Erziehung bürgerlicher Kinder in Stralsund um 1500. Kindheitserfahrungen des vormaligen Stralsunder Bürgermeisters Bartholomäus Sastrow


Hausarbeit, 2016

21 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Gliederung

1 Einleitung

2 Der Stralsunder Bürgermeister Bartholomäus Sastrow und seine Autobiographie
2.1 Kurze Biographie des Bartholomäus Sastrow
2.2 Die Quelle und ihre Überlieferung

3 Die Kindheitserinnerungen des Bartholomäus Sastrow
3.1 Kinderleben und häusliche Erziehung
3.2 Schulische Erziehung

4 Kindheit und Erziehung am Anfang der frühen Neuzeit
4.1 Die Forschungsdiskussion zu Kindheit im Mittelalter und in der frühen Neuzeit
4.2 Kindheit und Erziehung des Bartholomäus Sastrow im gesellschaftlichen Kontext am Anfang der frühen Neuzeit

5 Fazit

6 Quellen, Hilfsmittel und Sekundärliteratur

1 Einleitung

In der Auseinandersetzung mit dem Modul „Geschichte und Anthropologie: Vormoderne Lebenswelten“, das sich im Rahmen des Themenkomplexes „Familie und Verwandtschaft im Mittelalter und in der frühen Neuzeit“ auch mit dem Thema „Kindheit“ beschäftigt, verfolgt die Hausarbeit das Ziel, die Erziehung bürgerlicher Kinder um 1500, beziehungsweise im 16. Jahrhundert, also dem Beginn der frühen Neuzeit, in Greifswald und Stralsund am Beispiel der Kindheitserinnerungen des vormaligen Stralsunder Bürgermeisters Bartholomäus Sastrow (1520-1603) zu analysieren und kritisch zu interpretieren. Es ist geplant, Antworten auf die folgenden Fragen zu geben:

1. Wie sah die Erziehung eines Bürgerkindes im 16. Jahrhundert in Greifswald und Stralsund aus? Wie verlief die Erziehung im Elternhaus? Wie sah die schulische Erziehung aus?

2. Wurde die Kindheitsphase am Anfang des 16. Jahrhundert als eine eigenständige Lebensphase wahrgenommen?

Greifswald und Stralsund wurden als örtlicher Bezugsrahmen gewählt, da in diesen Städten die historische Quellen- und Überlieferungslage - auch zum Thema „Kindheit und Jugend“ - als günstig angesehen wird (Möller 2012, S.197). Insbesondere Vertreter der Stralsunder Oberschicht haben aus der Zeit um 1500 zum Teil umfangreiche Selbstzeugnisse (Lebenserinnerungen, Tagebücher) hinterlassen, (Möller 2012, S. 197). Zu ihnen gehörten die Bürgermeister Frans Wessel (1487-1570), Nikolaus Gentzkow (1502-1567) und Bartholomäus Sastrow (1520-1603).

Im Alter von 75 Jahren hatte Sastrow seine Autobiographie verfasst. (Lebensbeschreibung des Stralsunder Bürgermeisters Bartholomäus Sastrow [Landesarchiv Greifswald VI 55/2]). In dieser erinnert er sich ausführlich an seine Kindheit, die er in Greifswald und Stralsund verbracht hatte.

Methodisch wird in der Arbeit wie folgt vorgegangen:

Teil 1 (Kapitel 2) gibt einen knappen Überblick über Sastrows Leben und vermittelt Angaben zur Entstehung seiner Autobiographie und ihrer Überlieferung.

Im zweiten Teil (Kapitel 3) werden die in Sastrows Autobiographie geschilderten Kindheitserinnerungen im Hinblick auf die oben skizzierten Fragen zu häuslicher und schulischer Erziehung analysiert und interpretiert.

Der dritte Teil (Kapitel 4) gibt zunächst einen Überblick über die Forschungsdiskussion zum Thema „Kindheit im Mittelalter und in der frühen Neuzeit“. Anschließend werden Beispiele aus Sastrows Kindheitserinnerungen in den gesellschaftlichen Kontext zu Beginn der frühen Neuzeit gestellt, um zu prüfen, ob die Kindheit in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert als ein eigenständiger Lebensabschnitt wahrgenommen wurde.

Als Quelle zu Sastrows Kindheitserinnerungen dient die erste gedruckte Ausgabe der Autobiographie von Gottlieb Mohnike „Bartholomäi Sastrowen Herkommen, Geburt vnd Lauff seines gantzen Lebens“ (Mohnike 1823).

An Hilfsmitteln und Forschungsliteratur werden unter anderem die folgenden Werke verwendet:

Zu der Edition von Mohnike wird ergänzend Theodor Pyls Beitrag über Sastrow in der „Allgemeinen Deutschen Biographie“ herangezogen (Pyl 1890, S. 398‑408). Neueres Forschungsmaterial zu Sastrow liefert Karl-Reinhart Trauners Dissertation „Identität in der Frühen Neuzeit“ (Trauner 2004).

Zur Kindheitsdebatte bezieht sich die Hausarbeit vor allem auf Philippe Ariès' „Geschichte der Kindheit“ (Ariès, 1992) und Luise Schorn-Schüttes „Geschichte Europas in der Frühen Neuzeit (Schorn-Schütte 2009).

Hinweise zur Kindheit in Stralsund in der frühen Neuzeit gibt Gunnar Möllers Aufsatz „Bricken, Scholre, Molyenkinder. Kindheit und Jugend, Ausbildung und Freizeit in der einstigen Hansestadt Stralsund vom Spätmittelalter bis zur frühen Neuzeit“ (Möller 2012).

Grundsätzliche Informationen zur Kindheit im Mittelalter und in der frühen Neuzeit liefern Edmund Hermsens „Geschichte der Kindheit vom Mittelalter bis zur Gegenwart“ Kaspar von Greyerz' „Passagen und Stationen“ sowie Johannes Dillingers „Kinder im Hexenprozess“ (Hermsen 2006; von Greyerz 2010; Dillinger 2013).

Informationen zur deutschen Stadt bis 1550 bietet schließlich Eberhard Isenmanns „Die deutsche Stadt im Mittelalter“ (Isenmann 2014).

2 Der Stralsunder Bürgermeister Bartholomäus Sastrow und seine Erinnerungen

2.1 Bartholomäus Sastrow

Bartholomäus Sastrow wurde am 21. August 1520 in Greifswald geboren. Sastrows Vater, Nicolaus Sastrow, handelte mit Getreide und Stoffen, betrieb nebenbei Landwirtschaft und besaß eine Brauerei. Sastrows Mutter, Anna Smiterlow, war die Nichte des Stralsunder Bürgermeisters Nikolaus Smiterlow. Diese Heirat verschaffte Sastrows Vater „Anschluss an die herrschenden Geschlechter der Städte Greifswald und Stralsund“ (Arnold 1998/2000, S. 17; Trauner 2004, S. 46).

Sastrow ging in Greifswald und Stralsund zur Schule und studierte einige Jahre in Rostock und Greifswald. Ab 1542 war er zunächst als Schreiber und später dann als Notar am Reichskammergericht in Speyer tätig. 1550 kehrte Sastrow nach Greifswald zurück, wo er 1550 heiratete. Er arbeitete dort als Anwalt und Notar. 1562 wurde Sastrow Ratsherr und schließlich 1578 Bürgermeister von Stralsund. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1598 seine Magd Anna Haseneier. Am 7. Februar 1603 starb Sastrow in Stralsund (Arnold 1998/2000, S. 17).

Auf welche Weise wurde Sastrows Lebensgeschichte überliefert? Das folgende Kapitel 2.2 gibt dazu einen kurzen Überblick.

2.2 Die Quelle und ihre Überlieferung

Im Alter von bereits 75 Jahren verfasste Sastrow seine Autobiographie. Brosthaus geht davon aus, dass Sastrow in früherer Zeit ein Tagebuch geführt habe, auf welches er zugreifen konnte, da er sich ihrer Ansicht nach sonst nicht an Details aus seiner Kindheit und Jugend hätte erinnern können (Brosthaus 1972, S. 4). Obschon Sastrow mit Sicherheit schreiben konnte, ließ er die Niederschrift von einem Schreiber erstellen. Sastrow selbst fügte wohl anschließend Korrekturen und Ergänzungen ein. (Trauner 2004, S. 83). Im 18. Jahrhundert fertigte der Stralsunder Bürgermeister Johann Albert Dinnies von dieser Handschrift eine Abschrift an.

In den Jahren 1823 und 1824 wurde Sastrows Autobiographie schließlich unter dem Titel „Bartholomäi Sastrowen Herkommen, Geburt vnd Lauff seines gantzen Lebens“ von dem Stralsunder Pastor Gottlieb Mohnike erstmals in einer gedruckten Fassung herausgegeben (Mohnike 1823/1824) Die Ausgabe besteht aus drei Teilen. Ein vierter Teil der Autobiographie ist verschollen. Der erste Teil enthält unter anderem Sastrows Kindheitserinnerungen (Mohnike 1823).

Als Grundlage für seine Edition benutzte Mohnike im Prinzip ausschließlich die Handschrift, die direkt auf Sastrow zurückgeht, die sogenannte „Haupthandschrift“ (Trauner 2004, S. 81‑85). Diese Handschrift befindet sich heute im Landesarchiv Greifswald (Landesarchiv Greifswald VI 55/2). Dinnies' Abschrift, die wie Mohnikes Edision aus drei Teilen besteht, wird im Stadtarchiv Stralsund aufbewahrt (Stadtarchiv Stralsund HS0256a, HS0256b, HS0256c).

Sastrow fertigte seine Autobiographie nach eigener Aussage zu großen Teilen für seine Nachkommen an, insbesondere für seine beiden Töchter, seine Schwiegersöhne und deren Kinder (Langer 1994, S. 189 f). Er verfasste sein Werk nicht auf Latein, wie zu jener Zeit noch üblich, sondern bereits im sogenannten „Lutherdeutsch“ (Trauner 2004, S. 98).

Auf welche Weise erinnert sich Sastrow in der Autobiographie an seine Kindheit?

Welche Erinnerungen hat Sastrow an seine Familie? Wie denkt er an die elterliche Erziehung sowie an Spiele und Streiche mit Freunden und Geschwistern zurück? Das folgende Kapitel 3.1 gibt darüber Auskunft.

3 Die Kindheitserinnerungen desBartholomäus Sastrow

3.1 Kinderleben und häusliche Erziehung

Am Anfang seiner Kindheitserinnerungen macht Sastrow einige Angaben zu seinen Eltern und Geschwistern.

Die Eltern heirateten 1514, sechs Jahre vor Sastrows Geburt. Obwohl der Vater zu dem Zeitpunkt erst etwa 25 Jahre alt gewesen war, war er in Greifswald bereits ein angesehener Kaufmann. Zusätzlich besaß er eine eigene Brauerei. Die Sastrows gehörten durchaus zu den wohlhabenden Bürgern Greifswalds. Das Alter der Mutter erwähnt Sastrow nicht (Mohnike 1823, S. 20 f). Sastrow hatte sieben Geschwister, zwei Brüder und fünf Schwestern. Die Mehrzahl der Kinder kam im Abstand von zwei bis vier Jahren zur Welt. Das älteste der Kinder, Sastrows Bruder Johannes (siehe Kapitel 3.2) wurde 1515, das jüngste Kind, seine Schwester Gertrud, 1534 geboren. Die weiteren Geschwister waren Anna, Catharina, Casten, Magdalena und Barbara. Sastrow selbst kam am 21. August 1520 auf die Welt. Er war das drittälteste Kind (Mohnike 1823, S. 21-25).

Die historische Forschung versteht unter „Kindern“ verbreitet die „Untervierzehnjährigen“ (Papathanassiou 2007, S. 553). Diese Kinderzeit hatte bei den Sastrows jedes der sieben Kinder überlebt. Die jüngste Schwester Gertrud starb 1549 im Alter von 15 Jahren, wahrscheinlich an einer schweren Seuche. Sastrow spricht in seinen Erinnerungen von der „Pestilenz“ (Mohnike 1823, S. 26). Zwei weitere Schwestern sowie die Mutter starben offenbar an derselben Krankheit. Die zweitjüngste Schwester Barbara verstarb mit 18 Jahren im Kindbett. Der jüngere Bruder Casten machte in seiner Kindheit mehrere schwere Erkrankungen durch, konnte jedoch immer wieder geheilt werden. (Mohnike 1823, S. 24 u. 26).

Wie verbrachte Sastrow die ersten Kinderjahre? Wie wurden er und seine Geschwister von den Eltern erzogen? 1523, als Sastrow etwa drei Jahre alt war, musste sein Vater - aufgrund eines aus Notwehr begangenen Tötungsdelikts - von Greifswald nach Stralsund fliehen (Mohnike 1823, S. 49-51). Sastrow blieb zunächst mit der Mutter, den inzwischen drei Geschwistern sowie einer Magd in Greifswald (Mohnike 1823, S. 57).

Seine Mutter beschreibt Sastrow als zu der Zeit oft schwermütig und traurig. Seine Geschwister und sich bezeichnet er als unerzogene Kleinkinder. Für die Gemütsverfassung seiner Mutter habe Sastrow deshalb Verständnis gehabt (Mohnike 1823, S. 57).

Nach Sastrows Erinnerungen gab es jedoch weiterhin Kontakt zum Vater. Die Mutter besuchte ihren Ehemann mehrere Male in Stralsund (Mohnike 1823, S. 60). Einmal traf sie ihn im Pfarrhaus des Greifswalder Vorortes Neuenkirchen, wohin sie Sastrow und seine Geschwister mitnahm (Mohnike 1823, S. 57 f).

Sastrow berichtet in diesem Zusammenhang auch, dass der Stralsunder Bürgermeister, Nicolaus Smiterlow, um 1524 aus politischen Motiven nach Greifswald flüchtete und drei Jahre lang mit seinen beiden Söhnen im Hause Sastrow lebte (Mohnike 1823, S. 53).

Der Greifswalder Historiker Theodor Pyl erklärt, dass Smiterlow Sastrows Mutter während der Abwesenheit des Vaters im Geschäft und in der Brauerei unterstützt habe (Pyl 1890, S. 398‑408). Auf welche Quelle sich Pyl bezieht, konnte jedoch nicht ermittelt werden. Sastrow macht in seinen Erinnerungen zu diesem Sachverhalt keine Angaben.

Sastrow bezeichnet sich selbst als ein ziemlich wildes Kind. In seinen Erinnerungen schildert er zum Beispiel, wie er als kleiner Junge in Greifswald auf den Turm der gegenüber seinem Elternhaus gelegenen Nikolaikirche kletterte. „Man sagt mihr, ich soll in meinen kindtlichen Jharen fast wilt gewest sein, das ich auf S. Nicolaus Thurms in der Högede gegen den Glockien umb den Thurm gangen“ (Mohnike 1823, S. 61).

In Greifswald gehörten die Sastrows noch dem katholischen Glauben an (Mohnike 1823, S. 56; Brosthaus 1972, S. 94). Sastrow berichtet, dass die Mutter häufig in die oben genannte Kirche zum Beten ging. Dabei hatte Sastrow sie stets zu begleiten. Wenn die Mutter dann vor den Altären betete und Weihrauch anzündete, tat Sastrow es ihr nach und hatte offensichtlich seine Freude daran (Mohnike 1823, S. 56 f). Ob es sich hierbei um kindliche Gläubigkeit, „Schabernack“ oder um beides gehandelt hatte, lässt sich aus den Erinnerungen nicht beantworten. Angaben zu einer betont religiösen Erziehung in seinem Elternhaus macht Sastrow nicht.

Sastrow erwähnt in seiner Autobiographie auch verschiedene Spiele sowie Streitereien mit seinen Geschwistern und mit Freunden. Die Spiele und Streitereien uferten nicht selten aus und endeten, vor allem für Sastrow, mit mancherlei Verletzungen, die dann zum Teil recht unangenehme ärztliche Behandlungen nach sich zogen, wie dieses Beispiel zeigt:

Ich schuidt midt einem Bohemischen Schnitzer an einem kleinen Klotzlin, mein Schwester Anna [...] reist mihr das Klotzlein aus der Handt; als ich dasselb von ihr wider reissen wollen, stos ich den Bömischen Schnitzer mihr am rechten Schinkell ins dicke Fleisch bis an die Schalen. Meister Joachim Gelhar, excellens Chirurgus, in vnnd außerhalb Landes berumbt, nachdem er mit Puncteisen [...] wie tyeff die Wunde explorieren, vnnd das gerunnen Bluth herausser geholt, heilt er mich vunter eim Kölblate mit Druncken (Mohnike 1823, S. 79 f).

Mancher Zeitvertreib, zum Beispiel Baden und Eislaufen, wurde Sastrow von den Eltern verboten. Konkrete Gründe, warum dem so war, nennt Sastrow nicht. Ihn und seine Freunde hinderten diese Verbote jedoch nicht daran, es dennoch zu tun. „[...] des Winters lieff ich mit Johan Gottschalcke vnnd andern meines Schlags Schulern bogeis. [...] Des Sommers batet ich mich mit meinen Gesellen hinter Lorbern, so yetz meine Scheure ist, im Strande [...]“ (Mohnike 1823, S. 75 f).

Für seine Streiche und verbotenen Vergnügungen wurde Sastrow, in der Regel von seinem Vater, mit einer Rute geprügelt (Mohnike 1823, S. 76 f).

Sastrow erinnert sich, dass die Mutter einmal dafür sorgte, dass der Vater nicht zu heftig zuschlug (Mohnike 1823, S. 77). Sastrows Erinnerungen geben keine eindeutige Auskunft, ob es zwischen Vater und Mutter unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Kindererziehung gab, beziehungsweise ob die Mutter die Kinder liebevoller erzog. Einerseits beschreibt Sastrow seine Mutter als „vberauß glimpflich vnnd holtselig“ (Mohnike 1823, S. 77). Andererseits lässt beispielsweise die Schilderung „[...] hat sie auch Barthelmewese [Sastrows Kindername] dagegen gegeben, was er wol vordient hette“ die Annahme zu, dass Sastrow durchaus auch von seiner Mutter Prügel bezogen hatte (Mohnike 1823, S. 61).

Wie blickt Sastrow auf die Erziehungsmaßnahmen seiner Eltern zurück? Sastrow behauptet, er und seine Geschwister seien von den Eltern gut erzogen worden, obwohl sein Vater sehr cholerisch gewesen sei. „Meine Altern erzogen ihre Kinder zwar woll; mein Vatter war etwas hastig, vnnd wen die Colera uberhandt nam, konte er keine Maß halten“ (Mohnike 1823, S. 77).

Im Zusammenhang mit dem oben geschilderten Eingreifen der Mutter in die Strafmaßnahme des Vaters empfiehlt Sastrow die Erziehungsmethoden der Eltern seinen Kindern und Enkelkindern weiter, wie das folgende Zitat belegt.

Die Kinderzucht wollen auch meine Kinder gegen die Iren zu gebrauchen lernen, das sie mit alzuharter Straffe ihren Kindern an Gesuntheit keinen Schaden thun, noch sie vorblussen, oder midt zu vieler Lindigkeit, wie die Affen auß grosser Lieb ihre Jungen erdrucken, nicht vorziehen [...]

(Mohnike 1823, S. 77 f).

[...]

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Erziehung bürgerlicher Kinder in Stralsund um 1500. Kindheitserfahrungen des vormaligen Stralsunder Bürgermeisters Bartholomäus Sastrow
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V385373
ISBN (eBook)
9783668611993
ISBN (Buch)
9783668612006
Dateigröße
432 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erziehung, kinder, stralsund, beispiel, kindheitserfahrungen, stralsunder, bürgermeisters, bartholomäus, sastrow
Arbeit zitieren
Christiane Martina Schunke (Autor), 2016, Erziehung bürgerlicher Kinder in Stralsund um 1500. Kindheitserfahrungen des vormaligen Stralsunder Bürgermeisters Bartholomäus Sastrow, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385373

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Erziehung bürgerlicher Kinder in Stralsund um 1500. Kindheitserfahrungen des vormaligen Stralsunder Bürgermeisters Bartholomäus Sastrow



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden