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Gewalt und Hass in den Medien. Eine rechtliche und ethische Qualifizierung

Título: Gewalt und Hass in den Medien. Eine rechtliche und ethische Qualifizierung

Trabajo de Seminario , 2005 , 34 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Matthias Benner (Autor)

Derecho - Derecho público / Otros
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Die öffentliche Meinung stellt einen Bezug zwischen der Rezeption gewalthaltiger Medien und realen Taten her und fordert speziell nach Aufsehen erregenden Straftaten immer wieder eine Verschärfung des geltenden Rechts. Dies impliziert, dass eine direkte Kausalität zwischen Gewaltdarstellungen im Fernsehen oder in sonstigen Medien und dem Verhalten von Rezipienten besteht. Ferner ertönt der Vorwurf an den Gesetzgeber, dass die existierenden Gesetze nicht ausreichten, um die Nation vor Gewalt im Fernsehen, dem Lagerfeuer der modernen Gesellschaft, und den damit verbundenen Verhaltensauffälligkeiten zu schützen.

Die vorliegende Arbeit wird sich dieser Problematik aus ethischer und rechtlicher Perspektive nähern. Hierbei soll im ersten Abschnitt der Umgang der Ethik, beziehungsweise spezieller der Medienethik, mit dem Phänomen der Gewalt in den Medien dargestellt werden, um im darauf folgenden Teil die rechtliche Sicht zu beleuchten. Abschließend soll dann überprüft werden, ob Recht und Ethik in dieser prekären Angelegenheit übereinstimmen.

Extracto


Gliederung

1. EINFÜHRUNG

2. ETHISCHE PERSPEKTIVE

2.1 GRUNDLINIEN DER MEDIENETHIK

2.2 GEWALT AUS MEDIENETHISCHER PERSPEKTIVE

2.2.1 Der Mensch

2.2.2 Die Wirkung von Medien

2.2.3 Unterhaltung durch mediale Gehalte

2.3 DOMESTIKATION UND LEGITIMITÄT VON GEWALT IN MEDIEN

2.4 INHALTSETHISCHE GRUNDNORMEN

3. RECHTLICHE PERSPEKTIVE

3.1 VERFASSUNGSRECHTLICHE GRUNDLAGEN

3.2 ALLGEMEINE STRAFRECHTLICHE REGELUNGEN

3.3 GESETZE ZUR NORMIERUNG VON GEWALTDARSTELLUNGEN IN MEDIEN

3.3.1 Regelungen im Jugendschutzgesetz

3.3.1.1 Kennzeichnung von Filmen

3.3.1.2 Aufnahme in die Liste jugendgefährdender Schriften

3.3.2 Regelungen im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

4. MEDIENRECHT UND MEDIENETHIK EINE EINHEIT?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Mediengewalt durch eine interdisziplinäre Analyse, um zu klären, inwieweit medienethische Grundsätze und rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland eine konsistente Einheit bilden, um die Gesellschaft und insbesondere Jugendliche vor negativen Auswirkungen zu schützen.

  • Grundlagen der Medienethik und medienethische Freiheitsmaximen
  • Medienwirkungstheorien und die Rezeption fiktionaler Gewalt
  • Rechtliche Grundlagen und strafrechtliche Normierung durch das StGB
  • Jugendschutzmechanismen im Jugendschutzgesetz und JMStV
  • Interdependenzen und potenzielle Konfliktfelder zwischen Ethik und Recht

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Der Mensch

Die Diskussion über Gewalt als medialer Inhalt basiert zumeist auf der Annahme, dass der Mensch prinzipiell ein Triebwesen ist, das nur durch strenge „zivilisatorische Domestizierung“ und strafbewehrte Normen zu sittsamen Verhalten erzogen werden kann. Dieses Paradigma wurde seit dem entstehen der bewegten Bilder immer wieder aufgegriffen und ist auch heute noch wirkmächtig. Gemeinsam mit dem lerntheoretischen Ansatz von Bandura lässt sich aus diesem Paradigma ableiten, dass der Mensch ständig in Gefahr steht, durch die Inhalte eines Films von den ehemals domestizierten Trieben überwältigt zu werden beziehungsweise die gezeigten Handlungs- und Lösungsmodelle reflexionslos zu übernehmen.

Fakt ist aber, dass menschliches Verhalten nicht nur von einem Trieb - der Aggression - gesteuert wird, sondern vielmehr von zwei weiteren. So stehen dem Aggressionstrieb der Fluchttrieb und der Brutpflegetrieb hemmend gegenüber. Während sich aus dem Fluchttrieb eine starke Verhaltenstendenz zur Geselligkeit ableiten lässt, geht aus dem Brutpflegetrieb eine starke Fürsorgeneigung hervor.

Diese basalen Antriebe wirken aber nicht unmittelbar, sondern nur mittelbar über verschiedene Bedürfnisse, die durchaus reflexiv gesteuert werden können. Der Mensch ist also nicht von Natur aus ausschließlich aggressiv prädisponiert und keineswegs ein leeres Blatt, in das verschiedene Verhaltensmuster eingeprägt werden können, sondern vielmehr ein Wesen, das seine Antriebe und Bedürfnisse reflexiv wahrnimmt und sich entsprechend verhält.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung beleuchtet anhand realer Kriminalfälle die öffentliche Debatte über den Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Gewalttaten und steckt den Untersuchungsrahmen aus ethischer und rechtlicher Sicht ab.

2. ETHISCHE PERSPEKTIVE: Hier werden die Grundlinien der Medienethik erarbeitet und diskutiert, inwiefern die mediale Darstellung von Gewalt legitim sein kann, wobei die Reflexionsfähigkeit des Menschen und die Domestikationsleistung fiktionaler Gewalt im Vordergrund stehen.

3. RECHTLICHE PERSPEKTIVE: Dieses Kapitel analysiert die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen, wie etwa Artikel 5 GG, sowie spezifische strafrechtliche Normen (§ 131 StGB) und jugendschutzrechtliche Regelungen zur Begrenzung von Gewaltdarstellungen.

4. MEDIENRECHT UND MEDIENETHIK EINE EINHEIT?: Das Fazit vergleicht die Ergebnisse der ethischen und rechtlichen Untersuchung und prüft, ob Recht und Ethik im Bereich der Mediengewalt eine harmonische Einheit bilden oder in Konflikt miteinander stehen.

Schlüsselwörter

Medienethik, Medienrecht, Mediengewalt, Jugendschutz, Grundgesetz, StGB, Gewaltverherrlichung, Gewaltverharmlosung, Medienwirkung, Sozialisation, Fiktionalisierung, Domestikation, Menschenwürde, Indizierung, Freiheitsmaxime

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Gewaltdarstellung in Medien aus einer zweifachen Perspektive: der ethischen Bewertung und der rechtlichen Normierung in der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle des Menschen als Medienrezipient, die verschiedenen Thesen zur Medienwirkung, die Legitimität fiktionaler Gewalt sowie die rechtliche Umsetzung von Jugendschutz und strafrechtlichen Verboten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob medienethische Forderungen und rechtliche Regelungen in Deutschland eine Einheit bilden und wie sie zusammenwirken, um die Gesellschaft vor den Gefahren exzessiver Gewaltdarstellungen zu schützen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine medienethische und rechtswissenschaftliche Analyse, die sowohl theoretische Grundlagen und Medienwirkungsthesen als auch geltende Gesetze, Urteile des Bundesverfassungsgerichts und fachwissenschaftliche Literatur vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ethische Betrachtung, in der die Legitimität medialer Gewalt hinterfragt wird, und eine rechtliche Betrachtung, in der das Grundgesetz, das Strafgesetzbuch und jugendschutzrechtliche Verträge analysiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Medienethik, Mediengewalt, Jugendschutzgesetz (JuSchG), Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), Grundgesetz, Gewaltverherrlichung und Medienfreiheit.

Warum spielt das Bundesverfassungsgericht für die Arbeit eine Rolle?

Das Gericht hat durch seine Rechtsprechung, insbesondere zur Kunstfreiheit und zur Auslegung von Begriffen wie „menschenwürdeverletzend“ am Beispiel des Films „Tanz der Teufel“, maßgeblich die Auslegung und Anwendung der gesetzlichen Normen für Mediengewalt geprägt.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Ethik und Recht?

Die Arbeit differenziert, dass das Recht durch geschriebene Normen das Zusammenleben regelt, während sich die Ethik mit der sittlichen Verpflichtung des Einzelnen befasst, wobei sie betont, dass eine Transformation von ethischen Werten in rechtliche Rahmenbedingungen notwendig ist.

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Detalles

Título
Gewalt und Hass in den Medien. Eine rechtliche und ethische Qualifizierung
Universidad
University of the Federal Armed Forces München
Calificación
1,3
Autor
Matthias Benner (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
34
No. de catálogo
V413382
ISBN (Ebook)
9783668649392
ISBN (Libro)
9783668649408
Idioma
Alemán
Etiqueta
gewalt hass medien eine qualifizierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Matthias Benner (Autor), 2005, Gewalt und Hass in den Medien. Eine rechtliche und ethische Qualifizierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413382
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