Diese Arbeit befasst sich mit dem Einsatz der komplementären Pflegeintervention Therapeutic Touch® zur Reduktion von Lymphödemen infolge eines Mammakarzinoms, begleitend zur konventionellen Therapie.
Lymphödeme sind infolge von Mammakarzinom trotz des medizinischen Fortschrittes oft nicht heilbar. Mit herkömmlichen Methoden aus der Schulmedizin ist dieses Krankheitsbild alleine nur schwer in den Griff zu bekommen. Im Rahmen der Betreuung von Patient/inn/en mit eingeschränkter Transportfähigkeit der Lymphgefäße sind sowohl eine konsequente konventionelle Therapie als auch die ganzheitliche Betreuung und Begleitung vorrangig. Das Wohlbefinden der Patient/inn/en soll sichergestellt und damit eine Verbesserung der Lebensqualität ermöglicht werden. Gerade Patient/inn/en mit Mammakarzinom suchen häufig nach ergänzenden Möglichkeiten auf dem Komplementären Bereich. Zu solchen Methoden zählt Therapeutic Touch®, welches mittels „Handauflegung“ Erleichterung verschiedenster Krankheitsbilder bewirken soll.
Um die Wirksamkeit von Therapeutic Touch® evidenzbasiert zu belegen, wurde Literatur für die vorliegende Arbeit in der Datenbank PubMed ausgewählt und nach den Kriterien von Behrens und Langer analysiert. Studien belegen, dass diese komplementäre Pflegemethode enormes Potential hat, Symptome zu reduzieren und Nebenwirkungen zu vermindern. Ebenso werden das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Betroffenen positiv beeinflusst. Diese Methode ist eine moderne Variante verschiedener alter Heilpraktiken, welche im Jahre 1972 von Dolores Krieger und Dora Kunz in den USA entwickelt wurde und mittlerweile an Kliniken und Universitäten als multidisziplinäre, ganzheitliche Behandlungsform unterrichtet und angewendet wird.
Diese Arbeit zu dem Thema sollen die Leser/inn/en unterstützen, ein Fundament für eine einfühlsame Argumentation im Patientengespräch zu erwerben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Zielsetzung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Therapeutic Touch® eine komplementäre Pflegeintervention
2.2 Voraussetzungen zur Anwendung von Therapeutic Touch®
2.2.1 Konzeptioneller Rahmen- Pflegemodell nach Martha Rogers
2.2.2 Biophysikalische Grundlagen
2.3 Entwicklung von Therapeutic Touch
3 Methodik
3.1 Forschungsfrage
3.2 Forschungsdesign
4 Case Study
4.1 Soziodemografischer Hintergrund
4.1.1 Allgemein erhobene Daten
4.2 Erhebungsinstrumente
4.3 Therapeutic Touch Interventionen®
4.3.1 Tabellarische Darstellung
5 Ergebnisse
5.1 Tabellarische Darstellung
5.2 Grafische Darstellung
5.3 Beschreibende Darstellung
6 Diskussion
7 Schlussbetrachtung
8 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den unterstützenden Beitrag der komplementären Pflegeintervention Therapeutic Touch® bei der Reduktion von Lymphödemen infolge eines Mammakarzinoms, um das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Patientinnen zu verbessern.
- Therapeutic Touch® als komplementäre Pflegemethode
- Physiologische Aspekte von Lymphödemen
- Einsatz von Pflegediagnosen und Assessmentinstrumenten
- Evidenzbasierte Untersuchung mittels Single Case Study
- Integrative Pflegeansätze zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Konzeptioneller Rahmen – das Pflegemodell nach Martha Rogers
Ein möglicher konzeptioneller Rahmen von Therapeutic Touch® wird durch das Pflegemodell vom Martha Rogers gebildet. Ihre Theorie beschreibt das biomagnetische Feld, welches durch die komplementäre Pflegeintervention beeinflusst werden kann. Therapeutic Touch® beruht auf den Überlegungen der Pflegewissenschaftlerin Dolores Krieger und wie bereits schon erwähnt, der Pflegetheoretikerin Martha Rogers mit dem Werk Wissenschaft vom unitären Menschen. Martha Rogers beschreibt die unitären Menschen als nicht auf ihre Einzelteile reduzierbare Ganzheiten. Es sind die als Energiefelder begriffenen Individuen, die mehr als die Summe ihrer Teile sind und mit ihren jeweiligen Umweltfeldern interagieren (vgl. Rogers, 1997, S 173). Rogers definiert vier Konzepte rund um den unitären Menschen.
Energiefeld: Das Energiefeld ist die gedankliche Begrenzung, welche die Einheit des Menschen ausmacht. Das menschliche Energiefeld ist ein nicht auf einzelne Elemente reduzierbares, unteilbares, pandimensionales Energiefeld, das durch Muster gekennzeichnet ist. Es zeigt Charakteristika, die spezifisch für das Ganze sind und nicht aus dem Wissen um die Teile vorhergesagt werden können (vgl. Rogers, 1997, S 174).
Offenheit: Rogers sieht die Energiefelder als offene Systeme an. Der Mensch steht in ständiger Interaktion von Energie und Materie mit seiner Umwelt (vgl. Rogers, 1997, S 175).
Muster: Das unterscheidende Charakteristikum eines Energiefeldes. Das Muster gibt dem Feld seine Identität. Das Feldmuster jedes Menschen ist einzigartig und verknüpft mit dem Feldmuster seiner Umwelt. Muster verändern sich ständig durch gegenseitige Beeinflussung (vgl. Rogers, 1997, S 175).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Mammakarzinoms und die Entstehung von Lymphödemen sowie die Notwendigkeit ergänzender Pflegeinterventionen.
2 Theoretischer Rahmen: Erläutert das Lymphsystem, pflegewissenschaftliche Modelle und die biophysikalischen Grundlagen von Therapeutic Touch®.
3 Methodik: Definiert die Forschungsfrage und das Design der Case Study basierend auf dem PICO-Schema.
4 Case Study: Beschreibt das Vorgehen bei der Anwendung von Therapeutic Touch®, einschließlich des Assessments und der Interventionen.
5 Ergebnisse: Präsentiert die Resultate der zehn Interventionen und deren Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden und die Lymphödem-Symptomatik.
6 Diskussion: Reflektiert die positiven Effekte der Methode auf physiologischer und psychologischer Ebene im Kontext der evidenzbasierten Pflege.
7 Schlussbetrachtung: Fasst das Potenzial der Methode als begleitende Unterstützung zusammen und identifiziert Nachholbedarf bei der österreichischen Informationslage.
8 Literaturverzeichnis: Listet die für die Arbeit herangezogenen Quellen und Studien auf.
Schlüsselwörter
Therapeutic Touch®, Mammakarzinom, Lymphödem, Pflegeintervention, Komplementärmedizin, Martha Rogers, Gesundheitsförderung, Lebensqualität, Wohlbefinden, Energiearbeit, Pflegediagnosen, Case Study, Rehabilitation, Lymphdrainage, Evidenzbasierte Pflege.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Therapeutic Touch® als komplementäre Pflegemaßnahme zur Unterstützung bei Lymphödemen nach einer Brustkrebserkrankung.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die Arbeit verknüpft medizinische Aspekte des Lymphsystems mit pflegetheoretischen Grundlagen und der praktischen Anwendung von Energieinterventionen.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt danach, welchen Beitrag Therapeutic Touch® als komplementäre Pflegeintervention ergänzend zur konventionellen Therapie bei Lymphödemen leisten kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Zur Beantwortung der Frage wurde eine Single Case Study mit zehn Messwiederholungen durchgeführt, unterstützt durch eine Literaturrecherche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen, die methodische Vorgehensweise, die Durchführung der Case Study inklusive detaillierter Interventionskonzepte und die Auswertung der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Therapeutic Touch®, Mammakarzinom, Lymphödem, Lebensqualität, komplementäre Pflege und ganzheitliche Betreuung.
Ab wann waren in der Fallstudie keine Lymphödeme mehr nachweisbar?
Nach der fünften durchgeführten Therapeutic Touch® Intervention waren bei der Patientin keine Lymphödeme an den Extremitäten mehr feststellbar.
Welches Pflegemodell bildet den konzeptionellen Rahmen?
Das Pflegemodell der unitären Menschen von Martha Rogers dient als theoretische Grundlage für das Verständnis und die Anwendung von Therapeutic Touch®.
- Citar trabajo
- Nicole Schwab (Autor), 2017, Therapeutic Touch als komplementäre Pflegeintervention zur Reduktion von Lymphödemen infolge eines Mammakarzinoms, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379401