Die Bachelorarbeit berichtet über die Kryptowährung Bitcoin im Allgemeinen, über die Funktionsweise sowie über die Blockchain. Zudem untersucht sie, wie die Auswirkungen auf die risikoadjustierte Performance eines Privatanlegerportfolios bei der Berücksichtigung von Bitcoin sind und zusätzlich, wie sich die Portfolioallokation bei Implementierung von Bitcoin verhält. Ebenfalls wird ein Minimum Varianz Portfolio gebildet, in welches Bitcoin implementiert wird. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, ob Bitcoin, unter pessimistischen Zukunftsaussichten, Teil des Anlegerportfolios sein sollte.
Um diese Fragen beantworten zu können, wird das Sharpe Ratio, das Sortino Ratio sowie das Black-Litterman Modell verwendet. Maximiert man das Sharpe Ratio und das Sortino Ratio, ist Bitcoin im Portfolio enthalten. Führt man das Modell nach Black und Litterman aus und nimmt einen Preisverfall Bitcoins von 50 % und 25 % an, ist die Kryptowährung nicht im Portfolio enthalten, jedoch aber bei einem erwarteten Verlust von 10 %.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Gang der Untersuchung und wissenschaftliche Fragestellungen
2 Kryptographische Währung – Bitcoin
2.1 Einführung in die Bitcoin-Welt
2.2 Bitcoin-System und Funktionsweise
2.3 Die Eingliederung der Blockchain in das Bitcoin-System
2.4 Historische Entwicklung von Bitcoin
2.4.1 Handelsvolumen
2.4.2 Volatilität
2.4.3 Korrelation zu anderen Anlageklassen
2.4.4 Anleitung zum Investieren in Bitcoin
3 Theoretische Grundlagen des Portfoliomanagements
3.1 Portfoliotheorie nach Markowitz
3.1.1 Portfoliobildung
3.1.2 Effiziente Portfolios
4 Portfoliobildung und –optimierungen
4.1 Portfoliobestandteile
4.2 Asset Allokation anhand unterschiedlicher Methodik
4.2.1 Sharpe Ratio
4.2.2 Sortino Ratio
4.2.3 Minimum Varianz Portfolio
4.2.4 Das Black-Litterman Modell
5 Darstellung der Ergebnisse
5.1 Sharpe Ratio
5.2 Sortino Ratio
5.3 Minimum Varianz Modell
5.4 Veränderung der Gewichtungen in den Portfolios
5.5 Das Black-Litterman Modell
6 Analyse der Ergebnisse
7 Schlussfolgerung zu den aufgestellten Thesen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen der Kryptowährung Bitcoin auf die risikoadjustierte Performance und die Asset-Allokation in einem privaten Anlegerportfolio. Dabei wird untersucht, ob Bitcoin trotz seiner hohen Volatilität als ergänzendes Asset sinnvoll in ein Portfolio integriert werden kann und wie sich dieses bei pessimistischen Zukunftsaussichten verhält.
- Methodische Portfoliooptimierung unter Verwendung historischer Renditedaten.
- Analyse der risikoadjustierten Performance durch Sharpe Ratio und Sortino Ratio.
- Einsatz des Minimum Varianz Modells zur Risikooptimierung.
- Integration des Black-Litterman Modells zur Berücksichtigung von Zukunftsprognosen.
- Vergleich von Portfoliokonfigurationen mit und ohne Bitcoin-Beimischung.
Auszug aus dem Buch
2.2 Bitcoin-System und Funktionsweise
Das Bitcoin-System besitzt, wie bereits im Abschnitt 2.1 erwähnt, besondere Eigenschaften, die Bitcoin von anderen Geldeinheiten unterscheidet. Dies ist durch das Kombinieren von verschiedenen Komponenten, innerhalb des Bitcoin-Systems, möglich. Der Aufbau und die Kombination der Teilsysteme wird in folgender Abbildung verständlich abgebildet: Das Bitcoin-Netzwerk ist ein Zusammenschluss aus den Teilnehmern des Bitcoin-Systems. Innerhalb dieses dezentralen Netzwerks ist es den Beteiligten möglich zu kommunizieren sowie einen Konsens über die gegenwärtigen Besitzverhältnisse zu finden (vgl. Morabito 2017: 70).
Dies muss demokratisch vonstattengehen, da keine höhere Instanz existiert. Das Bitcoin-Protokoll entspricht einem Konsensprotokoll, welches, allgemein ausgedrückt, die Transaktionsregeln festlegt. Ein Konsensus entspricht der Übereinstimmung bzw. Zustimmung aller beteiligten Personen zu einem oder mehreren Zuständen. Im Bitcoin-System ist das Finden des Konsenses dezentral. Eine zentrale Version dieses Systems würde dem heutigen System entsprechen (siehe: Abbildung 2). Der Konsensfindende wäre demzufolge eine Institution, wie ein Staat oder eine Bank, der oder die darüber entscheidet, welcher Zustand korrekt bzw. nicht richtig ist. Ein solcher Zustand kann beispielsweise sein, dass eine Person A 1220 € auf dem Konto hat. In diesem Fall entscheidet die Bank darüber, ob dieser Zustand korrekt ist oder nicht. Sie findet somit einen Konsens. Trotz der vielen Vorteile einer zentralen Institution, wie die Effizienz oder die relativ geringen Kosten, hat diese Form einen schwerwiegenden Nachteil. Das benötigte Vertrauen!
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Kryptowährung Bitcoin und Formulierung der wissenschaftlichen Fragestellungen sowie des Gangs der Untersuchung.
2 Kryptographische Währung – Bitcoin: Detaillierte Erläuterung der Entstehung, der technologischen Funktionsweise, der Blockchain-Grundlagen sowie der historischen Marktentwicklung von Bitcoin.
3 Theoretische Grundlagen des Portfoliomanagements: Darstellung der klassischen Portfoliotheorie nach Markowitz und der Kriterien für die Bildung effizienter Portfolios.
4 Portfoliobildung und –optimierungen: Erläuterung der Vorgehensweise zur Portfoliooptimierung unter Anwendung verschiedener Methoden wie Sharpe Ratio, Sortino Ratio, Minimum Varianz Modell und Black-Litterman Modell.
5 Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der empirischen Ergebnisse aus den verschiedenen Optimierungsmodellen sowie der prozentualen Gewichtungsänderungen.
6 Analyse der Ergebnisse: Kritische Analyse der erzielten Performanceergebnisse in Bezug auf die Eingliederung von Bitcoin in das Investorenportfolio.
7 Schlussfolgerung zu den aufgestellten Thesen: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf weitere Untersuchungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Bitcoin, Portfoliooptimierung, Portfolioallokation, Sharpe Ratio, Sortino Ratio, Minimum Varianz Portfolio, Black-Litterman Modell, Blockchain, Kryptowährung, Assetklasse, Risikoadjustierte Performance, Diversifikation, Volatilität, Anlegerportfolio, Rendite-Risiko-Verhältnis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit untersucht die Eignung der Kryptowährung Bitcoin als ergänzendes Anlageinstrument in einem privaten Investmentportfolio unter Berücksichtigung verschiedener Kennzahlen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die technologischen Grundlagen von Bitcoin und der Blockchain sowie die Anwendung moderner Portfoliomanagement-Methoden zur Optimierung von Investitionen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, zu analysieren, wie sich die Beimischung von Bitcoin auf die Performance und die Asset-Allokation eines Portfolios auswirkt und ob eine Investition auch bei pessimistischen Prognosen sinnvoll ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden mathematische Optimierungsverfahren wie das Sharpe Ratio, das Sortino Ratio, das Minimum Varianz Modell sowie das Black-Litterman Modell angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Portfoliotheorie, der praktischen methodischen Optimierung und der anschließenden Darstellung und Analyse der erzielten Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Bitcoin, Portfoliooptimierung, Portfolioallokation, Sharpe Ratio, Sortino Ratio sowie das Black-Litterman Modell.
Wie wirkt sich Bitcoin auf die Portfolioeffizienz aus?
Die Analyse zeigt, dass Bitcoin durch eine geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen die Portfolioeffizienz verbessern kann, obwohl er eine hohe Volatilität aufweist.
Welche Erkenntnisse liefert das Black-Litterman Modell in dieser Arbeit?
Das Modell verdeutlicht, dass Bitcoin auch unter pessimistischen Szenarien (bei einer moderaten Underperformance) in einem optimierten Portfolio enthalten sein kann.
Wie hoch ist der Energiebedarf des Bitcoin-Minings laut dieser Arbeit?
Die Arbeit referenziert die Website "Digiconomics" und gibt an, dass der Energieverbrauch des Minings aktuell die Dimensionen eines Landes wie Serbien erreicht.
Kann Bitcoin als „digitales Gold“ betrachtet werden?
Die Arbeit untersucht Bitcoin sowohl als Zahlungsmittel als auch als Wertspeicher und vergleicht ihn aufgrund seiner begrenzten Menge und Sicherheitseigenschaften mit Gold.
- Citation du texte
- Julian Zehtner (Auteur), 2018, Bitcoin als innovative Assetklasse? Eine Analyse über die Sinnhaftigkeit der Kryptowährung als ergänzendes Asset in Investmentportfolios, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414555