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Rechtsformen und Beteiligungsbeschränkungen im deutschen Lizenzfußball

Title: Rechtsformen und Beteiligungsbeschränkungen im deutschen Lizenzfußball

Bachelor Thesis , 2015 , 87 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Nico Sassadeck (Author)

Business economics - General
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Fußball, ein Spiel bei dem Begeisterung und Enttäuschung, Freude und Wut sowie Sieg oder Niederlage so nah beieinander liegen und oftmals nur Nuancen über den Verlauf einer Partie entscheiden können. Letztendlich ist der Fußball mit seinen Akteuren aber auch nur ein Sport! Oder stellt er doch mehr dar?

Der Fußball in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung erlebt. Spielten die begabtesten Spieler Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts noch nebenberuflich, schließlich erhielten sie keine Vergütung für das Fußballspielen, und aus reiner Freude am Sport vor einigen wenigen Zuschauern gegeneinander, so symbolisieren die heutigen Fußballprofis „Popstars“, die schon in jungen Jahren Millionen verdienen und ihre Wettkämpfe vor einem weltweiten Publikum, anwesend im Stadion selbst oder vor dem Fernseher, austragen.

Die Vereine haben sich zu mittelständischen Unternehmen entwickelt und verzeichnen Umsätze in Millionenhöhe. Steigenden Einnahmen stehen höhere Ausgaben gegenüber und die Anforderungen an die sogenannten Manager der Bundesligaklubs steigen auf Grund der immensen Geldsummen, die in der Branche fließen, dem immer weiter wachsenden Interesse der Öffentlichkeit, sowie der grundsätzlichen Bedeutung des Fußballs in der Gesellschaft, stetig an. Die sportliche Leitung der jeweiligen Klubs arbeitet unter höchst professionellen Strukturen. Nichts wird dem Zufall überlassen und Experten für sämtliche Bereiche, sei es für die Trainingslehre, die medizinische Abteilung, Ernährungsberatung oder psychologische Beratung, werden engagiert. Der Gewinn des Weltmeistertitels im Jahr 2014 ist in dieser Hinsicht auch ein Verdienst der vielen Bundesligaklubs, da diese durch ihre exzellente Arbeit zur Entwicklung der Spieler beigetragen haben und bestätigt die Klubs, ihren bisherigen Weg im sportlichen Bereich weiterzuführen.

Doch wie sind die Bundesligaklubs außerhalb des sportlichen Bereichs aufgestellt? Entsprechen sie den Anforderungen? Welche Möglichkeiten haben die Bundesligaklubs, um die vorhanden Strukturen an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen? Welche Vorgaben müssen von den Bundesligaklubs bei ihrer Rechtsformwahl beachtet werden und welche Gefahren drohen? Diese Fragen und weitere Sachverhalte rund um das Thema „Rechtsformen und Beteiligungsbeschränkungen im deutschen Lizenzfußball“ sollen im Laufe dieser Bachelorarbeit beantwortet, beziehungsweise erläutert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Organisationsstruktur des deutschen Fußballsports

2.1 Der DFB als Dachverband des deutschen Fußballs

2.2 Der Liga-Fußballverband und die Deutsche Fußball Liga

2.3 Profivereine im deutschen Lizenzfußball und das Lizenzierungsverfahren der DFL

3. Der Fußballbundesligaverein als Idealverein

3.1 Gesellschaftsrechtliche Grundlagen der vereinsrechtlichen Organisation

3.2 Die Abgrenzung zum wirtschaftlichen Verein

3.3 Anwendung des Nebenzweckprivilegs

3.4 Rechtsformverfehlung und die Folge für die Vereine

3.5 Ergebnis

4. Ausgliederung der Lizenzfußballabteilung auf eine Kapitalgesellschaft

4.1 Motive für eine Ausgliederung

4.1.1 Wirtschaftliche Aspekte

4.1.2 Beseitigung der Rechtsformverfehlung

4.1.3 Problem der faktischen Satzungsänderung

4.1.4 Schutz des Muttervereins vor Insolvenz und Gläubigerschutz

4.1.5 Professionalisierung der Geschäftsführung

4.2 Wahl der Rechtsform

4.2.1 Begrenzung der Rechtsformwahl durch Vorgaben des DFB

4.2.2 Betrachtung der verwendeten Rechtsformen in den deutschen Bundesligen

4.3 Ausgliederung auf eine Aktiengesellschaft

4.3.1 Gesellschaftsrechtliche Grundlagen der AG

4.3.2 Organisations- und Führungsstruktur einer AG

4.3.3 Kapitalbeschaffung gemäß den Anforderungen an eine Fußball AG

4.3.4 Nachteil der Satzungsstrenge einer AG

4.3.5 Praxisbeispiel Eintracht Frankfurt AG

4.4 Ausgliederung auf eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung

4.4.1 Gesellschaftsrechtliche Grundlagen der GmbH

4.4.2 Organe der GmbH

4.4.3 Ausgestaltung der Geschäftsanteile und potenzielle Gesellschafter

4.4.4 Praxisbeispiel Bayer Leverkusen GmbH

4.5 Ausgliederung auf eine Kommanditgesellschaft auf Aktien

4.5.1 Gesellschaftsrechtliche Grundlagen der KGaA

4.5.2 Organisationsstruktur der KGaA

4.5.3 Sonderform GmbH & Co. KGaA anhand des Beispiels von Borussia Dortmund

4.6 Zusammenfassung und Würdigung der einzelnen Rechtsformen

5. Beteiligungsbeschränkungen im deutschen Profifußball

5.1 Motive für Beteiligungen und Gefahren für den Sport

5.2 Zwecke der Beteiligungsbeschränkungen

5.3 Das Verbot von Mehrheitsbeteiligungen

5.3.1 Der Begriff der Mehrheitsbeteiligung und der Fußballverein als Kapitalgesellschaft

5.3.2 Die „50 +1“-Regel

5.3.3 Die „Lex Leverkusen“

5.3.4 Die „Lex Kind“

5.4 Mehrfachbeteiligungen

5.4.1 Das Fehlen eines Verbots von Mehrfachbeteiligungen im deutschen Lizenzfußball

5.4.2 Gefahren durch das Fehlen einer entsprechenden Beteiligungsbeschränkung

5.5 Sonstige Beteiligungsbeschränkungen

5.5.1 Das Verbot der Untereinander-Beteiligungen

5.5.2 Die mehrfache personelle Einflussnahme

6. Fazit und Zusammenfassung der Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Organisationsformen von Fußballvereinen im deutschen Lizenzfußball. Dabei liegt der Fokus auf der Problematik der Rechtsform des eingetragenen Vereins angesichts zunehmender Kommerzialisierung sowie den Möglichkeiten und Herausforderungen einer Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung von Beteiligungsbeschränkungen.

  • Struktur des deutschen Fußballs und Lizenzierungsverfahren
  • Die Rechtsform des Idealvereins und die Problematik der Rechtsformverfehlung
  • Motive und Rechtsformen für eine Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung
  • Beteiligungsbeschränkungen im deutschen Profifußball, insbesondere die „50+1“-Regel
  • Mehrfachbeteiligungen und personelle Einflussnahme

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Abgrenzung zum wirtschaftlichen Verein

Die Gründung und Eintragung in das Vereinsregister der meisten Bundesligavereine erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts beziehungsweise Anfang des 20. Jahrhunderts. Hierbei handelte es sich um Idealvereine im Sinne des § 21 BGB. Die Mitglieder schlossen sich zusammen, um Kosten zu sparen sowie die Aktivitäten besser organisieren zu können, im Vordergrund stand jedoch jederzeit die sportliche Betätigung der Mitglieder. Die damaligen Vereine übten keine oder nur sehr geringe wirtschaftliche Geschäfte aus und die zur Durchführung ihrer Aktivitäten benötigten Gelder erhielten die Vereine durch die Beiträge ihrer Mitglieder sowie Zahlungen von Sponsoren und Gönnern des Sports. Es ist also vollkommen korrekt, dass die damaligen Vereine als nichtwirtschaftliche Vereine bezeichnet und in Folge dessen in dieser Form in das Vereinsregister eingetragen wurden.

Heutzutage sieht die Situation komplett anders aus, da sich die Welt des Fußballsports im Laufe der Zeit massiv verändert hat. Durch das steigende Fan- sowie Medieninteresse an dem Produkt Fußball konnten die Klubs in den letzten Jahrzehnten erhebliche Steigerungen ihrer Einnahmen verbuchen. Neben den üblichen Sponsoreneinnahmen, erhalten die Vereine zunehmend höhere Zahlungen durch geschickte Vermarktung, den Verkauf von Eintrittskarten und Fanartikeln sowie aus dem Verkauf von TV-Senderechten.

Im Zuge der Kommerzialisierung des Fußballs haben die Vereine jedoch auch mit steigenden Ausgaben zu kämpfen. Während Fußballer zur Gründungszeit der Bundesligavereine für ihre Tätigkeiten nur einen geringen Barlohn erhielten, überweisen die Bundesligaklubs ihren fußballspielenden Angestellten mittlerweile Gehälter in Millionenhöhe, die denen der Vorstände in Dax-Unternehmen in nichts nachstehen und sogar größtenteils übersteigen. Neben den Gehältern verzeichneten in den letzten Jahren auch andere Komponenten einen rasanten und starken Anstieg. Heutzutage ist es an der Tagesordnung, dass die Vereine Millionentransfers tätigen, um ihre Mannschaft zu verstärken und in Folge dessen die sportlichen Ziele zu erreichen. So gaben die Bundesligaklubs für Sommertransfers der Saison 2014/2015 schätzungsweise 292 Millionen Euro aus, wobei Borussia Dortmund mit Transferausgaben in

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die rasante Entwicklung des Fußballs in Deutschland, die Herausforderungen für die Klubs und die Relevanz der Untersuchung von Rechtsformen und Beteiligungsbeschränkungen.

2. Organisationsstruktur des deutschen Fußballsports: Dieses Kapitel beschreibt das hierarchische DFB-System, die Rolle des Ligaverbandes und der DFL sowie das Lizenzierungsverfahren für Profivereine.

3. Der Fußballbundesligaverein als Idealverein: Hier werden die vereinsrechtlichen Grundlagen, die Abgrenzung zum wirtschaftlichen Verein und die Problematik der Rechtsformverfehlung für moderne Bundesligavereine analysiert.

4. Ausgliederung der Lizenzfußballabteilung auf eine Kapitalgesellschaft: Das umfangreiche Kapitel beleuchtet Motive, Rechtsformwahl (AG, GmbH, KGaA) und Praxisbeispiele für die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung.

5. Beteiligungsbeschränkungen im deutschen Profifußball: Dieses Kapitel analysiert Motive und Gefahren von Investorenbeteiligungen, die „50+1“-Regel, Mehrfachbeteiligungen sowie weitere regulatorische Einschränkungen.

6. Fazit und Zusammenfassung der Arbeit: Das Fazit fasst die Problematik der Vereinsrechtsform zusammen, befürwortet die Professionalisierung durch Ausgliederung und betont die Notwendigkeit strikterer Regelungen bei Beteiligungsbeschränkungen.

Schlüsselwörter

Lizenzfußball, Rechtsformverfehlung, Idealverein, Kapitalgesellschaft, Ausgliederung, DFB, DFL, 50+1-Regel, Investoren, Mehrfachbeteiligungen, Profifußball, Vereinsrecht, Unternehmensführung, Sponsoring, Wettbewerbsintegrität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht die rechtlichen Herausforderungen für deutsche Fußballvereine, die aufgrund ihrer zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung nicht mehr zwingend in der klassischen Rechtsform des eingetragenen Vereins (Idealverein) geführt werden sollten, und erörtert die Möglichkeiten der Ausgliederung in Kapitalgesellschaften sowie die damit verbundenen Beteiligungsbeschränkungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Organisationsstruktur des deutschen Fußballs, die gesellschaftsrechtliche Problematik von Idealvereinen, verschiedene Rechtsformen für ausgegliederte Lizenzspielerabteilungen und das komplexe Regelwerk der Beteiligungsbeschränkungen zur Sicherung der Wettbewerbsintegrität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, warum die Rechtsform des eingetragenen Vereins für moderne Bundesligavereine oft ungeeignet ist, welche Vorteile und Nachteile mit einer Ausgliederung in Kapitalgesellschaften einhergehen und welche regulatorischen Maßnahmen zur Begrenzung von Investoreneinflüssen existieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine juristische Analyse der Rechtsformen und verbandsrechtlichen Regelungen durch, ergänzt durch die Untersuchung von Praxisbeispielen aus der Bundesliga, um theoretische Sachverhalte mit der Realität zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der vereinsrechtlichen Situation, eine detaillierte Betrachtung der Ausgliederungsoptionen (AG, GmbH, KGaA) anhand von Praxisbeispielen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Investorenbeteiligungen und den geltenden Reglementierungen im Profifußball.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Lizenzfußball, Rechtsformverfehlung, Idealverein, Kapitalgesellschaft, 50+1-Regel, Investorenbeteiligungen und Wettbewerbsintegrität.

Welche Problematik besteht bei der Rechtsform des "eingetragenen Vereins" im heutigen Lizenzfußball?

Da Bundesligavereine heute großflächig wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben, erfüllen sie oft nicht mehr die Voraussetzungen eines Idealvereins im Sinne des BGB, was zur Rechtsformverfehlung führt und Haftungsrisiken für die Vereinsmitglieder sowie drohenden Lizenzverlust zur Folge haben kann.

Was unterscheidet die "Lex Leverkusen" von der "Lex Kind"?

Die „Lex Leverkusen“ erlaubte eine Ausnahme von der 50+1-Regel für Unternehmen, die den Verein über 20 Jahre vor einem bestimmten Stichtag gefördert hatten. Da diese stichtagsbezogene Regelung als rechtswidrig eingestuft wurde, entstand mit der „Lex Kind“ eine Regelung, die sich nur noch auf den Förderungszeitraum von 20 Jahren bezieht, ohne einen fixen Stichtag.

Welche Risiken werden im Zusammenhang mit Mehrfachbeteiligungen (Multi-Club-Ownership) genannt?

Es besteht die Gefahr der Wettbewerbsverzerrung, da ein gemeinsamer Investor bei einem Aufeinandertreffen von Vereinen, an denen er beteiligt ist, Einfluss auf das Spielergebnis nehmen könnte. Zudem werden Absprachen bei Transfers oder eine konzerninterne Einflussnahme kritisiert, die der Integrität des Wettbewerbs schaden könnten.

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Details

Title
Rechtsformen und Beteiligungsbeschränkungen im deutschen Lizenzfußball
College
Frankfurt School of Finance & Management
Grade
1,6
Author
Nico Sassadeck (Author)
Publication Year
2015
Pages
87
Catalog Number
V419170
ISBN (eBook)
9783668680753
ISBN (Book)
9783668680760
Language
German
Tags
50+1 Regel Investoren im Fußball Fußball und Finanzen Rechtformen im Sport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nico Sassadeck (Author), 2015, Rechtsformen und Beteiligungsbeschränkungen im deutschen Lizenzfußball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419170
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