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Die "Halbstarken". Zur Auswirkung staatlicher und gesellschaftlicher Einflüsse auf eine Jugendsubkultur in der BRD und DDR

Titre: Die "Halbstarken". Zur Auswirkung staatlicher und gesellschaftlicher Einflüsse auf eine Jugendsubkultur in der BRD und DDR

Thèse de Bachelor , 2014 , 49 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ralf Leonhardt (Auteur)

Sociologie - Enfants et Adolescence
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Die vorliegende Arbeit hatte die Beantwortung zweier Forschungsfragen zum Ziele. Zum einen sollte den Ursachen der Entstehung des „Halbstarken-Phänomens“ nachgegangen werden und zum anderen wurde untersucht, welche Auswirkungen die staatlichen und gesellschaftlichen Reaktionen auf die Jugendsubkultur in der BRD und der DDR hatten. Für dieses Vorhaben wurde systematisch in der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur recherchiert. Das Phänomen hat verschiedene jugend- und sozialpsychologische Ursachen, wobei der historische Kontext der Nachkriegszeit und die zunehmende Kommerzialisierung und Mediatisierung der Jugend nicht außer Acht zu lassen sind. Es hat sich herausgestellt, dass die Szene der DDR, aufgrund der repressiven Maßnahmen des Staates kurzlebiger und keineswegs solidarischer war als ihr westdeutsches Pendant, aber allerdings ein etwas stärkeres protestpolitisches Moment aufwies. Leider herrscht noch Forschungsmangel in Bezug auf die „Halbstarken“ der DDR, weshalb weitere Analysen von Aktenmaterial und evtl. Leitfadeninterviews mit Zeitzeugen angebracht wären.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zu den Begriffen „halbstark“ und Subkultur

2.1 Definition und Formen von Subkulturen

2.2 Die Entstehung und Entwicklung des Stigmatas „Halbstarke“

3 Die Aktivität der „Halbstarken“ in der BRD und DDR

3.1 Die BRD

3.2 Die DDR

4 Wie konnte es zur Entstehung des „Halbstarken-Phänomens“ kommen?

4.1 Der historische Kontext

4.2 Die sozio-ökonomischen und sozialpsychologischen Ursachen

5 Die Reaktionen von Staat und Gesellschaft und deren Wirkung auf die Subkultur

5.1 Die BRD

5.2 Die DDR

6 Zu den Hypothesen

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsursachen des sogenannten „Halbstarken-Phänomens“ der 1950er Jahre sowie die Auswirkungen staatlicher und gesellschaftlicher Reaktionen auf diese Jugendsubkultur in der BRD und der DDR.

  • Historische Einordnung und Genese des Begriffs „Halbstarke“
  • Vergleich der jugendlichen Protestkultur in zwei unterschiedlichen politischen Systemen
  • Analyse staatlicher Repressionen und deren Wirkung auf das Phänomen
  • Untersuchung sozio-ökonomischer und sozialpsychologischer Ursachen für die Rebellion
  • Bewertung von Hypothesen zu Größe, Brutalität und politischem Potenzial der Szene

Auszug aus dem Buch

3.1 Die BRD

Der Zeitraum der größten Ausschreitungen der „Halbstarken“ und damit deren Phase der größten Aktivität fand in Westdeutschland zwischen 1956 und 1958 statt. Eine beträchtliche Anzahl dieser „Krawalle“ belief sich dabei auf die Monate zwischen April 1956 und März 1957, wobei der September 1956 den Höhepunkt darstellt. Die Zentren der Ausschreitungen bildeten dabei Westberlin mit insgesamt 38 und Nordrhein-Westfalen mit 20 „Krawallen“. Außer Rheinland-Pfalz meldete jedes Bundesland mindestens einen derartigen Aufruhr. Die „Krawalle“ waren vor allem ein Großstadtphänomen. So besaßen, von 27 Städten für 95 ermittelte „Krawalle“, 24 Städte eine Einwohnerzahl von über 100 000 (Kaiser 1959: 102-105; Grotum 1994: 79-84).

Das Ereignis, welches häufig als erster „Krawall“ in der Literatur genannt wird, war, anlässlich eines Louis Armstrong-Konzerts, die Ausschreitung am 17. Oktober 1955 in Hamburg. Den Anlass dafür gaben das allzu sehr gekürzte Gastspiel, die Absage eines Zweitkonzerts am selben Abend und die Androhung polizeilicher Zwangsmaßnahmen (Grotum 1994: 87). Es sollte allerdings festgehalten werden, dass bereits bei dem sogenannten „Himmelfahrtskrawall“ im Jahre 1953 in Hannover, Jugendliche besonders auffällig handelten und aus der Masse von zeitweilig bis zu 10 000 Menschen herausstachen. Für Bondy wiederum stellen die Aktivitäten einer Clique namens „Die Wilden“, welche sich im Sommer 1955 in Berlin-Lichterfelde gesellschaftsnonkonform verhielten, den Beginn des „Halbstarken-Phänomens“ dar (1957: 9; Kaiser 1959: 41 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfragen und Hypothesen zur Entstehung und den Auswirkungen der Halbstarken-Kultur.

2 Zu den Begriffen „halbstark“ und Subkultur: Definition von Subkulturen und die historische Entwicklung des Stigmas „Halbstarke“.

3 Die Aktivität der „Halbstarken“ in der BRD und DDR: Darstellung und Vergleich der Krawallaktivitäten in beiden Teilen Deutschlands.

4 Wie konnte es zur Entstehung des „Halbstarken-Phänomens“ kommen?: Analyse des historischen Kontexts sowie sozio-ökonomischer und sozialpsychologischer Ursachen.

5 Die Reaktionen von Staat und Gesellschaft und deren Wirkung auf die Subkultur: Untersuchung polizeilicher, justizieller und medialer Reaktionen in BRD und DDR.

6 Zu den Hypothesen: Überprüfung und Bewertung der im ersten Kapitel aufgestellten Hypothesen.

7 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Aufzeigen von weiterem Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Halbstarke, Jugendsubkultur, Nachkriegszeit, BRD, DDR, Krawall, Sozialisation, Repression, Protestpotenzial, Rock'n'Roll, Jugendkriminalität, Soziologie, Generation, Identitätsfindung, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der „Halbstarken“ in den 1950er Jahren und vergleicht dabei die Situation und die staatlichen Reaktionen in der BRD und der DDR.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entstehungsgeschichte der Subkultur, deren reale Aktivitäten, die Ursachen für die Rebellion sowie die gesellschaftliche und staatliche Reaktion darauf.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Ursachen für die Entstehung der Jugendsubkultur zu identifizieren und die Unterschiede in der staatlichen Reaktion zwischen der Bundesrepublik und der DDR aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rein literaturbasierte Untersuchung, die wissenschaftliche Sekundärliteratur und verfügbare Archivmaterialien auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition von Subkulturen, die Krawallaktivitäten, die historischen sowie sozio-ökonomischen Ursachen und die sehr unterschiedlichen Reaktionen der Staatsgewalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Halbstarke, Jugendsubkultur, Krawall, Repression, Sozialisation und der Vergleich zwischen den Systemen in BRD und DDR.

Wie unterschied sich die DDR-Szene von der westdeutschen?

Die DDR-Szene war aufgrund staatlicher Repression kurzlebiger, weniger solidarisch, wies aber ein stärkeres politisches Protestpotenzial auf.

Welche Rolle spielten die Medien in der BRD?

Die Presse leistete durch Sensationierung und teilweise Falschberichterstattung einen wesentlichen Beitrag zur Ausbreitung des „Halbstarken-Phänomens“.

Was waren die „Halbstarken-Krawalle“?

Es waren unorganisierte Ausschreitungen Jugendlicher, die sich meist gegen polizeiliche Maßnahmen richteten und primär durch Abenteuerlust und den Wunsch nach Freiräumen motiviert waren.

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Résumé des informations

Titre
Die "Halbstarken". Zur Auswirkung staatlicher und gesellschaftlicher Einflüsse auf eine Jugendsubkultur in der BRD und DDR
Université
Technical University of Chemnitz  (Institut für Soziologie)
Note
1,3
Auteur
Ralf Leonhardt (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
49
N° de catalogue
V413703
ISBN (ebook)
9783668649835
ISBN (Livre)
9783668649842
Langue
allemand
mots-clé
halbstarken auswirkung einflüsse jugendsubkultur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ralf Leonhardt (Auteur), 2014, Die "Halbstarken". Zur Auswirkung staatlicher und gesellschaftlicher Einflüsse auf eine Jugendsubkultur in der BRD und DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413703
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Extrait de  49  pages
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