch entstehenden Distanz zur eigenen, der Versuch unternommen wird, etwas, zum Beispiel eine Kultur, in einem fremden Kontext zu verstehen (Bredella, 2000: XIX). Nünning ergänzt hierzu, dass das Ziel der Didaktik des Fremdverstehens erreicht sei, wenn das in der Schule erlernte Fremdverstehen auch in realen interkulturellen Situationen funktionieren würde, das Ziel eines lebensweltlichen Fremdverstehens wäre dann erreicht (Nünning, 2007: 128).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Vermittlung interkultureller kommunikativer Kompetenz vor dem Hintergrund zunehmender Migrationsbewegungen und definiert die Zielsetzung der Lehrwerkanalyse.

2 Theorie: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen der interkulturellen Kompetenz, definiert zentrale Begriffe wie Perspektivenwechsel und Fremdverstehen und leitet den Kriterienkatalog für die Analyse ab.

3 Lehrwerkanalyse: Der Hauptteil unterzieht zwei spezifische Kapitel des Lehrwerks „Context 21“ einer detaillierten Prüfung anhand des entwickelten Kriterienrasters, um das Potenzial zur Kompetenzförderung zu bewerten.

4 Ausblick auf Perspektiven zur Förderung der interkulturellen kommunikativen Kompetenz in Lehrwerken: Das abschließende Kapitel fasst die Analyseergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen zur zukünftigen Gestaltung von Lehrmaterialien und Unterrichtseinheiten.

Schlüsselwörter

Interkulturelle kommunikative Kompetenz, IKK, Fremdsprachenunterricht, Lehrwerkanalyse, Perspektivenwechsel, Fremdverstehen, Kontext 21, Rahmenlehrplan, Kriterienraster, kulturelle Identität, Stereotypisierung, Vorurteile, Innenperspektive, Außenperspektive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit das Englisch-Lehrwerk „Context 21“ für die gymnasiale Oberstufe geeignet ist, interkulturelle kommunikative Kompetenz bei Schülern zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die theoretische Fundierung von Kulturvermittlung, die Rolle von Perspektivenwechseln im Unterricht sowie die praktische Überprüfung von Aufgabenstellungen in einem konkreten Lehrbuch.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Potenzial des Lehrwerks zur Vermittlung interkultureller Kompetenz systematisch zu untersuchen und festzustellen, ob es die Schüler dazu anregt, kulturelle Normen kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine qualitative Lehrwerkanalyse, basierend auf einem selbst entwickelten Kriterienkatalog, der sich aus didaktischen Theorien und offiziellen Rahmenlehrplänen ableitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung von Kriterien zur Förderung von IKK und die anschließende Anwendung dieser Kriterien auf zwei ausgewählte Kapitel des Lehrwerks „Context 21“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind interkulturelle kommunikative Kompetenz, Perspektivenwechsel, Fremdverstehen, Lehrwerkanalyse und kulturelle Identität.

Warum wurden gerade die Kapitel 5 und 6 für die Analyse ausgewählt?

Diese Kapitel wurden gewählt, da sie aufgrund ihrer thematischen Schwerpunkte wie „National Identity and Diversity“ ein hohes Potenzial für die Vermittlung interkultureller Inhalte bieten und somit eine exemplarische Analyse ermöglichen.

Welches Fazit zieht die Autorin zur Eignung des Lehrwerks?

Das Lehrwerk erfüllt die allgemeinen Vorgaben gut, zeigt jedoch Defizite bei der expliziten Aufforderung zu tiefgreifenden Perspektivenwechseln, wie sie für ein echtes Fremdverstehen notwendig wären.

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Résumé des informations

Titre
Die Förderung interkultureller kommunikativer Kompetenz im Englischunterricht der Sekundarstufe II. Eine Analyse des Lehrwerks "Context 21"
Université
University of Potsdam  (Anglistik und Amerikanistik)
Cours
Fachdidaktik Englisch
Note
2,7
Auteur
Susann Doerschel (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
32
N° de catalogue
V372962
ISBN (ebook)
9783668504448
ISBN (Livre)
9783668504455
Langue
allemand
mots-clé
Didaktik Englisch Lehrbuchanalyse Englischbuch Context 21
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Susann Doerschel (Auteur), 2015, Die Förderung interkultureller kommunikativer Kompetenz im Englischunterricht der Sekundarstufe II. Eine Analyse des Lehrwerks "Context 21", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372962
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Extrait de  32  pages
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