Dieser Essay stellt eine kompakte Zusammenfassung der Fach- und Ratgeberliteratur zu Gesundheitsförderung und Krankheitsbewältigung dar und enthält unter anderem konkrete Hinweise für eine Anwendung im Alltag.
In modernen Konzepten von Gesundheitsförderung und Krankheitsbewältigung wird Gesundheitskompetenz und Selbstmanagement ein wichtiger Stellenwert eingeräumt. Dabei spielen Lebensstilfaktoren (Bewegung, Stressmanagement, Ernährung) eine zentrale Rolle. Es konnte beispielsweise wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass körperliche Aktivität sich positiv auf kognitive Leistungsfähigkeit im Alter auswirken kann und aktive Bewältigungsstrategien ein wichtiger Faktor sind im Umgang mit einer chronischen Erkrankung. Motivationale Prozesse und Widerstandsfähigkeit (Resilienz) sind dabei wichtige Komponenten.
Inhaltsverzeichnis
1. Gesundheitsförderliche Lebensstilfaktoren: die Rolle motivationaler Faktoren
2. Gesundheitskompetenz und „Chronic Disease Self-Management“
3. Resilienzfaktoren und die Bewältigung von Unkontrollierbarkeitserfahrungen
4. Die Rolle von Meditation und Gelassenheitstraining
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, die komplexen Zusammenhänge zwischen Lebensstil, psychologischen Faktoren und der aktiven Krankheitsbewältigung im Alter zu beleuchten und aufzuzeigen, wie Selbstmanagement-Strategien die individuelle Resilienz stärken können.
- Bedeutung motivationaler Faktoren für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil
- Konzepte der Gesundheitskompetenz und des Chronic Disease Self-Management
- Umgang mit Unkontrollierbarkeitserfahrungen und Stärkung der Resilienz
- Die psychologische und neurobiologische Wirkung von Meditation und Gelassenheit
Auszug aus dem Buch
1. Gesundheitsförderliche Lebensstilfaktoren: die Rolle motivationaler Faktoren
Lebensstilfaktoren wie z.B. Bewegung und das Kultivieren von Gelassenheit können die Epigenetik (=Regulation der genetischen Konstitution durch Umwelteinflüsse und Lebensstil) positiv beeinflussen (Strunz, 2012, S. 17). In der wissenschaftlichen Fachliteratur gibt es beispielsweise Forschungsbefunde, welche darauf hinweisen, dass zunehmendes Alter mit einer Abnahme von gewissen kognitiven Fähigkeiten korreliert und neurophysiologische Abbauprozesse daran beteiligt sind (siehe z.B. Erickson und Hohmann, 2013, S. 25.). Zum anderen haben sich zahlreiche Studien der Frage gewidmet, welche Lebensstilfaktoren einer Abnahme der kognitiven Funktionen entgegenwirken und kamen zu dem Ergebnis, dass körperliche Aktivität sich positiv auswirkt auf die kognitive Leistungsfähigkeit (Erickson und Hohmann, 2013).
Für eine erfolgreiche Umsetzung regelmässiger körperlicher Aktivität im Alltag ist das Formulieren konkreter, realistischer und messbarer Ziele etwas Wichtiges und kann eine Komponente von Empowerment darstellen (Müller, 2005, S. 1049). Ein Merkmal realistischer Ziele ist, dass sie auf die Ressourcen einer Person abgestimmt sind; dies ist wichtig um vor Misserfolgserfahrungen zu schützen, welche sich negativ auf Selbstwertgefühl und Selbstkontrolle auswirken können (Müller, 2005, S. 1050). Bei Selbstkontrolle handelt es sich um eine limitierte Ressource, welche gemäss der „depleted-resource hypothesis“ (Baumeister, Vohs und Tice, 2007, S. 351) durch Überbeanspruchung geschwächt werden kann (Baumeister et al., 2007).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Gesundheitsförderliche Lebensstilfaktoren: die Rolle motivationaler Faktoren: Dieses Kapitel erläutert den Einfluss von Lebensstil und Bewegung auf kognitive Prozesse und beleuchtet, wie Zielsetzung und Selbstkontrolle die Umsetzung gesundheitsförderlicher Maßnahmen beeinflussen.
2. Gesundheitskompetenz und „Chronic Disease Self-Management“: Hier wird die Bedeutung von Gesundheitskompetenz und Empowerment bei der Bewältigung chronischer Erkrankungen analysiert, wobei besonders auf die Rolle der Selbstwirksamkeit und Zielorientierung eingegangen wird.
3. Resilienzfaktoren und die Bewältigung von Unkontrollierbarkeitserfahrungen: Das Kapitel untersucht, wie Kohärenzgefühl und Optimismus als Resilienzfaktoren fungieren, um den negativen Effekten von Unkontrollierbarkeitserfahrungen entgegenzuwirken.
4. Die Rolle von Meditation und Gelassenheitstraining: Abschließend wird dargelegt, wie Meditation und bewusstes Gelassenheitstraining helfen können, innere Balance zu finden und Überforderung im Kontext von Krankheitsbewältigung zu prävenieren.
Schlüsselwörter
Lebensstilfaktoren, Epigenetik, Selbstmanagement, Gesundheitskompetenz, Chronic Disease, Empowerment, Selbstwirksamkeit, Resilienz, Unkontrollierbarkeitserfahrungen, Meditation, Gelassenheitstraining, Krankheitsbewältigung, Kognitive Leistung, Selbstkontrolle, Rehabilitation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen und verhaltensbezogenen Voraussetzungen, die Menschen benötigen, um ihren Lebensstil positiv zu beeinflussen und Krankheiten aktiv zu bewältigen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Rolle motivationaler Faktoren, Gesundheitskompetenz, Resilienzbildung und die Bedeutung von Entspannungstechniken wie Meditation.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch gezieltes Selbstmanagement und die Förderung von Gelassenheit die Krankheitsbewältigung und die psychische Stabilität im Alter verbessert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Zusammenfassung, die auf der Analyse aktueller wissenschaftlicher Fachliteratur und psychologischer Studien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Abschnitte, die von den biologischen Grundlagen über Selbstmanagement-Konzepte bis hin zu Resilienzfaktoren und der praktischen Anwendung von Gelassenheitstraining reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Selbstwirksamkeit, Gesundheitskompetenz, Resilienz und Selbstmanagement charakterisiert.
Inwiefern beeinflussen Ziele die Krankheitsbewältigung?
Konkrete, realistische Ziele wirken als Empowerment-Faktor, schützen vor Misserfolgserlebnissen und helfen dabei, Handlungen effizient auf die eigene Gesundheit abzustimmen.
Warum ist das Erlernen von Gelassenheit eine Bewältigungsstrategie?
Gelassenheitstraining ermöglicht es, bei Unkontrollierbarkeitserfahrungen Abstand zu gewinnen, wodurch psychische Belastungen reduziert und die innere Balance zwischen widersprüchlichen Anforderungen gewahrt werden kann.
- Citar trabajo
- Mirjam Peter (Autor), 2017, Lebensstilfaktoren, Plastizität und Selbstmanagement zur Krankheitsbewältigung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373839